Oranienburg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Oranienburg
Oranienburg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Oranienburg hervorgehoben
Koordinaten: 52° 45′ N, 13° 14′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Oberhavel
Höhe: 34 m ü. NHN
Fläche: 163,64 km²
Einwohner: 42.894 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 262 Einwohner je km²
Postleitzahl: 16515
Vorwahlen: 03301, 033053
Kfz-Kennzeichen: OHV
Gemeindeschlüssel: 12 0 65 256
Stadtgliederung: Kerngebiet, 8 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Schloßplatz 1
16515 Oranienburg
Webpräsenz: www.oranienburg.de
Bürgermeister: Hans-Joachim Laesicke (SPD)
Lage der Kreisstadt Oranienburg
im Landkreis Oberhavel
Fürstenberg/Havel Zehdenick Liebenwalde Oranienburg Mühlenbecker Land Glienicke/Nordbahn Birkenwerder Hohen Neuendorf Hohen Neuendorf Hennigsdorf Leegebruch Velten Oberkrämer Kremmen Löwenberger Land Gransee Gransee Schönermark Sonnenberg Großwoltersdorf Stechlin Großwoltersdorf Berlin Mecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-VorpommernKarte
Über dieses Bild

Oranienburg ist eine Stadt im Norden des Landes Brandenburg. Sie ist Kreisstadt und Große kreisangehörige Stadt von Oberhavel, hat den Status eines Mittelzentrums und ist nach Einwohnern die fünftgrößte Stadt Brandenburgs.

Oranienburg nahm als Residenzstadt der Kurfürsten von Brandenburg im 17. Jahrhundert eine rasante Entwicklung. Aus dieser Zeit stammt das barocke Schloss Oranienburg. Später wurde Oranienburg ein wichtiger Industriestandort. In der Zeit des Nationalsozialismus befand sich in der Stadt das Konzentrationslager Sachsenhausen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oranienburg ist die Kreisstadt des Landkreises Oberhavel. Sie liegt im Süden des Kreises im Verflechtungsraum zu Berlin und gehört zum Naturraum der Zehdenick-Spandauer Havelniederung. Das Stadtzentrum Berlins ist etwa 35 Kilometer entfernt. Oranienburg liegt an der Havel und dem Oder-Havel-Kanal.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Oranienburg besteht aus einem ortsteilfreien Kerngebiet sowie den Ortsteilen Friedrichsthal, Germendorf, Lehnitz, Malz, Sachsenhausen, Schmachtenhagen, Wensickendorf und Zehlendorf.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben Berlin im Süden sind Hennigsdorf, Neuruppin und Bernau wichtige brandenburgische Städte in der Nachbarschaft. Die unmittelbaren Nachbargemeinden sind (von Norden im Uhrzeigersinn): Löwenberger Land, Liebenwalde, Wandlitz (Landkreis Barnim), Mühlenbecker Land, Birkenwerder, Hohen Neuendorf, Velten, Leegebruch, Oberkrämer und Kremmen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den Anfängen bis zum Dreißigjährigen Krieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freilegung eines Knüppeldamms aus dem 16. Jahrhundert in Oranienburg (2007)

Archäologische Funde zeigen, dass die Stadt aus einer slawischen Siedlung entstanden ist, die vermutlich den Namen Bochzowe trug. Die deutsche Besiedlung des heutigen Stadtgebietes erfolgte im Zuge der zweiten Ostexpansion im 12. Jahrhundert unter Beibehaltung des alten slawischen Namens. An der Stelle, wo sich heute das Schloss Oranienburg befindet, entstand Anfang des 13. Jahrhunderts eine Burg zum Schutz des Gebietes und der wichtigen Flussüberquerungen. 1216 wurde der Ort als „Bothzowe“ erstmals urkundlich erwähnt, als der Brandenburger Bischof Siegfried II. bei seiner Amtsübernahme dem Brandenburger Domkapitel seine Archidiakonatsrechte bestätigte. 1232 erhielt „Bochzowe“ das Stadtrecht. Die Einwohner der Stadt betrieben Fischfang, Handel mit Fisch und landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Aus „Bochzowe“ entstand 1483 der Amtssitz Bötzow. Mit der Eroberung von Gebieten, die weiter östlich der Stadt lagen, verlor die Burg an Bedeutung, und an ihrer Stelle wurde durch den brandenburgischen Kurfürsten Joachim II. ein zweistöckiges Jagdschloss errichtet. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Bötzow niedergebrannt und geplündert.

