Jaime de Barros Câmara

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Kardinalswappen
Wappen
Wappen

Jaime Kardinal de Barros Câmara (* 3. Juli 1894 in São José; † 18. Februar 1971 in Aparecida) war Erzbischof von São Sebastião do Rio de Janeiro und Teilnehmer aller Sitzungsperioden des Zweiten Vatikanischen Konzils.

Leben[Bearbeiten]

Jugend und frühe Jahre des Priestertums[Bearbeiten]

Das zweite legitime Kind aus der Ehe des Sachbearbeiters für Waisen Joaquim Xavier de Oliveira, geboren 1856 in San José, und Anna Barros de Carvalho, geboren 1864 in Salvador da Bahia, trat in das Seminar in São Leopoldo ein. Er war in männlicher Linie Nachkomme João Gonçalves Zarcos, des Wiederentdeckers der Insel Madeira.

Der Bischof von Santa Catarina, Joaquim Domingues de Oliveira (1878–1967), weihte ihn am 1. Januar 1920 zum Priester und er wurde in den Klerus des Bistums Santa Catarina inkardiniert. In dieser Teilkirche blieb bis 1930. Er war Regens des Seminars Nossa Senhora de Lourdes Azambuja-Brusque und Rektor des Heiligtums Santuário de Nossa Senhora do Caravaggio de Azambuja von 1927 bis 1936. Pius XI. ernannte ihn am 18. April 1935 zum Kaplan Seiner Heiligkeit.

Bischof[Bearbeiten]

Der Papst ernannte ihn am 19. Dezember 1935 zum Bischof von Mossoró. Der Erzbischof von Florianópolis, Joaquim Domingues de Oliveira, spendete ihm am 2. Februar des nächsten Jahres in Florianópolis die Bischofsweihe; Mitkonsekratoren waren Pio de Freitas Silveira CM, Bischof von Joinville, und Daniel Henrique Hostin OFM, Bischof von Lages. Als Wahlspruch wählte er Ignen Veni Mittere.

Am 15. September 1941 wurde er zum Erzbischof von Belém do Pará ernannt und am 1. Januar des nächsten Jahres in das Amt eingeführt. Während seiner Amtszeit förderte er die Reform des Studiums im Seminars, da das Colégio Progresso Paraense (jetzt Colégio Santa Maria de Belém), dem Hauptsitz der Arbeiterpartei 'Circle Seminar und Messseminar (jetzt Centro de Treinamento Tabor in Icoaraci) erwarb. Am 3. Juli 1943 wurde er zum Erzbischof von São Sebastião do Rio de Janeiro ernannt und am 15. September desselben Jahres in das Amt eingeführt. Er unterstützte stark die Errichtung der Ostkirchen in Brasilien, z. B. durch die Errichtung der Kirche Igreja de São Basílio (Melkitische Griechisch-Katholische Kirche), die er als Juwel definierte.

Kardinal[Bearbeiten]

Pius XII. nahm ihn am 18. Februar 1946 als Kardinalpriester mit der Titelkirche Santi Bonifacio e Alessio in das Kardinalskollegium auf, er trat formal sein Amt am 22. Februar dieses Jahres an. Es war der päpstliche Legat beim Nationalen Eucharistischen Kongress in Porto Alegre und nahm im Oktober 1948 am Inter-Amerikanischen Kongress der Vereinigung des katholischen Bildungswesens in Rio de Janeiro 1951 und am Nationalen Eucharistischen Kongress in Curitiba im März 1960 teil. An zwei Konklaven, die Johannes XXIII. und Paul VI. wählten, nahm er auch teil.

Bibliografie[Bearbeiten]

  • Calliari, Ivo. D. Jaime Câmara: diário do Cardeal Arcebispo do Rio de Janeiro. Rio de Janeiro: Léo Christiano Editorial, 1996. S. 644
  • Gardel, Luis D. Les Armoiries Ecclésiastiques du Brésil (1551-1962). Rio de Janeiro, 1963.
  • Guia histórico e catálogo da Arquidiocese de Belém. Belém, 1982. S. 45
  • Ramos, Alberto Gaudêncio. Cronologia eclesiástica do Pará. Belém: Falângola, 1985. S. 305

Weblinks[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
--- Bischof von Mossoró
1935-1941
João Batista Portocarrero Costa
Antônio de Almeida Lustosa SDB Erzbischof von Belém do Pará
1941–1943
Mário de Miranda Villas-Boas
Sebastião Kardinal Leme da Silveira Cintra Erzbischof von São Sebastião do Rio de Janeiro
1943-1971
Eugênio Kardinal de Araújo Sales
--- Militärvikar von Brasilien
1950-1963
Jose Newton de Almeida Baptista
--- Ordinarius für die byzantinischen Gläubigen in Brasilien
1951–1971
Eugênio de Araújo Sales
Carlos Carmelo Kardinal de Vasconcelos Motta Vorsitzender der Brasilianischen Bischofskonferenz
1958-1963
Agnelo Kardinal Rossi