Hermann Bergmann (Künstler)

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Hermann Bergmann bei Bildhauerarbeiten in seinem Atelier in Neusiedl am See (Juni 2008)
Hermann Bergmann malt in seinem Atelier in Neusiedl am See (Dezember 2014)

Hermann Bergmann (* 5. Januar 1926 in Rhode, Westf.; † 13. April 2019 in Neusiedl am See) war ein deutscher Komponist, Liedtexter[1], Autor[2] und Künstler[3].

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einer Ausbildung als Ingenieur-Offizier bei der Marine beendete ein schwerer Maschinenunfall seine Laufbahn bei der Seefahrt. Er studierte in Folge in Bonn, Münster und Rom Naturwissenschaften, Theologie, Kunstgeschichte und Philosophie. Schließlich promovierte er im Bereich Tiefenpsychologie. Er wurde zum röm.-kath. Priester geweiht (später laisiert) und trat für einige Jahre dem Orden der Pallottiner bei.

Bekanntheit erlangte er durch Kompositionen von rund dreißig geistlichen Lieder und etwa zwanzig Kinder- und Jugendmessen in der Frühzeit des Neuen Geistlichen Liedes. Gemeinsam mit seinem Schwager Hartmut Wortmann veröffentlichte er etwa die Pfälzer Kindermesse[4] die in zahlreiche geistliche Gesangbücher wie etwa Das Lob[5] und in Diözesanausgaben des Gotteslob[6] Einzug gehalten hat. Eine musikalische Zusammenarbeit gab es unter anderem auch mit Hans-Georg Pappe. Von 1962 bis 1973 leitet er das von ihm gegründete Musikstudio Union Limburg. Zunächst wurden vor allem die Schallplatten von Heinz Perne produziert. 1973 folgte die Gründung des Studio Montan[7] in Köln am Rhein, später in Airport-Studio umbenannt. Hier gab es eine Zusammenarbeit mit Größen des deutschen Show-Geschäfts wie Karl Dall und der Band Die Toten Hosen[8] aber auch mit Pink Floyd aus London.[9] Neben den Musikproduktionen drehte Bergmann auch Film-Dokumentationen für das ZDF, z. B. Abstieg zur Tiefe (1970).

1992 zog Bergmann in seine Wahlheimat Neusiedl am See in Österreich, wo er sich ein Atelier[10] und eine Bildhauerwerkstatt eingerichtet hat.

Als eines seiner bedeutendsten plastischen Werke gilt der Lebensbrunnen im Goldbergpark, den er der Stadt Neusiedl am See zu ihrem 800-Jahre-Jubiläum gewidmet hat. Bilder von ihm hängen auch in der Stadtpfarrkirche von Neusiedl am See.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kompositionen und Liedtexte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfälzer Kindermesse (1977)[11]
  • Frankfurter Jugendmesse (1977)[12]
  • Heidelberger Kindermesse (1977)[13]
  • Mülheimer Jugendmesse (1977)[14]
  • Lennestädter Kindermesse (1985)[15]

Künstlerische Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Auf dem Wege zur Persönlichkeit: Wesen, Wert u. Recht d. Individualität. Eine anthropolog. Studie. (1964)[16]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hermann Bergmann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Katholisches Gesangbuch der deutschsprachigen Schweiz. Abgerufen am 2. Januar 2018.
  2. Katalog der Österreichischen Nationalbibliothek. Abgerufen am 8. Januar 2019.
  3. Neusiedler Nachrichten, 38. Jg. April 2011, Seite 8 u. 9. Abgerufen am 6. Januar 2019.
  4. DNB 354056247
  5. „DAS LOB“ Josef Mittermair jun., Pettenbach, Eigenverlag und Vertrieb
  6. Katalog der Österreichischen Nationalbibliothek. Abgerufen am 8. Januar 2019.
  7. DNB 330035215
  8. z. B. Never Mind The Hosen – Here’s Die Roten Rosen, 1987 oder auch Auf dem Kreuzzug ins Glück, 1990
  9. „Interview von Marcus Marschalek mit Hermann Bergmann am 26. Dezember 2018 in seinem Atelier in Neusiedl am See“
  10. Atelier von Hermann Bergmann. Abgerufen am 20. Dezember 2018.
  11. DNB 354056247
  12. DNB 354055666
  13. DNB 354056239
  14. DNB 354056220
  15. DNB 351735496
  16. DNB 450379035