James Hamilton, 1. Duke of Hamilton

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

James Hamilton, 1. Duke of Hamilton KG (* 19. Juni 1606; † 9. März 1649 in London) war ein englischer Heerführer in schwedischen Diensten und Adeliger.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

James Hamilton war ein Sohn des James Hamilton, 2. Marquess of Hamilton und dessen Gemahlin Anne Cunningham. Er wurde mit König Karl I. erzogen und stand zu demselben in den engsten persönlichen Beziehungen. 1625 folgte er seinem Vater als 3. Marquess of Hamilton und 2. Earl of Cambridge. Zwischen 1628 und 1644 bekleidete er das Amt des Master of the Horse, seit 1630 war er Mitglied des Hosenbandordens.

1631 führte er für Schwedenkönig Gustav Adolf fünf Regimenter Engländer und Highlander, die er auf eigene Kosten, aber mit Unterstützung des Königs, angeworben hatte, zu und half, den Sieg in der Ersten Schlacht bei Breitenfeld zu erringen. Ende 1631/Anfang 1632 hielt Hamilton sich bei Magdeburg auf. Quartier nahm er dabei im nahe gelegenen Dorf Salbke. Mehrere seiner in dieser Zeit verfassten Briefe sind überliefert.

Nach der Schlacht von Lützen im November 1932 zogen die Schweden in den süddeutschen Raum und nach ihrem von „entsetzlichen Greueltaten gekennzeichneten Marsch unter General Graf Horn am Oberrhein und in den Breisgau (fielen) [sie …] unter dem schottischen Grafen Hamilton im Klettgau ein.“[1]

Bereits am 4. Dezember 1632 war er mit 400 Reitern nach Jestetten gezogen um den Befehl den Klettgau zu plündern und zu verheeren, auszuführen. Nur durch ernstes Bitten durch den Abt des Klosters Rheinau, Eberhard III. von Bernhausen-Kempten und der Städte Zürich und Schaffhausen konnte er zum Abzug bewogen werden.[2]

Im Februar 1633 baten Rat und Bürgermeister von Zürich einen schwedischen Kommandanten und durch ihn General Horn vergeblich um Schonung des Klettgau. Die Bauern organisierten sich offensichtlich, doch im Mai 1633 schlugen französische Reiter unter Oberst Villefranche ein Bauernaufgebot bei Lottstetten und plünderten und brandschatzten danach das Land.

Siehe: Schweden am Hochrhein

Im Jahr 1642 wurde Graf Hamilton Kanzler der Universität Glasgow. Zurückgerufen, wurde er von Karl I. 1643 zum 1. Duke of Hamilton, 1. Marquess of Clydesdale und Earl of Arran und Cambridge erhoben. Später wurde er des Hochverrats angeklagt und 1645 kurze Zeit im Schloss von Pendennis in Haft gehalten. Während des Englischen Bürgerkrieges sammelte er im Jahre 1648 ein Heer für Karl I. und fiel in England ein, wurde aber bei Preston von der weit unterlegenen Streitmacht Cromwells geschlagen, bald darauf am 25. August gefangen und am 9. März 1649 in London enthauptet.

Ehe und Nachkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

James war seit 1620 mit Lady Margaret Feilding (1613–1638), der Tochter des William Fielding, 1. Earl of Denbigh verheiratet. Mit ihr hatte er drei Kinder:

Da sein einziger Sohn vor ihm gestorben war, erbte zunächst sein Bruder William Hamilton, und nachdem dieser 1651 gefallen war, seine ältere Tochter Anne den Duketitel.

Außerdem hatte er ein uneheliches Kind mit Mary Livingstone, die ihrerseits im Kindbett starb.

  • Marion Hamilton (* 1638), ⚭ Sir Thomas Hay, 1. Baronet († 1666/67).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: James Hamilton, 1st Duke of Hamilton – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hans Matt-Willmatt: Weilheim im Landkreis Waldshut. Der Dreißigjährige Krieg. Verlag H. Zimmermann KG, Waldshut 1977, S. 119.
  2. Karl Friedrich Hoogenmüller, Aus der Geschichte der Gemeinde Lottstetten , 1981, S. 119 ff.
VorgängerAmtNachfolger
Titel neu geschaffenDuke of Hamilton
1643–1649
William Hamilton
James HamiltonMarquess of Hamilton
1625–1649
William Hamilton
James HamiltonEarl of Cambridge
1625–1649
William Hamilton