Igel-Segge

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Igel-Segge
Igel-Segge (Carex echinata)

Igel-Segge (Carex echinata)

Systematik
Monokotyledonen
Commeliniden
Ordnung: Süßgrasartige (Poales)
Familie: Sauergrasgewächse (Cyperaceae)
Gattung: Seggen (Carex)
Art: Igel-Segge
Wissenschaftlicher Name
Carex echinata
Murray

Die Igel-Segge (Carex echinata), auch Stern-Segge genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Seggen (Carex) innerhalb der Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae).

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Illustration aus Flora Batava, Volume 13

Die Igel-Segge ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 5 bis 90 Zentimetern erreicht. Sie bildet dichte oder lockere Rasen. Der aufrechte oder gebogene Stängel ist stumpf dreikantig, ganz glatt oder unter dem Blütenstand rau. Die Laubblätter sind 1 bis 2,5 Millimeter breit und kürzer als der Stängel.

Die Blütezeit liegt zwischen Mai und Juni. Der Blütenstand ist 1,5 bis 3 Zentimeter lang und enthält drei bis fünf getrennt stehenden Ährchen, die bis zu 7 Millimeter voneinander getrennt sind. Die sitzenden Ährchen sind kugelig oder eiförmig mit einem Durchmesser von 4 bis 7 Millimetern und tragen am Grund die männlichen, und oben fünf bis elf weibliche Blüten. Durch die sparrig abstehenden Schläuche, die 3 bis 4 Millimeter lang und damit länger als die Spelzen und nach oben in einen zweizähnigen Schnabel verschmälert sind, sehen die Ährchen aus wie kleine Morgensterne. Die Spelzen sind 2 Millimeter lang, braun, mit einem grünen Kiel und weißen Hauträndern. Die weiblichen Blüten besitzen zwei Narben.

Die Frucht ist gelbbraun bis braun.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 56 oder 58.

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das weite Verbreitungsgebiet von Carex echinata reicht von Europa, den Azoren, Marokko, dem Kaukasusraum bis Ostsibirien, China, Japan, Australien, Neuseeland, Nord- und Mittelamerika. Die ostasiatischen und nordamerikanischen Populationen werden manchmal aber zu nahe verwandten Arten gerechnet.

Die Igel-Segge besiedelt nasse, kalkarme sandig-tonige Sumpfböden in Flachmooren, an Gräben und in nassen Binsenwiesen. Sie ist eine Verbands-Charakterart des Caricion fuscae.[1] Sie steigt in den Alpen bis in Höhenlagen von 2460 Metern auf. In den Allgäuer Alpen steigt sie am Haldenwanger Eck in Vorarlberg bis in eine Höhenlage von 1850 Meter auf.[2]

Taxonomie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erstveröffentlichung von Carex echinata erfolgte 1770 durch Johan Andreas Murray. Ein Synonym für Carex echinata Murray ist Carex stellulata Good.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolfram Schultze-Motel: Cyperaceae. In: Wolfram Schultze-Motel (Hrsg.): Illustrierte Flora von Mitteleuropa. Pteridophyta, Spermatophyta. Begründet von Gustav Hegi. 3., völlig neubearbeitete Auflage. Band II. Teil 1: Angiospermae: Monocotyledones 2 (Cyperaceae – Juncaceae). Paul Parey, Berlin/Hamburg 1980, ISBN 3-489-54020-4, S. 150–151 (erschienen in Lieferungen 1967–1980).
  • Arthur Oliver Chater: Carex. In: T. G. Tutin, V. H. Heywood, N. A. Burges, D. M. Moore, D. H. Valentine, S. M. Walters, D. A. Webb (Hrsg.): Flora Europaea. Volume 5: Alismataceae to Orchidaceae (Monocotyledones). Cambridge University Press, Cambridge 1980, ISBN 0-521-20108-X, S. 301 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. Unter Mitarbeit von Angelika Schwabe, Theo Müller. 8., stark überarbeitete und ergänzte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 176.
  2. Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 1, IHW, Eching bei München 2001, ISBN 3-930167-50-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]