Legde/Quitzöbel

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Legde/Quitzöbel führt kein Wappen
Legde/Quitzöbel
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Legde/Quitzöbel hervorgehoben
Koordinaten: 52° 55′ N, 11° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Prignitz
Amt: Bad Wilsnack/Weisen
Höhe: 24 m ü. NHN
Fläche: 41,74 km2
Einwohner: 619 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 15 Einwohner je km2
Postleitzahl: 19336
Vorwahl: 038791
Kfz-Kennzeichen: PR
Gemeindeschlüssel: 12 0 70 241
Adresse der Amtsverwaltung: Am Markt 1
19336 Bad Wilsnack
Webpräsenz: www.amt-badwilsnack-weisen.de
Bürgermeister: Hartmut Zippel (Freie Wählergruppe Legde-Quitzöbel)
Lage der Gemeinde Legde/Quitzöbel im Landkreis Prignitz
LenzerwischeLenzen (Elbe)LanzCumlosenGroß Pankow (Prignitz)PritzwalkGumtowPlattenburgLegde/QuitzöbelRühstädtBad WilsnackBreeseWeisenWittenbergePerlebergKarstädtGülitz-ReetzPirowBergePutlitzKümmernitztalGerdshagenHalenbeck-RohlsdorfMeyenburgMarienfließTriglitzLandkreis Ostprignitz-RuppinPutlitzMecklenburg-VorpommernSachsen-AnhaltSachsen-AnhaltKarte
Über dieses Bild

Die Gemeinde Legde/Quitzöbel liegt im Landkreis Prignitz im Land Brandenburg. Sie wird vom Amt Bad Wilsnack/Weisen verwaltet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Legde/Quitzöbel liegt südlich von Bad Wilsnack an der Elbe, nördlich der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Legde/Quitzöbel gehören die bewohnten Gemeindeteile Legde, Lennewitz, Quitzöbel und Roddan sowie der Wohnplatz Wehrwärterhaus.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Legde/Quitzöbel entstand am 31. März 2002 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Legde und Quitzöbel.[3]

Legde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche in Legde

In der ersten geschichtlichen Erwähnung 1274 wird Legde im Zusammenhang mit einem Grenzstreit zwischen Legde und Roddan erwähnt.

Lennewitz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung von Lennewitz stammt von 1310 als Leneuiz. Der Name ist slawisch und leitet sich vom Personennamen Len ab, was Faulpelz bedeutet.

Quitzöbel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quitzöbel war Stammsitz des märkischen Adelsgeschlechts von Quitzow. Die erste urkundliche Erwähnung als Quitzhovel stammt von 1310. Der mittelniederdeutsche Name bedeutet Quitzows Hügel. Im 17. Jahrhundert ging der Ort in den Besitz derer von Bülows über. Später wurden die Familien von Gansauge und danach von Jagow Eigentümer der Siedlung.

Am 6./7. März 1830 wurden Quitzöbel, Legde und Lennewitz nach mehreren durch Eisgang und Eisstau verursachten Dammbrüchen an der Elbe völlig überschwemmt. Die Schäden waren beträchtlich[4].

Am 1. Februar 1974 wurde Quitzöbel nach Legde eingemeindet. Am 1. Mai 1990 wurde der Ort wieder zu einer selbstständigen Gemeinde.[5]

Das 1754 erbaute Schloss Quitzöbel wurde von Theodor Fontane in seinem Werk Fünf Schlösser erwähnt. Das Schloss existiert bis heute und wurde nach 1945 zunächst enteignet und dann verschiedenen Nutzungen zugeführt, u.a. als Schule und Lehrlingswohnheim. Nach 1990 stand es leer, seit 1999 befindet es sich in Privatbesitz.[6]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Legde/
Quitzöbel
Legde Quitzöbel
1875 - 515 659
1910 - 421 561
1939 - 450 616
1946 - 673 749
1950 - 642 763
1971 - 454 458
1990 - 583 343
1995 - 536 323
2000 - 472 303
2001 - 452 299
2002 756
2005 721
2010 656
2011 634
2012 623
2013 606
2014 625
2014 619

Gebietsstand des jeweiligen Jahres,[7][8] ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Legde/Quitzöbel besteht aus acht Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[9]

  • Freie Wählergruppe Legde-Quitzöbel 7 Sitze
  • CDU 1 Sitz

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hartmut Zippel (Freie Wählergruppe Legde-Quitzöbel) wurde in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 mit 50,5 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren[10] gewählt.[11]

Quitzow-Denkmal in Legde

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirche mit Pfarrhaus in Ledge
  • Quitzow-Denkmal in Legde, unter dem Denkmal soll das Pferd vom Herrn von Quitzow begraben worden sein
  • Kirche in Lennewitz (1909 im Jugendstil errichtet), die Pläne dazu stammten von dem Berliner Architekten Georg Büttner, die Verzierungen vom Kunstmalereiunternehmen Otto Linnemann aus Frankfurt am Main.[12]
  • Backsteinkirche in Quitzöbel, Anfang des 16. Jahrhunderts errichtet[13]

Siehe auch: Liste der Baudenkmale in Legde/Quitzöbel

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Baustoffindustrielle Kurt Glass betreibt seit den 1990er Jahren in Legde ein Wellnesshotel.

Verkehr

Legde/Quitzöbel liegt an der Landesstraße L 10 zwischen Bad Wilsnack und Havelberg.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Legde/Quitzöbel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg. Gemeinde Legde/Quitzöbel
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2002
  4. Amts-Blatt der Königlichen Regierung zu Potsdam und der Stadt Berlin, Jahrgang 1830, 14. Stück vom 2. April 1830, S.67 Online bei Google Books
  5. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  6. Erik Lorenz, Robert Rauh: Quitzöbel. Das verfallene Schloss, in: Fontanes Fünf Schlösser. Alte und neue Geschichten aus der Mark Brandenburg. be.bra verlag 2017, S. 180–226.
  7. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Prignitz. S. 22–25
  8. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  9. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  10. Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 73 (1)
  11. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014
  12. Märkische Oderzeitung, 13. Okt. 2006, S. 9
  13. Märkische Oderzeitung, 14./15. Okt. 2006, S. 11