Heinrich von Preußen (1781–1846)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Prinz Heinrich von Preußen

Friedrich Heinrich Karl von Preußen (* 30. Dezember 1781 in Berlin; † 12. Juli 1846 in Rom) war ein preußischer Prinz, General der Infanterie und Großmeister des Johanniterordens.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heinrich war ein Sohn des Königs Friedrich Wilhelm II. von Preußen (1744–1797) aus dessen zweiter Ehe mit Friederike (1751–1805), Tochter des Landgrafen Ludwig IX. von Hessen-Darmstadt.

Heinrich wurde am 5. September 1795 als Fähnrich bei der Leibkompanie des I. Bataillons Garde eingestellt. Im weiteren Verlauf seiner Militärkarriere nahm er als Oberst am Feldzug 1806/07 gegen die Franzosen teil. In der Schlacht von Auerstedt überließ Gerhard von Scharnhorst ihm sein Pferd, weil sein eigenes getötet wurde. 1807 wurde er Chef des Infanterieregiments „von Schöning“. Am Feldzug 1813 beteiligte sich der Prinz im Hauptquartier des russischen Generals Wittgenstein. Nach Kriegsende erfolgte am 31. Mai 1815 seine Beförderung zum General der Infanterie.

Heinrich fungierte bereits seit 1800 als Koadjutor des letzten Herrenmeisters der Ballei Brandenburg des Johanniterordens in Sonnenburg[1] Prinz August Ferdinand von Preußen. Die Ballei wurde 1811 aufgelöst. Heinrichs Bruder Friedrich Wilhelm III. stiftete im Jahr darauf den Königlich-Preußischen Johanniterorden. 1813 wurde Heinrich Herrenmeister der evangelischen Ballei Brandenburg des ritterlichen Hospitaliter-Ordens von St. Johannes von Jerusalem. Unter Heinrich wurde das Krankenhaus in Jüterbog und in Bukarest eine Diakonissenanstalt errichtet.

Heinrich lebte seit 1819 ständig in Rom. Die Reise genehmigte der König nur, weil der stets kränkliche Heinrich bei einer Soirée in Ohnmacht fiel. Seine letzten 20 Lebensjahre verbrachte er ans Bett gefesselt. Sein Adjutant war Generalmajor Graf Friedrich Wilhelm von Lepel (1774–1840). Seit 1845 fungierte der spätere Generalfeldmarschall Helmuth Karl Bernhard von Moltke als sein Adjutant.

Er war Ritter des Schwarzen Adlerordens, des Eisernen Kreuzes, des russischen Andreasordens, des Georgsordens und des Großkreuzes des Wladimirordens.

Heinrich wurde im Berliner Dom bestattet. In Berlin-Kreuzberg benannte man den Heinrichplatz nach ihm.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. C. C. C. Gretschel, Friedrich Bülau: Geschichte des Sächsischen Volkes und Staates. Band 3, Reinhold Beyer, 1853, S. 410.
  2. Heinrichplatz. In: Straßennamenlexikon des Luisenstädtischen Bildungsvereins (beim Kaupert)