Held & Francke

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Held & Francke
Rechtsform Aktiengesellschaft (ab 1906)
Gründung 1972 (als Bauunternehmung Held & Francke)
Auflösung 1931 (Industriebau – Held & Francke Bauaktiengesellschaft, Berlin)

2002 (Philipp Holzmann Bauaktiengesellschaft Süd, München)

Auflösungsgrund Insolvenz
Sitz Berlin (1872 bis 1931)
(Stammunternehmen)
München (1921 bis 2002)
(Ausgründung)
Leitung Otto Held (1872–1912)
Philipp Schindler (1913–?)
Mitarbeiterzahl ca. 1000 (1905)
Branche Bauwesen

Held & Francke war ein deutsches Bauunternehmen. In der Baubranche wurde die Firma häufig mit der Abkürzung H&F oder HF bezeichnet. Gegründet wurde sie 1872 durch den Maurermeister Otto Held und den Kaufmann August Francke in Berlin.[1] Bekanntheit erlangte sie schon bald durch große Bauprojekte in Berlin und Umgebung, später auch deutschlandweit.

Im Jahr 1906 wurde das Unternehmen in die Held & Francke Aktien-Gesellschaft umgewandelt und dehnte seine Bautätigkeit auch in andere Teile Deutschland aus. 1921 erfolgte die Ausgründung von Firmenteilen in die Süddeutsche Held & Francke Bauaktiengesellschaft mit Sitz in München. Das Stammunternehmen in Berlin wurde 1927 mit der Industriebau AG verschmolzen, mit der es 1931 in Konkurs fiel. Die Ausgründung in München änderte ihren Namen auf Held & Francke Bauaktiengesellschaft und blieb noch über fast 60 Jahre selbständig, bis sie 1990 von Philipp Holzmann übernommen, 1996 in Philipp Holzmann Bauaktiengesellschaft Süd umfirmiert und 2002 in der Insolvenz der Muttergesellschaft mit untergegangen ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Held & Francke in Berlin (1872–1931)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauunternehmung Held & Francke (Personengesellschaft)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1872 gründeten der Maurermeister Otto Held und der Kaufmann August Francke die Bauunternehmung Held & Francke in Berlin. Der Unternehmensstandort war die Oranienstraße 131.[2] Aus den ersten Jahren findet sich in den Archiven der Stadt Berlin nur eine überschaubare Zahl an Baugenehmigungen zu privaten Bauvorhaben.

In den 1880er Jahren kooperierte das Unternehmen eng mit der von Gustav Adolf Wayss 1886 gegründeten Beton- und Monierbau, einem Pionier für den Bau mit Stahlbeton und Inhaber mehrerer Patente in diesem Bereich.[1] Anscheinend konnte sich Held & Francke dabei genügend Know-how erwerben, um selbst zum Anbieter für Stahlbetonbau zu werden.[3] Schon bald übernahm das Unternehmen die Ausführung großer Bauvorhaben wie z. B. das Reichsversicherungsamt (Fertigstellung 1887), das Preußische Abgeordnetenhaus (Fertigstellung 1899)[4], den Berliner Dom (1894–1900) oder das Gebäude der Deutschen Bank in der Mauerstraße und Kanonierstraße. Vor der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft hatte das Unternehmen bereits mehr als 1000 Mitarbeiter.

Held & Francke Aktien-Gesellschaft (1906–1927)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1906 erfolgte die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft, die Held & Francke Aktien-Gesellschaft.[5] Mit der Umwandlung wurde eine Kapitalerhöhung auf zwei Millionen Goldmark erreicht. Mit diesem Kapital expandierte das Unternehmen stark. In Rudow wurde der Werk- und Lagerplatz auf viele Hektar erweitert und mit verschiedenen Fabrikgebäuden bebaut. Die große Hochbauabteilung verließ das Domizil in der Oranienstraße und bezog das heute noch bestehende Verwaltungsgebäude Am Köllnischen Park 1 in Berlin.

