Jimdo

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Jimdo GmbH

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Rechtsform GmbH
Gründung Februar 2007
Sitz Hamburg
Leitung Matthias Henze
Christian Springub
Fridtjof Detzner
Mitarbeiterzahl 200 (Mai 2018)
Umsatz 29,4 Millionen Euro (2016)
Branche Internetdienstleistung
Website jimdo.com
Stand: 2017

Jimdo ist ein Produkt der in Hamburg ansässigen Jimdo GmbH, eines Anbieters von WYSIWYG-Website-Baukästen und Internet-Dienstleistungen.[1][2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen wurde im Februar 2007 von Matthias Henze, Christian Springub und Fridtjof Detzner gegründet.[3]

2008 kaufte die Firma United Internet AG 30 Prozent der Anteile der Jimdo GmbH,[2] die Zusammenarbeit endete 2009 nach einem Aktienrückkauf.[4][5] 2010 fügte Jimdo die „Store“-Funktion hinzu, die es Besitzern einer Jimdo-Internetseite möglich machte, einen Online-Shop zu erstellen.[6] Im September 2011 ging Jimdo eine Kooperation mit dem Telekommunikations-Anbieter KDDI in Japan ein.[7]

Neben der Jimdo-Zentrale in Hamburg gibt es noch ein weiteres Büro in Tokio, Japan.[8] Seit 2011 unterhält Jimdo auch ein Büro in San Francisco, USA.[9]

Im Februar 2012 ging die 5.000.000ste Jimdo-Seite online, im November 2013 die 10.000.000ste.[10] Am 3. Februar 2014 veröffentlichte Jimdo eine Blog-App, mit der man auch von Mobilgeräten auf einer Jimdo-Internetseite bloggen kann.

Am 8. Juni 2015 wurde bekannt gegeben, dass das amerikanische Unternehmen Spectrum Equity 25 Millionen Euro bei Jimdo investiert hat. Damit sicherte sich der Kapitalgeber 26,7 Prozent am Unternehmen.[11] Für Jimdo ist dies das zweite Mal, dass Risiko-Kapital am Finanzmarkt aufgenommen wurde. Zu diesem Zeitpunkt sind bereits 15.000.000 Webseiten mit Jimdo erstellt worden. Ende Juli 2015 wurde der Webauftritt modernisiert. 2015 arbeiteten für das Unternehmen 200 Mitarbeiter aus 15 Ländern.[12]

Im Oktober 2016 musste das Unternehmen aus wirtschaftlichen Gründen 70 seiner 260[13] Mitarbeiter entlassen.[14][15] Die beiden Mitgründer Fridtjof Detzner und Christian Springub nahmen sich eine Auszeit und zogen sich aus dem aktiven Tagesgeschäft zurück.

Im Geschäftsjahr 2016 erzielte Jimdo einen Umsatz von 29,4 Millionen Euro.[16]

Im Februar 2017 lag die Zahl der Beschäftigten in den Jimdo-Büros in Hamburg, San Francisco und Tokio nur noch bei 170.[17] 2017 startete Jimdo einen unternehmerischen Wettbewerb zur Nachwuchsförderung.[18]

Angebot[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Webbaukasten ist ausschließlich auf den Servern von Jimdo zu nutzen. Die mit 500 MB Speicherplatz versehene Basisversion namens JimdoFree, bei der Nutzer ausschließlich eine Subdomain unterhalb von .jimdo.com registrieren können, ist kostenlos, beinhaltet aber weder E-Mailfunktionen noch die Möglichkeit weiterer Domains. Der Service erlaubt es außerdem, einen Blog oder einen Onlineshop zu erstellen. In der kostenfreien Variante ist dieser auf fünf Artikel beschränkt und es wird zudem Werbung für Jimdo eingeblendet.[19] Im Oktober 2017 wurde Jimdo Dolphin vorgestellt. Dolphin soll schneller und einfacher zu bedienen sein. Die Anbindung an Social Media wird weiter vereinfacht. Eine Shop-Funktion, wie auch die Migration älterer Homepages aus dem Jimdo Creator ist nicht möglich.[20]

