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Johann Gaudenz von Salis-Seewis

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Johann Gaudenz von Salis-Seewis, Edme Quenedey (unter Verwendung des 1786 erfundenen Silhouettierstuhls Physionotrace entstandener Kupferstich)

Johann Gaudenz Gubert (Freiherr, ab 1815 Comte) von Salis-Seewis[1] (* 26. Dezember[2] 1762 in Malans; † 29. Januar 1834 ebendort) wurde als «namhaftester Schweizer Lyriker vor Gottfried Keller» bezeichnet.[3] Obwohl er dem einflussreichsten Adelsgeschlecht des Freistaates der Drei Bünde angehörte, begeisterte er sich als Offizier in französischen Diensten für die Ideale der Revolution. Nach Hause zurückgekehrt, gehörte er der Partei der Patrioten (radikale Reformer[4]) an, setzte sich aber nicht genügend für die Befreiung des Untertanengebiets Veltlin ein. Andererseits betrieb er den Beitritt seiner Heimat zur Helvetischen Republik, als deren Generalstabschef er im Frühjahr 1799 zugleich Oberbefehlshaber der Armee war.[5] Danach bekleidete er Ämter in Politik und Justiz des revolutionären Einheitsstaats wie auch Graubündens, das vom helvetischen Kanton Rhätien zum Stand der von Bonaparte mediatisierten Eidgenossenschaft wurde.

Herrschaft Maienfeld

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Malans in der Herrschaft Maienfeld, Elias Emanuel Schaffner (um 1830)

Malans gehörte zur Herrschaft Maienfeld. Diese war – was die verworrenen Rechtsverhältnisse des Ancien Régime widerspiegelt – Untertanengebiet der Drei Bünde, im Gegensatz zum Veltlin gleichzeitig aber auch Teil der herrschenden Lande, genauer gesagt des Zehngerichtenbundes. (Auf den Bundstagen, die alternierend in Ilanz, Chur und Davos stattfanden, besass der Obere oder Graue Bund 27, der Gotteshausbund 22 und der Zehngerichtenbund 14 Stimmen.)

Die Salis-Seewis, einer der zehn Zweige der im Mittelalter wohl aus Como nach Bünden eingewanderten «rhätisch-lombardischen Familie von Salis»,[6] gehörten wie deren überwiegende Mehrheit der evangelisch-reformierten Landeskirche des nicht nur sprachlich, sondern auch konfessionell gemischten Freistaates an. 1588 waren sie zu Reichsfreiherren erhoben worden.[7]

Vater von Johann Gaudenz (im Folgenden «Salis» genannt) war Johann Ulrich (1740–1815),[8] Sohn von Johann Gaudenz Dietegen (1708–1777)[9] und Anna Katharina Cleric (1709–1792).[10] Die Eltern der Mutter Jacobea von Salis-Bothmar (1741–1791) – Gubert Abraham (1704–1766) und Jacobea von Buol (1700–1764) – starben beide schon in der frühen Kindheit des Enkels.

Grossvater und Vater waren Inhaber einer Kompanie des französischen Régiment des Gardes Suisses et Grisons. Die väterliche wie die mütterliche Familie brachten Generäle hervor. Der bei Fontenoy gefallene Grossonkel der Mutter Anton Rudolf (1688–1745) war französischer Brigadier (Ein-Stern-General).[11] Der Vater erbte von seinem Bruder Herkules (1734–1774), der es ebenfalls zum französischen Brigadier gebracht hatte,[12] die Schlösser Seewis und Flims (Oberer oder Grauer Bund) sowie Güter in Bergün (Gotteshausbund), St. Margrethen (Fürstabtei St. Gallen) und Meilen (Kanton Zürich), was ihn zum wohlhabendsten Bündner gemacht haben soll.[13] Eine Schwester des Vaters war mit dem niederländischen Generalleutnant Baptista von Salis-Soglio (1731–1797)[14] verheiratet.

In der Heimat war der Grossvater 1734/35 und 1750/51 Bundslandammann des Zehngerichtenbundes sowie jahrzehntelang Oberhaupt der französischen Partei, bis Ludwig XV. 1768 Ulysses von Salis-Marschlins zu seinem dortigen Geschäftsträger ernannte.[15] Der Vater bekleidete 1761–1763 das Amt des Landvogts in Maienfeld, 1766/67, 1782/83 sowie 1792/93 des Bundslandammanns des Zehngerichtenbundes und 1787–1789 des Landeshauptmanns im Veltlin mit Sitz in Sondrio. 1776 verlieh ihm Ludwig XVI. den Titel Comte, den Salis als ältester Sohn erbte. 1792–1797 war der Vater Korrespondent des französischen Botschafters in der Eidgenossenschaft, Barthélemy.

Der Grossvater mütterlicherseits war 1725 Landvogt in Maienfeld, 1744/45 Bundslandammann des Zehngerichtenbundes sowie 1749–1751 Podestà in Morbegno.[16] Die Mutter brachte als Letzte ihres Geschlechts – einer ihrer Brüder war im Duell gefallen, der andere schwermütig geworden[17] – Schloss Bothmar in Malans in die Ehe ein, wohin der Vater nach der Heirat aus dem Stammschloss in Seewis übersiedelte. Die sensible Seele des «weichen phantasievollen Knaben» Johann Gaudenz war laut Adolf Frey[18] von der Mutter geprägt.[19]

Salis hatte sechs überlebende Geschwister, denen der Vater nur eine Heirat innerhalb des Salis-Clans gestattete:

  • Jacobea (1765–1850), ∞ Vincenz von Salis-Sils (1760–1832), 1803, 1806 und 1810 Regierungsrat[20], Teilnehmer an der Krönung Napoleons und am Wiener Kongress
  • Gubert Abraham Dietegen (1767–1840), ∞ Perpetua von Salis-Soglio (1771–1845), 1788 Unterleutnant im französischen Regiment Salis-Samaden,[21] später Oberstleutnant
  • Katharina (1768–1845), ∞ Daniel von Salis-Soglio (1765–1832), Unternehmer, Stadtrichter in Chur, Teilnehmer am Wiener Kongress
  • Herkules Dietegen (1770–1847), ∞ Perpetua von Salis-Soglio († 1825), 1789–1791 Podestà in Piuro[22]
  • Anna Paula (1773–1740), ∞ Karl Ulysses von Salis-Marschlins (1760–1818), Italienreisender, Schriftsteller
  • Johann Ulrich Dietegen (1777–1817),[23] infolge eines Badeunfalls in der Plessur halbseitig gelähmt und unverheiratet, Historiker, Präsident der Ökonomischen Gesellschaft von Graubünden[24]

Salis wuchs im Marktflecken Malans und in der Kleinstadt Chur auf. Im Bergdorf Seewis wurde er von der Grossmutter verwöhnt. Von seinen Privatlehrern Conradi, Schulze und Heinrich Ludwig Lehmann dürften die beiden erstgenannten Deutsche gewesen sein.[25] Vom 14. Jahr bis zum 31. Geburtstag, an dem er heiratete, führte Salis mehr oder weniger ausführlich Tagebuch.[26] Der Religionsunterricht beim Seewiser Pfarrer, Dekan Anton Zanuck, war ihm «nicht immer angenehm».[27] Den letzten Schliff erhielt er 1778/79 zusammen mit Schweizern, Deutschen, Franzosen, Holländern und Engländern in der Pension Bugnon in Lausanne.[28] (Die Nachricht, Salis sei wie seine beiden nächstjüngeren Brüder Schüler der École militaire des blinden Dichters Pfeffel in Colmar gewesen,[29] beruht auf einem Irrtum.[30])

