Jürgen Bandura

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Jürgen Bandura (* 22. Juni 1940; † 12. Mai 2018[1]) war ein deutscher Fußballspieler.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bandura spielte von 1964 bis 1974 für Hannover 96 in der Fußball-Bundesliga und absolvierte in dieser Zeit 298 Spiele, in denen er 34 Tore erzielte. Er war damit bis zum 21. April 2013, als Steven Cherundolo in dieser Hinsicht mit ihm gleichzog, alleiniger Rekordspieler der Niedersachsen in der höchsten deutschen Spielklasse. Zudem spielte er für Hannover 22-mal im DFB-Pokal und absolvierte 14 Spiele im Messepokal, in denen ihm 2 Tore gelangen.

Nach dem Bundesligaaufstieg 1964 holte Hannover 96 den Stürmer von Westfalia Herne aus der Regionalliga West in seinen Spieler-Kader für die erste Saison in der Bundesliga. Man vertraute dabei auch auf seine Erfahrung in Herne in den Jahren 1960 bis 1964 mit insgesamt 84 Spielen in Regionalliga und Oberliga, in denen ihm 21 Tore gelangen. Tatsächlich wurde die Saison 1964/65 zu einem großen Erfolg für die von Trainer Helmut Kronsbein geführten Aufsteiger. Man belegte auf Anhieb den 5. Rang und imponierte mit gekonntem Angriffspiel. Mittelstürmer Walter Rodekamp wurde daraufhin sogar in die Nationalmannschaft berufen, aber auch der ballsichere linke Außenstürmer Bandura trug mit seinen 26 Einsätzen und den dabei erzielten 9 Treffern wesentlich zum Erfolg bei.

Die kontinuierliche Fortsetzung dieser Leistung gelang Hannover 96 in den nächsten Jahren nicht mehr. Bandura spielte in Hannover in zehn Jahren unter zehn verschiedenen Trainern, darunter Tschik Cajkovski, Helmuth Johannsen und Hannes Baldauf, von denen die meisten nicht länger als ein Jahr blieben. Auch wurden immer wieder namhafte Spieler verpflichtet, darunter Hans Siemensmeyer, Jupp Heynckes und Josip Skoblar, doch gelang es der Mannschaft nicht, sich in obere Tabellenregionen vorzuarbeiten. Nach zehn Jahren musste Hannover 96 1974 absteigen.

Jürgen Bandura wechselte in seiner Zeit in Hannover mehrfach die Position und spielte sowohl im Mittelfeld als auch in den 1970er Jahren in der Abwehr als Außenverteidiger. Dabei gehörte er durchgängig zu den Leistungsträgern bei Hannover 96. Am Ende der Saison 1973/74 beendete er seine Karriere als Spieler.

Nach seiner Karriere als Spieler arbeitete Bandura in seinem erlernten Beruf als Kaufmann bei der städtischen Baugesellschaft in Hannover. In den 1980er Jahren arbeitete er zudem als Trainer beim VfV Hildesheim und Stern Misburg, ehe er die B-Jugend von Hannover 96 übernahm, die er in acht Jahren sechsmal in die Endrunde um die deutsche Meisterschaft brachte.

Jürgen Bandura verstarb am 12. Mai 2018 im Alter von 77 Jahren.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.hannover96.de/aktuelles/news/details/23098-hannover-96-trauert-um-juergen-bandura.html