Hochwald (Film)

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Film
OriginaltitelHochwald
ProduktionslandÖsterreich, Belgien
OriginalspracheDeutsch, Italienisch
Erscheinungsjahr2020
Länge107 Minuten
Stab
RegieEvi Romen
DrehbuchEvi Romen
ProduktionAlexander Dumreicher-Ivanceanu,
Bady Minck,
Gregory Zalcman,
Alon Knoll
MusikFlorian Horwath
KameraMartin Gschlacht,
Jerzy Palacz
SchnittKarina Ressler
Besetzung

Hochwald (englischer Titel: Why not you, Alternativtitel: Disco[1]) ist ein österreichisch-belgischer Spielfilm von Evi Romen aus dem Jahr 2020 mit Thomas Prenn, Noah Saavedra und Josef Mohamed. Weltpremiere war am 27. September 2020 im Rahmen des Zurich Film Festivals, wo der Film in den Wettbewerb Fokus eingeladen und mit dem Goldenen Auge für den Besten Film der Sektion ausgezeichnet wurde.[2][3][4] Die Österreich-Premiere fand im Oktober 2020 auf der Viennale 2020 statt,[5] der österreichische Kinostart ist für Anfang 2021 vorgesehen.[6]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der sensible Mario lebt in einem kleinen Dorf in Südtirol, er tanzt leidenschaftlich gerne und möchte Tänzer werden. Von den anderen Einwohnern wird er kritisch beäugt, Unterstützung erhält er von seinem Vater. Eines Tages trifft Mario seinen Jugendfreund Lenz wieder. Lenz ist als Schauspieler in Rom tätig, Mario hat Gefühle für ihn.

Mario reist ihm nach Rom nach, wo sie sich in einer Schwulenbar treffen. Allerdings muss sich Mario eingestehen, dass Lenz nicht unbedingt auf ihn gewartet hat. Nachdem bewaffnete Männer die Bar stürmen, kommt Lenz bei dem Anschlag ums Leben. Mario überlebt und kehrt alleine in sein Heimatdorf zurück. Er trifft auf Nadim, der für den Koran wirbt. Mario fühlt sich von Nadim und dem Islam angezogen.[1][3]

Produktion und Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dreharbeiten fanden an 28 Drehtagen von April bis Dezember 2019 statt, gedreht wurde in Österreich und Südtirol. Unterstützt wurde der Film von IDM Südtirol, vom Österreichischen Filminstitut, von Filmstandort Austria (FISA), vom Land Niederösterreich, vom belgischen Tax Shelter und dem italienischen Tax Credit. Beteiligt war der Österreichische Rundfunk.[1]

Elisabeth Kanettis und Alexander Dumreicher-Ivanceanu beim Publikumsgespräch zu Hochwald im Oktober 2020 bei der Viennale

Produziert wurde der Film von der Amour Fou Filmproduktion (Produzenten Alexander Dumreicher-Ivanceanu und Bady Minck) in Koproduktion mit Take Five (Gregory Zalcman, Alon Knoll).[3]

Die Kamera führten Martin Gschlacht und Jerzy Palacz. Für Ton und Tongestaltung zeichneten David Hilgers, Fabrice Osinski und Valérie Le Docte verantwortlich, für das Kostümbild Cinzia Cioffi, für das Szenenbild Katharina Wöppermann, für das Casting Eva Roth und für die Maske Sam Dopona und Verena Eichtinger.[3][1]

Die Idee zu dem Film hatte Evi Romen nach den Terroranschläge am 13. November 2015 in Paris. In den Nachrichten wurde berichtet, dass auch ein junger Südtiroler unter den Opfern im Bataclan war. Die Grundidee zum Film entstand durch die Frage, was passieren würde, wenn so ein globales Ereignis in eine kleine Dorfgemeinschaft einbricht.[7]

Auszeichnungen und Nominierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diagonale 2017

Zurich Film Festival 2020

  • Auszeichnung mit dem goldenen Auge für den besten Film in der Sektion Fokus[2][4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Hochwald. In: Österreichisches Filminstitut. Abgerufen am 12. September 2020.
  2. a b Goldene Augen gehen nach Österreich, Mexiko und in die USA. In: zff.com. 3. Oktober 2020, abgerufen am 3. Oktober 2020.
  3. a b c d Hochwald - Archiv - Zurich Film Festival. In: Zurich Film Festival. Abgerufen am 12. September 2020.
  4. a b Evi Romens "Hochwald" bei Filmfestival Zürich ausgezeichnet. In: VOL.at/APA. 3. Oktober 2020, abgerufen am 4. Oktober 2020.
  5. Hochwald. In: Viennale. Abgerufen am 1. November 2020.
  6. Filmfestival Zürich: Goldenes Auge für Evi Romens "Hochwald". In: DerStandard.at/APA. 5. Oktober 2020, abgerufen am 6. Oktober 2020.
  7. „Hochwald“: Ein Traumtänzer fällt aus der Welt. In: ORF.at. 28. Oktober 2020, abgerufen am 29. Oktober 2020.
  8. derStandard.at: Diagonale: Drehbuchpreise an Evi Romen und Händl Klaus. Artikel vom 31. März 2017, abgerufen am 12. September 2020.