Wiederaufbau und Erweiterung der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1650 schenkte der brandenburgische Kurfürst Friedrich Wilhelm seiner Frau Louise Henriette von Oranien die Domäne Bötzow. 1652 wurde in Bötzow ein Schloss im holländischen Stil errichtet, das den Namen Oranienburg erhielt. Hier richtete Louise Henriette 1663 das erste europäische Porzellankabinett ein. Der Schlossname wurde auch auf die Stadt übertragen. Der alte Name Bötzow wiederum wurde 1694 dem nahe gelegenen bis dahin Cotzebant benannten Ort neu verliehen. Eine Schwester von Louise Henriette, der Namenspatronin der Stadt Oranienburg, war Henriette Catharina von Oranien. Sie heiratete Johann Georg II. von Anhalt-Dessau und ließ ab 1683 das heutige Schloss Oranienbaum erbauen, aus dem sich das Städtchen Oranienbaum entwickelte. Mit Unterstützung von niederländischen Fachleuten und Glaubensflüchtlingen (Hugenotten, Salzburger, Juden) ließ die Kurfürstin in und um Oranienburg Musterwirtschaften nach niederländischem Vorbild anlegen. Sie schuf damit eine wesentliche Voraussetzung für die rasante Entwicklung Brandenburg-Preußens. Aus der Ehe des Großen Kurfürsten mit Louise Henriette ging Kurfürst Friedrich III. hervor, der das Schloss zum Gedenken an seine geliebte Mutter verschönern und erweitern ließ. 1701 begründete er als Friedrich I. das Königreich Preußen. Nachdem das Schloss den Sparzwängen des „Soldatenkönigs“ Friedrich Wilhelm I. geopfert werden musste, zog mit Prinz August Wilhelm, einem Bruder des kinderlosen Friedrichs des Großen und Vater des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm II., noch einmal höfischer Glanz in Oranienburg ein. Theodor Fontane berichtet in seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg ausführlich und anschaulich von der wechselvollen Geschichte Oranienburgs.

Industrialisierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alte Mosterei in Eden

Im Jahre 1802 wurde das Schloss an den Apotheker Hempel mit der Verpflichtung verkauft, eine Baumwollweberei zu errichten. Der Krieg gegen Frankreich brachte die Baumwollfabrikation 1807 zum Erliegen. 1814 wurde im Schloss eine Schwefelsäurefabrik errichtet, die als erste in Preußen nach dem Bleikammerverfahren produzierte. 1833 entdeckte Friedlieb Ferdinand Runge im Steinkohlenteer das Anilin und die Karbolsäure, 1835 wurden in der Fabrik die ersten Stearinkerzen hergestellt, 1840 die ersten Paraffinkerzen. 1848 wurde die Produktionsstätte aus dem Schloss auf das Mühlenfeld verlagert. Im nach einem Brand renovierten Schloss wurde 1861 ein evangelisches Lehrerseminar eröffnet, das bis 1926 betrieben wurde.

Am 10. Juli 1877 erhielt Oranienburg eine Bahnstation der neu eröffneten Nordbahnlinie Berlin – Stralsund. Am 28. Mai 1883 gründeten 18 Berliner Vegetarier im Westteil der Stadt die erste vegetarische Siedlung in Deutschland: die „Vegetarische Obstbaukolonie Eden GmbH“, in der auch der Geldreformer Silvio Gesell viele Jahre lebte und schließlich auch starb. Der Bau des Oder-Havel-Kanals in den Jahren 1906 bis 1912 belebte das wirtschaftliche Leben in der Stadt. 1912 wurde durch die Firma Heintze & Blanckertz ein Gelände aufgekauft und eine erste Fabrik für Stahlfedern errichtet. Das daraus entstandene Kaltwalzwerk Oranienburg, das bis zu 7000 Mitarbeiter beschäftigte, wurde nach 1989 von der Fa. Krupp aufgekauft und geschlossen. Das damals modernste Werk wurde an China verkauft.

Zeit des Nationalsozialismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Häftlinge und Bewacher im KZ Oranienburg

1933 errichtete die SA in einer alten Brauerei zunächst für die Inhaftierung von Gegnern des nationalsozialistischen Regimes aus der deutschen Reichshauptstadt Berlin eines der ersten nationalsozialistischen Konzentrationslager (KZ Oranienburg). Im Juli 1934 wurde dort der Schriftsteller Erich Mühsam ermordet. Im Juni 1936 wurde von der SS im Ortsteil Sandhausen[2][3] das KZ Sachsenhausen errichtet, in dem bis zum Kriegsende mehr als 100.000 Menschen ihr Leben verloren. Daneben befand sich in Oranienburg als zentrale Verwaltungseinrichtung die Inspektion der deutschen Konzentrationslager (später Teil des WVHA). Oranienburg und das KZ wurden im April 1945 von der Roten Armee befreit.

Oranienburg wurde während des Krieges stark durch Fliegerbomben geschädigt. Das ist auf die kriegswichtigen Werke in der Stadt zurückzuführen. Es gab hier zum einen die Auerwerke, die sich auf dem Gelände der heutigen Wohnsiedlung am Lindenring und am Bahnhof bis zur Havel erstreckten, und die Heinkel-Werke, von denen nur noch die sanierte Werkssiedlung Weiße Stadt und Teile des Werksflugplatzes im Süden der Stadt existieren. Durch die Explosionskraft der Bomben, die die Produktionsstätten der Auerwerke zerstörten, kam es zur Freisetzung und Verteilung des dort verarbeiteten radioaktiven Materials. Oranienburg ist seitdem bundesweit der radioaktiv am meisten belastete Ort.[4]

Sowjetische Besatzungszone und Deutsche Demokratische Republik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gelände der ehemaligen Heinkel AG, der zugehörige Werksflugplatz und Teile der ehemaligen Werkssiedlung Weiße Stadt wurden von der Roten Armee besetzt und von der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland bis zu ihrem Abzug 1994 genutzt.

