Huf Haus

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HUF HAUS GmbH & Co. KG
Logo
Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1912
Sitz Hartenfels, Deutschland
Leitung Georg Huf, Geschäftsführer
Mitarbeiter 493 (2013)[1]
Umsatz circa 80 Mio. Euro (2013)[1]
Branche Fertighausbau
Website www.huf-haus.com
Huf Haus in Schottland bei West Linton

Die HUF HAUS GmbH & Co. KG ist ein Unternehmen mit Sitz in Hartenfels im Westerwald, das international Holz-Glas-Bauten anbietet. Im Bereich Fertigbau ist das Unternehmen Weltmarktführer sowie Nischenführer für Fachwerkarchitektur.[1] In der Bauhaustradition entwirft der Architekt Manfred Adams, Schüler von Sep Ruf, alle Bauwerke, die auf der Basis einer Fachwerkkonstruktion (Holzständerbauweise) errichtet werden und vorwiegend aus Holz und Glas bestehen.

Geschichte[Bearbeiten]

1912 gründete Johann Huf eine Zimmerei im Westerwalddorf Krümmel, ein Jahr später wurde das Unternehmen nach Hartenfels verlegt. Seit 1948 führte der Sohn Franz Huf das Unternehmen und baute es zu einem überregionalen Anbieter von Zimmerarbeiten aus, zum Beispiel bei Kirchenbauten im Rheinland, dem Bau der Oberpostdirektion Bonn (1950) und des Deutschen und Arabischen Pavillons auf der Weltausstellung in Brüssel (1957/1958). 1972 erfolgt zusammen mit Manfred Adams die Entwicklung des Huf Fachwerkhauses 2000, dessen Grundprinzipien noch heute in allen Häusern umgesetzt werden. Ab 1996 leiteten die Enkel Georg Huf und Thomas Huf das Unternehmen, das nunmehr eine internationale Expansionsstrategie betreibt. Am 20. September 2011 verstarb Thomas Huf im Alter von 51 Jahren.[2][3]

Unternehmen und Produkte[Bearbeiten]

Das Unternehmen produziert jährlich etwa 150 Gebäude (Ein- und Mehrfamilienhäuser und Objektbauten), von denen etwa 40 Prozent in den Export geht. 2009 wurden fünf Häuser nach China exportiert.[4] Großbritannien war 2008 mit knapp 50 Häusern pro Jahr das wichtigstes Exportland.[5] Bis 2007 hatte Huf Haus 107 Gebäude in Großbritannien errichtet,[6] wo sich eine „Huf Haus owner's group“ gegründet hat.[7] Hermann Simon erwähnte Huf Haus in seinem gleichnamigen Buch als Beispiel für einen „Hidden Champion“.[8]

Die Produkte sind mit nationalen und internationalen Architekturpreisen ausgezeichnet worden, zum Beispiel:

In Hartenfels sind Musterhäuser aufgestellt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Franz Huf; Manfred Adams: Von Generationen für Generationen. Bd. 1 Franz Huf: Mein Leben für das Unternehmen. 163 S. mit zahlr. Ill. u. graph. Darst.; Bd. 2 Manfred Adams: Mein Leben für die Architektur. 167 S. mit zahl. Ill. u. graph. Darst. Hartenfels: Edition Huf Haus 2002. ISBN 3-00-008929-2.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Florian Langenscheidt, Bernd Venohr (Hrsg.): Lexikon der deutschen Weltmarktführer. Die Königsklasse deutscher Unternehmen in Wort und Bild. Deutsche Standards Editionen, Köln 2010, ISBN 978-3-86936-221-2.
  2. Firmengeschichte
  3. Todesanzeigen in der Rhein-Zeitung, Nachruf der Wirtschaftsjunioren Rhein-Lahn, abgerufen am 2. Oktober 2011
  4. Huf-Haus für China verpackt. In: Rhein-Zeitung Online vom 29. August 2008, abgerufen 10. Mai 2010
  5. Braun, Louise: Bautrend: Die Fertighaus-Geheimwaffe aus Deutschland. In: Welt Online vom 24. Januar 2008, abgerufen 10. Mai 2010
  6. Fuchs, Cornelia: Fertighäuser in England: Reisende Neubautenhilfe. In: Stern.de (20. April 2007), abgerufen 10. Mai 2010
  7. Huf Haus members club. In: TimesOnline (21. September 2007), abgerufen 10. Mai 2010
  8. Hermann Simon: Hidden Champions des 21. Jahrhunderts: Die Erfolgsstrategien unbekannter Weltmarktführer. Campus, Frankfurt am Main 2007. ISBN 978-3-593-38380-4. S. 29.
  9. 2002: 58 RIBA Award-winners
  10. The National HomeBuilder Design Awards