Hotel Bayerischer Hof (München)

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Frontansicht (Promenadeplatz)
Eingangsbereich während der Münchner Sicherheitskonferenz

Der Bayerische Hof am Promenadeplatz in der nordwestlichen Altstadt von München ist ein Grand Hotel, in dem auch heute noch prominente Gäste und Staatsgäste in München absteigen.

Das Hotel gehört zur Allianz The Leading Hotels of the World.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Hotel wurde 1841 im Auftrag von Joseph Anton von Maffei gleich neben seinem eigenen Palais (Maffei Palais) nach Plänen von Friedrich von Gärtner errichtet.[1] Es besaß anfangs ca. 100 Zimmer und zwei Säle. Zu den bekannteren Gästen zählten Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn und Sigmund Freud.

1897 wurde das Hotel für 2.850.000 Goldmark von Hermann Volkhardt erworben,[2] der die Fassade im Stil des Historismus umgestalten ließ. Im großen Ballsaal traten zu dieser Zeit unter anderem Künstler wie Enrico Caruso auf. Nach den Umbauten war der Bayerische Hof 1924 das größte Hotel Europas. Im Zweiten Weltkrieg erlitt der Bau schwere Schäden, wurde jedoch nach dem Krieg verändert wieder aufgebaut.

1951 wurde das kriegsbeschädigte Maffei Palais, ein prächtiger Barockbau, der um 1685 von Enrico Zuccalli und Martin Gunetzrhainer erbaut worden war, für eine Erweiterung des Hotels abgerissen.

Palais Montgelas[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Palais Montgelas (Promenadeplatz / Kardinal-Faulhaber-Straße)

1969 wurde mit dem Palais Montgelas das Nachbargebäude an der Ecke Promenadeplatz / Kardinal-Faulhaber-Straße erworben und von Erwin Schleich zum Hotel ausgebaut. Das Palais wurde 1811 bis 1813 von Emanuel Herigoyen für Graf Maximilian von Montgelas in klassizistischen Baustil errichtet und von Jean Baptiste Métivier ausgestattet.

Von 1817 bis 1933 war das Palais Dienstgebäude des Bayerischen Staatsministeriums des Äußern (bis 1918: Staatsministerium des Königlichen Hauses und des Äußern) und von 1933 bis 1945 der erste Dienstsitz der Bayerischen Staatskanzlei.[3] Schon zuvor war das Palais Montgelas ein Ort wichtiger Treffen, zum Beispiel unterzeichnete hier am 29. März 1924 der spätere Papst Pius XII. das Bayerische Konkordat. Im Königssaal des Palais wurden bereits zuvor die Gründungsdokumente für die Münchner Räterepublik unterzeichnet.

Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Atrium

Das 5-Sterne Luxushotel bietet 340 Zimmer in verschiedenen Zimmer-Stilen, 65 Suiten, 40 Tagungsräume, fünf Restaurants, einen Frühstücksraum auf dem Dachgarten und sechs Bars.[4]

Das hoteleigene Spa befindet sich im oberen Bereich des Hotels und dehnt sich über drei Etagen aus. Es entstand 2005 nach Plänen der französischen Innenarchitektin Andrée Putman. Es bietet unter anderem eine Sauna, ein Schwimmbad mit Sonnenterrassen, eine Bar und eine Lounge. Das Fitnessstudio mit Blick auf die Frauenkirche wurde von Ralf Möller konzipiert. Der gesamte siebte Stock wurde renoviert und bietet einen VIP-Trakt.

Im Erdgeschoss befindet sich auch das hoteleigene Boulevardtheater Komödie im Bayerischen Hof. Im Keller befinden sich der Night Club mit fast täglichen Auftritten von Jazz, Blues und Soul-Musikern[5][6] sowie das Trader Vic's.[7] Außerdem gibt es vier weitere öffentliche Bars: die Menehune Bar, Falk’s Bar, die Piano Bar und die Blue Spa Bar & Lounge.[8]

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Hotel hat 585 Mitarbeiter, davon 100 Auszubildende. Es befindet sich seit 1897 in Familienbesitz. Betreiberin ist die Gebrüder Volkhardt KG. Geschäftsführende Komplementärin ist seit 2004 Innegrit Volkhardt.

Das Haus war jahrelang das umsatzstärkste Hotel Deutschlands,[9] wurde aber in Jahr 2016 vom Hotel Estrel in Berlin-Neukölln abgelöst.[10] Der Umsatz im Jahr 2015 betrug 66,5 Millionen Euro.[11]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Hotel und sein Gourmetrestaurants erhielten zahlreiche Auszeichnungen, darunter:

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eintrittskarte für einen Maskenball im Bayerischen Hof (1891)

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hotel Bayerischer Hof – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.bayerischerhof.de/de/eine-welt-fuer-sich/das-haus/geschichte.html
  2. bayerischerhof.de: Geschichte
  3. http://www.bayerischerhof.de/de/hotel/geschichte/timeline@1@2Vorlage:Toter Link/www.bayerischerhof.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  4. Fakten.@1@2Vorlage:Toter Link/www.bayerischerhof.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. In: bayerischerhof.de
  5. http://www.bayerischerhof.de/de/bars/night-club-bar/index.php@1@2Vorlage:Toter Link/www.bayerischerhof.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  6. Kaya Müssig: Night Club Bar im Bayerischen Hof München. In: welt.de, 5. September 2013, abgerufen am 21. Januar 2018
  7. http://www.bayerischerhof.de/de/bars/trader-vics-bar/index.php@1@2Vorlage:Toter Link/www.bayerischerhof.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  8. http://www.bayerischerhof.de/de/bars/index.php@1@2Vorlage:Toter Link/www.bayerischerhof.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  9. Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung: Rankings
  10. Estrel Neukölln ist Deutschlands umsatzstärkstes Hotel. In: Berliner Zeitung. 26. Mai 2017.
  11. Gäste und Investoren fliegen auf deutsche Hotels. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20. Mai 2016, S. 22.
  12. Unternehmerin des Jahres – Innegrit Volkhardt. In: manager-magazin.de, 28. März 2001, abgerufen am 21. Januar 2018
  13. http://restaurant.michelin.de/restaurant/deutschland/80333-munchen/atelier/2ud24oq?FromPoiList=/restaurants/deutschland/munchen/sterne-restaurants
  14. http://www.bayerischerhof.de/de/eine-welt-fuer-sich/das-haus/awards.html
  15. http://www.bayerischerhof.de/de/eine-welt-fuer-sich/das-haus/awards.html

Koordinaten: 48° 8′ 26,6″ N, 11° 34′ 23,6″ O