Im August 1945 wurde das sowjetische Speziallager Nr. 7 von Weesow auf das Gelände des ehemaligen KZ Sachsenhausen verlegt. In einem weiteren vom Speziallager isolierten Bereich auf demselben Gelände wurden Verurteilte Sowjetischer Militär-Tribunale festgehalten. Von den insgesamt etwa 60.000 Inhaftierten starben bis zur Schließung der Lager im Jahr 1950 etwa 12.000 Menschen.

Am 23. April 1952 wurde Oranienburg die Kreisstadt des neu gebildeten gleichnamigen Kreises. Seit dem 1. April 1974 gehört Sachsenhausen zur Stadt Oranienburg.

Während des Kalten Krieges waren in Oranienburg verschiedene militärische Einheiten, Verbände und Einrichtungen stationiert. Ende der 1980er Jahre gehörten dazu beispielsweise das Motorisierte Schützenregiment 1 „Hans Beimler“ und das Grenzausbildungsregiment 40 „Hans Coppi“ der Nationalen Volksarmee der DDR sowie das 239. Selbstständige Hubschrauberregiment der sowjetischen Westgruppe der Truppen.[5]

Seit der Deutschen Wiedervereinigung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landesgartenschau in Oranienburg

Mit der Kreisgebietsreform im Jahr 1993 wurde Oranienburg Kreisstadt des neuen Landkreises Oberhavel, in dem die Landkreise Oranienburg und Gransee aufgingen. Im Juni 1994 zogen die Einheiten und Verbände der ehemals sowjetischen und nunmehr russischen Westgruppe der Truppe aus Oranienburg ab.[5]

Im Zuge der Wende in der DDR und der Wiedervereinigung Deutschlands wurden viele Betriebe geschlossen und viele Arbeitsplätze gingen verloren. Es konnten aber auch etliche Unternehmen umstrukturiert und weitergeführt und neues Gewerbe angesiedelt werden. Wohnviertel wurden neu gebaut und grundlegend saniert, Straßen, Fuß- und Radwege neu angelegt. Eine Mischung aus alten und neuen Wohn- und Geschäftshäusern prägt das historisch gewachsene Stadtbild. So wurde z. B. nach dem Abzug der sowjetischen Truppen die Häuser der Weißen Stadt saniert und es entstand eine ruhige Wohngegend.

Am 26. Oktober 2003 wurden Friedrichsthal, Germendorf, Lehnitz, Malz, Schmachtenhagen, Wensickendorf und Zehlendorf eingemeindet. Am 23. September 2008 erhielt die Stadt den von der Bundesregierung verliehenen Titel Ort der Vielfalt.

Im Jahr 2007 gab es Planungen für die Errichtung einer Chinatown in Oranienburg. Sie bezogen unter diesem Namen auch Aktivitäten und mögliche Bewohner mit anderem asiatischen Hintergrund mit ein.[6] Diese Planungen wurden jedoch 2008 aus wirtschaftlichen Gründen und der als zu groß empfundenen Entfernung zum Zentrum Berlins aufgegeben.[7]

Oranienburg richtete 2009 unter dem Titel Traumlandschaften einer Kurfürstin die vierte brandenburgische Landesgartenschau aus. Sie lief vom 25. April bis zum 18. Oktober dieses Jahres. Das zentrale Projekt zur Vorbereitung war die Umgestaltung der Militärbrache hinter dem Schloss in eine Parkanlage und damit die Wiederherstellung des Schlossparks. Dazu wurde u. a. ein neuer Schlosshafen und eine Havelpromenade angelegt. Zusätzlich wurde die Straßenführung der Hauptstraße geändert und die bis 1901 genutzte Brückentrasse mit einer neu gebauten Schlossbrücke wiederhergestellt. So wurde dem Schloßplatz seine zentrale Bedeutung für die Stadt zurückgegeben. Gleichzeitig wurde mit dem Bau der Nehringstraße zwischen Schloss und Landratsamt eine bisher fehlende dritte Achse geschaffen und damit dem barocken Stadtgrundriss Rechnung getragen. Zahlreiche Ruinengrundstücke und Liegenschaften wurden von der Stadt Oranienburg angekauft um die städtebaulichen Missstände zu beseitigen. Durch diese Maßnahmen wurde die historische Mitte Oranienburgs städtebaulich erheblich umgestaltet und nachhaltig aufgewertet.[8] Neben der Stadtverwaltung beherbergt das sanierte Schloss inzwischen ein Museum der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg und das Regionalmuseum des Landkreises Oberhavel.

An der Berliner Straße wurde im Zusammenhang mit der Landesgartenschau ein Wohnblock, die sogenannte Schallmauer, abgerissen. Dort wurde ebenfalls ein kleiner Park angelegt um die Aufenthaltsqualität in der Mittelstadt weiter zu verbessern. Der Park nimmt inhaltlich und gestalterisch auf das erste deutsche Hörspiel im Rundfunk Bezug. Es behandelte die Rettung von Teilnehmern der gescheiterten Nordpolexpedition Umberto Nobiles mit dem Luftschiff Italia und stammt von Friedrich Wolf, der seine letzten Lebensjahre im Oranienburger Ortsteil Lehnitz verbrachte.

