Helga Reidemeister

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Helga Reidemeister, 2011, Fotografie

Helga Reidemeister (* 4. Februar 1940 in Halle (Saale)) ist eine deutsche Dokumentarfilmerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Helga Reidemeister machte das Abitur 1959 in Köln, studierte von 1961 bis 1965 Malerei an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin und war dann von 1968 bis 1973 in der Sozialarbeit tätig, bevor sie von 1973 bis 1978 an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin studierte. 1969 wurde ihre Tochter geboren;[1] ab 1970 lebte Helga Reidemeister in einer Berliner Wohngemeinschaft, der auch Rudi Dutschke bis zu seinem Tod angehörte.[2]

Reidemeister ist Dozentin an der Filmakademie Baden-Württemberg im Bereich Dokumentarfilm und bekommt seit 1988 Lehraufträge im In- und Ausland.[3] Sie ist Mitglied der Deutschen Filmakademie und der Niedersächsischen Filmkommission.[4][5] sowie seit 2001 Mitglied der Akademie der Künste Berlin.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wohnste sozial, haste Qual (1971), Regie
  • Die Wollands (1973), Drehbuch
  • Der gekaufte Traum (1977), Regie
  • Von wegen „Schicksal“ (1979), Drehbuch und Regie
  • Mit starrem Blick aufs Geld (1983), Drehbuch und Regie
  • DrehOrt Berlin (1987), Drehbuch und Regie
  • Aufrecht gehen, Rudi Dutschke – Spuren (1988), Drehbuch und Regie
  • Im Glanze dieses Glückes (1990), Regie
  • Rodina heißt Heimat (1992), Drehbuch und Regie
  • Wundbrand Sarajevo – 17 Tage im August (1994; Regie und Drehbuch: Didi Danquart und Johann Feindt), Mitarbeit
  • Frauen in Schwarz (1997), Drehbuch und Regie
  • Lichter aus dem Hintergrund (1998), Drehbuch, Produktion und Regie
  • Im Leben bleiben (1999, Fernsehfilm), Regie
  • Gotteszell – Ein Frauengefängnis (2001), Drehbuch, Produktion und Regie
  • Texas - Kabul (2004), Drehbuch, Produktion und Regie[6]
  • Wer ist Helene Schwarz? (2005; Regie und Drehbuch: Rosa von Praunheim), Mitarbeit
  • Mein Herz sieht die Welt schwarz – Eine Liebe in Kabul (2009), Drehbuch, Produktion und Regie[7]
  • Saida und der Schnee (2011, Regie und Drehbuchkonzept: Judith Beuth), Schnitt
  • Meanwhile in Mamelodi (2011; Regie und Drehbuchkonzept: Benjamin Kahlmeyer), Herstellungsleitung
  • Splitter Afghanistan (2015), Regie[8]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Deutscher Filmpreis in Gold für Von wegen Schicksal, 1979 (Beste Nachwuchsregie)[9]
  • Ehrende Anerkennung beim Adolf-Grimme-Preis, 1980
  • Deutscher Filmpreis, 1983
  • Großpreis beim Créteil International Women's Film Festival für Mit starrem Blick aufs Geld, 1984
  • Friedensfilmpreis für Rodina heißt Heimat, 1992
  • Cinéma du réel, 2001
  • Dortmunder Dokumentarfilmpreis, 2011

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zwischen Lust und Last - Fünf Frauen und ihre Filme, Regie: Natalie Kreisz; Julia M. Novak, 58 min., 1999

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Helga Reidemeister – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Marc Silberman: Interview with Helga Reidemeister in Jump Cut Nr. 27, Juli 1982, Seiten 44/45. (engl.)
  2. Die Letzte aus der Dutschke-WG von Waltraud Schwab, taz, 7. März 2005
  3. Helga Reidemeister, Filmportal, abgerufen am 17. Juni 2012.
  4. Helga Reidemeister, Cineforum.bz.it, abgerufen am 17. Juni 2012.
  5. Mitglieder, Deutsche Filmakademie, abgerufen am 17. Juni 2012
  6. Texas - Kabul (2004), Basis-Film Verleih
  7. Mein Herz sieht die Welt schwarz (2009), Basis-Film Verleih
  8. Splitter Afghanistan (2015), Basis-Film Verleih, Trailer
  9. Deutscher Filmpreis, 1979