Hans-Heinrich Jarchow

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Hans-Heinrich Jarchow (2018)

Hans-Heinrich Jarchow (* 13. Juli 1955 in Plau am See) ist ein mecklenburgischer Ingenieur und Politiker. 2002–2006 saß er im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jarchow ging als einziger seiner Klasse nicht zur Jugendweihe, sondern zur Konfirmation. Nachdem er 1979 in Berlin Ingenieur für Landtechnik geworden war, wurde er Technischer Leiter der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft Gnevsdorf. Nach der Wende und friedlichen Revolution in der DDR war er von 1990 bis 1994 der erste frei gewählte (ehrenamtliche) Bürgermeister seines Dorfes. Von 1994 bis 2001 war er hauptamtlicher Bürgermeister von Plau am See. Für die SPD Mecklenburg-Vorpommern errang er bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2002 im Landtagswahlkreis Parchim I ein Direktmandat im Landtag Mecklenburg-Vorpommern. Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2006 konnte er es nicht behalten. Von 2009 bis 2017 war er bei der Akademie für Politik, Wirtschaft und Kultur in Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin tätig. Dort leitete er den Geschäftsbereich der demokratischen Initiative „WIR. Erfolg braucht Vielfalt“.[1] Mit seiner Frau Karin geb. Blankenburger hat Jarchow zwei Töchter mit einer Enkeltochter.

Ehrenämter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jarchow auf der Mecklenburg-Vorpommern (1996)

Von 1994 bis 2011 war Jarchow Synodaler der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs.[2] Von 1997 bis 2002 war er Mitglied der Kirchenleitung der Landeskirche. Seit 1994 besucht er alljährlich die Evangelisch-Lutherische Kirche in der Republik Kasachstan, die Partnerkirche der (ehemaligen) Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs.[3] Von 1998 bis 2015 hielt Jarchow plattdeutsche Morgenandachten in Verkündigungssendungen des Norddeutschen Rundfunks. 2008 gründete er den Förderverein Kirche Gnevsdorf, dessen Vorsitzender er seither ist.[4] Er bläst wie seine Frau im Plauer Posaunenchor und singt im Gnevsdorfer Singkreis. In Ganzlin sitzt er in der Gemeindevertretung. Seit 2010 leitet er die Jagdhorngruppe „Retzower Heide“.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Urmecklenburger [Hans-Heinrich Jarchow], in: Thomas Balzer, Siv Stippekohl, Siegfried Wittenburg: Atlas des Aufbruchs: Geschichten aus 25 Jahren Mecklenburg-Vorpommern (Buch und DVD). Ch. Links Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-86153-847-9, S. 202–203.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. @1@2Vorlage:Toter Link/www.akademie-schwerin.de(Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: ohne Seitentitel)
  2. XIV. Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Landessynode Mecklenburgs (Memento vom 13. Oktober 2007 im Internet Archive)
  3. Die Evangelisch-Lutherische Kirche in der Republik Kasachstan (GAW)
  4. Förderverein Kirchgemeinde Gnevsdorf