Igel-Segge

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Igel-Segge
Igel-Segge (Carex echinata)

Igel-Segge (Carex echinata)

Systematik
Monokotyledonen
Commeliniden
Ordnung: Süßgrasartige (Poales)
Familie: Sauergrasgewächse (Cyperaceae)
Gattung: Seggen (Carex)
Art: Igel-Segge
Wissenschaftlicher Name
Carex echinata
Murray

Die Igel-Segge (Carex echinata), auch Stern-Segge genannt, ist eine Art aus der Gattung der Seggen und damit der Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae).

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Igel-Segge ist eine ausdauernde Pflanze, die dichte oder lockere Rasen bildet. Ihr Stängel ist aufrecht oder gebogen und 5-90 cm hoch, stumpf dreikantig, ganz glatt oder unter dem Blütenstand rau. Die Blätter sind 1-2,5 mm breit und kürzer als der Stängel. Der Blütenstand ist 1,5-3 cm lang und besteht aus 3-5 getrennt stehenden Ährchen, die bis zu 7 mm voneinander getrennt sind. Die Ährchen sind sitzend, kugelig oder eiförmig und 4-7 mm lang und ebenso breit. Sie tragen am Grunde die männlichen, und oben 5-11 weibliche Blüten. Durch die sparrig abstehenden Schläuche, die 3-4 mm lang und damit länger als die Spelzen und nach oben in einen zweizähnigen Schnabel verschmälert sind, sehen die Ährchen aus wie kleine Morgensterne. Die Spelzen sind 2 mm lang, braun, mit einem grünen Kiel und weißen Hauträndern. Die weiblichen Blüten besitzen 2 Narben. Die Frucht ist gelbbraun bis braun. Die Igel-Segge blüht zwischen Mai und Juni. Sie hat die Chromosomenzahl 2n = 56 oder 58.

Vorkommen[Bearbeiten]

Die Igel-Segge gedeiht auf nassen, kalkarmen sandig-tonigen Sumpfböden in Flachmooren, an Gräben und in nassen Binsenwiesen. Sie ist eine Verbands-Charakterart des Caricion fuscae.[1] Sie steigt in den Alpen bis zu 2460 m auf. In den Allgäuer Alpen steigt sie am Haldenwanger Eck in Vorarlberg bis zu 1850 m Meereshöhe auf.[2]

Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Europa, den Azoren, Marokko, dem Kaukasus bis Ostsibirien, Japan, China, Australien, Neuseeland, Nord- und Mittelamerika. Die ostasiatischen und nordamerikanischen Pflanzen werden manchmal aber auch zu nahe verwandten Arten gerechnet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Wolfram Schultze-Motel: Cyperaceae. In Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. Band II, Teil 1. 3. Auflage, Verlag Paul Parey, Berlin, Hamburg. 1980. ISBN 3-489-54020-4
  • Arthur Oliver Chater: Carex. In T. G. Tutin u.a.: Flora Europaea. Band 5, S. 290-323, 1980. Cambridge University Press.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Stuttgart, Verlag Eugen Ulmer, 2001. ISBN 3-8001-3131-5
  2. Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 1. IHW-Verlag, Eching bei München, 2001. ISBN 3-930167-50-6

Weblinks[Bearbeiten]