Wegen der außerordentlich intensiven Bombardierung Oranienburgs im Zweiten Weltkrieg müssen bis heute jedes Jahr mehrere Blindgänger – davon über die Hälfte[9] mit chemischen Langzeitzündern (LZZ) – geborgen werden. Im Jahr 2012 wurden noch rund 300 mit LZZ versehene Sprengbomben im Boden des bewohnten Stadtgebiets vermutet.[10] Nach über 70 Jahren Verweildauer im Erdreich werden Selbstdetonationen aufgrund von Alterungsprozessen des Auslösemechanismus immer wahrscheinlicher.[11] Die Bitten des Landes Brandenburg um finanzielle Unterstützung zur Räumung der Sprengbomben wurden bislang von der Bundesregierung abgelehnt.[10] Obwohl Oranienburg bundesweit die einzige Stadt ist, die systematisch nach Blindgängern sucht,[12] wird nach dem aktuellen Stand der Finanzierung der Oranienburger Boden erst in etwa sechzig Jahren von Blindgängern bereinigt sein.[13]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1974 fanden auf dem Gebiet der heutigen Stadt Oranienburg drei Gemeindegebietsveränderungen statt. In allen Fällen handelte es sich um Eingemeindungen.[14]

Wirkungsdatum Aufgelöste Gemeinde Aufnehmende Gemeinde Art der Veränderung
1974-04-01 Bernöwe Schmachtenhagen Eingemeindung
1974-04-01 Sachsenhausen Oranienburg, Stadt Eingemeindung
2003-10-26 Friedrichsthal
Germendorf
Lehnitz
Malz
Schmachtenhagen
Wensickendorf
Zehlendorf
Oranienburg, Stadt Eingemeindung

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christentum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St.-Nicolai-Kirche in Oranienburg

Neben der evangelischen Gemeinde, deren Gotteshaus die St.-Nicolai-Kirche ist, sind die römisch-katholische Kirche, die Siebenten-Tags-Adventisten, die Evangelisch-methodistische Kirche sowie weitere Freikirchen in Oranienburg vertreten.

Als junger Pfarrer wirkte der spätere Landesbischof Kurt Scharf zu Beginn der Zeit des Nationalsozialismus als Gemeindepfarrer in der damals noch eigenständigen Gemeinde Sachsenhausen. Als engagierter Christ der Bekennenden Kirche setzte er sich schützend für jüdische Mitbürger und Häftlinge des nahe gelegenen Konzentrationslagers ein. Auch den Mitbegründer des Pfarrernotbundes, aus dem die Bekennende Kirche hervorging, Pfarrer Martin Niemöller, der von 1938 bis 1941 als „persönlicher Gefangener Hitlers“ im „Zellenbau“ des KZ Sachsenhausen inhaftiert war, konnte er einmal besuchen.

Judentum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedenktafel in der Nähe des ehemaligen jüdischen Bethauses

Seit einigen Jahren gibt es in Oranienburg wieder eine kleine, aber lebendige, jüdische Gemeinde. Die Gemeinde Wiedergeburt unterhält im Zentrum Oranienburgs ein Gemeindehaus, das als Bethaus, Begegnungsstätte und Verwaltung fungiert. Sie zählt inzwischen etwa 100 Mitglieder und wird von einem Rabbiner aus Berlin betreut.[15] Nachdem die Stadt Oranienburg der jüdischen Gemeinde nach der ihrerseitigen jahrzehntelangen Obhut den gut erhaltenen Jüdischen Friedhof zurückgegeben hat, wurde nach einer mehr als 60-jährigen Unterbrechung inzwischen wieder eine Beisetzung durchgeführt.

Die Synagoge, auch Bethaus genannt, von 1848 (wozu auch Schule, Lehrerwohnung und Mikwe gehörten) in der Havelstraße 6 wurde genau ein Jahrhundert nach der Einweihung beim Novemberpogrom 1938 von SA-Männern zerstört. Am 6. März 1944 wurde das Gebäude durch einen Luftangriff komplett zerstört.[16]

W. Michael Blumenthal, ehemaliger US-amerikanischer Finanzminister und langjähriger Direktor des Jüdischen Museums Berlin, wurde im Jahre 2000 durch seine Geburtsstadt Oranienburg die Ehrenbürgerwürde verliehen.[17]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 4 793
1890 6 643
1910 12 949
1925 14 759
1933 17 120
1939 29 232
1946 18 633
1950 18 735
1964 20 243
1971 20 381
Jahr Einwohner
1981 26 369
1985 28 453
1989 28 978
1990 28 693
1991 28 587
1992 28 482
1993 28 320
1994 28 275
1995 28 446
1996 28 952
Jahr Einwohner
1997 29 641
1998 29 781
1999 29 892
2000 29 872
2001 29 931
2002 29 758
2003 40 593
2004 41 055
2005 41 115
2006 41 267
Jahr Einwohner
2007 41 488
2008 41 577
2009 41 590
2010 41 810
2011 41 370
2012 41 621
2013 42 028
2014 42 894
Gebietsstand des jeweiligen Jahres,[18][19] ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtverordnetenversammlung Oranienburg besteht aus 36 Stadtverordneten und dem Bürgermeister.[20] Seit der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 setzt sie sich wie folgt zusammen:[21]

