Jens Seipenbusch

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Jens Seipenbusch (2009)
Seipenbusch 2009 bei einer Demonstration mit Jörg Tauss.

Jens Seipenbusch (* 6. August 1968[1] in Wuppertal) ist ehemaliger Bundesvorsitzender der Piratenpartei Deutschland.[2]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seipenbusch studierte Physik an der Universität Bochum und an der Universität Münster (WWU). Seit 2021 ist er Leiter der Informationsverarbeitungs-Versorgungseinheit (IVV) der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der WWU (nachdem er viele Jahre stellvertretender Leiter war).[3] Er ist in der Fakultät Mitglied der EDV-Kommission und des IT-Sicherheitsteams der Universität.[4]

Politische Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seipenbusch arbeitete am Grundsatzparteiprogramm der Piratenpartei mit[5] und war von September 2006 bis Mai 2007 Stellvertretender Vorsitzender, danach war er von Mai 2007 bis Mai 2008 Vorsitzender und bis Juli 2009 erneut Stellvertretender Vorsitzender der Partei.[6] Auf dem Bundesparteitag am 4. Juli 2009 in Hamburg wurde Seipenbusch mit 56 Prozent der Stimmen[7] erneut zum Bundesvorsitzenden gewählt.[2] Beim Bundesparteitag 2010 in Bingen am Rhein wurde er mit 52,6 Prozent in seinem Amt bestätigt.[8] Beim Parteitag 2011 trat er nicht mehr an. Als sein Nachfolger wurde Sebastian Nerz gewählt.

Anfang 2012 gründeten Jens Seipenbusch und sein früherer Stellvertreter Andreas Popp die „Gruppe 42“, einen losen Zusammenschluss 42 Gleichgesinnter außerhalb der Partei. Die Gruppe will den Kernthemen Netz, Urheberrecht und Datenschutz wieder mehr Aufmerksamkeit und Engagement beimessen, welche die Partei nach ihrer Meinung vernachlässige. Außerdem wolle man als Kompetenzzentrum für digitale Themen schnell auf Fragen reagieren können.[9][10]

Seipenbusch kandidierte auf Platz 4 der Landesliste der Piratenpartei Nordrhein-Westfalen zur Bundestagswahl 2013.[11]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seipenbusch wohnt in Münster[7] und ist verheiratet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Jens Seipenbusch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jens Seipenbusch auf Abgeordnetenwatch.de
  2. a b Kai Biermann: Aus den Piraten wird eine Partei. In: Zeit Online, 4. Juli 2009.
  3. Jens Seipenbusch - Rechtswissenschaftliche Fakultät WWU Münster (Memento vom 10. August 2021 im Internet Archive)
  4. Universität Münster (Memento vom 25. Juli 2009 im Internet Archive)
  5. Benutzer-Seite im Wiki der Piratenpartei Deutschland vom 7. Aug. 2009
  6. Informationen über Jens Seipenbusch (Memento vom 29. Februar 2008 im Internet Archive) auf der Homepage der Piratenpartei Deutschland
  7. a b FAZ: Seipenbusch führt Piratenpartei
  8. PIRATENPARTEI Chef Seipenbusch im Amt bestätigt
  9. Die Welt am 17. Februar 2012
  10. [Der Spiegel Nr. 15, 7. April 2012]
  11. Ergebnisse der Aufstellungsversammlung in Meinerzhagen, im Wiki der Piratenpartei Deutschland abgerufen am 27. Januar 2013.