Allein die Reihe öffentlicher Bauwerke ist ein Indiz für die Reputation des Bauunternehmens: Es wurden die Staatsbibliothek zu Berlin Unter den Linden, das Kaiser-Friedrich-Museum, der Marstall (heute Zentral- und Landesbibliothek Berlin bzw. Berliner Stadtbibliothek), alle nach Entwürfen von Ernst von Ihne errichtet, die Kaiser-Wilhelm-Akademie sowie die Synagoge in der Lindenstraße nach Entwürfen von Cremer & Wolffenstein und Zeyse, vier große Gerichtsgebäude und drei Hauptpostämter sowie neun Kirchen für Berlin, Militäranlagen, Bank- und Versicherungsgebäude (Allianz-Versicherung, Nordstern-Versicherung am früheren Nordsternplatz, heute Senatsverwaltung für Justiz u. a.), Geschäftshäuser, Krankenhäuser und Wohnhäuser. Das Unternehmen verantwortete aber auch namhafte Industriebauten wie z. B. die Zentrale der Elektrischen Hoch- und Untergrundbahn, den Hafen Tempelhof[6], Bahnhöfe, Wasserwerke und Gasanstalten, Maschinenfabriken (u. a. für AEG und Agfa), Brauereien, Kabelwerke für Siemens & Halske und die Telefon- und Telegrafenwerke der C. Lorenz, die ab 1889 vom Kaufmann Robert Held geführt wurde, einem Bruder von Otto Held. Ebenfalls im Auftrag der C. Lorenz errichtete Held & Francke im Jahr 1908 die Versuchsfunkstelle Eberswalde,[7] eine Pionierinstitution des deutschen Unterhaltungs-Rundfunks.

1912 schied Otto Held nach 40 Berufsjahren aus Gesundheitsgründen aus. Der 1886 ins Unternehmen gekommene Philipp Schindler[8] führte nun die Held & Francke Aktien-Gesellschaft erfolgreich als Vorstandsvorsitzender weiter. Unter ihm wurde u. a. die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche (1891–1895) am heutigen Breitscheidplatz in Berlin errichtet.

Die Jahre ab 1914 wurden zu den schwierigsten in der Firmengeschichte. Die Held & Francke Aktiengesellschaft weitete die Tätigkeit nach Süd- und Westdeutschland aus. Man suchte Bauaufträge im Süddeutschen, zunächst im Eisenbahnbau und zugehörigen Bau sogenannter Kunstbauwerke (z. B. Brücken), später gründete man eine Niederlassung in Stuttgart. Wegen des Erfolges nahm man 1921 eine Ausgründung von Firmenteilen in die Süddeutsche Held & Francke Bauaktiengesellschaft mit Sitz in München vor. Diese übernahm später von der Stuttgarter Niederlassung die ab 1925 im Bau befindlichen Neckar-Staustufen Ladenburg und Wieblingen, sowie die ab 1927 errichtete, ebenfalls am Neckar gelegene Staustufe Cannstatt, die ebenso von dem Architekten Paul Bonatz entworfen wurde wie die Staustufe Ladenburg. Im norddeutschen Raum wurde 1924 eine Niederlassung in Hamburg für den Kanal- und Eisenbahnbau gegründet, deren Umsatz bald 5 Millionen Reichsmark erreichte. Leiter der Niederlassung war Hans Minetti, der nach dem Krieg von Anfang der 1950er Jahre bis 1972 Vorsitzender des Deutschen Beton-Vereins in Wiesbaden war.

1927 erwarb die Industriebau AG (Berlin, Breslau, Kattowitz u. a.), vertreten durch ihren Gründer und Vorstand, Karl Pieler, mit heimlichen Aktienkäufen die Mehrheitsanteile an der gut situierten Held & Francke Bauaktiengesellschaft[9].

Industriebau – Held & Francke Bauaktiengesellschaft zu Berlin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktie über 1000 RM der Industriebau Held & Francke AG vom Oktober 1928

Es folgte eine Fusion beider Unternehmen zur Industriebau – Held & Francke Bauaktiengesellschaft zu Berlin. Diese verfügte 1928 über folgende Beteiligungen:

  • Eigenhausbauten für Stadt und Land G.m.b.H., Berlin
  • Gleisgemeinschaft G.m.b.H., Carlowitz, zu 18 %
  • Oberschlesische Industriebau A.G., Kattowitz
  • A. Pusch Baugesellschaft m.b.H., Senftenberg, zu 65 %
  • Schlesische Portland Zement-AG zu 0,64 %
  • Süddeutsche Held & Francke Bauaktiengesellschaft sowie
  • Huta Hoch- und Tiefbau AG mit nominell 500.000 Reichsmark Aktien