Wahlvorschlag Stimmen Stimmen in % Sitze Differenz zu
2008–2014
SPD 12.323 28,0 10 (±0)
Die Linke 11.055 25,1 9 (-2)
CDU 10.146 23,1 9 (+3)
Bündnis 90/Die Grünen 3.590 8,2 3 (+1)
FWO 2.371 5,4 2 (-2)
NPD 2.346 5,3 2 (±0)
FDP 1.527 3,5 1 (-1)
Piraten 359 0,8 0 (±0)
Einzelbewerber Denk 235 0,5 0 (±0)

(Stand: Kommunalwahl am 25. Mai 2014)

Die Wahlbeteiligung lag bei 41,9 %.[22]

Bürgermeister und Beigeordnete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptamtlicher Bürgermeister der Stadt ist Hans-Joachim Laesicke (SPD), der am 27. September 2009 für eine weitere achtjährige Amtszeit[23] mit 72,1 % der gültigen Stimmen wiedergewählt wurde. [24] Sein einziger Gegenkandidat war Frank Manfred Eichelmann (LINKE), der ihm mit 27,9 % unterlag.

Partei Name Bürgermeister/in,
Beigeordnete/r
Dezernat
SPD Hans-Joachim Laesicke Bürgermeister Dezernat 1 – Haupt- und Personalamt; Rechtsamt
n.n. Beigeordnete/r (1. Beigeordnete/r) Dezernat 2 – Kämmerei; Ordnungsamt; Schule, Kita, Sport und Soziales
SPD[25] Frank Oltersdorf Beigeordneter (2. Beigeordneter) Dezernat 3 – Stadtplanungsamt; Grundstücks- und Gebäudewirtschaft; Tiefbauamt

(Stand: Juni 2013)[26]

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 26. Februar 1993 genehmigt.

Blasonierung: „In Silber aus grünem Rasen wachsend ein grüner Eichenbaum mit acht Blättern und vier goldenen Früchten; rechts vom Stamm schwebend ein linksgewendeter gekrümmter roter Fisch.“[27]

Symbolik: Das Wappen hat Elemente aus dem Bötzower Wappen von 1548, wie den roten Fisch (Fischereigerechtigkeit) und den Eichenbaum. Im Jahre 1937 wurden die (sechs) Bötzower Rohrkolben (Schnittrecht für Schilfrohrkolbenernte) durch goldene Eicheln ersetzt und der Fisch war blau tingiert.[28]

Die Flagge der Stadt Oranienburg ist rot-weiß und zeigt das Stadtwappen, in der Mitte der Farbabgrenzung rot-weiß befindet sich senkrecht der Eichenbaum.[29]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oranienburg unterhält Städtepartnerschaften zu

Freundschaftliche Beziehungen gibt es weiterhin zu Oranienbaum als Schwesterstadt in Sachsen-Anhalt mit ähnlichem historischen Hintergrund.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedenkstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedenktafel am Ort des ehemaligen KZ Oranienburg

Die wichtigste und auch international bekannte Gedenkstätte in Oranienburg ist die Gedenkstätte Sachsenhausen. Sie befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen KZ Sachsenhausen und wurde 1961 als Nationale Mahn- und Gedenkstätte Sachsenhausen zur Erinnerung an das Konzentrationslager und sein Vorgängerlager, das KZ Oranienburg, eingeweiht. Nach der Wende in der DDR wurde das Konzept der Gedenkstätte grundlegend überarbeitet. In diesem Zusammenhang wurde auch das sowjetische Speziallager Nr. 7 Sachsenhausen aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg in die Gedenkstätte integriert. Die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten ist die Trägerin dieser Gedenkstätte und hat ihren Sitz in Oranienburg.

In Ergänzung zu dieser zentralen Gedenkstätte finden sich an relevanten Orten im Stadtgebiet Gedenksteine und Gedenktafeln mit Bezug auf besondere Aspekte der KZ, so z. B. am Ort des KZ Oranienburg an der Berliner Straße; auf dem Friedhof an der Kremmener Straße für den 1934 im KZ Oranienburg ermordeten Schriftsteller Erich Mühsam; auf dem Friedhof an der Kremmener Straße für 1200 ermordete Häftlinge des KZ Sachsenhausen sowie etwa 75 Zwangsarbeiter aus mehreren Ländern, die hier begraben sind und am Haus Waldstraße 22 für den kommunistischen Widerstandskämpfer Emil Polesky, der 1941 im KZ Sachsenhausen ums Leben kam. An die Häftlinge des KZ-Außenlagers Auerwerke des KZ Ravensbrück erinnert ein Findling mit Gedenktafel von 1974 an der Lehnitzstraße/Ecke Lindenring. Eine Gedenkmauer an der Schleusenbrücke erinnert an die Häftlinge des KZ-Außenlagers Klinkerwerk. Ein Gedenkort Klinkerwerk zu diesem Außenlager befindet sich in der Aufbauphase.[30]

