Ignaz Franz

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Ignaz Franz (* 12. Oktober 1719 in Protzan bei Frankenstein, Herzogtum Münsterberg; † 19. August 1790 in Breslau) war ein deutscher katholischer Priester, Theologe und Kirchenliederdichter.

Ignaz Franz. Porträt aus seiner Schrift „Kurze Predigten von der Christlichen Lehre“, Breslau 1783.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Franz studierte an der Universität Breslau Philosophie und Theologie. Nach erfolgreichem Studienabschluss und der obligaten Vorbereitungszeit empfing er 1742 durch Fürstbischof Philipp Ludwig von Sinzendorf die Priesterweihe. Sofort im Anschluss daran wurde er als Kaplan nach Großglogau entsandt.

1753 wurde Franz zum Erzpriester ernannt und als solcher nach Schlawa berufen. 1766 holte ihn Graf Philipp Gotthard von Schaffgotsch zurück nach Breslau und berief ihn zum Rektor des bischöflichen Alumnats (Priesterseminar) von Breslau. Zugleich wirkte er als Assessor für theologische Angelegenheiten des apostolischen Vikariats.

Franz starb acht Wochen vor seinem 71. Geburtstag, am 19. August 1790 in Breslau und fand dort auch seine letzte Ruhestätte.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Franz fungierte als Herausgeber von Katechismen und Gesangbüchern im Geist der Aufklärung. Er ist der Dichter des Kirchenliedes Großer Gott, wir loben dich (GL 1975 257, GL 2013 380, EG 331 sowie Pfingst-Jubel, Liednummer 20). Dabei handelt es sich um eine deutsche Übertragung des Te Deums, dem Anfang des Ambrosianischen Lobgesangs. Großer Gott, wir loben dich entstand um 1770. Die spätere Melodie wurde zum ersten Mal im Katholischen Gesangbuch (Wien 1776) abgedruckt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wikisource: Ignaz Franz – Quellen und Volltexte