Jagow (Adelsgeschlecht)

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Wappen derer von Jagow

Von Jagow ist der Name eines alten und bedeutenden altmärkischen Adelsgeschlechts.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Familie erscheint erstmals 1268 urkundlich mit Arnoldus de Jagow, mit dem auch die Stammreihe beginnt. Den Namen erhielt das Geschlecht nach ihrem Hauptsitz Jagow, einem heutigen Ortsteil von Uckerland in der Uckermark, wo es 1250 schon erwähnt wurde. Es war in der Altmark, in Pommern, im Magdeburgischen und Lüneburgischen und in anderen Teilen Deutschlands beheimatet. Die Jagow waren Erbjägermeister der Kurmark Brandenburg seit dem 3. September 1798, erneuert am 15. Oktober 1840.[1]

Zu den Besitzungen gehörte das Gut Scharpenhufe in Aland (Altmark), das nach der deutschen Wiedervereinigung von der Familie zurückgekauft wurde, die dort einen 600 Hektar großen Landwirtschaftsbetrieb führt. Calberwisch gehörte der Familie von 1524 bis 1945, Rühstädt von 1780 bis 1945. Ferner Gut Dallmin bei Karstädt und Gut Quitzöbel (heute Legde/Quitzöbel).

Die von Jagow gehörten im 14. und 15. Jahrhundert, zusammen mit den Alvensleben, Bartensleben, Bismarck, von dem Knesebeck, Platen, Schenck (von Flechtingen und Dönstedt) sowie von der Schulenburg zu den acht schlossgesessenen Geschlechtern der Altmark, die unmittelbar dem Landeshauptmann unterstanden und vom Kaiser und den Markgrafen als zum Heeresstande gehörend das Prädikat Edle bekamen.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Schild zeigt in Silber ein sechsspeichiges rotes Rad. Auf dem Helm mit rot silbernen Decken schreitet ein natürlicher Dachs mit zwei silbernen Lilienpfeilen im Nacken. Nach dem Wappen sind sie eines Stammes mit den von Stülpnagel, sowie bei der Wappenähnlichkeit und gemeinsamer Herkunftsregion wahrscheinlich auch mit den uckermärkischen von Gloeden, den von Uchtenhagen, den von Wedell und den von Wreech.

Am Schloss Vitzenburg befinden sich Allianzwappen derer von der Schulenburg-Heßler und derer von Jagow.

Bekannte Familienmitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Matthias von Jagow (1480–1544), Reformator und Bischof von Brandenburg
Oberpräsident Ernst von Jagow und seine Ehefrau Helene bei der Jagd auf Auerhahn, 1915

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jagow family – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon. Band VI, Seite 17, C.A. Starke-Verlag, Limburg 1987.
  2. Christoph Schulte: Nietzsches Entartung 1892 – Max Nordau als früher Nietzsche-Kritiker. In: Werner Stegmaier u. a. (Hrsg.): Jüdischer Nietzscheanismus. Berlin/New York 1997, S. 151 f.
  3. Mit Beiträgen von Sophie von Jagow, Anna von Jagow, Gottlieb von Jagow, Anna Schnurre, geb. von Jagow und Georg von Jagow sowie zwei Aufsätzen von Carl und Günther von Jagow, für den Familienverein von Jagow bearbeitet, Aufl. 50 Stk., Selbstverlag, nach dem in Rühstädt ab 1880 geführten handschriftlichen Original.