Seine Jugendfreundin Barbara Laurer (1763–1796), deren Vater später Churer Stadtvogt wurde, heiratete zu seinem Leidwesen 1787 den späteren Stadtschreiber Abundi Schwarz.[31] In Lausanne verliebte der Fünfzehnjährige sich in die neunzehnjährige Marianne Porta, der er ein verschollenes Drama widmete und die ihrerseits für den amerikanischen Freiheitshelden Washington schwärmte.[32]

Frankreich vor 1789

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Dichtender Gardefähnrich

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Mit sechzehn wurde Salis 1779 bei der Schweizergarde in Paris Fähnrich mit Offizierspatent.[33] Anfangs betreute ihn dort wie in Lausanne als Hofmeister der in der Herrnhuter Brüdergemeine in Niesky (Sachsen) ausgebildete,[34] laut Salis «edle, gutherzige, geschickte und fromme» Theologe Gottlob Friedrich Hilmer (1756–1835).[35] Salis war nie «Gardehauptmann», wie er gelegentlich genannt wird,[36] sondern wurde erst nach sieben Jahren premier sous-lieutenant der Generalskompanie,[37] wobei der Rang eines Unterleutnants der Garde jenem eines Hauptmanns der Feldarmee entsprach. (Generaloberst der Schweizer und Bündner war der spätere König Karl X., Oberst der Gardes-Suisses der Freiburger d’Affry, Generalleutnant der Feldarmee.[38])

Die Richtigkeit der Behauptung, dass «der geistvolle junge Mann bei der unglücklichen Königin Marie Antoinette ausgezeichnete Gunst genoß» (Nachruf der Bündner Zeitung),[39] ist laut Frey «durch keine Silbe des Dichters zu erweisen».[40] Falsche Vorstellungen erweckt auch die Aussage eines Familienhistorikers, der »Gardecapitaine» sei «bekanntlich eine am Hofe von Versailles gerne gesehene Persönlichkeit» gewesen.[41] Über das Verhältnis von Salis zu Paris schrieb sein Lyrikerkollege und Freund Friedrich Matthisson (1761–1831):[42] «[…] die Schimmerscenen der üppigen Hauptstadt und des glänzenden Hofes hatten für ihn höchstens den flüchtigen Reiz einer Feenoper; die feine Welt, die sonst dem Neuling in zauberischem Helldunkel zu erscheinen pflegt, zog seine Blicke kaum so lange an, als nöthig war, um […] auch dies Kapitel des Buchs der Menschheit im Original zu lesen.»[43]

Mit siebzehn begann Salis nach seinen Angaben Gedichte in deutscher Sprache zu verfassen.[44] Das auf 1782 datierte, 1799 von Reichardt vertonte Herbstlied gilt heute als Volkslied. Es verklärt – aus der Perspektive des neunzehnjährigen Gutsbesitzerssohnes – in Sechszeilern die Weinlese in der Herrschaft Maienfeld. Die erste Strophe erzeugt mit einer Folge lakonischer Hauptsätze Stimmung:

«Bunt sind schon die Wälder;
Gelb die Stoppelfelder,
Und der Herbst beginnt.
Rothe Blätter fallen,
Graue Nebel wallen,[45]
Kühler weht der Wind. […]»[46]

Von dem «literarisch-musikalischen Bestseller» Das Grab, den Salis mit zwanzig Jahren aus unbekanntem Anlass verfasste und ein Jahrzehnt später für die erste Gesamtausgabe seiner Gedichte veränderte, fand Weinmann 43 Kompositionen.[47] Allein Schubert vertonte ihn viermal.[48] Im Zustand von 1793 lautet er:

«1. Das Grab ist tief und stille,
Und schauderhaft sein Rand;
Es deckt mit schwarzer Hülle
Ein unbekanntes Land.

2. Das Lied der Nachtigallen
Tönt nicht in seinen Schooß;
Der Freundschaft Rosen fallen
Nur auf des Hügels Moos.

3. Verlaßne Bräute ringen
Umsonst die Hände wund;
Der Waise Klagen dringen
Nicht in der Tiefe Grund.

4. Doch sonst an keinem Orte
Wohnt die ersehnte Ruh;
Nur durch die dunkle Pforte
Geht man der Heimath zu.

5. Das arme Herz, hienieden
Von manchem Sturm bewegt,
Erlangt den wahren Frieden
Nur wo es nicht mehr schlägt.»[49]

Titelkupfer einer Wiener Ausgabe der Gedichte, Johann Blaschke (1815)

1795 baute Jean Paul dieses «himmlische Lied», dieses «Sphären-Lied» in seinen Roman Hesperus ein mit dem Beisatz: «O Salis! in diesem Doch sind alle unsere verwehten Seufzer, alle unsere vertrockneten Thränen und heben das steigende Herz aus seinen Wurzeln und Adern und es will sterben!»[50]

(Salis glaubte an die Unsterblichkeit der Seele, spottete aber über Bigotterie und sinnentleerten Gottesdienst.[51] 1787 kaufte er die Pensées von Pascal, die seine Einstellung zur Religion beeinflussten.[52])

Die von der Armee in Friedenszeiten gewährten halbjährigen Urlaube (Congés de semestre) verbrachte Salis, unter anderem um Rekruten anzuwerben, in der Heimat. Dort wurde der Theologe Heinrich Bansi (1754–1835) sein Mentor. Mit diesem späteren Revolutionär und französischen Geheimagenten begann er 1783 zu korrespondieren.[53]

Vielleicht von Merciers Tableau de Paris inspiriert, das von der Société typographique de Neuchâtel gedruckt wurde,[54] konfrontiert die Elegie An mein Vaterland (1785) das idyllisierte Bünden mit Frankreichs Hauptstadt, ihrem Lärm, ihrem Verkehrschaos, ihrem Luxus und ihrer Luftverschmutzung. Im Erstdruck heisst es – mit bis zu drei «aktivischen» Präsenspartizipien pro Distichon – nach Reminiszenzen des Dichters an die Heimat:

«[…] Aber – die Täuschung zerschmilzt;[55] von deinen hebenden Schwingen,
    Gaukelnde Fantasie, stürz’ ich in luftiges Nichts!
Langsam flatternd, sinkt so der heimatzu streichende Kranich,[56]
    Wenn das quetschende Bley plötzlich den Fittig ihm lähmt.

Schon erweckt mich das Donnergetöse der spritzenden Räder,
    Und des raschen Gespanns schlagender klappernder Huff;
Der geschwungenen Geißel Knall, des treibenden Fuhrmanns
    Wilder drohender Fluch; heischerer Krämer Geschrey;
Und des gierigen Pöbels Gewühl um den faulenden Fischmarkt,
    Oder die triefende Bank, blutiger Metzger gedrängt.
Ha! mich umschlingen weit Lutetiens kreutzende Gassen:
    Mancher Zauberpallaß, voll des Goldes und Grams!
Wo der wolkichte Staub, umdüsternd brütende Dünste,
    Stockender Niederung Duft, und der gekräuselte Rauch
Ewig die thürmenden Giebel in bläuliche Nebel verhüllen,
    Welche mit stumpferem Strahl mühsam die Sonne durchwühlt.

