Ganzlin

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Ganzlin führt kein Wappen
Ganzlin
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ganzlin hervorgehoben
Koordinaten: 53° 23′ N, 12° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Ludwigslust-Parchim
Amt: Plau am See
Höhe: 86 m ü. NHN
Fläche: 87,94 km2
Einwohner: 1450 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 16 Einwohner je km2
Postleitzahl: 19395
Vorwahl: 038737
Kfz-Kennzeichen: LUP, HGN, LBZ, LWL, PCH, STB
Gemeindeschlüssel: 13 0 76 166
Gemeindegliederung: 11 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Am Markt 2
19395 Plau am See
Webpräsenz: www.ganzlin.de
Bürgermeister: Jens Tiemer
Lage der Gemeinde Ganzlin im Landkreis Ludwigslust-Parchim
Brandenburg Niedersachsen Schleswig-Holstein Schwerin Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Rostock Landkreis Nordwestmecklenburg Banzkow Plate Plate Sukow Bengerstorf Besitz (Mecklenburg) Brahlstorf Dersenow Gresse Greven (Mecklenburg) Neu Gülze Nostorf Schwanheide Teldau Tessin b. Boizenburg Barnin Bülow (bei Crivitz) Crivitz Crivitz Demen Friedrichsruhe Tramm (Mecklenburg) Zapel Dömitz Grebs-Niendorf Karenz (Mecklenburg) Malk Göhren Malliß Neu Kaliß Vielank Gallin-Kuppentin Gischow Granzin Obere Warnow Gehlsbach (Gemeinde) Kreien Kritzow Lübz Lübz Marnitz Passow (Mecklenburg) Siggelkow Suckow Tessenow Gehlsbach (Gemeinde) Werder (bei Lübz) Goldberg (Mecklenburg) Dobbertin Goldberg (Mecklenburg) Mestlin Neu Poserin Techentin Goldberg (Mecklenburg) Balow Brunow Dambeck Eldena Gorlosen Grabow (Elde) Karstädt (Mecklenburg) Kremmin Milow (bei Grabow) Möllenbeck (Landkreis Ludwigslust-Parchim) Muchow Prislich Grabow (Elde) Zierzow Alt Zachun Bandenitz Belsch Bobzin Bresegard bei Picher Gammelin Groß Krams Hoort Hülseburg Kirch Jesar Kuhstorf Moraas Pätow-Steegen Picher Pritzier Redefin Setzin Strohkirchen Toddin Warlitz Alt Krenzlin Bresegard bei Eldena Göhlen Groß Laasch Leussow Lübesse Lüblow Rastow Sülstorf Uelitz Warlow Wöbbelin Blievenstorf Brenz (Mecklenburg) Neustadt-Glewe Neustadt-Glewe Cambs Dobin am See Gneven Pinnow (bei Schwerin) Langen Brütz Leezen (Mecklenburg) Pinnow (bei Schwerin) Raben Steinfeld Domsühl Domsühl Obere Warnow Groß Godems Zölkow Karrenzin Lewitzrand Rom (Mecklenburg) Spornitz Stolpe (Mecklenburg) Ziegendorf Zölkow Barkhagen Ganzlin Ganzlin Ganzlin Plau am See Blankenberg (Mecklenburg) Borkow Brüel Dabel Hohen Pritz Kobrow Kuhlen-Wendorf Kloster Tempzin Mustin (Mecklenburg) Sternberg Sternberg Weitendorf (bei Brüel) Witzin Dümmer (Gemeinde) Holthusen Klein Rogahn Klein Rogahn Pampow Schossin Stralendorf Warsow Wittenförden Zülow Wittenburg Wittenburg Wittenburg Wittendörp Gallin Kogel Lüttow-Valluhn Vellahn Zarrentin am Schaalsee Boizenburg/Elbe Ludwigslust Lübtheen Parchim Parchim Parchim HagenowKarte
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Ganzlin ist eine Gemeinde im Osten des Landkreises Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Plau am See verwaltet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt zirka 25 Kilometer nördlich von Pritzwalk und zirka 7,5 Kilometer südlich von Plau am See. Am nordöstlichen Rand des Gemeindegebietes liegt der Plauer See. Große Teile der Gemarkung sind bewaldet, so existiert im Osten das Ganzliner Holz, dessen Anhöhen den tiefsten Punkt der Gemeinde am Plauer See deutlich überragen. Der Buchberg mit 118,3 m ü. NHN ist der höchste Punkt innerhalb des Gemeindegebietes. Westlich des Ortes Ganzlin liegt ein Feuchtgebiet mit ehemaligen Torfstichen, in dem der Gehlsbach entspringt.

