Halleluja

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Halleluja!“ aus Messiah von Händel

Halleluja ist die deutsche Transkription des hebräischen הַלְּלוּיָהּ (hallelu-Jáh), das sich aus dem Imperativ Plural preiset von hillel (hebräisch für „preisen, verherrlichen, ausrufen“) und Jah, der Kurzform des Gottesnamens JHWH, zusammensetzt. Wörtliche Übersetzung: Lobt Jah!

Die lateinische Form Alleluia geht auf die griechische Transkription „ἁλληλουϊά“ zurück. Dort wurde lediglich das diakritische Zeichen Spiritus asper ἁ verwendet, weil das griechische Alphabet kein „h“ kennt.

Der Ausruf findet sich 23-mal in den Psalmen des Alten Testament (104,35; 105,45; 106,1.48; 111,1; 112,1; 113,1.9; 115,18; 116,19; 117,2; 135,1.21; 146,1.10; 147,1.20; 148,1.14; 149,1.9; 150,1.6). Die Psalmen 113 bis 118 bilden traditionell das Hallel, die Bezeichnung gründet sich in den Anfangswörtern dieser Psalmen. Halelu-Jáh findet sich weitere vier Male im Neuen Testament in der Offenbarung (19,1–6).

„Alleluja“ verwendet:

„Halleluja“ verwendet:

„Preiset Jah“ verwendet:

„Lobet Jah“ verwendet:

„Lobet Jehova(h)“ verwendet:

Liturgie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Halleluja und Eingangsworte des Evangeliums von Christi Himmelfahrt im Missale Scarense (1150–60)

In der ordentlichen Form des römischen Ritus der römisch-katholischen Kirche ist in der heiligen Messe das gesungene Halleluja Teil des Rufs vor dem Evangelium, mit dem die Gemeinde den im Evangelium gegenwärtigen Christus verehrt, und damit Teil des Propriums. Das Halleluja folgt bei nur einer Lesung unmittelbar dem Antwortpsalm, bei zwei Lesungen der zweiten Lesung. Zum Ruf vor dem Evangelium und dem Vortrag des Evangeliums stehen die Gläubigen auf.

In der Fastenzeit wird im römischen Ritus das Halleluja durch einen Christusruf ersetzt, bis es vor dem Evangelium der Osternacht erstmals festlich wieder erklingt. Zu Ostern, Pfingsten und Fronleichnam folgt dem Halleluja im römischen Ritus eine Sequenz. In der Osterzeit wird an den Eingangs- und den Kommunionvers das Halleluja angefügt; in der Totenmesse kann man es weglassen. In der Osterzeit wird an den Entlassungsruf am Ende der heiligen Messe und des Stundengebets ein zweifaches Halleluja angefügt. Im Stundengebet singt man das Halleluja innerhalb der Osterzeit an einigen Stellen zusätzlich bzw. lässt es in der Fastenzeit weg.

Im byzantinischen Ritus der Ostkirchen wird es nicht als Jubel-, sondern als Huldigungsruf aufgefasst und unabhängig von den Festzeiten immer gesungen.

Im evangelisch-lutherischen Gottesdienst ist das Halleluja (meist ohne Versikel) die Antwort der Gemeinde auf die Epistellesung. Ihm folgt das Wochenlied, darauf das Evangelium.

Das Halleluja wird in den Charismatischen Kirchen sowie den Pfingstgemeinden bei den Lobpreisgottesdiensten, wie sie vor allem in den Vereinigten Staaten und Afrika populär sind, intensiv verwendet. (Siehe dazu auch Jehovah).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]