Für sowjetische Soldaten sowie etwa 250 Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene verschiedener Länder wurde bereits 1948/49 an der Ecke Bernauer Straße/Mathias-Thesen-Straße ein Sowjetischer Ehrenfriedhof errichtet. Am Jüdischen Friedhof in der Kremmener Straße erinnert eine Gedenktafel an die Zerstörung und Schändung durch die Nationalsozialisten. Die 1988 zur Erinnerung an die Jüdische Gemeinde und ihr Bethaus erstellte Gedenktafel befindet sich irrtümlicherweise auf dem benachbarten Grundstück Havelstraße 5.[31]

Zur Erinnerung an die Einzelschicksale von Oranienburgern, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden, wurden an den früheren Wohnorten dieser Menschen Stolpersteine in den Gehweg eingelassen. In Oranienburg gibt es bisher (Stand 2016) 49 Stolpersteine.[32]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schlossparkteich Oranienburg
Ehemaliges Waisenhaus

In der Liste der Baudenkmale in Oranienburg sind folgende in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale näher erläutert:

  • Schloss Oranienburg mit Park, Museum und Orangerie
  • Evangelische St.-Nicolai-Kirche, erbaut im neuromanischen Stil von Friedrich August Stüler, nach Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut; Dort auch Denkmal von 1985 zur Erinnerung an die Opfer des KZ Sachsenhausen in selbstkritischem Rückblick auf die eigene Kirchengeschichte der „Deutschen Christen
  • Römisch-katholische Herz-Jesu-Kirche an der Ecke Augustin-Sandtner-Straße / Emil-Polesky-Straße; mit Gedenkstätte für die Opfer des KZ Sachsenhausen an der Stirnwand des Kirchenraums, 1984 entstanden auf Veranlassung von Papst Johannes Paul II. nach einer Pilgerfahrt von DDR-Bürgern nach Rom
  • Ehemaliges Waisenhaus an der St.-Nicolai-Kirche (Gestiftet von Louise Henriette von Oranien)
  • „Die Anklagende“, Plastik von Fritz Cremer auf dem Schloßplatz
  • „Louise-Henriette-Denkmal“ von Wilhelm Wolff (1858)
  • Skulptur des ersten Oranienburger Amtshauptmanns, Otto Reichsfreiherr von Schwerin, auf dem Schloßplatz
  • Amtshauptmannshaus (1657) neben dem Schloss (ehemaliges Kreismuseum)

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oranienburger Sportvereine sind unter anderem der Oranienburger HC, der Oranienburger FC Eintracht und der VSV Havel Oranienburg.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Halle der Takeda Pharmaceutical Company in Oranienburg

In Oranienburg gibt es eine Niederlassung der Takeda Pharmaceutical Company für die Entwicklung und Produktion pharmazeutischer Produkte und damit zusammenhängender Dienstleistungen. Die mittelständische ORAFOL Europe GmbH entwickelt und produziert mit über 700 Mitarbeitern selbstklebende Spezialfolien. Das Unternehmen exportiert seine Produkte in mehr als 70 Länder und ist in seiner Branche Weltmarktführer. Das dänische Unternehmen Genan (Altreifenrecycling), der Hersteller von Kunststoffprodukten Plastimat sowie die französische Firma Pneu Laurent (Reifenherstellung) prägen maßgeblich die wirtschaftliche Basis der Stadt. Im Gewerbegebiet Süd an der B 96 befindet sich ein Logistikzentrum der Rewegruppe mit mehr als 500 Beschäftigten.

Der Wirtschaftsstandort Oranienburg ist Teil eines von 15 regionalen Wachstumskernen im Land Brandenburg.[33]

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Oranienburg erscheinen als Tageszeitungen der Oranienburger Generalanzeiger und eine Lokalausgabe der Märkischen Allgemeinen. Im Ortsteil Zehlendorf befindet sich eine große Rundfunksendeanlage für LW, MW und UKW mit einem der leistungsstärksten Langwellen-Sender Europas. Von März 2005 bis 2009 sendete aus der T. U. R. M. Erlebniscity der Radiosender oldiestar* ein Rundfunkprogramm für Brandenburg und Berlin. Über das Kabelnetz informiert der lokale Fernsehsender OHV-TV aus der Region.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fachhochschule der Polizei des Landes Brandenburg führt die Polizeiausbildung für den mittleren, gehobenen und höheren Polizeivollzugsdienst für die Polizei Brandenburg durch. Das erste Studienjahr des Studiums für den höheren Dienst wird in Oranienburg gemeinsam für die Brandenburgische und die Berliner Polizei durchgeführt. Seit 2006 lässt auch die Polizei des Deutschen Bundestages Polizisten in Oranienburg ausbilden.[34]

Zu den allgemeinbildenden Schulen in Oranienburg gehören unter anderem das Runge-Gymnasium, das Louise-Henriette-Gymnasium und die Torhorst-Gesamtschule.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karte der Wasserwege um Oranienburg

Der Bahnhof Oranienburg ist ein Bahnhof der Kategorie 3. Er liegt an der Berliner Nordbahn, im VBB-Tarifbereich Berlin C und ist Endpunkt der S-Bahn-Linie S 1. Mit dem stündlich verkehrenden Regionalexpress RE 5 ist das Zentrum Berlins in einer halben Stunde erreichbar. Diese Linie verbindet Oranienburg darüber hinaus direkt mit Rostock, Stralsund, Falkenberg/Elster und Lutherstadt Wittenberg. Es verkehren zusätzlich die Regionalbahnen RB 12 und RB 20.

