Jenny (1948)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Jenny
Originaltitel Portrait of Jennie
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1948
Länge 86 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie William Dieterle
Drehbuch Paul Osborn,
Peter Berneis
Produktion David O. Selznick für Selznick International
Musik Dimitri Tiomkin,
Bernard Herrmann
Kamera Joseph H. August,
Lee Garmes
Schnitt William Morgan
Besetzung

Jenny (auch: Jennie – Das Portrait einer Liebe; Originaltitel: Portrait of Jennie) ist ein US-amerikanischer Fantasyfilm von William Dieterle aus dem Jahr 1948. Der Film, der auf dem gleichnamigen Roman von Robert Nathan basiert[1], erhielt 1949 den Oscar für die besten visuellen Effekte.[2]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amerika in den 1930er-Jahren, während der Great Depression: Eben Adams ist ein New Yorker Künstler, der mit seiner Arbeit unzufrieden ist. Er erlebt Momente großer Inspiration, kann sie aber nicht zufriedenstellend umsetzen und schon gar nicht verkaufen, um davon leben zu können. Gegen Essen und Trinken als Bezahlung malt er für die irische Bar von Mr. Moore ein patriotisches Bild, seine Vermieterin kann Eben trotz fälliger Mieten mit seinem Charme gnädig stimmen. Im verschneiten Central Park, den er oft durchstreift, um sich Anregungen für sein Werk zu holen, trifft er so eines Morgens Jennie Appleton, die in einer eigenen Welt zu leben scheint und viel davon erzählt; sie kennt nicht den Unterschied zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Jennie begegnet ihm noch häufiger, verschwindet aber immer, gerade als Eben es zu gelingen scheint, normale Gespräche mit ihr zu führen.

Auf der Suche nach ihr zieht er Monate lang durch den Park; als er sie wiederfindet, ist Jennie verändert und wirkt deutlich älter. Sie fasziniert ihn so sehr, dass er ein Porträt von ihr anfertigt. Ebens weise Kunsthändlerin Miss Spinney, diein ihn stetson unterstützt hat, bemerkt, er habe ein Meisterwerk geschaffen. Das Bild bedeutet seinen künstlerischen wie kommerziellen Durchbruch. Mit der Zeit will Eben mehr über die mysteriöse Jeannie herausfinden. Er befragt mehrere Zeitzeugen, die Jennie kennengelernt haben. Zuletzt erfährt Eben durch die Ordensschwester Maria, dass Jennie vor vielen Jahren in einem fürchterlichen Sturm mit ihrem Boot gekentert ist. Er reist an den Ort des Sturms, um seine Geliebte zu sehen und vielleicht ihren Tod zu revidieren. Am Jahrestag der Tragödie kommt der Sturm erneut auf, der den Geist von Jennie endgültig ins Meer mitnimmt. Schon fast entschwunden, versichert Jennie Eben, dass ihre Liebe die Zeiten überdauern wird.

Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutsche Synchronfassung entstand zur deutschen Kinopremiere im Jahre 1954.

Rolle Schauspieler Dt. Synchronsprecher
Eben Adams Joseph Cotten Wolf Ackva
Jennie Appleton Jennifer Jones Marianne Kehlau
Mrs. Spinney, Kunsthändlerin Ethel Barrymore Käte Alving
Mr. Matthews, Kunsthändler Cecil Kellaway Werner Lieven
Gus O`Toole, Taxifahrer David Wayne Til Kiwe
Moore, irischer Barbesitzer Albert Sharpe Walter Holten
Eke (verleiht Eben sein Boot) Henry Hull Klaus W. Krause
Pete, alter Wächter beim Theater Felix Bressart Anton Reimer
Clara Morgan, altes Dienstmädchen beim Theater Maude Simmons Olga von Togni
Mrs. Jekes, Vermieterin Florence Bates Charlotte Scheier-Herold
Mrs. Bruce, Mrs. Jekes' Freundin Esther Somers Erna Großmann

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Die fantastische Liebesgeschichte ist etwas verworren und pseudophilosophisch erzählt, aber technisch perfekt gemacht und sehr gut gespielt.“

Lexikon des internationalen Films[3]

„Phantastisch, zärtlich und herzergreifend. Joseph Augusts Kamera entlockt der Odyssee des Paares magische Bilder. Luis Buñuel sagte über den Film, er habe ihm ‚ein großes Fenster‘ geöffnet.“

cinema.de[4]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Robert Nathan: Jenny. Roman (Originaltitel: Portrait of Jennie). Deutsch von Johannes Steiner und Geraldine Erben. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1962.
  • Wheeler W. Dixon: Visions of Paradise. Images of Eden in the Cinema. New Brunswick 2006, S. 13–15.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. dt. zuerst unter dem Titel Bildnis von Jenny erschienen
  2. Oscargewinner 1949, www.ropeofsilicon.com, abgerufen am 6. August 2009
  3. Jenny im Lexikon des internationalen Films
  4. Filmkritik, Cinema, abgerufen am 6. August 2009