Jörg Schmadtke

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Jörg Schmadtke
Spielerinformationen
Geburtstag 16. März 1964
Geburtsort Düsseldorf-EllerDeutschland
Größe 182 cm
Position Torwart
Junioren
Jahre Station
bis 1972
ab 1972
TSV Eller 04
Fortuna Düsseldorf
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1985–1993
1993–1997
1997–1998
1998
Fortuna Düsseldorf
SC Freiburg
Bayer 04 Leverkusen
Borussia Mönchengladbach
244 (0)
131 (0)
0 (0)
0 (0)
Stationen als Trainer
Jahre Station
1998–1999
2001
2007
Borussia Mönchengladbach (Co-Trainer)
Fortuna Düsseldorf (Torwart-Trainer)
Alemannia Aachen (Interimstrainer)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Jörg Schmadtke (* 16. März 1964 in Düsseldorf-Eller[1]) ist ein deutscher Sportmanager. Der ehemalige Fußballtorhüter, der zwischenzeitlich auch Aufgaben als Fußballtrainer übernommen hat, war von Juli 2013 bis Oktober 2017 Geschäftsführer mit Aufgabenbereich Sport beim 1. FC Köln.

Jörg Schmadtke

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur begann Schmadtke ein Maschinenbaustudium, später ein BWL-Studium,[2] das er ebenfalls abbrach.[3] Als Torwart wurde Schmadtke erstmals am 28. September 1985 für Fortuna Düsseldorf – für die er schon als Jugendlicher spielte – in der Bundesliga eingesetzt (4:0 gegen den FC Bayern München). Er war fortan Stammtorhüter der Fortuna. 1986/87 konnte er wegen einer Verletzung nur 13 Spiele bestreiten. Während der Saison 1991/92 wurde er zwischenzeitlich vom damaligen Trainer Rolf Schafstall suspendiert. In der Winterpause wurde er von Schafstall wieder in die Mannschaft aufgenommen.[4] Nachdem Schafstall kurze Zeit später entlassen wurde, stand er zur Rückrunde wieder im Tor. 1993 verließ Schmadtke den Verein und spielte danach noch für den SC Freiburg (bis 1997) und Bayer 04 Leverkusen (1997/98). Er absolvierte 266 Spiele in der Fußball-Bundesliga und sah dabei neun Gelbe und eine Rote Karte. In der 2. Fußball-Bundesliga wurde er in 109 Spielen eingesetzt (zwei Gelbe Karten). Am 6. September 1998 sprang er noch für ein paar Wochen als Torwart bei Borussia Mönchengladbach ein, blieb dort aber ohne Bundesligaeinsatz.

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 10. November 1998 wurde er in Mönchengladbach Co-Trainer an der Seite von Rainer Bonhof. Am 31. August 1999 wurde Schmadtke entlassen, kurz nachdem Bonhof um Auflösung seines Vertrags gebeten hatte. Kurzzeitig war Schmadtke auch für ein US-amerikanisches Sportstätten-Bauunternehmen tätig. Im Januar 2001 wurde er Torwarttrainer bei Fortuna Düsseldorf.

Fußballmanager[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 1. Dezember 2001 war Schmadtke offiziell Sportdirektor bei der mit rund 4 Mio. Euro verschuldeten Alemannia Aachen GmbH. Die Alemannia erreichte 2004 bei kleinem Etat das DFB-Pokalfinale und spielte 2004/05 erfolgreich im UEFA-Pokal. Der Verein erzielte einen Gewinn von vier Millionen Euro und war erstmals in seiner Geschichte schuldenfrei. 2006 schaffte man die Rückkehr in die Bundesliga. Schon im April 2006, als der Aufstieg praktisch feststand, die Euphorie in der Stadt immens war und der Beschluss zum Neubau des Stadions anstand, mahnte Schmadtke zu etwas mehr planerischer Vorschau. Nach der Entlassung von Cheftrainer Guido Buchwald im November 2007 leitete Schmadtke das Training des Zweitligateams der Alemannia interimistisch bis zur Winterpause. Im Oktober 2008 einigte er sich mit der Alemannia darauf, dass sein im Juni 2009 endender Vertrag nicht verlängert wird. Dies machte Schmadtke am 20. Oktober 2008 vor einem Heimspiel in einem Fernsehinterview öffentlich; die Verantwortlichen im Aufsichtsrat hatten die Verlautbarung auf den 22. Oktober verschieben wollen. Da Schmadtkes Vorgehen nicht mit dem Verein abgesprochen war, beurlaubte ihn die Alemannia Aachen GmbH noch am selben Abend mit sofortiger Wirkung.[5][6]

