Helge Limburg

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Helge Limburg

Helge Stefan Limburg (* 25. Oktober 1982 in Hannover) ist ein deutscher Politiker und Abgeordneter für Bündnis 90/Die Grünen im Niedersächsischen Landtag. Er ist parlamentarischer Geschäftsführer seiner Fraktion.[1]

Schule und Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Helge Limburg wuchs als Sohn eines lutherischen Pastors in Holzminden auf. Nach dem Abitur 2002 am Campe-Gymnasium Holzminden leistete er zunächst seinen Zivildienst in der ambulanten Altenpflege in Bevern-Stadtoldendorf.

Limburg studierte sodann Rechtswissenschaften und absolvierte in diesem Rahmen 2005/2006 ein Auslandssemester an der Yeditepe Üniversitesi in Istanbul. Im Mai 2008 schloss er sein Studium an der Universität Bremen mit dem ersten juristischen Staatsexamen ab. Die Schwerpunkte seiner Ausbildung lagen im Bereich Arbeits- und Sozialrecht.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon frühzeitig engagierte sich Limburg politisch. Von 2001 bis 2005 saß er für Bündnis 90/Die Grünen im Kreisverband Holzminden im Kreisvorstand, von 2002 bis 2004 war er Mitglied im Landesvorstand der Grünen Jugend Niedersachsen. 2004 war Limburg Mitbegründer von CampusGrün, einer grünen Hochschulgruppe, in Bremen und arbeitete bis 2005 als ihr erster Sprecher.

Nachdem er sich von 2006 bis 2007 als Sprecher im Landesvorstand der Grünen Jugend Niedersachsen engagierte, wurde er bei der Landtagswahl am 27. Januar 2008 über die Landesliste der Grünen in den niedersächsischen Landtag gewählt und war dort rechtspolitischer Sprecher seiner Fraktion. Am 20. Januar 2013 wurde Limburg erneut in den niedersächsischen Landtag gewählt. Er ist Mitglied im Fraktionsvorstand, sowie parlamentarischer Geschäftsführer und Sprecher für Rechtspolitik, Verfassungsfragen, Verfassungsschutz und Queerpolitik seiner Fraktion.[2]

Im Jahre 2008 unterstützte Limburg die Forderung mehrerer Politiker und Juristen nach Abschaffung des § 173 Strafgesetzbuch, der einvernehmlichen Geschlechtsverkehr zwischen erwachsenen Verwandten für strafbar erklärte.[3][4] Später unterstützte auch der Deutsche Ethikrat die Forderung.[5][6][7]

Limburg kritisierte wiederholt die Beobachtung der Partei „Die Linke“ durch den Niedersächsischen Verfassungsschutz.[8] Auch die Praxis der Überwachung linker Gruppen durch den niedersächsischen Verfassungsschutz unter dem damaligen CDU-Innenminister Uwe Schünemann kritisierte er wiederholt.[9][10][11]

Limburg forderte im Bereich des Strafvollzugs verbesserte Resozialisierungsmöglichkeiten insbesondere für jugendliche Straftäter und kritisierte den Bau der Teil-privatisierten Justizvollzugsanslat in Bremervörde durch die damalige schwarz-gelbe Landesregierung in Niedersachsen.[12][13][14][15]

Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Bekämpfung des Rechtsextremismus.[16] [17][18]

Limburg trat wiederholt für die Einleitung eines NPD-Verbotsverfahren ein und kritisierte die lange Zeit ablehnende Haltung des damaligen CDU-Innenministers Schünemann dazu. [19][20]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Helge Limburg ist verheiratet und Vater von zwei Töchtern.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Helge Limburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.fraktion.gruene-niedersachsen.de/presse/pressemitteilungen/meldung/artikel/gruenen-fraktion-hat-vorstand-gewaehlt.html
  2. a b http://www.helge-limburg.de/zur-person.html
  3. FOCUS Online: Grünen-Politiker Ströbele will Inzest erlauben. Abgerufen am 7. August 2016.
  4. SPIEGEL ONLINE, Hamburg Germany: Streit über Geschwisterliebe: Inzest-Streit entzweit deutsche Politik. In: SPIEGEL ONLINE. Abgerufen am 7. August 2016.
  5. Strafrecht: Ethikrat will Geschwisterinzest entkriminalisieren. In: Die Zeit. 24. September 2014, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 7. August 2016]).
  6. Ärger für Grüne wegen Inzest-Forderung
  7. Inzest-Streit entzweit deutsche Politik
  8. lichtoase: Grüne: Limburg zur "Beobachtung der Gesamtpartei DIE LINKE ..." 24. Februar 2012, abgerufen am 7. August 2016.
  9. Verfassungsschutzbericht: Hass bei allen Extremisten. 25. April 2012, abgerufen am 7. August 2016.
  10. Teresa Havlicek: Schlamperei im Verfassungsschutzbericht: Schreckensszenario Golfball. In: die tageszeitung. (taz.de [abgerufen am 7. August 2016]).
  11. GRÜNE im Landtag Niedersachsen: Limburg: Gravierende Missstände beim Verfassungsschutz in der Amtszeit von Schünemann: Bündnis 90/DIE GRÜNEN im niedersächsischen Landtag. In: www.fraktion.gruene-niedersachsen.de. Abgerufen am 7. August 2016.
  12. Wolfsburger Allgemeine Zeitung, Aller Zeitung, Wolfsburg, Niedersachsen, Germany: Bremervörde – Richtfest für den Superknast – WAZ/AZ-online.de. In: www.waz-online.de. Abgerufen am 7. August 2016.
  13. Der Grüne Helge Limburg über Strategien der Rechten Szene. In: www.weser-kurier.de. Abgerufen am 7. August 2016.
  14. taz, die tageszeitung: - taz.de. In: www.taz.de. Abgerufen am 7. August 2016.
  15. Daniel Kummetz: Strafvollzug: Startschuss für Privat-Gefängnis. In: die tageszeitung. (taz.de [abgerufen am 7. August 2016]).
  16. Der Grüne Helge Limburg über Strategien der Rechten Szene. In: www.weser-kurier.de. Abgerufen am 7. August 2016.
  17. Cellesche Zeitung | Engagierte Diskussion über Umgang mit Neonazis. In: www.cellesche-zeitung.de. Abgerufen am 7. August 2016.
  18. Andreas Speit: Überfall: Nazis? Nicht bei uns! In: die tageszeitung. (taz.de [abgerufen am 7. August 2016]).
  19. taz, die tageszeitung: - taz.de. In: www.taz.de. Abgerufen am 7. August 2016.
  20. AFP, dapd: Rechtsextremismus: Niedersachsen spricht sich für NPD-Verbot aus. In: Die Zeit. 29. November 2012, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 7. August 2016]).