Helmut Wagner (Bergsteiger)

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Helmut „Helli“ Wagner (* 19. März 1939 in Telfs) ist ein österreichischer Allround-Bergsteiger.

Biographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wagner ist Sohn von Anna und Franz Wagner, der bei Kriegsende in Italien fiel. 1956 wurde er Mitglied der Telfer Klettergilde, dort fand er in Helmut Baldauf einen Seilgefährten und Freund. Mit 18 Jahren wurde er Mitglied im Innsbrucker Alpin Klub „Die Karwendler“.[1][2]

Trotz bescheidener Mobilität und Ausrüstung lernte er sich die notwendige Klettertechnik und Kenntnis in behelfsmäßiger Bergrettungstechnik erfolgreich an. 1959 kam er auf Einladung der ENSA für 14 Tage nach Chamonix.[3]

1961 erhielt Wagner beim Hauptverein des Österreichischen Alpenvereins eine Anstellung zur Kontrolle und bedarfsgerechten Ausstattung der 450 Schutzhütten, des ÖAV und DAV mit Bergrettungsgerät. Von Bregenz bis Wien besuchte er alle 450 Schutzhütten und bestieg dabei zahlreiche Gipfel. Gleichzeitig war Wagner 7 Jahre ehrenamtlicher Landesausbildungsleiter des Österreichischen Bergrettungsdienstes Tirol. 1970 erhielt er das Bergführer-Diplom.[4]

Schon in den 60er-Jahren zählte Helmut Wagner zu den „stärksten Tiroler Spitzenalpinisten“.[5] Wagner hat sich dabei auf die schwierigen Winterbegehungen spezialisiert, besonders bemerkenswert ist hier die erste Winterbegehung der Laliderer Nordverschneidung und der direkten Nordwand im Jänner 1964 mit Rolf Walter. Weitere große Touren dieser Zeit umfassen Grandes Jorasses – Walkerpfeiler, Matterhorn Nordwand sowie Montblanc – Frêneypfeiler.[6] Einen besonderen Gipfelsieg konnte Wagner im Himalaya verzeichnen: Gemeinsam mit Peter Vogler und Gerhard Bauer bestieg er 1975 den Kangchendzönga-Westgipfel Yalung-Kang (8505 m) im Rahmen einer Expedition des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins.[3][7]

1977 gründete Helmut Wagner die Bergsteigerschule Wetterstein. In seiner zehnjährigen Tätigkeit als Bergführer durchstieg er weiterhin große Alpenwände und vervollständigte somit seine Sammlung aller 4000er-Massive in den Alpen.[6][8]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sportehrenzeichen der Marktgemeinde Telfs und des Landes Tirol 1978

Wichtige Touren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ulli Auffermann: Entscheidung in der Wand. 1. Auflage. Schall-Verlag, Alland 2010, ISBN 978-3-900533-62-5, S. 448.
  • Ulli Auffermann, Hans Kammerlander: Das große Matterhorn-Lexikon von A–Z. Mit über 800 Stichworten. 1. Auflage. Schall-Verlag, Alland 2014, ISBN 978-3-900533-79-3, S. 296.
  • Ulli Auffermann: Gratwanderung: Vom Überlebensinstinkt bekannter Alpinisten. 1. Auflage. Bruckmann, München 2012, ISBN 978-3-7654-5987-0, S. 224.
  • Reinhold Messner, Domenico Rudatis, Vittorio Varale: Die Extremen – Deutschsprachige Ausgabe. BLV Verlagsgesellschaft, München 1974, ISBN 3-405-11305-9, S. 190.
  • Günter Sturm: Erfolg am Kantsch. BLV Verlagsgesellschaft, München 1975, ISBN 3-405-11589-2, S. 142.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dokument (Memento des Originals vom 30. Mai 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.alpinwiki.at im Alpinwiki (Memento des Originals vom 30. Mai 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.alpinwiki.at von Hans Föger; abgerufen am 2. April 2015, 17:51
  2. Messner, Rudatis, Varale 1974, S. 112 u. 155
  3. a b Eintrag im Alpinwiki (Memento des Originals vom 30. Mai 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.alpinwiki.at; abgerufen am 2. April 2015, 18:28
  4. Auffermann 2010, S. 189
  5. Auffermann 2012, S. 167
  6. a b Auffermann, Kammerlander 2014, S. 259
  7. Sturm 1975, S. 45 u. 127
  8. Auffermann 2010, S. 190

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]