Die Software unterstützt zur Zeit acht Sprachen (Stand: Dezember 2017).[21]

Seit Anfang Februar 2014 wird der Jimdo Webbaukasten unter diesem Namen auch als App für Android und Apple iOS angeboten, allerdings stehen dem Nutzer der App nicht alle Bearbeitungsfunktionen zur Verfügung und sie eignet sich daher nur für kurze Änderungen oder Verbesserungen.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jason Kincaid: Weebly Adds AdSense Support For Drag And Drop Cash. TechCrunch at The Washington Post, 10. Juni 2008, abgerufen am 12. Januar 2016.
  2. a b "CeBIT 2009: Jimdo gibt Kooperation mit 1&1 bekannt." PresseBox vom 3. März 2009, abgerufen am 12. Januar 2016.
  3. Selbstdarstellung. Jimdo, abgerufen am 12. Januar 2016.
  4. Wir waren jung und brauchten das Geld. Jimdo, abgerufen am 11. August 2015.
  5. Elisabeth Neuhaus: Wie sich Jimdo aus den Fängen eines Investors befreite. Gründerszene, 17. November 2017, abgerufen am 29. Juli 2018.
  6. Wauters, Robin. "Jimdo Makes Running Your Own Online Store A Breeze, Loses Investor." TechCrunch at The Washington Post. Sonntag, 28. Februar 2010. Abgerufen am 13. Januar 2016.
  7. Toto, Serkan. "Via Local Telco KDDI: Website Builder Jimdo Lands Deal With Google In Japan". TechCrunch.com. 14. September 2011. Abgerufen am 13. Januar 2016.
  8. Angabe Teamgröße und Zweigstellen. Jimdo.com, abgerufen am 21. September 2016.
  9. Elisabeth Oberndorfer: Jimdo: Der deutsche Mittelstand im Silicon Valley. In: curved.de. 20. März 2014, abgerufen am 27. August 2017.
  10. Shortnews: Jimdo zählt 10 Millionen Webseiten. In: apfellike.com. APPLE LIKE, 12. November 2013, abgerufen am 13. Januar 2016.
  11. Jimdo holt Investor Spectrum Equity ins Boot. Website Tutor, abgerufen am 13. Januar 2016.
  12. Long-time Site Builder Jimdo Raises €25M From Spectrum Equity To Scale Up (englisch). Jimdo, abgerufen am 29. August 2015.
  13. So geht es Jimdo ein Jahr nach den Entlassungen. In: Gründerszene Magazin. (gruenderszene.de [abgerufen am 26. Januar 2018]).
  14. Gruenderszene.de: Jimdo entlässt ein Viertel der Mitarbeiter. Abgerufen am 2. November 2016.
  15. "Harte Entscheidung" – Zu schnell gewachsen: Jimdo entlässt 25 % der Mitarbeiter
  16. Jimdo GmbH Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016. Bundesanzeiger Verlag, April 2017, abgerufen am 31. Juli 2018.
  17. Nur einer der drei Jimdo-Gründer bleibt (2. Februar 2017)
  18. Startup-Wettbewerb: Wie Jimdo den Gründer-Nachwuchs fördern will. In: Murmann Magazin. 21. Mai 2017 (murmann-magazin.de [abgerufen am 6. Februar 2018]).
  19. Jimdo Review (englisch). WebBuidlersGuide, abgerufen am 12. Januar 2016.
  20. Jimdo Dolphin im Überblick. Abgerufen am 13. März 2018.
  21. Unterstützte Sprachen (englisch). Jimdo, abgerufen am 21. Dezember 2017.
  22. Preisträger des Deutschen Gründerpreises, deutscher-gruenderpreis.de, abgerufen am 12. Januar 2016.