Von Juli 2009 bis Juni 2013 war Schmadtke Sportdirektor von Hannover 96. Am 18. März 2011 wurde sein befristeter Vertrag in einen unbefristeten umgewandelt, außerdem war er nun Geschäftsführer Sport.[7] Im April 2012 bat Schmadtke den Verein aus familiären Gründen um Vertragsauflösung zum Ablauf der Saison; schließlich vereinbarte er elf Wochen Auszeit bis zum 10. September und im Anschluss daran Halbtagsarbeit bis Ende 2012.[8] Im April 2013 bat Schmadtke darum, das Arbeitsverhältnis aufzulösen.[9]

Zur Saison 2013/14 übernahm er den Posten des Sportdirektors (Geschäftsführer Sport) beim 1. FC Köln.[10] Schmadtke unterschrieb einen Vertrag bis Sommer 2017; am letzten Spieltag der Saison 2014/15 (23. Mai 2015) wurde er bis zum 30. Juni 2020 verlängert.[11] Am 11. Mai 2017 gab der Verein die Verlängerung des Vertrages mit Schmadtke bis 2023 bekannt.[12] Die Jury des Magazins 11 Freunde zeichnete Schmadtke im Juni 2017 als besten Manager der Bundesligasaison 2016/17 aus.[13] Am 23. Oktober 2017 wurde sein Vertrag beim 1. FC Köln aufgelöst.[14]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • als Spieler:
    • 1989: Bundesliga-Aufstieg mit Fortuna Düsseldorf
    • 1995: Platz 3 in der Bundesliga mit dem SC Freiburg
    • 1998: Platz 3 in der Bundesliga mit Bayer Leverkusen
  • als Manager:
    • 2004: DFB-Pokalfinale und Qualifikation für den UEFA-Pokal mit dem damaligen Zweitligisten Alemannia Aachen
    • 2006: Aufstieg in die Bundesliga mit Alemannia Aachen
    • 2011: Qualifikation für die Europa League (Platz 4) mit Hannover 96, 11 Freunde Manager des Jahres
    • 2012: Europa-League-Viertelfinale und erneute EL-Qualifikation (Platz 7) mit Hannover 96
    • 2014: Aufstieg in die Bundesliga mit dem 1. FC Köln
    • 2017: Qualifikation für die Europa League (Platz 5) mit dem 1. FC Köln, 11 Freunde Manager des Jahres

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Zähmung der Chaotischen Süddeutsche Zeitung vom 22. Dezember 2013, abgerufen am 22. September 2015
  2. Schmadtke, Assion, Rybarczyk: Wer wird der Sportmanager?
  3. Hochschule für Fußballmanager: Tante Käthe, bloß studiert. Spiegel Online, 29. Mai 2012, abgerufen am 18. Juli 2015.
  4. youtube.com: 1992 Ende der Förster Ära
  5. Schuldenfrei dank Schmadtke. Pressemitteilung. Alemannia Aachen, 16. Juni 2005; Christoph Pauli: Schmadtke: „Ich bin Alemannia dankbar.“ In: Aachener Zeitung. 2. Dezember 2008.
  6. Tim Jürgens: Alemannia Aachen vs. Jörg Schmadtke. Nach dem Goldrausch. In: 11freunde.de. 14. Januar 2009.
  7. Schmadtke verlängert bei den Roten. Abgerufen am 18. März 2011.
  8. »Wir haben aus der Tragödie Enke gelernt«
  9. Schmadtke kündigt nach Streit in Hannover. Die Welt, 17. April 2013, abgerufen am 30. Dezember 2013.
  10. "Eine Aufgabe, die mich sehr reizt". (fc.de [abgerufen am 27. Oktober 2017]).
  11. Jörg Schmadtke und Alexander Wehrle verlängern - Geschäftsführung bleibt langfristig beim FC, fc-koeln.de, vom 23. Mai 2015
  12. Lars Werner: Verträge beim FC bis 2023: Schmadtke und Werle verlängern - Stöger nicht. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 11. Mai 2017, abgerufen am 10. Juni 2017.
  13. Bester Manager: Jörg Schmadtke. In: 11Freunde.de. 25. Juni 2017, abgerufen am 15. Juli 2017.
  14. FC und Schmadtke lösen Vertrag auf. (fc.de [abgerufen am 23. Oktober 2017]).