Unterbruch

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Unterbruch ist ein Stadtteil von Heinsberg im Kreis Heinsberg und liegt östlich dieser Kreisstadt.

In der Schweizer Schriftsprache sagt man "Unterbruch" für Unterbrechung.

Das Dorf hat 2.358 Einwohner (Stand 1. Januar 2004) und eine Fläche von 6,53 km².

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unterbruch liegt zwischen den beiden Flüssen Rur und Wurm in einer Höhe von 36 m ü. NN und wurde deshalb früher häufig von Überschwemmungen heimgesucht.

Das Dorf besitzt keine geschlossene Siedlungsfläche, sondern ist aus einer Vielzahl von Weilern, Siedlungen und Gehöften zu einem lockeren Verbund zusammengewachsen. Hierzu gehören z. B. Alte Schmiede, Fell, Genoth, Girmen, Haag, Horsterhof, Küpper, Rohmen, Rolland, Rur oder Rurhof.

Benachbarte Orte sind Orsbeck im Nordosten, Oberbruch im Südosten, Schafhausen im Südwesten, Heinsberg im Westen und Kempen im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Nennung Unterbruchs führt zurück auf den 17. Januar 1269. Die Urkunde wurde angefertigt, weil Gottfried von Schafhausen seinen Hof an der Rur (den Horsterhof) an den Propst von Heinsberg verkaufte. Der Horsterhof ist wahrscheinlich in der späten Zeit der Karolinger (751-911) gegründet worden und diente als Fronhof. Im Jahre 1299 enthob Dietrich von Heinsberg alle Stiftsgüter in Unterbruch von ihrer Lehnspflicht gegen einen jährlichen Zins von sieben Schilling.

Am 1. Juli 1969 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde im Zuge der Gemeindegebietsreform in die Stadt Heinsberg eingegliedert. Ein Gebietsteil kam zu Oberbruch-Dremmen.[1]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Karnevalslied „Im Rheinland zwischen Wurm und Rur, da liegt das Dörfchen Unterbruch“ stammt aus dem Jahr 1948. Außerdem hat Unterbruch eine Grundschule, ein Jugendheim, eine Mehrzweckhalle und einen Sportplatz, sowie Tennisanlagen. Jährliche Ereignisse sind vor allem die Kirmes, die Veranstaltungen des Karnevalsvereins Ongerbröker Kohmuhle, sowie das Pfingstturnier des VfR 1910 Unterbruch. Der 1985 gegründete Kunstverein Region Heinsberg zog 1997 in den „Horster Hof“, einen seit 1296 urkundlich belegten Vierkanthof in Heinsberg-Unterbruch. Der Kunstverein fördert ehrenamtlich durch mehrere Ausstellungen im Jahr und durch die Herausgabe von Editionen die regionale und überregionale Gegenwartskunst. [2]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 101.
  2. Website des Kunstvereins Region Heinsberg

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Unterbruch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 51° 4′ N, 6° 8′ O