Lebet nun wohl, ihr blühenden Thäler, ihr waldigten Berge;
    Fernher tönet mein Lied Seegen und Frieden euch zu! […]»[57]

Über Sophie von La Roche (1730–1807), die Salis 1785 in Paris kennenlernte, schrieb er Bansi: «Warmes Gefühl für Tugend und Natur, Kenntnisse in allen Fächern der Litteratur und philosophischer Scharfsinn unterscheiden sie gänzlich von den eitlen, gefallsüchtigen Putzpuppen, die von nichts als faden französischen Romanen Kopf und Herz angefüllt haben.» Das Gefallen war gegenseitig: In ihrem 1787 veröffentlichten Reisetagebuch nannte ihn die Schriftstellerin «einen der edelsten jungen Männer, welche ich je sah; Sitten, Geist und Grundsätze vortrefflich. Er wohnt am äussersten Ende des schönen Dorfs Chaillot,[58] um von dem Getümmel in Paris und Versailles gleichweit entfernt zu seyn, und nach der Schweizer angebohrnen Liebe für die Natur, eine schöne Aussicht auf Gottes Boden zu geniessen, wo er Stoff zu artigen Gedichten, voll der edelsten Gefühle, sammelt.» Laut der Verfasserin empfindsamer Romane war Salis «zugleich eine der schönsten Mannspersonen».[59] (Nach einem Pass von 1802 war er brünett[60] und 5 Fuss 6 Zoll = nach Pariser Mass 1,79 m gross.[61])

Salis mit Genius, Johann Rudolf Schellenberg (Radierung, zwischen 1790 und 1806?)

Salis frequentierte in Paris das Cabinet de littérature allemande von Adrian Christian Friedel, mit dem er sich befreundete.[62] Christian Erni äusserte die Vermutung, jener habe ihn auf die schweizerischen und deutschen Musenalmanache aufmerksam gemacht, in denen er seine Gedichte veröffentlichte.[63]

Erhalten haben sich von Salis ca. hundert Gedichte, die laut Rose Friedmann «oft von wahrer und tiefer Empfindung erfüllt, oft anmutig und herzlich» sind. Sie seien zur Zeit der Veröffentlichung ihrer Dissertation (1917) noch immer gelesen und gesungen worden, obwohl sie in der Literaturgeschichte keinen bedeutenden Platz einnähmen.[64] Von den 64 oft überarbeiteten Gedichten der Ausgabe letzter Hand entstanden 36 im Zeitraum von 1780 bis 1792 und je 14 von 1793 bis 1799 bzw. von 1800 bis 1821.[65] Insgesamt existieren über 400 Vertonungen einer Vielzahl von Komponisten.[66]

Salis selbst fand einmal, seine Gedichte würden von der Allgemeinen Literatur-Zeitung[67] «weit über ihren Werth erhoben»,[68] und bestritt lebenslang, den «Dichter-Namen im strengeren Sinne des Wortes» zu verdienen.[69]

In seiner fruchtbarsten Schaffensperiode wurde er von Klopstock, Gessner, Ewald von Kleist, Hölty und Matthisson beeinflusst.[70] Noch bedeutender als Vorbilder aber waren die Briten Young, Thompson und Gray.[71] Matthisson schrieb über den Freund: «[…] abgeschieden von deutschem Umgange, hat der Dichter mit der Sprache gerungen, wie Winckelmann und Haller, und gleich ihnen dadurch an Kraftfülle des Ausdrucks gewonnen.»[72] Von Matthisson unterscheidet den Bündner gemäss Frey ein schlichter, «von Manier fast gänzlich freier Ausdruck».[73] Die französische Literatur vermittelte ihm laut Alfred Rufer[74] «ausgeprägten Sinn für Einfachheit, Eleganz, Klarheit und Präzision der Ausdrucksweise».[75] Dem französischen Gessner-Epigonen Florian schrieb Frey im Gegensatz zu Roeder[76] keinen nennenswerten Einfluss auf Salis zu.[77] Gemäss Rémy Charbon fand dieser «einen eigenen, meist etwas melancholischen, gelegentlich auch patriotisch-enthusiastischen Ton». Als hauptsächliche Sujets von Salis bezeichnete Charbon «die heimatliche Landschaft, die Liebe zu seiner (späteren) Gattin und die Vergänglichkeit alles Irdischen».[78]

In der Deutschschweiz war Salis laut Matthisson neben Haller und Gessner als vaterländischer Dichter «allbekannt und allgelesen».[79] Bewunderung zollten seiner Dichtkunst gemäss Humm unter anderen Klopstock, Voss, Wieland, Schiller, Meyer, Keller, Hofmannsthal und Rilke.[80]

Hauptmann der Feldarmee

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Modell der Zitadelle von Arras, wo das Regiment Salis-Samaden 1786–1789 stationiert war

1786 wurde Salis in die Freimaurerloge La Bienfaisance (Die Wohltätigkeit) aufgenommen.[81] Die Welt der Aufklärung lernte er beim Zürcher Kaufmann Johann Caspar Schweizer[82] kennen, der mit Bansi befreundet war und dessen älteste Tochter Barbara[83] adoptiert hatte. Schweizer übersiedelte im erwähnten Jahr nach Paris, wurde dort mit Mirabeau bekannt und trat später dem Jakobinerklub bei. Einen grossen Einfluss übten auf Salis die Werke des Genfers Rousseau aus, zu dessen Grab in Ermenonville er pilgerte.[84]

Weil der bald Vierundzwanzigjährige keine Chance sah, das Kommando der väterlichen Kompanie zu erhalten,[85] nahm er auf den 25. August 1786, unter Beibehaltung seiner Bezüge von der Garde, die Stelle des kommandierenden Hauptmanns[86] der Oberstenkompanie im Regiment Salis-Samaden an.[87] (Obwohl die entsprechenden Kapitulationen 1789 abgelaufen waren,[88] stellten die Eidgenossenschaft und ihre Verbündeten dem König neben den Cent-Suisses und der Schweizergarde elf Regimenter Linieninfanterie. Deren Hauptaufgabe war die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung, namentlich die Marktpolizei.[89] Das wichtigste Rekrutierungsgebiet bildete Bünden, das 19 von 176 Kompanien stellte.[90])

Inhaber des Regiments, das in der nordfranzösischen Grenzfestung Arras lag, war der greise Maréchal de camp (Zwei-Sterne-General) Vincenz Guido von Salis-Samaden (1708–1794), Kommandant der Glarner Oberstleutnant Niklaus Franz von Bachmann (1740–1831). Von 953 Soldaten stammten 1792 nur noch 705 aus dem Gebiet des Corps helvétique. Im Gegensatz zu einem beträchtlichen Teil der Mannschaft unterstützten von den 53 Offizieren[91] ausser Salis einzig die Hauptleute Johannes Buxtorf, Niklaus von Burckhardt und Joseph Ignaz von Flüe sowie Leutnant Remi(gius) Frey (1765–1809) die Revolution. Letzterer heiratete 1791 in seiner Heimatstadt Basel, blieb aber mit Salis durch Briefwechsel verbunden. Wie Frey waren auch dessen Landsleute Buxtorf – später helvetischer Senator[92] – und Burckhardt mit dem späteren Autor der Verfassung der Helvetischen Republik und Mitglied ihres Direktoriums (Exekutive) Peter Ochs befreundet, den Frey 1798 als Deputierter Basels in Paris ablöste.[93] Auch der Obwaldner von Flüe erfüllte in der Helvetik wichtige Aufgaben, so 1799 als Regierungskommissär im Hauptquartier des französischen Oberkommandierenden Massena.

