Hermann Mäckler

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Hermann Mäckler (* 16. Januar 1910 in Vallendar; † 24. Oktober 1985 in Frankfurt am Main) war ein deutscher Architekt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er legte 1929 Abitur im Bischöflichen Konvikt zu Hadamar ab. Danach machte er ein Praktikum als Maurer bei Erweiterungsbauten in Maria Laach. Dort lernte er Martin Weber kennen. 1930 bis 1934 studierte er Architektur in Offenbach. Ab 1934 bis 1941 war er Mitarbeiter im Architekturbüro von Martin Weber. 1936 wechselte er in das Büro Herbert Rimpl und arbeitete in den Ernst-Heinkel-Flugzeugwerken in Oranienburg. 1938 war er Mitarbeiter der Wohnungs-Aktiengesellschaft der Hermann-Göring-Werke.[1] Ende des Zweiten Weltkriegs machte er sich Anfang 1946 in Frankfurt am Main zusammen Alois Giefer im Architekturbüro Giefer und Mäckler selbständig. Ab 1948 leitete er den Wiederaufbau des bei den Luftangriffen auf Frankfurt am Main ausgebrannten Frankfurter Kaiserdoms.

Das Büro zählte in den 1950er und 1960er Jahren zu den prominenten Entwerfern für katholische Kirchenbauten und Siedlungsbauten; überregionale Bekanntheit erreichte es durch Bauten im Berliner Hansaviertel und in Frankfurt am Main.

Hermann Mäckler war der Vater von Christoph Mäckler.

Zitat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Wie anders als ein Witz soll aber denn das rekonstruierte Haus wirken, wenn einmal seine gänzlich zerstörte Umgebung aufgebaut sein wird.“

– Zum Wiederaufbau und der Rekonstruktion des Frankfurter Goethe-Hauses nach dem Zweiten Weltkrieg[2]

Wichtige Bauten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heilig-Geist-Kirche, Würzburg

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mäckler, Hermann. In: Hans Vollmer: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Band 3: K–P. E. A. Seemann, Leipzig 1956, S. 292.
  • Hermann Mäckler 1910–1985. In: Bauwelt, Nr. 45/1985, S. 1762.
  • Almut Gehebe-Gernhardt: Der Wiederaufbau der Stadt Frankfurt, Main am Beispiel der Architektengemeinschaft Alois Gefer und Hermann Mäckler, 2. Bände. 2007. als Dissertation an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main 2006 und als CD-ROM, 2007
  • Almut Gehebe-Gernhardt: Architektur der 50er Jahre in Frankfurt am Main – am Beispiel der Architektengemeinschaft Alois Giefer und Hermann Mäckler. überarbeitete Fassung: Studien zu Frankfurter Geschichte, Bd. 59. 2011 ISBN 978-3-86539-675-4.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hermann Mäckler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Almut Gehebe Gernhardt, "Architektur der 50er Jahre in Frankfurt am Main – am Beispiel der Architektengemeinschaft Alois Giefer und Hermann Mäckler", 2011, Seite 131 f.
  2. Wille und Enthusiasmus. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 7. Mai 2011, Seite 39.
  3. Das Wohnhaus ist Teil einer Gesamtplanung mit den benachbarten Häusern des Grafikers Hans Leistikow und des Architekten Alois Giefer.
  4. Das Verschwinden der Nachkriegsmoderne. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 11. September 2011, Seite R 3