Hans-Heinrich Jarchow

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Jarchow an seinem 60. Geburtstag

Hans-Heinrich Jarchow (* 13. Juli 1955 in Plau am See) ist ein mecklenburgischer Ingenieur und Politiker. Als SPD-Mitglied saß er von 2002 bis 2006 im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jarchow ging als einziger seiner Klasse nicht zur Jugendweihe, sondern zur Konfirmation. Nachdem er 1979 in Berlin Diplom-Ingenieur für Landtechnik geworden war, wurde er Technischer Leiter der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft Gnevsdorf. Nach der Wende war er von 1990 bis 1994 der erste frei gewählte (ehrenamtliche) Bürgermeister seines Dorfes. Von 1994 bis 2001 war er hauptamtlicher Bürgermeister von Plau am See. Von 1998 bis 2006 saß er im Kreistag des Landkreises Parchim.

Für die Sozialdemokratische Partei Deutschlands errang er bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2002 im Landtagswahlkreis Parchim I ein Direktmandat im Landtag Mecklenburg-Vorpommern. Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2006 konnte er nicht behalten. Von 2009 bis 2017 war rt bei der Akademie für Politik, Wirtschaft und Kultur in Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin tätig. Dort leitete er den Geschäftsbereich der demokratischen Initiative „WIR. Erfolg braucht Vielfalt“.[1] Zum 60. Geburtstag kamen Mitglieder des Europäischen Parlaments und Abgeordnete des Deutschen Bundestags und des Landtags Mecklenburg-Vorpommern. Unter den Gästen waren Jürgen Andrees, Sylvia Bretschneider, Rüdiger Döhler, Hans-Robert Metelmann, Wolfgang Methling und Wolf-Dieter Ringguth. Die Andacht in der Gnevsdorfer Kirche hielt Hermann Beste.[2]

Mit seiner Frau Karin geb. Blankenburger hat Jarchow zwei Töchter. Die eine arbeitet bei einem Industrieunternehmen in Parchim, die andere bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit in Palästina und Israel.

Ehrenämter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jarchow auf der Mecklenburg-Vorpommern (F 218) (1996)

Von 1994 bis 2011 war Jarchow Synodaler der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs.[3] Von 1997 bis 2002 war er Mitglied der Kirchenleitung der Landeskirche. Seit 1994 besucht er alljährlich die Evangelisch-Lutherische Kirche in der Republik Kasachstan, die Partnerkirche der (ehemaligen) Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs.[4] Seit 1998 hält Jarchow plattdeutsche Morgenandachten in Verkündigungssendungen des Norddeutschen Rundfunks.[5] 2008 gründete er den Förderverein Kirche Gnevsdorf, dessen Vorsitzender er seither ist.[6] Wie seine Frau bläst er im Plauer Posaunenchor.

Am 2. Mai 2006 wurde er einstimmig zum Vorsitzenden vom Kreisverband Parchim des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge gewählt.[7]

In der ehemaligen Gemeinde Buchberg (Mecklenburg) war er Mitglied der Gemeindevertretung und des Finanzausschusses.[8]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Urmecklenburger [Hans-Heinrich Jarchow], in: Thomas Balzer, Siv Stippekohl, Siegfried Wittenburg: Atlas des Aufbruchs: Geschichten aus 25 Jahren Mecklenburg-Vorpommern (Buch und DVD). Ch. Links Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-86153-847-9, S. 202–203.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. WIR. Erfolg braucht Vielfalt
  2. Wolfram Hennies: Viel Politprominenz zum 60. Geburtstag. Plauer Zeitung, Jg. 119, 19. August 2015.
  3. XIV. Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Landessynode Mecklenburgs (Memento vom 13. Oktober 2007 im Internet Archive)
  4. Die Evangelisch-Lutherische Kirche in der Republik Kasachstan (GAW)
  5. @1@2Vorlage:Toter Link/www.ndr.de( Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: ohne Seitentitel)
  6. Förderverein Kirchgemeinde Gnevsdorf
  7. Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: @1@2Vorlage:Toter Link/www.kreis-pch.deJarchow, Landkreis Parchim (2. Mai 2006)
  8. Amt Plau am See