Arras war eine Provinzstadt. Der dortigen Freimaurerloge fehlte es an Niveau.[94] (Dass Salis in Arras eine Lobrede Robespierres auf die Schweiz und das Regiment Salis-Seewis hörte,[95] beruht auf einem Irrtum.[96])

Die wohl in Arras entstandene Elegie an die Ruhe (1786) stellt dem mechanischen Garnisonsdienst das entspannte Gutsbesitzerleben in der Heimat gegenüber:

«Wie nach dem röthenden Abend die Schnittermädchen sich sehnen,
    Also sehnt sich mein Herz, ländliche Ruhe, nach dir. […]

Aber was lullst du mich ein in Zauberschlummer der Täuschung,
    Nichtige Phantasie? Selten, ach! selten gedeiht
Deine Blüthe zur Frucht! Mir ruft die wirbelnde Trommel,
    Und der Kanonen Zug klirrt durch die Wölbung des Thors,
Bayonette blitzen in langen, starrenden Reihen,
    Hoch vom Flattergeräusch farbiger Fahnen umweht. […]

Ruhe, dich lieb’ ich umsonst! Ich flieh’ und wende die Blicke;
    Nur noch ein Seufzer entschlüpft mir in betäubendem Lärm,
Wie der entführten Braut im Arme des siegenden Jünglings,
    Wenn sie an’s heimische Haus zärtlicher Ältern gedenkt.»[97]

Ursina von Salis-Seewis, geb. von Pestalozzi, Carl August Richter (Zeichnung, um 1797)

Sophie von La Roche nannte Salis «einen Mann, der von früher Jugend in Frankreich im Militär oder am Hofe in tausend verführerischen Lagen war,[98] mit diesem Feuer, mit dieser Gestalt, der dennoch unverdorben blieb und mit der höchsten männlichen Schönheit die größte moralische Vollkommenheit vereinigte».[99]

In Heinrich und Mariechen, ein ländliches Gedicht,[100] schilderte Salis das Schicksal eines Mädchens, das vom Geliebten verlassen wird. In Arras ging er keine Liebesbeziehung ein, und zwar nicht nur, weil er das «schöne Geschlecht» dort grösstenteils nicht schön fand.[101] Nur einmal gab ihm «die sanfteste griechische Bildung, der schlankeste Wuchs, ein Auge voll jungfräulichen Unschuld-Sinns und Milde […] einige Tage ein leichtes Seelenfieber».[102]

Bansi gestand er: «[…] sey es nun Furcht schief beurtheilt zu werden, schüchterne Zurückhaltung, Abneigung vom süßthuenden Geziere, oder nöthig angenommene Kälte, – Ich darf und kann mich fast keinem Weib offen zeigen […].» Und in einem anderen Brief: «Ein Weib zur Freundin haben, muß für den ders kann und darf ein Himmel seyn. – Ich dürfte es nicht, wie sehr ich auch fühle, daß ihr sanftes [Wesen] meinen Menschenfeindlichen (nicht Menschenfeindlichen; Ich haße dieses Wort und war es Gottlob nie! aber Menschenscheuen) Anfällen heilsam seyn würde; Ich dürfte es nicht – denn ich fühle zu tief, und meine Seele haftet zu sehr auf einem Punkt, um nicht immer [nach einer] Verbindung zu streben.»[103]

Von den Bündnerinnen seines Standes schrieb Salis, dass man sie «unbarmherzig verhunzt und entweder in fremden Verziehungsanstalten zu Pietistischen Statuen versteinern läßt, oder zu krittelnden Schwätzerinnen zu Hause bildet».[104]

Die Ausnahme war offensichtlich Ursina, genannt Sina, von Pestalozzi (1771–1835), in die er sich Ende 1787 in Malans verliebte.[105] Die sechzehnjährige Tochter des ehemaligen piemontesischen Oberstleutnants Johann Jakob von Pestalozzi (1733–1814) und der Margaretha Dorothea von Albertini († 1815)[106] kam zwar gerade von einem siebenjährigen Aufenthalt im Herrnhuter Töchterinstitut Montmirail im preussischen Fürstentum Neuenburg zurück, doch scheint ihr dieser nicht geschadet zu haben.[107] Salis redete sie mit «Mademoiselle ma cousine» an,[108] doch ist kein Verwandtschaftsverhältnis bekannt (ebenso wenig wie mit dem Zürcher Pädagogen Johann Heinrich Pestalozzi).

In Gedichten nannte er sie Berenice, gemäss Frey ihrer blonden Locken wegen, die ihn an das zum Sternbild erhobene Haar dieser antiken Königin erinnerten.[109] Im Gegensatz zu Frey sah Erni den Grund für die Wahl des Namens Berenice darin, dass Ursina das Schicksal der Heldin von Racines gleichnamiger Tragödie drohte, die Titus aus Gründen der Staatsräson nicht heiraten kann.[110] Denn in den Augen von Vater Salis war Ursina punkto sozialem Status und Mitgift keine genügend gute Partie für den künftigen Comte mit bescheidenem Hauptmannssold.

Beim nächsten Urlaub Ende 1788 musste Salis Pestalozzi mitteilen, dass er auf die Hand der Geliebten verzichte. Ins Tagebuch schrieb er: «Meine Seele war erschüttert, ob ich gleich kalt und gelassen zu sein suchte. Abends schrieb ich einen Brief an Sina, nahm Abschied und holte ihr Porträt [von mir][111] zurück; das Losreissen kostete mich Kraft.»[112] Ursina erklärte er auf Französisch (damit es vom Personal nicht verstanden werden konnte): «Mes parents; mon métier de militaire, les circonstances; enfin des plus fortes raisons – que je ne puis vous dire, me retiennent de toutte liaison. […] Accusez le sort et le destin; accusez ceux, que je nomme point, mais ne m’accusez point.»[113] Ursina aber war entschlossener und antwortete: «[…] Sie sagen, ein andrer soll mich glücklich machen, nein, das soll niemals geschehen, nicht wahr, ich kann ja unschuldig seyn und Sie doch lieben, biß ich nicht mehr bin … aber vergessen, ach daß kann ich Sie nicht […]» Seinem Basler Freund Frey klagte Salis: «[…] was ist das Leben ohne die Beunruhigung der Liebe? […] O das Geld, das Herzen trennet, die füreinander geboren wären!» Vergeblich bewarb er sich um eine einträglichere piemontesische Hauptmannsstelle. Schließlich gestand er Ursina in einem (vermeintlichen) Abschiedsbrief: «Oh, wie so manche Stunde Ihres Umganges versagte ich mir – oh, oh wie so sehr that ich meiner Seele Gewalt an, nicht mit Ihnen vertrauter zu werden – Sie nicht ein einziges Mal (darf ich’s sagen) an mein Herz zu drücken!»[114]

Frankreich nach 1789

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Im Tagebuch klagte Salis, dass er zu Hause «so wenig Enthusiasmus fürs Edle, dagegen so viel Liebe zur Eigenheit, so viel Sorge für das Besitzen» gefunden habe. Auf dem Rückweg Richtung Frankreich besuchte er den Gatten seiner Jugendfreundin Barbara Laurer und notierte: «Seine gute Frau stillte und wartete ihre Kinder.» Da spürte er gemäss Erni, wie sehr ihm eine eigene Familie fehlte.[115]

In Olten liess er sich in die gemässigt regimekritische Helvetische Gesellschaft aufnehmen.[116]