Weltwirtschaftskrise und Insolvenz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Geschäftsjahr 1929 kam es bei der Industriebau – Held & Francke Bauaktiengesellschaft in Berlin zu einem Bilanzverlust von 5.668.000 Reichsmark. Die Weltwirtschaftskrise hatte sich auf die damalige Tochterfirma Süddeutsche Held & Francke Bauaktiengesellschaft zwar deutlich weniger negativ ausgewirkt als auf das Berliner Stammhaus, aber die Beteiligungsgesellschaften hatten ihre Gewinne an die Muttergesellschaft abzuführen. Mit der Ausgabe von Aktien über 1.000 Reichsmark im September 1930 sollte dringend nötiges Kapital für das Berliner Unternehmen beschafft werden. Im Jahr 1931 war der Konkurs aber nicht mehr abzuwenden. Immerhin waren die Banken für ein Unternehmenskonzept zu gewinnen, mit dem der Fortbestand des süddeutschen Tochterunternehmens gesichert werden konnte.

Held & Francke in München (1921–1996)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Süddeutsche Held & Francke Bauaktiengesellschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine Entstehung verdankte die Tochter mit Sitz in München einer Ausgründung von Firmenteilen im Jahr 1921. Im Vergleich konnte die Süddeutsche Held & Francke Bauaktiengesellschaft grundsätzlich bessere Geschäfte abschließen, als es dem Stammhaus mit seinem Schwerpunkt auf den zunehmend defizitären Hochbau in Berlin möglich war. Daher war das Münchener Tochterunternehmen 1930 in der Lage, sich allein am Markt zu behaupten und die Bautätigkeit fortzuführen. Die Banken unterstützten entsprechende Pläne, indem sie die Anteile aus den beim Konkurs des Berliner Unternehmens aufgenommenen Aktien des Münchener Tochterunternehmens an die Maffei'sche Erbengemeinschaft überleiteten.

Bereits im Jahr 1940 hatte sich die Süddeutsche Held & Francke Bauaktiengesellschaft in München wieder soweit am Markt etabliert, dass der Wegfall des Namensbestandteils „Süddeutsche“ erwogen wurde und noch im gleichen Jahr die Umbenennung in Held & Francke Bauaktiengesellschaft erfolgte.

Held & Francke Bauaktiengesellschaft, München, (1940–1990)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach 1945 kam der Wiederaufbau zunächst nur langsam in Gang, der noch nicht modernisierte Gerätepark des Unternehmens und die Finanznot der Auftraggeber machen es schwer, auskömmliche Bauaufträge zu erhalten. Die Deutsche Mark wurde 1948 als Währung in der amerikanischen, britischen und französischen Besatzungszone (Trizone) und in West-Berlin durch die Währungsreform eingeführt. Die Hauptversammlung der Held & Francke Bauaktiengesellschaft in München setzte ihr Kapital am 13. Dezember 1950 auf 2,6 Millionen DM fest.

In den Jahren 1950 bis 1965 expandierte das seinerzeit in München in der Aschauer Straße 21 ansässige Unternehmen und weitete sich über die damalige Bundesrepublik aus. Eine Vielzahl bedeutsamer Bauten wurde geschaffen und das Auslandsgeschäft aufgebaut (in Kuwait, Griechenland, Österreich, Schweiz, Ghana, Abu Dhabi, später noch Saudi Aerabien, Jordanien etc.).

In diesen Jahren beteiligt sich die Held & Francke Bauaktiengesellschaft an folgende Unternehmungen:

  • Carini, Grafenwöhr, später umbenannt in Haber & Co.
  • Friedrich W. Noll Straßenbau-AG
  • Weller & Co., Linz, Österreich, ab 1961 Held & Francke (in Österreich)

1967 erhöhte sich das Grundkapital auf 4 Millionen DM und 1968 auf 5 Millionen DM. Dem folgten weitere Erhöhungen 1971 auf 7,5 Millionen DM und 1972 auf 10 Millionen DM.

1972 jährte sich die Gründung der Bauunternehmung Held & Francke zum 100. Male, aus diesem Anlass erhielt die Technische Universität München einen größeren Betrag zur Förderung des technischen Nachwuchses.

Im Konzern Philipp Holzmann[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1990, im Jahr der Wiedervereinigung, übernahm die Philipp Holzmann AG weitestgehend die Held & Francke Bauaktiengesellschaft mit der Absicht, die schwache Präsenz von Holzmann in Süddeutschland durch die Übernahme des Marktanteils und der Auftraggeberschaft der besser positionierten Held & Francke auszubauen. Die neue Firmierung erfolgt unter Philipp Holzmann – Held & Francke Bauaktiengesellschaft. Das Unternehmen gehörte aber in den folgenden Jahren zu den Beteiligungen im Holzmann-Konzern, die Verluste erwirtschafteten.

