Holger Kube Ventura

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Holger Kube Ventura (* 21. August 1966 in Dreieich) ist ein deutscher Kunsthistoriker und Kurator.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kube Ventura studierte von 1987 bis 1994 Kunst und Anglistik, sowie Kunstgeschichte und Erziehungswissenschaft an der Universität Kassel. Ab 1994 war er als Kurator oder Mitarbeiter an verschiedenen Ausstellungsprojekten und Festivals beteiligt, unter anderen am Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest (1994, 1997, 2004 und 2007), an Monitoring (1997), Sub Fiction (1998) und an Falster Versuchsgelände (1999). Als freier Kurator des Kasseler Kunstvereins im Fridericianum war er von 1994 bis 1996 tätig. In den Jahren 1996 und 1997 arbeitete er als Kunstvermittler bei der documenta X. Von 1997 bis 2000 war er Kurator im Vorstand des Kasseler Kunstvereins und Doktorand an der Universität Konstanz. 2001 wurde er mit der Studie „Politische Kunst Begriffe – in den 1990er Jahren im deutschsprachigen Raum“ promoviert.

Von 2001 bis 2003 war Holger Kube Ventura künstlerischer Leiter und Geschäftsführer der Werkleitz Gesellschaft – Zentrum für künstlerische Bildmedien Sachsen-Anhalt. In diesem Rahmen kuratierte er die 5. Werkleitz Biennale 2002. Von 2004 bis 2009 war Kube Ventura Programm- und Projektkoordinator bei der Kulturstiftung des Bundes in Halle (Saale), bevor er im April 2009 Direktor des Frankfurter Kunstvereins wurde. Er schied dort auf eigenen Wunsch zum November 2014 aus; seine Nachfolgerin wurde Franziska Nori. Von März 2016 bis September 2017 war Kube Ventura künstlerischer Leiter der Tübinger Kunsthalle,[1] bevor Nicole Fritz diese Position übernahm.[2] Im November 2017 trat er die Leitung der neugeschaffenen Sammlung für konkrete Kunst der Stadt Reutlingen an.[3][4]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Holger Kube Ventura u. a. (Hrsg.): Dekonstruktion & Video, Filmladen, Kassel, 1994
  • Bernhard Balkenhol, Holger Kube Ventura (Hrsg.): Surfing Systems: Die Gunst der 90er – Positionen zeitgenössischer Art, Kasseler Kunstverein im Fridericianum, Stroemfeld 1996, ISBN 3878775768
  • Holger Kube Ventura: Politische Kunst, Begriffe in den 1990er Jahren im deutschsprachigen Raum, Edition Selene, 2001, ISBN 978-3852661735
  • Holger Kube Ventura u. a. (Hrsg.): Theorie – Politik, Selbstreflexion und Politisierung kulturwissenschaftlicher Theorien, Gunter Narr Verlag, 2002, Tübingen, ISBN 978-3823357117
  • René Zechlin, Sabine Schaschl, Holger Kube Ventura (Hrsg.): Über die Metapher des Wachstums, Merian, 2011, ISBN 978-3856165345
  • Frankfurter Kunstverein (Hrsg.): Kunstgeschichten im Steinernen Haus, Kehrer, 2013, ISBN 978-3868283921
  • Holger Kube Ventura, Stiftung Kunsthalle Tübingen (Hrsg.): Kapitalströmung, Wasmuth, 2017, ISBN 978-3803033895
  • Holger Kube Ventura, Stiftung Kunsthalle Tübingen (Hrsg.): Shirin Neshat. Frauen in Gesellschaft, Wasmuth, 2017, ISBN 978-3803033918
  • Holger Kube Ventura: Arbeiten aus System. Konkrete Kunst 1954-2011, Wasmuth, 2018, ISBN 978-3803034007
  • Holger Kube Ventura: Malereikonkrethochdrei. Vom Bild zum Raum, Kerber, 2019, ISBN 978-3735605825
  • Holger Kube Ventura (Hrsg.): Ignacio Uriarte: Verwaltungstakte, Kunstmuseum Reutlingen, 2019, ISBN 978-3939775737
  • Holger Kube Ventura: Fotografie des Gegenwärtigen, Edition Cantz, 2019, ISBN 978-3947563623

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Otto Paul Burkhardt: Neustart mit Paukenschlag. In: Reutlinger Nachrichten. Stadt und Kreis Reutlingen. 14. Februar 2017.
  2. Siegmund Kopitzki: „Gute Kunst wird es immer geben“. Gründungsdirektorin Nicole Fritz verlässt zum Ende des Jahres das Kunstmuseum Ravensburg und übernimmt die Kunsthalle Tübingen – eine neue Herausforderung. In: Südkurier. Kultur. 5. September 2017. S. 13.
  3. Reutlingen: Kube Ventura geht nach Reutlingen. In: SWR Aktuell. 16. Oktober 2017 (swr.de [abgerufen am 18. Oktober 2017]).
  4. Matthias Reichert: Jetzt wird’s konkret für Kube Ventura. Wechsel: Der ehemalige künstlerische Vorstand der Tübinger Kunsthalle geht Mitte November nach Reutlingen – als Leiter der neuen städtischen Sammlung in der Eberhardstraße 14. In: Schwäbisches Tagblatt. Regionale Kultur. 17. Oktober 2017.