Neben dem Bahnhof in Oranienburg gibt es einen Regionalbahnhof im Ortsteil Sachsenhausen. Die Ortsteile Schmachtenhagen und Wensickendorf sind über die Heidekrautbahn nach Berlin-Karow angebunden. Im Ortsteil Lehnitz hält ebenfalls die S-Bahn-Linie S1.

Der Bahnhof Fichtengrund an der Nordbahn und der Haltepunkt Zehlendorf (b Oranienburg) an der Heidekrautbahn wurden nach 1990 geschlossen. Die Nebenstrecken nach Kremmen (Teil der Umgehungsbahn) mit den Stationen Oranienburg Süd, Eden und Germendorf und nach Velten über Germendorf Süd sowie zwischen Fichtengrund und Schmachtenhagen sind stillgelegt und teilweise abgebaut.

Im Oranienburger Ortsteil Germendorf ist die Oberhavel Verkehrsgesellschaft ansässig. Sie ist ein regionales Busunternehmen im Eigentum des Landkreises und Mitglied im VBB. Das Unternehmen betreibt mit 85 Bussen 42 Linien hauptsächlich im Landkreis Oberhavel. Oranienburg ist ein zentraler Verknüpfungspunkt mehrerer Buslinien des Unternehmens untereinander und mit der Berliner S-Bahn bzw. dem Bahn-Regionalverkehr.

Durch die Stadt führt in West-Ost-Richtung die Bundesstraße 273. Die Bundesstraße 96 führt auf einer vierspurigen Umgehungsstrecke westlich an Oranienburg vorbei, vier Anschlussstellen sorgen für einen guten Anschluss der Stadt. Südlich von Oranienburg ist diese Umgehung über das Autobahnkreuz Oranienburg an die Bundesautobahn 10 (Berliner Ring) und die Bundesautobahn 111 (Berliner Stadtautobahn) angebunden.

Die wichtigsten Wasserstraßen sind der Oder-Havel-Kanal mit dem Lehnitzsee, der Oranienburger Kanal, der Ruppiner Kanal und die Havel. Nordwestlich der Stadt bilden Oranienburger und Ruppiner Kanal das Kanalkreuz Oranienburg. 2014 betriebene Schleusen im Stadtgebiet sind die Schleuse Lehnitz im Oder-Havel-Kanal, die Schleuse Pinnow im Oranienburger und die Schleuse Tiergarten im Ruppiner Kanal. Außer Betrieb sind die Schleusen Sachsenhausen, Friedenthal und Malz, wobei jedoch von Seiten der Stadt über eine Instandsetzung und Wiederinbetriebnahme diskutiert wird, um so die Infrastruktur für den zunehmenden Wassertourismus zu verbessern.

Der Radfernweg Berlin-Kopenhagen verläuft durch die Stadtteile Lehnitz, Oranienburg (das Stadtzentrum), Friedrichsthal und Schmachtenhagen (Wohnplatz Bernöwe).

Die Stadt liegt an der deutsch-niederländischen Ferienstraße Oranier-Route.

Private Motorisierung in Oranienburg 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015
nichtgewerblich zugelassene PKW (zum 1.1.)[35] 19 388 19 403 19 721 20 049 20 328 20 600 20 867 21 350
nichtgewerbliche PKW je 1.000 Einwohner (31.12. des Vorjahres) 467 467 474 480 491 495 497 498
Vergleichswert Land Brandenburg 475 479 486 493 506 508 510 512

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Liste der Ehrenbürger von Oranienburg umfasst 20 Personen. Zu ihnen gehören der preußische Offizier Karl von Paschwitz (1793–1872), der preußische Politiker Georg Scharnweber (1816–1894) und der US-amerikanische Politiker W. Michael Blumenthal (* 1926).

In Oranienburg geboren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Oranienburg verbunden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Häftlinge und Personal des Konzentrationslagers Sachsenhausen finden sich in der Kategorie Häftling im KZ Sachsenhausen bzw. in der Kategorie Personal im KZ Sachsenhausen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich Ballhorn: Geschichte der Stadt Oranienburg bis zur Einführung der Städte-Ordnung im Jahre 1808. Hrsg.: Jörn Lehmann. Selbstverlag, Berlin 1850 (Neuauflage: Edition Rieger, Karwe 2008, ISBN 978-3-941187-02-3).
  • Stadt Oranienburg (Hrsg.): Bothzowia – Oranienburg. Band 1: Stadt und Dörfer – Oranienburg im Wandel der Zeiten. Aus der Geschichte der Ortsteile. Oranienburg 2007, ISBN 978-3-9812001-0-2.
  • Stadt Oranienburg (Hrsg.): Bothzowia – Oranienburg. Band 2: Stadt und Kultur: Gartenkunst, Schlösser, Architektur und Wissenschaft. Oranienburg 2009, ISBN 978-3-9812001-1-9.
  • Stadt Oranienburg (Hrsg.): Bothzowia – Oranienburg. Band 3: Stadt und Wasser: Flüsse, Seen und Kanäle, Schifffahrt, Wirtschafts- und Erholungsraum. Oranienburg 2010, ISBN 978-3-9812001-2-6.