Am 1. Juni traf er in Paris ein, wohin das Regiment Salis-Samaden zum Ordnungsdienst verlegt worden war. Nachdem sich die Abgeordneten des Dritten Standes in den Generalständen am 17. zur Nationalversammlung erklärt hatten, stand der Dichter im Brennpunkt des Geschehens, wovon sein Tagebuch Zeugnis ablegt.[117] «[Am] 25.», notierte er, «bekamen wir Kanonen mit Munition und Kugeln […].» Am 30.: «[…] man theilte scharfe Patronen aus und wir brachen auf. Mit muthiger Entschlossenheit zog ich der vermutheten so widrigen als gefährlichen expedition entgegen; (das Volk stand betäubt. Der Mond schien etwas düster feyerlich). es kam aber, als wir kaum eine Viertelstunde marschirt hatten, contreordre [Gegenbefehl] […].»[118]

Sturm auf die Bastille

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Zum vollen Ausbruch brachten den Aufstand am 12. Juli die Nachricht von der Absetzung des Genfer Bankiers Necker als Directeur général des finances[119] und Kavallerieattacken auf meuternde Gardes françaises vor dem Tuilerienpalast.[120] Während der Kornpreis in Frankreich ein Allzeithoch erreichte,[121] drang das Volk am Quatorze Juillet ins Hôtel des Invalides ein und erbeutete 40'000 Gewehre. Laut Salis schätzte man die Zahl der Bewaffneten auf 60'000. Er schrieb: «An diesem Tage ward durch Mord, Brand und alle Gräuel des fürchterlichen Aufruhrs die Stadt und die Nation gebrandmarkt […]. Die Bastille wurde erobert, drin war auch ein detachement von unserem Regiment. Die Commandanten wurden enthauptet, unser commandirender offizier, Louis von der Flüe soll … aufgehängt worden sein.»[122]

Reichard wollte von Salis gehört haben, Ludwig von Flüe sei «sein Lieutenant» gewesen. Während dieser mit 30 Mann die aus Invaliden bestehende Besatzung der Bastille unterstützte, habe Salis mit dem »Rest der Kompanie» an der Drehbrücke zwischen der Place Louis XV und dem Tuileriengarten gestanden.[123] In Wirklichkeit war von Flüe Grenadierleutnant in der Kompanie Boccard,[124] und das Regiment Salis-Samaden hielt die heutige Place de la Concorde nur in der Nacht vom 12. auf den 13. einige Stunden lang besetzt.[125]

Im Gegensatz zur Mehrzahl ihrer aristokratischen Offiziere waren die Schweizer Söldner für die Forderung der Revolutionäre nach Demokratie keineswegs unempfänglich. Nach dem Fall der Bastille traten 350 Gardes-Suisses zur Bürgerwehr über.[126] Ludwig XVI. befahl den Truppen, Paris zu räumen. Gemäss Salis war es seine Kompanie, an deren Spitze die Generäle Narbonne-Fritzlar[127] und Besenval,[128] «sehr verlegen» zu Fuss marschierend, den nächtlichen Rückzug der Regimenter Salis-Samaden, Diesbach, Lullin de Châteauvieux und Rheinach sowie von Kavallerieeinheiten vom Marsfeld nach Sèvres anführten.[129]

Dass Salis tags darauf die dortige Porzellanmanufaktur besichtigte,[130] deutet darauf hin, dass ihn das Schicksal Ludwig von Flües nicht besonders beschäftigte.[131] Reichards Mutmassung, die Französische Revolution hätte nicht stattgefunden, wenn die Verteidigung der Bastille Salis anvertraut worden wäre,[132] entbehrt jeder Grundlage, auch wenn der Dichter am 16. ins Tagebuch schrieb: «Ich stand die Mühseligkeiten leicht aus; meine Heiterkeit und Festigkeit wuchs in der Gefahr. Ich habe alle Ursache mich für den Krieg tüchtiger und fähig zu halten, mehr als ich mir selbst zutraute.»[133]

Als der König sich am 17. die dreifarbene Kokarde der Revolution an den Hut steckte,[134] sollte das Regiment nach Arras zurückkehren (wohin die Stadt Paris sein Gepäck sandte). Stattdessen wurde es vom 18. an in Pontoise zurückgehalten, um Getreidetransporte zur Versorgung der Hauptstadt zu sichern. Tags darauf notierte Salis: «Streifende Horden von Bösewichtern […] beunruhigten die Gegend […] plünderten, enthaupteten und marterten [folterten] die Leute bey denen sie überflüssiges Korn fanden […]. Seit 3 Tagen verlor ich 6 Mann durch desertion, das Regiment mehr als 100 […].»[135]

Zwischen Beschreibungen der durchgemachten Strapazen und des Zusammenbruchs der öffentlichen Ordnung finden sich im Tagebuch immer wieder Naturschilderungen in rhythmisierter Prosa wie Bruchstücke ungeschriebener Gedichte. So am 26., anlässlich eines erfolglosen Einsatzes in Mantes: «Der Abend war schön; von der Brücke […] bewunderte ich mit Frei [Frey] den herrlichen Lauf der Seine, deren Weidenufer und stillhergleitende Flut von einem röthlichen Schlaglicht der untergehenden Sonne sanft verklärt war.»[136]

Rouen von der Seine aus, Jean-Baptiste Lallemand (1716–1803), Aquarell

Am 4. August musste das Regiment zur Bekämpfung von Unruhen in Eilmärschen nach Rouen aufbrechen.[137] Wie sich die Schweizer fühlten, schrieb Salis an jenem Tag dem mit Schiller befreundeten württembergischen Hofarchitekten Wilhelm von Wolzogen (1762–1809), der in Paris seine Bekanntschaft gesucht hatte:

«Verläumdet, verabscheuet, verrathen, – weil wir gehorchten! – gehaßt, als Werkzeuge der Unterdrückung, zu einer Zeit, wo wir wähnten unser Leben nur für die öffentliche Ruhe auszusetzen. Doch ich bin mit allem zufrieden, wenn nur die Freiheit aus den düstern Rauchwolken emporsteigt, die diese Stadt [Paris] bedecken, wo manche leichtsinnige Grausamkeit in diesen Tagen der Rache zwar ewig die Thäter schändet – doch nur Vergeltung ist.»[138]

Auf dem Weg nach Rouen bewunderte Salis die von der Natur «mit allen ihren Lieblichkeiten überschüttete» Umgebung und den Blick vom Hügel Sainte-Catherine auf die Kathedrale und die «mit dem Forst von Masten und Thauwerk von mehr als hundert Schiffen bepflanzte» Seine. Beim Näherkommen erwartete ihn der Anblick zweier Gehängter. Später musste er selbst bei Exekutionen Kordon bilden.[139]

Im September nahm das Regiment an einem Feldlager bei Saint-Omer im äussersten Norden Frankreichs teil.[140] Statt dann im Urlaub direkt nach Hause zurückzukehren, brach Salis am 29. von Rouen aus zu einer Bildungsreise auf, die das problematische Wiedersehen mit Ursina und dem Vater hinauszögerte. Sie führte ihn durch die Österreichischen Niederlande, wo die Brabanter Revolution gegen die Reformen Kaiser Josephs II. bevorstand, und die Republik der Vereinigten Niederlande, die wie Frankreich Schweizer Soldtruppen unterhielt.