1996 beschloss die Hauptversammlung der Philipp Holzmann – Held & Francke Bauaktiengesellschaft die Umbenennung in Philipp Holzmann Bauaktiengesellschaft Süd, womit die Bezeichnung „Held & Francke“ aus dem Firmennamen entfiel. Der Beschluss ging auf eine Stimmrechtsmehrheit zurück, die von der Philipp Holzmann AG gehalten wurde.

Philipp Holzmann Bauaktiengesellschaft Süd (1996–2002)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die umbenannte Gesellschaft hatte den Status einer Hauptniederlassung und war im Holzmann-Konzern für Bayern und Baden-Württemberg zuständig. Im Jahre 2002 kam es zum Insolvenzverfahren bei der Philipp Holzmann AG, womit auch die Geschichte der Bauunternehmung Held & Francke ein endgültiges Ende fand. (Vgl. auch Philipp Holzmann#Krise und Insolvenz 2002).

Regionale Strukturen – Sitz und Niederlassungen der Held & Francke in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Held & Francke Bauaktiengesellschaft Berlin, Sitz und Niederlassungen vor 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sitz und historische Anschrift der Hauptverwaltung: Held & Francke Aktiengesellschaft, Berlin SO 16, Am Köllnischen Park 1, mit Lagerplatz / Werkplatz in Rudow, Kanalstraße

  • Niederlassung Berlin
  • Niederlassung Bremen
  • Niederlassung Dortmund
  • Niederlassung Stuttgart

Held & Francke Bauaktiengesellschaft München, Sitz und Niederlassungen nach 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sitz und historische Anschrift der Hauptverwaltung: Held & Francke Bauaktiengesellschaft, 81549 München (früher 8000 München 90), Aschauer Straße 21, mit Lagerplatz und Werkstatt daselbst

  • Zweigniederlassung Cham
  • Zweigniederlassung Frankfurt am Main
  • Zweigniederlassung Grafenwöhr
  • Niederlassung Hamburg
  • Niederlassung Ingolstadt
  • Zweigniederlassung Kaiserslautern
  • Zweigniederlassung Kiel
  • Niederlassung Köln
  • Zweigniederlassung Koblenz
  • Niederlassung Mainz
  • Niederlassung München
  • Niederlassung Nürnberg
  • Zweigniederlassung Stuttgart
  • Niederlassung Vilshofen
  • Zweigniederlassung Würzburg

Errichtete Bauwerke in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ära Berlin, auszugsweise, ab 1872[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Berliner Dom, Am Lustgarten, Berlin
  • Kaiser-Wilhelm-Gedächtsniskirche, Auguste-Victoria-Platz (Breitscheidplatz), Berlin
  • Landtagsgebäude für den Preußischen Landtag in Berlin (heute Abgeordnetenhaus des Landes Berlin)
  • Kaiser-Friedrich-Museum, Museumsinsel, Berlin
  • Oberverwaltungsgericht, Hardenbergstraße 21, Berlin-Charlottenburg
  • Pulverfabrik Plaue mit 71 Gebäuden
  • Geschützgießerei Spandau mit 5 Fabriken
  • Fabrikanlage für die Luftstreitkräfte, Adlershof bei Berlin
  • Flugplatz-Anlage Berlin-Friedrichsfelde
  • Berliner Synagoge, Lindenstraße 48–50
  • Handwerkskammer zu Berlin, Belle-Alliance-Straße / Teltower Straße

Ära München, auszugsweise, ab 1943[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Einsatz von KZ-Häftlingen im KZ-Außenlager Kaufering XI – Stadtwaldhof/Landsberg[10] für Bunkerbau in Landsberg für das Rüstungsministerium in Berlin[11]
  • Errichtung der Bauwerke für den Firmensitz an der Aschauer Straße, München
  • Verwaltungsgebäude der Allianz Versicherungs-Aktiengesellschaft, Königinstraße 28, München
  • Pumpspeicherwerk Leitzach, Städtische Elektrizitätswerke München
  • Mikroporit Porenbetonwerk, Aschauer Straße, München
  • Gärkeller und Flaschenfüllerei der Paulaner-Brauerei, München
  • Städtisches Stadion der Stadt Nürnberg, Zeppelinstraße
  • Hotel Bayerischer Hof, Umbau und Neubau, Promenadeplatz 2–6, München
  • Moselstaustufe St. Aldegund für das Wasser- und Schifffahrtsamt Mainz
  • Auto-Tunnel Von-der-Tann-Straße, Landeshauptstadt München
  • Verwaltungsgebäude des Axel-Springer-Verlags in Hamburg
  • Nahebrücke der BAB 61 bei Dietersheim für das Autobahnamt Montabaur
  • Verwaltungsgebäude + Sendezentrum des ZDF in Mainz
  • Instandsetzung der Alten Mainbrücke in Würzburg