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Atomwettlauf – Das Geheimnis der Bombardierung Oranienburgs. Dokumentarfilm, Deutschland, 2012, 29:46 Min., Buch und Regie: Wolfgang Albus, Thomas Claus, Maren Schibilsky, Moderation: Hellmuth Henneberg, Produktion: rbb, Reihe: Ozon unterwegs, Erstsendung: 26. März 2012 bei rbb, Inhaltsangabe von rbb, online-Video.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Oranienburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2014 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Friedhelm Brennecke: "Die SS fühlte sich hier willkommen". In: Oranienburger Generalanzeiger. 30. Mai 2014, abgerufen am 18. Januar 2015.
  3. Gebiet des späteren KZ Sachsenhausen auf der historischen Karte Deutsches Reich (1902–48); mit heutigen Gemarkungsgrenzen. In: brandenburg-viewer. Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg, abgerufen am 18. Januar 2015.
  4. Guido Berg: Strahlende Spuren: radioaktives aus der Streusandbüchse. In: Der Tagesspiegel, 26. März 2001.
  5. a b Standortdatenbank der Nationalen Volksarmee, der Grenztruppen der DDR und der sowjetischen (russischen) Streitkräfte in der DDR. Militärgeschichtliches Forschungsamt, abgerufen am 18. September 2014.
  6. Stadtplanung. Chinatown für Berlin. In: Tagesspiegel, 22. Mai 2007.
  7. Aus für Chinatown in Oranienburg, Frankfurter Rundschau, 25. September 2008.
  8. Heike Bergt und Stefan Kuschel: Oranienburg hat profitiert. In: Märkische Allgemeine, 16. April 2014.
  9. Carsten Holm: Husten verboten. In: Der Spiegel. Nr. 40, 1. Oktober 2012, S. 40 f.
  10. a b Wolfgang Albus: Eine Stadt auf dem Pulverfass. (Memento vom 11. Februar 2013 im Webarchiv archive.is) In: rbb, Ozon unterwegs, 26. März 2012.
  11. Maren Schibilsky: Teuflische Bomben. (Memento vom 12. Februar 2013 im Webarchiv archive.is) In: rbb, Ozon unterwegs, 26. März 2012.
  12. Andreas Frey: Fliegerbomben – Unter uns. In: Die Zeit, 6. April 2014.
  13. Torsten Hampel: Bomben in Oranienburg. Die ewige Suche. In: Der Tagesspiegel, 2. März 2013 mit Bildergalerie.
  14. Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik Land Brandenburg (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Oberhavel (= Beitrag zur Statistik. Band 19.7). Potsdam 2006 (PDF-Datei; 0,3 MB).
  15. Zentralrat der Juden in Deutschland: Jüdische Gemeinde „Wiedergeburt“ LK Oberhavel e.V (abgerufen am 23. April 2014).
  16. Jüdische Gemeinde „Wiedergeburt“: Das Gottesdienstzimmer (abgerufen am 23. April 2014).
  17. Stadt Oranienburg: Ehrenbürger W. Michael Blumenthal (abgerufen am 23. April 2014).
  18. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Oberhavel. S. 18-21
  19. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  20. Brandenburgische Kommunalverfassung. Abgerufen am 6. Juni 2013.
  21. Ergebnisse Kommunalwahl 2014. Abgerufen am 14. Juni 2014.
  22. Ergebnisse Kommunalwahl 2014. Abgerufen am 14. Juni 2014.
  23. Brandenburgische Kommunalverfassung. Abgerufen am 6. Juni 2013.
  24. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 27. September 2009
  25. SPD Oranienburg, Beigeordneter Frank Oltersdorf. Abgerufen am 17.06.2013.
  26. Beigeordnete der Kreisstadt Oranienburg. Abgerufen am 17.06.2013.
  27. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  28. Heinz Machatscheck: Lexikon Städte und Wappen der DDR. Verlag Enzyklopädie, Leipzig 1979, DNB 800116615, S. 328.
  29. § 2 Abs. 2 der Hauptsatzung der Stadt Oranienburg (PDF; 33 kB)
  30. Märkische Allgemeine: Stahltafeln am Hafenbecken (abgerufen am 3. Mai 2014).
  31. Stadtarchiv Oranienburg, Repositur 1 ´Bau-Polizei Oranienburg`.
  32. Stolpersteine in Oranienburg: Auflistung der Schicksale
  33. Wachstumskern O-H-V: Homepage
  34. Fachhochschule der Polizei Brandenburg: Homepage
  35. Kraftfahrt-Bundesamt Statistik Fz3