In Boulogne schrieb Salis ins Tagebuch: «Grosse Bilder der Psalmisten und Hiobs schienen mir der würdigste Erguss der Empfindungen beim Anblick des Meeres.» Im Hafen in Dünkirchen gefiel ihm die Fahne der unabhängig gewordenen Vereinigten Staaten. Beim Verlassen Frankreichs aber notierte er: «O Freiheit, heilige, grosse, missverstandene, verkannte Freiheit, wie viel Unheil richten Menschen unter deren Namen an.»[141]

Auf drei Monate[142] dehnte sich sein Aufenthalt in Den Haag aus, wo er an Nervenfieber (Typhus) erkrankte. Dort kümmerten sich namentlich sein Onkel General Salis-Soglio, der Bündner Feldprediger Christian Bavier[143] und der Zürcher Schriftsteller und Zeichner David Hess[144] um ihn. Während der Rekonvaleszenz begann er wieder zu dichten. Durch Goethes An die Entfernte (Charlotte von Stein)[145] inspiriert worden sein könnte das an Ursina gerichtete Gedicht Der Entfernten, in dem die fiebernde Phantasie vom Meeresstrand zur Heimat schweift:

«1. Wohl denk’ ich allenthalben,
O du Entfernte, dein!
Früh, wenn die Wolken falben
Und spät im Sternenschein. –
Im Grund des Morgengoldes,
Im rothen Abendlicht,
Umschwebst du mich, o holdes,
Geliebtes Traumgesicht!

2. Es folgt in alle Weite
Dein trautes[146] Bild mir nach,
Es wallt mir stets zur Seite,
In Träumen oder wach;
Wenn Lüfte sanft bestreifen
Der See beschilften Strand,
Umflüstern mich die Schleifen
Von seinem Busenband.[147]

3. Ein Abglanz seines Schleiers
Scheint auf die Saat gewebt;
Sein Hauch, was des Gemäuers
Bewegten Eppich hebt;
Der Kleidung weiche Falten,
Geformt aus Glanz und Duft,
Entschwinden in den Spalten
Der öden Felsenkluft.

4. Wo rauschender und trüber
Der Strom Gebirge trennt,
Weht oft sein Laut herüber,
Den meine Seele kennt;
Wenn ich den Fels erklimme,
Den noch kein Fuß erreicht,
Lausch’ ich nach jener Stimme –
Doch Kluft und Echo schweigt.[148]

5. Wo durch die Nacht der Fichten
Ein Dämmrungsflimmer wallt,
Seh’ ich dich zögernd flüchten,
Geliebte Luftgestalt! –
Wenn, sanft dir nachzulangen,
Der Sehnsucht Arm sich hebt,
Ist dein Fantom zergangen,
Wie Thaugedüft verschwebt.»[149]

Der erwähnte «Strom» erinnert an den Rhein, die «öde Felsenkluft» an den Durchbruch der Landquart in der Klus zwischen Seewis und Malans, der unbestiegene «Fels» an die dortige Felswand. (Erstbesteigungen bis hin zu jener des Mont Blanc im Jahr 1786 waren gefeierte Heldentaten der Zeit.)

Schillers Beziehungsdreieck

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Caroline von Wolzogen geschiedene Beulwitz, Philipp Friedrich Hetsch (Gemälde, um 1800)

Auf der Weiterreise besuchte Salis am 7./8. Februar 1790 die Berühmheiten von Weimar. Dort notierte er: «Wielands Genius ward oft zum ausgelassenen SatyrHerder hingegen sei «von reiner Anmuth». Der (konterrevolutionär eingestellte) Goethe habe ihn «mit viel Anstand und Kälte» empfangen.[150]

Dass Wilhelm von Wolzogen 1789 in Paris die Bekanntschaft von Salis gesucht hatte, war auf Anraten seiner Cousine Charlotte von Lengefeld (1766–1826), der künftigen Gattin Schillers, erfolgt.[151] Wolzogen hatte darauf in seinem Tagebuch über Salis geschrieben:

«Er ist allerdings ein interessanter Mensch, der fein fühlt, ohne Schwärmer zu sein. Er drückt sich gut aus und spricht mit Wärme und umfaßt seinen Gegenstand ganz. […] Es ist unglaublich, wie ein Mensch in seinen Verhältnissen […] jenen feinen Takt, jenes Gefühl für alles moralisch Gute und Edle so beibehalten kann.»

Wolzogen fuhr fort, er habe sich besser gefühlt, als er von Salis weggegangen sei. Es sei in ihm der glückliche Seelenzustand erwacht, in dem er oft bei Charlotte von Lengefelds älterer Schwester, der Schriftstellerin Caroline von Beulwitz (1763–1847), und deren «Club» gewesen sei. Er habe eingesehen, wie nötig seiner moralischen Existenz der Umgang mit Leuten sei, «die besser und gescheiter sind als ich». Nach einem späteren Besuch bei Salis notierte er: «Es freute mich sehr, wie er mir sagte, er kenne Caroline aus Schriften und schätze sie sehr.»[152] Gemeint waren ihre Beschreibung des Waadtlands, die im selben Almanach erschienen war wie eines seiner Gedichte,[153] und ihr Brief über eine Schweizreise in einer Frauenzeitschrift.[154]

Bei Frau von Stein lernte Salis nun die Lengefeld-Schwestern persönlich kennen. Über Caroline schrieb er ins Tagebuch: «Ein Glücklicher, der die herrlichen Briefe dieser liebenswürdigen Dame über das Pays de Vaud im Schweizerischen Museum kennt.»[155] Vielleicht hatten ihm dort Stellen gefallen wie: «O! Natur, du liessest mich trinken süssen Rausch, aus deinem mit reiner Wonne gefüllten Becher.»[156] Line, von der ihm deren späterer Gatte Wolzogen in Paris vorgeschwärmt hatte,[157] lebte von ihrem damaligen Gatten getrennt in einer Dreiecksbeziehung mit Schiller und Lotte, die vor der Heirat standen.[158]

Obwohl die Begegnung mit den Schwestern kaum eine Stunde gedauert haben soll,[159] verliebte die ältere sich etwas in Salis, wie Caroline von Dacheröden ihrem Verlobten Wilhelm von Humboldt berichtete. Sie sage, er sei noch schöner als Sophie von La Roches Sohn Carl (der frühere Verlobte der Schreibenden) «und so mild und graziös».[160]

Salis bat Wolzogen 1791, ihn bei Caroline in Erinnerung zu rufen, «deren Geist und Herz ich innig verehre, obgleich mein Blick nur Momente auf ihr ruhte, und meine Seele sich ihr nur mit wenigen fliegenden Worten entdeckte». Auch erkundigte er sich, ob diese «liebenswürdige Schriftstellerin» seit ihrem Welschlandaufenthalt nichts mehr veröffentlicht habe.[161]

Drei Jahre später sollte Salis Wolzogen Auskünfte für einen Freund liefern, der eine ungeplant schwanger gewordene Dame in die Schweiz begleitete. Der Dichter riet darauf von einer Niederkunft an seinem Wohnort Chur ab, weil es dort an einem diskreten Wirt und einem kompetenten «Accoucheur» mangle. Und er fragte: «Sind Sie auch noch in Briefwechsel mit Ihrer edeln Freundin Caroline v. Beulwitz, welche mir erst durch ihre Briefe über die Schweiz, sodann durch persönliche Bekanntschaft in Weimar – unendlich interessant geworden[?]»[162] Er ahnte wahrschenlich, dass der bewusste Freund Wolzogen selbst und die Dame Caroline war. Die Geburt fand schliesslich im damals zürcherischen Stein am Rhein statt.[163] Um den Eindruck zu erwecken, die Zeugung des Kindes sei erst nach der Scheidung der Mutter und ihrer anschliessenden Heirat mit Wolzogen erfolgt, wurde die Taufe im Kirchenbuch massiv umdatiert und der kleine Adolf bis 1797 in Bibermühle bei Stein in Pflege gegeben. Zur Hochzeit gratulierte Salis Wolzogen mit den Worten: «Wenn ich mir zurückrufe, mit welcher Innigkeit Sie mir bereits in Paris das schöne Bild ausmalten, das meine Phantasie von Ihrer Freundin Lengefeld auf ihre trefflichen Briefe hin entworfen hatte, dann glaube ich, daß Ihre süßeste Ahnung erfüllt worden und ihr Wunsch sein Ideal erreicht habe.»[164]

