Hoppegarten (Müncheberg)

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Hoppegarten
Wappen von Hoppegarten
Koordinaten: 52° 29′ 14″ N, 14° 1′ 5″ O
Höhe: 43 m
Einwohner: 272 (31. Dez. 2006)
Eingemeindung: 1. März 2002
Postleitzahl: 15374
Vorwahl: 033432
Die Kirche, erbaut 1714
Die Straße zum Stadtweg

Hoppegarten ist ein Ortsteil der Stadt Müncheberg im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1912 wurde der geodätische Höhenbezugspunkt des deutschen Haupthöhennetzes von der damaligen Berliner Sternwarte (Normalhöhenpunkt 1879) nach Hoppegarten verlegt (Normalhöhenpunkt 1912), nachdem 1908 der Abbruch der Berliner Sternwarte beschlossen wurde. Der Normalhöhenpunkt besteht aus insgesamt elf unterirdischen Festlegungen aus schlesischem Granit mit eingelassenen Messpunkten, die jeweils mehrere Kilometer auseinander liegen und so eine sogenannte Punktgruppe bilden. Das deutsche Haupthöhennetz von 1912 (DHHN12) bezog sich auf Normalnull. Der Normalhöhenpunkt 1912 hat auch heute noch eine Bedeutung als geodätischer Referenzpunkt.

Die Gemeinde Hoppegarten verlor am 31. März 2002 durch Eingemeindung in die Stadt Müncheberg ihre politische Selbstständigkeit.[1]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Quelle: genealogy.net[2])

Jahr 1875 1890 1910 1925 1933 1946 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2006
Einwohnerzahl 407 413 384 368 382 306 247 249 250 256 270 275 270 277 277 272

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche wurde 1714 erbaut. Es ist ein Saalbau mit verputzter Fassade, die Fassade ist im Stil des Barocks gegliedert. Die Kirche hat ein Satteldach, der Westturm ein Pyramidendach. Im Inneren befindet sich eine Putzdecke und Emporen an der westlichen und nördlichen Seite der Kirche. Der Kanzelaltar wurde 1733 erstellt. Auf dem Kanzelkorb sind Gemälde Christi und die Evangelisten dargestellt. In der Predella des Kanzelaltars befindet sich eine Abendmahlsdarstellung.[3]

Landschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Hoppegarten liegt der Maxsee, ein maximal vier Meter tiefer polymiktischer Flachsee mit einer Größe von 68 Hektar. Der See wird im Südwesten vom Mühlenfließ entwässert, das sich nach kurzem Lauf durch ein ausgedehntes Sumpfgebiet mit dem Stobberbach zur Löcknitz vereinigt.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hoppegarten (Müncheberg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2002
  2. GOV :: Hoppegarten/Mü., Hoppegarten. In: gov.genealogy.net. Abgerufen am 10. November 2015.
  3. Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Begründet vom Tag für Denkmalpflege 1900, Fortgeführt von Ernst Gall, Neubearbeitung besorgt durch die Dehio-Vereinigung und die Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in der Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch: Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum. Brandenburg: bearbeitet von Gerhard Vinken und anderen, durchgesehen von Barbara Rimpel. Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 2012, ISBN 978-3-422-03123-4, Seite 490.
  4. Brigitte Nixdorf, Mike Hemm u. a.: Dokumentation von Zustand und Entwicklung der wichtigsten Seen Deutschlands. Teil 5. Brandenburg. (PDF; 2,0 MB) Brandenburgische Technische Universität Cottbus, Lehrstuhl Gewässerschutz. Im Auftrag des Umweltbundesamtes. Abschlussbericht, ohne Datierung, S. 72–74.