Ortsteile der alten Gemeinde Ganzlin waren Dresenow, Dresenower Mühle, Ganzlin und Twietfort.[2] Seit der Neugründung der Gemeinde zum 25. Mai 2014 sind außerdem Gnevsdorf, Hof Retzow, Klein Dammerow, Retzow, Tönchow, Wangelin und Wendisch Priborn Ortsteile von Ganzlin.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ganzlin wurde erstmals 1346 in einer Verkaufsurkunde urkundlich erwähnt. Der Name ist slawischen Ursprung und bezieht sich vermutlich auf den Personennamen Gasla, so dass Gaselin, das Dorf des Gasla bedeutet. Der Adlige Iwan von Below verkaufte das Dorf Ganzlin an das Kloster Stepenitz.[3]

Die Kirche brannte Anfang des 20. Jahrhunderts ab, wurde aber bereits 1903 wieder aufgebaut.

Zwischen Retzow und Wangelin lag das mittelalterliche Dorf Gorgelin. Seine Kirche hatte Filialkirchen in Retzow und Gnevsdorf. Durch die Pest fiel Gorgelin im 15. Jahrhundert wüst.[4] Der Kirchenschlüssel wird im Staatlichen Museum Schwerin verwahrt.

Dammerow wurde 1700 als landesherrliche Domäne aufgeführt.

Beim Kriegsende in Südmecklenburg (1945) zog ein Regiment der Roten Armee durch Ganzlin. Ein (noch erhaltenes) Bauernhaus diente dem Kommandeur als Quartier.

Zum 25. Mai 2014 fusionierte Ganzlin mit Buchberg (Mecklenburg) und Wendisch Priborn zur neuen Gemeinde Ganzlin.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2006 gibt es das Gartenkino Wangelin des Landesverbandes Filmkommunikation Mecklenburg-Vorpommern, im Sommer auch als Freiluftkino.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft, Verkehr und Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ganzlin Beschichtungspulver GmbH, Hersteller umweltfreundlicher Trockenlacke, hat in Ganzlin ihren Sitz.

Durch die Gemeinde führen die Bundesstraße 103 und die B 198. Die Bundesautobahn 24 (zirka 15 km) ist über die Anschlussstelle Meyenburg und die A 19 (17 km) über die Anschlussstelle Röbel erreichbar. Bei Ganzlin mündet die stillgelegte Bahnstrecke von Röbel in die Bahnstrecke Güstrow–Meyenburg.

Alljährlich findet in Ganzlin das Bürgermeister-Jochen-Koch-Turnier mit internationaler Beteiligung von über hundert Volley- und Beachvolleyballteams statt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Russisches Quartier in Ganzlin (1945)
 Commons: Ganzlin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2015 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. § 8 der Hauptsatzung (PDF; 22 kB) der Gemeinde
  3. Paul Kühnel: Die slavischen Ortsnamen in Meklenburg. In: Jahrbücher des Vereins für meklenburgische Geschichte und Alterthumskunde. Jahrbücher für Geschichte. Band 46, 1881, ISSN 0259-7772, S. 47 (online [abgerufen am 27. Juni 2016]).
  4. Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Bd. 13 (1848), S. 408–409