Unterstützungsverein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Held & Francke Bauaktiengesellschaft in München gründete zur Unterstützung ehemaliger Mitarbeiter im Rentenalter einen eingetragenen Unterstützungsverein, dem zur Finanzierung von Unterstützungsleistungen Erträge aus Vermietungen und Zuschüsse zuflossen. Voraussetzung für einen Unterstützungsanspruch war eine mindestens 10-jährige Betriebszugehörigkeit zu dieser Aktiengesellschaft unter Berücksichtigung einer Mindestaltersschwelle, ab der die Mindestfrist von 10 Jahren zu ermitteln war (u. a. Anwartschaftsvoraussetzungen).

Nach der Übernahme der deutschen Held & Francke durch die Philipp Holzmann AG im Jahr 1990 wurde auch der ursprüngliche Unterstützungsverein in Unterstützungsverein Philipp Holzmann – Held & Francke e.V. umbenannt. Sechs Jahre später erfolgte eine weitere Umbenennung in Unterstützungsverein Philipp Holzmann Süd e.V. Diese Unterstützungsvereine sind nicht mehr im Registerportal der Länder registriert; der Pensions-Sicherungs-Verein aG (PSVaG), nach rechtlichen Regeln zuständig für Ausfälle von Pensionsvorsorgen auch nach Insolvenzen, hatte sich im Jahr der Holzmann-Insolvenz 2002 dadurch auf exorbitant erhöhten Leistungsaufwand für abzusichernde Versorgungsempfänger einzustellen[12].

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Held & Francke Bauaktiengesellschaft (Hrsg.): Entwickeln, Konstruieren, Bauen. München, 1972.
  • Handbuch und Verzeichnis Held & Francke Aktien-Gesellschaft Hochbau Tiefbau Eisenbetonbau Berlin
  • Auszug aus dem Bericht zum Geschäftsjahr 1929 der Industriebau-Held & Francke Bauaktiengesellschaft Berlin
  • Firmenbroschüre – Herausgeber Held & Francke Bauaktiengesellschaft München 1979

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Building Histories: the Proceedings of the Fourth Annual Construction History Society Conference. Lulu.com, 2017, ISBN 0992875137 S. 291 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. Berliner Bau-Industrie-Adressbuch. Seydel, 1877, S. 30 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. Building Histories: the Proceedings of the Fourth Annual Construction History Society Conference. Lulu.com, 2017, ISBN 0992875137 S. 291 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Bauausführung für den Preußischen Landtag/Preußisches Abgeordnetenhaus in Berlin, abgerufen am 20. April 2020
  5. Umwandlung der Baufirma im Jahr 1906 in Held & Francke Aktien-Gesellschaft, abgerufen am 20. April 2020
  6. Hafen Tempelhof, In: www.tempelhofer-hafen.de, abgerufen am 1. Januar 2021
  7. Jahrbuch der drahtlosen Telegraphie und Telephonie. Johann Ambrosius Barth, 1910 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  8. Philipp Schindler’s Lebensgang, 70 Seiten, erschienen 1933 Verlag Berlin-Südende, abgerufen am 20. April 2020
  9. Industriebau AG Berlin erwirbt heimlich Aktienmehrheit an der Held & Francke Aktien-Gesellschaft, abgerufen am 20. April 2020
  10. Edith Raim: Die Dachauer KZ-Außenkommandos Kaufering und Mühldorf. Neumeyer, Landsberg am Lech 1992, ISBN 3-920216-56-3, S. 195.
  11. Beteiligung am Bunkerbau in Landsberg im Jahr 1944, abgerufen am 20. April 2020
  12. 40 Jahre PSVaG, Seite 82 zu Großschäden u.a. aus Holzmann-Insolvenz, abgerufen am 10. März 2020