Zum Inhalt springen

Haldenwanger Eck

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Haldenwanger Eck
Die Anhöhe des Haldenwanger Ecks mit Gipfelkreuz. Im Hintergrund der Biberkopf.
Die Anhöhe des Haldenwanger Ecks mit Gipfelkreuz. Im Hintergrund der Biberkopf.
Höhe 1931 m ü. A.
Lage Grenze Bayern, Deutschland / Vorarlberg, Österreich
Gebirge Widderstein-Schafalpen-Kette (SOIUSA), Allgäuer Alpen
Dominanz 0,23 km → Haldenwanger Kopf
Schartenhöhe 31 m ↓ Sattel (1900 m ü. A.) zum Haldenwanger Kopf
Koordinaten 47° 16′ 18″ N, 10° 10′ 27″ OKoordinaten: 47° 16′ 18″ N, 10° 10′ 27″ O
Haldenwanger Eck (Bayern)
Haldenwanger Eck (Bayern)
Gipfelkreuz auf dem Haldenwanger Eck. Im Hintergrund der Biberkopf

Das Haldenwanger Eck[1] (auch: Haldenwanger Egg) ist eine 1931 m ü. NHN[1] hohe Anhöhe in den Allgäuer Alpen auf der Grenze zwischen Bayern und Vorarlberg oberhalb des Talschlusses des Rappenalptals. Topographisch handelt es sich um einen Nebengipfel des Geißhorns. Auf der Anhöhe befindet sich der Grenzstein 149[1].

Ursprünglich wird mit Haldenwanger Eck der Bergrücken bezeichnet, der die Alpe Haldenwang im Süden begrenzt.[2] Im weitesten Sinne wird damit das Gebiet zwischen Haldenwanger Kopf und Gehrner Berg bezeichnet, an dessen Südwesthang der Grenzstein 147 liegt, welcher den südlichsten Punkt Deutschlands markiert. Zwischen Grenzstein 147 und 149 knickt der Grenzverlauf am Grenzstein 148 in etwa rechtwinklig vom Gehrner Berg zum Haldenwanger Eck ab.

Der Name rührt von der Haldenwanger Alpe[3] her, die sich über das in der Gemeinde Oberstdorf gelegene Gebiet nordöstlich des Haldenwanger Ecks erstreckt, das durch den Rücken im Süden nach Österreich hin begrenzt wird.[2] Der Alpname bedeutet „Wang an der Halde“[3], also eine von Natur aus waldfreie Weidefläche (Wang) an einem stark geneigten Hang (Halde). Egg bedeutet Bergrücken[2].

Haldenwanger Eck (Allgäuer Alpen)
Haldenwanger Eck (Allgäuer Alpen)
Haldenwanger Eck
Das Haldenwanger Eck im Süden der Allgäuer Alpen

Auf der Grenze zwischen Deutschland und Österreich befindet sich in der Nähe des Haldenwanger Ecks am Gehrner Berg das Dreiländereck Bayern – Tirol – Vorarlberg, zugleich der südlichste Punkt des Landkreises Oberallgäu in der Gemeinde Oberstdorf, etwa 17 Kilometer südwestlich von deren Ortskern und nicht etwa in der weiter nördlich liegenden Gemeinde Haldenwang, wie aufgrund des Namens vermutet werden könnte. In den Walsertaler Bergen, westlich des Hauptkamms der Allgäuer Alpen, im Quellgebiet des Rappenalpenbachs (Oberlauf der Stillach), befindet sich das Haldenwanger Eck knapp 2 Kilometer südlich des Geißhorns (2366 m ü. NHN) und 4 Kilometer westlich des Biberkopfs (2599 m ü. NHN) – der gelegentlich als südlichster Punkt Deutschlands bezeichnet wird. Er liegt jedoch 110 Meter weiter nördlich als dieser – und 400 Meter südsüdwestlich der Trifthütte (früher Haldenwanger Hütte), des südlichsten Gebäudes Deutschlands, (1742 m ü. NHN) am Haldenwanger Bach. Auf österreichischer Seite liegt die Gemeinde Warth.

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. a b c BayernAtlas, Topographische Karte - Kartenauschnitt mit Haldenwanger Eck, aufgerufen am 1. Februar 2026.
  2. a b c Thaddäus Steiner: Allgäuer Bergnamen. Lindenberg: Kunstverlag Josef Fink, 2. Auflage, 2008 - ISBN 978-3-89870-389-5, S. 75f.
  3. a b Thaddäus Steiner: Allgäuer Alpnamen. Lindenberg: Kunstverlag Josef Fink, 1. Auflage, 2010 - ISBN 978-3-89870-579-0, S. 84.