Thomas Prenn

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Thomas Prenn (* 1994 in Innichen, Südtirol[1][2]) ist ein italienischer Schauspieler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thomas Prenn wuchs, mit Deutsch als Muttersprache, in Toblach im Pustertal auf.

Von 2014 bis 2018 absolvierte er sein Schauspielstudium an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin.[1] Während seines Studiums hatte er bereits Engagements an der Mailänder Scala (2016), am Deutschen Theater Berlin (2017) und an der Volksbühne Berlin (2017), wo er in Inszenierungen von Peter Stein, Stefan Pucher und Kieran Joel auftrat.[1][2] Mit dem freien Theaterprojekt Odyssee gewann er den Ensemble-Preis beim Schauspielschultreffen 2017 in Stuttgart.[2]

Seit der Spielzeit 2018/19 ist Prenn festes Ensemblemitglied am Badischen Staatstheater Karlsruhe.[2] Er debütierte dort in dem brasilianisch-deutschen Theaterprojekt Fremde Heimat. Außerdem gehörte er zum Ensemble der deutschen Erstaufführung des dramatischen Gedichts europa flieht nach europa von Miroslava Svolikova. Zu seinen weiteren Rollen in der Spielzeit 2018/19 gehörten die Rollen Valentin/Brander in der Faust I-Inszenierung von Michael Talke und ab Januar 2019 der jugendliche Liebhaber Claudio in der Shakespeare-Komödie Viel Lärm um Nichts.

Prenn stand bereits in einigen Kino- und TV-Produktionen vor der Kamera. Bereits vor seiner Schauspielausbildung spielte er die männliche Hauptrolle in dem Südtiroler Kriegsdrama Tränen der Sextner Dolomiten (2014). Er verkörperte darin den aus einer italienisch-deutschen Ehe stammenden Franz Anderlacher, der 1915 als Standschütze zum Militärdienst an die Dolomitenfront eingezogen wird.[3][4]

In der Literaturverfilmung Der namenlose Tag (2017) von Regisseur Volker Schlöndorff stellte er einen jungen Mann aus der Gothic-Szene dar.[5][6] Seine erste TV-Hauptrolle spielte Prenn im „Schwarzwald-Tatort“: Im Tatort: Damian (Erstausstrahlung: 23. Dezember 2018) verkörperte er die Titelfigur, den psychisch kranken Jura-Studenten Damian Rombach. Prenns darstellerische Leistung, unter anderem als „intensiv“ und „faszinierend“ charakterisiert, wurde in zahlreichen Kritiken positiv gewürdigt.[7][8][9][10][11] Er erhielt dafür den Studio Hamburg Nachwuchspreis 2019.[12] Im Kölner Tatort: Kein Mitleid, keine Gnade (Erstausstrahlung: Januar 2020) spielte Prenn den „vielschichtigsten Charakter“ des Krimis, den „hochgradig ambivalenten“ Schüler Paul Hünecke, den Freund des Mordopfers.[13][14]

Thomas Prenn lebt in Berlin.[1]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Thomas Prenn. Vita und Rollenverzeichnis bei CAST FORWARD. Abgerufen am 23. Dezember 2018.
  2. a b c d Thomas Prenn, Vita. Offizielle Internetpräsenz Staatstheater Karlsruhe. Abgerufen am 23. Dezember 2018.
  3. Tränen der Sextner Dolomiten. Handlung, Besetzung und Trailer. Offizielle Website zum Film. Abgerufen am 23. Dezember 2018.
  4. Tränen der Sextner Dolomiten. Handlung und Bildergalerie. Abgerufen am 23. Dezember 2018.
  5. Die Welt der Toten. Filmkritik. Evangelischer Pressedienst (epd Medien) vom 5. Februar 2018. Abgerufen am 23. Dezember 2018.
  6. Der namenlose Tag. Bildergalerie. Abgerufen am 23. Dezember 2018.
  7. Schwarzwald-„Tatort“: Diese Szenen bleiben hängen. TV-Kritik: In: Neue Ruhr Zeitung vom 23. Dezember 2018. Abgerufen am 23. Dezember 2018.
  8. TATORT: "Ein Krimi, der nachhallt": Die Kritik zum Schwarzwald-Tatort. TV-Kritik: In: Augsburger Allgemeine vom 23. Dezember 2018. Abgerufen am 23. Dezember 2018.
  9. Der Schwarzwald bringt Menschen um den Verstand. TV-Kritik: In: DIE WELT vom 23. Dezember 2018. Abgerufen am 23. Dezember 2018.
  10. SCHWARZWALD-„TATORT“ : Hört ihr die Stimmen nicht?. TV-Kritik: In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 23. Dezember 2018. Abgerufen am 23. Dezember 2018.
  11. Tatort-Kritik: Damian. TV-Kritik auf SWR 3 vom 23. Dezember 2018. Abgerufen am 23. Dezember 2018.
  12. Nachwuchspreise für Milena Tscharntke und Thomas Prenn. Artikel auf welt.de, Quelle dpa-infocom GmbH, 7. Juni 2019.
  13. Fünf Gründe, warum dieser „Tatort“ so gut war. TV-Kritik. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung vom 12. Januar 2020. Abgerufen am 12. Januar 2020.
  14. Tatort: Kein Mitleid keine Gnade: Woher kennt man das Gesicht von Paul Hünecke?. In: STERN vom 12. Januar 2020. Abgerufen am 12. Januar 2020.