Biologischer Vater des Kindes hätten allerdings wegen der damals in Klerus und Adel verbreiteten Libertinage neben Wolzogen auch ein Behaghel von Adlerskron, Karl Theodor von Dalberg, Koadjutor des Bischofs von Konstanz, sowie – last, not least – Schiller sein können.[165] Die nunmehrige Frau von Wolzogen verarbeitete die Themen Liebe und Mutterschaft darauf in ihrem Roman Agnes von Lilien, der 1796–1798 in Fortsetzungen erschien[166] und solchen Erfolg hatte, dass Goethe sich geschmeichelt fühlte, für den anonymen Verfasser gehalten zu werden.[167] Äusserungen Carolines über Salis sind nicht erhalten ausser der einzigen, dass die Persönlichkeit des «liebenswürdigen Dichters» ganz mit seinen Dichtungen in Einklang gestanden habe.[168]

Über den drei Jahre älteren Schiller, den Salis am 9. Februar 1790 in Jena besuchte,[169] zog er ziemlich unbarmherzig her, wobei er mit dem Äusserem begann: «Schiller ist gross und schlank von Wuchs, rötlich blond, Nase – bei den stechenden, feurigen falben Augen gebogen, dünn, die Augenbrauen verlaufen in einander. Seine Geberden und Anstand sind nicht von der feinsten Bildung. Seinen Genius, seine Talente konnte [ich] bewundern, wenn ich ihn auch nicht liebgewinnen und mich ihm nähern [konnte]. Sein Angriff auf mein Vaterland in den Räubern[170] könnte noch eher entschuldigt werden als das frevelnde Gedicht Griechenlands Götter[171] und ebenso gefährlich sich [unleserlich] Greueliche, Ungeheure, alles Heilige Verletzende, Unförmliche seiner [unleserlich] Schauspiele[172] – verletzten von jeher mein Gefühl.»[173]

Schiller hingegen berichtete Charlotte von Lengefeld über Salis, in dem er keinen Rivalen gesehen zu haben scheint: «Er erzählte mir von Wolzogen, von Paris, was mich intereßirte. Ueberhaupt hat er mir wohl gefallen, er scheint etwas stilles und ernstes in seinem Wesen zu haben, was mich an ihn feßelt. Diesen Abend werde ich noch mehr mit ihm umgehen, ich verspreche mir viel Vergnügen. Ich glaube ihr[174] seid ihm gut aus seinen Gedichten, und dieß hat ihn mir noch mehr empfohlen.»[175] Lotte ihrerseits schrieb Schiller über Salis: «[…] er hat so einen artigen Ton, die Französischen Sitten haben ihm nicht die Schweizerische Offenheit, und Treuherzigkeit geraubt, ich könnte ihm [sic] recht gern sehen, lebte ich mit ihm an einen [sic] Ort.» Dass Wolzogen Salis (vertrauliche) Briefe von ihr und Line gezeigt hatte, missfiel ihr.[176] Dem Cousin gestand sie: «[…] Salis ist einer von denen wenigen, dem ich gern ein liebliches Bild von mir in der Seele lassen möchte.» Es sei ihr gewesen, als hätten sie sich lange gekannt. «Wenn er nur wieder nach Deutschland käme, er müßte lange bei uns in Jena bleiben […].»[177]

Am 19. Februar war Salis wieder in Malans, wo er die letzten drei Monate seines verlängerten Urlaubs verbrachte. Von Ursina versuchte er sich auf Wunsch des Vaters fernzuhalten. Sie aber liess ihm «dann und wann in kurzen Briefen einen Wink zukommen, welche Richtung sie auf ihrem Spaziergang einschlagen werde».[178] Am 18. März sandten 54 Bündner eine vielbeachtete Adresse an die französische Nationalversammlung, um ihre Bewunderung für die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte zu bekunden. Zu den Unterzeichnern gehörte kein Salis, auch nicht Johann Gaudenz.[179]

Freundschaft mit Matthisson

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Friedrich Matthisson, Ferdinand Hartmann (Gemälde, 1794)

Die Kunstepoche der Empfindsamkeit war die hohe Zeit der Männerfreundschaften. Nach Frankreich zurückkehrend, traf Salis auf der Esplanade Montbenon bei Lausanne den zwei Jahre älteren Matthisson, von dem er seit 1788 Briefe «voll flammender Sehnsucht nach dem ersten Begegnen» erhalten hatte.[180] Der Dichterkollege, damals Gast des Berner Landvogts von Bonstetten in Nyon, gestand ihm darauf, dass er nie ein Wesen («selbst kein weibliches») zärtlicher und feuriger geliebt habe als ihn. Der Bündner seinerseits beteuerte dem Norddeutschen gegenüber: «O Du, den meine Seele liebt, Du fehlst mir; hier ist kein Wesen, das Dir gleicht, Liebling Uraniens[181]

Namentlich wegen seiner Freundschaft mit Matthisson erklärte Hergemöller Salis für homosexuell,[182] doch sind viele seiner Belege an den Haaren herbeigezogen. So handelt ein angebliches «Liebesgedicht», das der Dichter 1787 aus Arras dem Hofmeister seiner Geschwister[183] gesandt hatte, einzig von Mangel an Lebensfreude und Suche nach Trost in der Natur.[184] Seine heterosexuelle Orientierung manifestierte er in Gedichten wie Tändeley[185] und Der Bund.[186] Er heiratete, sobald es ihm die Umstände erlaubten, Matthisson sogar zweimal.[187]

Eine Auswahl seiner Gedichte, die Johann Heinrich Füssli (1745–1832) Anfang 1791 in Zürich herausgab, widmete Matthisson Bonstetten und Salis, Letzterem zudem zwei der Gedichte. In drei weiteren erwähnte er ihn namentlich.[188]

Zur selben Zeit gelang es Salis, mit 75 seiner Soldaten, 200 Nationalgardisten, 75 Kavalleristen und 12 Polizisten einen Aufstand in Elbeuf bei Rouen unblutig niederzuschlagen.[189] Wenn er seinen politischen Überzeugungen Ausdruck verlieh, bediente er sich der unverblümten Sprache des Sturm und Drang. So schrieb er Matthisson, als er nach der vereitelten Flucht Ludwigs XVI. nach Varennes (20./21. Juni 1791) den Eid auf die Nation abgelegt hatte:[190]

«Im entscheidenden Augenblicke der Königsflucht habe ich mich geprüft und bewährt gefunden, bereit, Alles aufzuopfern für Freiheit, und entschlossen, mir eher jedes Glied zerschmettern zu lassen als wieder dem heillosen Despotismus zu fröhnen. Ich habe der Frankennation und dem Gesetze den heiligen Eid der Treue geschworen und das letzte Band abgestreift, das mich an einen König heftete. Nun darf ich scheinen was ich schon lange war, ein Vertheidiger der Freiheit und der Menschenrechte […].»[191]

