Horst (Heinsberg)

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Horst (Heinsberg) (Begriffsklärung) aufgeführt.

Koordinaten: 51° 1′ 41″ N, 6° 10′ 39″ O

Horst
Stadt Heinsberg
Wappen von Horst
Höhe: 51 m ü. NN
Postleitzahl: 52525
Vorwahl: 02453
Horst (Nordrhein-Westfalen)
Horst

Lage von Horst in Nordrhein-Westfalen

Horst ist ein Stadtteil von Heinsberg im Kreis Heinsberg im westlichen Nordrhein-Westfalen. Der Ort liegt im Wurmtal.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Horst, am Rande einer Terrasse zum Wurmtal gelegen, ist eine der letzten Ortschaften der Stadt Heinsberg nach Osten hin. Der Name Horst bedeutet ein Gelände mit Gestrüpp. Er taucht erstmals in einer Urkunde vom 12. Juli 1394 auf. Damals gründete der Graf von Heinsberg, Josef von Loin, den "Hof zur Horst".

Die Gebäude des Dorfes erstreckten sich von der alten Mühle bis zur Linde mit dem Kreuz. In den Akten des Staatsarchivs Düsseldorf wird Heinrich Noetelichs als "Müllerer zur Horst" erwähnt. Die Bewohner des Hofes mussten lange Zeit den zehnten Teil der Ernte an den Grafen von Heinsberg und das dortige Kloster abgeben.

Horster Wassermühle heute

Der Kappbusch wurde mehr und mehr gerodet, und es entstanden stattliche Gehöfte, zu denen viel Weideland gehörte. Der Zins, den man auch weiterhin in Form von Hafer in Heinsberg an das dortige Rentamt abliefern musste, wurde schließlich abgelöst, und das Land wurde freibäuerlicher Besitz.

Lange Zeit gehörte zur Gemarkung Horst die Hölkerather Flur zwischen Horst und Herb. Hier befand sich, so heißt es, eine Burg, von der aus Raubritter die umliegenden Dörfer überfielen. Nach der Überlieferung haben sich die Horster Bauern zusammengeschlossen und mit Sensen und Dreschflegeln die Hölkerather Siedlung angegriffen, in Brand gesteckt und vernichtet. Kurz nach der Französischen Revolution bekam auch Horst deren Auswirkungen zu spüren, denn es wurde besetzt und blieb lange Zeit unter französischer Verwaltung. Die französische Besatzung hat ihre Spuren Umgangssprache der Bevölkerung hinterlassen, einige Begriffe aus der französischen Sprache sind heute noch gebräuchlich. Im 19. Jahrhundert blühte in Horst das Handwerk der Samtweberei. Den Samt brachte man nach Krefeld. Als dort aber mechanische Webstühle aufgestellt wurden, gerieten alle die Leute, die nicht viel Land besaßen, in Not. Sie wandten sich der Korbmacherei und dem Holzschuhmachen zu.

Um die Jahrhundertwende gab es für Horst und seine Umgebung bedeutende Veränderungen. Der Bau der Eisenbahnstrecke Lindern - Heinsberg wurde in Angriff genommen. Auf dem "Köresberg" wurde der Grundstein für die Horster Pfarrkirche St. Josef gelegt. 1913 wurde die Kirche eingeweiht, und Horst wurde selbständige Pfarre. Mancher Horster Bürger fand bald Arbeit in dem neu erbauten Vereinigte Glanzstoff-Fabriken AG in Oberbruch oder in dem neu erschlossenen Steinkohlebergwerk Zeche Sophia-Jacoba in Hückelhoven. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde eine neue Schule erbaut. Während des Zweiten Weltkriegs räumten die Bewohner ihr Dorf und flohen. Nach ihrer Heimkehr bauten sie ihre Kirche wieder auf, die schwer unter Beschuss gestanden hatte.

1957 wurde die Horster Wassermühle stillgelegt, und die "Junge Wurm", ein Nebenarm der Wurm, deren Flusslauf begradigt wurde, zugeschüttet.[1] Das Land wurde neu vermessen und aufgeteilt. Gleichzeitig wurde auch das neue Baugebiet erschlossen. Im Jahr 1969 wurde die Schule aufgelöst und seitdem werden die Räumlichkeiten als Kindergarten genutzt.

Mit der kommunalen Neugliederung wurde Horst ein Ortsteil der Stadt Heinsberg.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche St. Josef[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wassermühle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgerhaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der damalige Ortsvorsteher Herr Hermann Wählen, stellte 2000 den Antrag beim Bürgermeister der Stadt Heinsberg, Herrn Offergeld, Horst geeignete Räume für die Vereine und Feierlichkeiten zur Verfügung zu stellen. Diese Räumlichkeiten fehlten bei Altentage, Bazare, Ausstellungen und auch den Vereinen in Ausübung ihrer Veranstaltungen. Besonders dem Musikverein Horst fehlte ein Proberaum, mit der Möglichkeit ihre Musikinstrumente dort auch unter zu stellen. 2003 beschloss die Stadt Heinsberg den Bau der Halle. 2004 erfolgte der Spatenstich durch den Bürgermeister Offergeld. Das Richtfest erfolgte im gleichen Jahr. Website des Bürgerhaus

Cafe zur Linde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bericht WDR Fernsehen

Website Cafe zur Linde

Städtischer Kindergarten Horst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Website Kindergarten Horst

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 1890 eröffnete und 1980 stillgelegte Bahnstrecke von Lindern nach Heinsberg wurde am 15. Dezember 2013 wieder reaktiviert. In Horst wurde eine Haltestelle eingerichtet. Heute verkehren hier Triebwagen der Baureihe ET425. Diese benötigen für 12,2 Kilometer Verbindung ca. 17 min und werden in Lindern mit der RB 33 gekoppelt und fahren dann als Verbund weiter nach Aachen Hbf.[2]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Horster Dorfleben zeichnet sich durch ein reges Vereinsleben aus. Eine 2005 eröffnete Bürgerhalle kann von Bürgern und Vereinen genutzt werden.

  • Heimat- und Bürgerverein Heinsberg Horst e.V.[3]
  • Musikverein St. Josef Horst e.V.[4]
  • Horster Karnevalsverein[5]
  • St. Petri-Schützenbruderschaft von 1925
  • Löschgruppe Heinsberg Horst
  • Indienhilfswerk

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In diesem Abschnitt sind in Horst geborene Personen oder Personen, deren Namen eng mit Horst verknüpft sind, aufgelistet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Horst (Heinsberg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hubert Berens in: Heimatkalender des Kreises Heinsberg 1981. Eigenverlag des Kreises Heinsberg, Heinsberg 1981, S. 43.
  2. Internetseite der Wurmtalbahn
  3. Heimat- und Bürgerverein Heinsberg Horst e.V.
  4. Musikverein St. Josef Horst e.V.
  5. Horster Karnevalsverein