Verhaftung Ludwigs XVI. in Varennes, Jean-Baptiste Lesueur (Zeichnung, 1791)

Matthisson, damals Hauslehrer eines St. Galler Kaufmanns in Lyon, veröffentlichte diese Stellungnahme, worauf sie zum Ärger der Familie seines Freundes in das Zeitungsblatt für Graubünden eingerückt wurde. Nachdem Frankreich zur konstitutionellen Monarchie übergegangen war, entwarf Salis nachstehende (wohl nicht veröffentlichte) Rechtfertigung: «Damals theilten alle ächten Patrioten meine Gesinnungen, mit welchen ich nun in der Person des Königs die Stütze der Verfassung, das gesetzmäßige Oberhaupt der Armee und den Vater eines freien Volkes verehre.»[192]

Im Spätsommer 1791 wurde das Regiment nach Givet[193] an der Maas verlegt. Dort notierte Salis, hoffentlich werde auf den Kanonenrohren bald statt ultima ratio regum (letztes Mittel der Könige) ultima ratio populorum (letztes Mittel der Völker) stehen. Kurz darauf konnte er einen Heimaturlaub antreten, unter anderem um Ersatz für die Deserteure zu suchen.[194]

Spätestens in jenem Jahr entstand das Lied im Freien, das mit den nachstehenden Strophen schliesst:

«[…] 7. Hier sträubt sich kein Pförtner,
Hier schnörkelt kein Gärtner
Kunstmäßig am Hain.
Man braucht nicht des Geldes;
Die Blumen des Feldes
Sind Allen gemein.

8. Wie schön ist’s im Freien!
Despoten entweihen
Hier nicht die Natur,
Kein kriechender Schmeichler,
Kein lästernder Häuchler
Vergiftet die Flur.»[195]

Ende 1791 musste Salis Abschied von der Mutter nehmen, die in seiner Anwesenheit (offenbar an Tuberkulose) starb. Er erbte von ihr neben Ländereien das Brückersche Haus oder Haus zum grünen Turm in Malans.[196] In einem Sonett, das Frey als einziges aus der Ausgabe letzter Hand nicht in die eigene Sammlung der Gedichte, sondern nur in die Biografie von Salis aufnahm,[197] gedachte er später ihres 30. Todestags. Es endet:

«[…] Wie als geboren dir im Mutterarm’ ich lag.
   Und schmerzverlächelnd noch dein Blick auf mir verweilte,
   Erst Mitleid, Hoffnung dann aus deinen Zügen sprach:

So wenn des Todes Nacht sich schon vor mir zertheilte,
   Empfange meinen Geist der liebend zu dir eilte:
   Durch Dunkel geht die Bahn, die Herrlichkeit darnach!»[198]

Die Brüder Bachmann

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Da der Vater sich 1792 als Mitglied einer Delegation in Mailand aufhielt, konnte Salis Ursina ungehinderter besuchen und mit ihr den Frühling erleben. Zur Anfertigung neuer Schuhe in Paris gab sie ihm ein Muster mit, das er als Liebespfand betrachtete.[199]

Während er nach Frankreich zurückreiste, brach am 20. April der Erste Koalitionskrieg aus. In Basel traf Salis Stadtschreiber Peter Ochs, bei Fontainebleau Regimentsinhaber Salis-Samaden und in Paris Regimentskommandant Oberstleutnant Bachmann. Dieser verlängerte ihm den Urlaub, wodurch er sich gemäss Frey mit einflussreichen Revolutionären treffen konnte.[200]

Mit Billigung der Drei Bünde ersuchte Salis zusammen mit Buxtorf und Burckhardt die Nationalversammlung, das Regiment Salis-Samaden den französischen Regimentern gleichzustellen und an der Grenze kämpfen zu lassen. Doch obwohl die Gesetzgeber zustimmten, wurde es von einem der rasch wechselnden Kriegsminister nach Rouen zurückverlegt.[201]

Es war ein offenes Geheimnis, dass Konterrevolutionäre planten, Ludwig XVI. in die Normandie zu holen und ihm die Flucht von dort nach England zu ermöglichen. Dabei zählten sie auf die Unterstützung des Regiments Salis-Samaden,[202] auf dessen Fahnen Bachmann vor der Umbenennung in 64e régiment d’infanterie im Jahr 1791 den Wahlspruch Pro patria et liliis (Lilien des Hauses Bourbon) hatte sticken lassen.[203]

Kaum war Salis mit Bachmann in Rouen angekommen, detachierte dieser Buxtorf, Burckhardt und ihn wegen ihrer Abwendung von der Monarchie ins königstreue Le Havre. Dort entstand das Gedicht Monodie am Meere bei Havre de Grace, im Mai 1792,[204] in dem Salis sich die verlassene Geliebte vorzustellen versuchte. Darin heisst es:

«[…] Fleug hin, mein Geist, wo zu der Alpen Zinken
Die Goldbeleuchtung steigend sich entzieht,
Wo feucht und kühl des Tobels Schatten sinken,
Und hallt der Amsel Lied.

Dort wandelt sie, umwölbt von Lerchbaumsproßen,
Staunt[205] vorgelehnt am bräunlich klaren Teich;
Sein Spiegel glüht, mit Gletscherlicht begossen;
Ihr Antlitz nur ist bleich.

Des Gürtels Schleif’ erheben laue Winde,
Und flisternd wallt das schwarze Seidenband,
Das seit der Trennung, statt der Rosenbinde,
Sie um die Locken wand. […][206]

Niklaus Franz von Bachmann, Felix Maria Diogg (1817)
Anordnung einer Untersuchung gegen Niklaus Franz von Bachmann, unterzeichnet Danton (1792)

Als die drei Kompanien nach sechs Wochen nach Rouen zurückkehrten, beschimpfte Bachmann die revolutionär gesinnten Soldaten und schlug gar vom Pferd herab mit flachem Säbel auf seine Landsleute ein. Den beleidigten Hauptleuten verweigerte er Satisfaktion, worauf sie ihren Abschied nahmen und nach Paris eilten. Dort schenkte ihnen d’Affry, der auch Administrateur général des Suisses et Grisons war, kein Gehör. Dagegen verlangten die Behörden von Basel, bei denen sich Buxtorf und Burckhardt beschwerten, die Eröffnung einer Untersuchung.[207]

Am 9. August schrieb Aussenminister Bigot an Kriegsminister Franqueville mit Kopie an die Commission extra-ordinaire der Nationalversammlung, Botschafter Barthélemy sage für den Fall, dass die erzwungene Demission der drei Offiziere hingenommen werde, einen Imageverlust Frankreichs in der Schweiz voraus.[208] Buxtorf und Burckhardt seien in Basel klingende Namen, und Salis sei Sohn des Chefs eines der Drei Bünde,[209] «singulièrement dévoué à nos intérêts».[210] Am selben Tag erhielt Salis eine Hauptmannsstelle im 80e régiment d’infanterie in Bayonne.[211] Da er dort aber weit von der Front entfernt gewesen wäre,[212] schlug er das Angebot aus, zumal er Hoffnung auf vorteilhaftere Chargen in der Armée du Centre unter La Fayette und der Armée du Midi unter Montesquiou[213] hatte. In Letzterer dienten bereits die früheren Bündner Gardeleutnants Rudolf von Salis-Samaden (Sohn des Regimentsinhabers) und Aloys Jost. Am 29. Juli sicherte Montesquiou Salis eine Adjutantenstelle zu.[214]

Der Dichter war Montesquious Hauptquartier in Paris zugeteilt,[215] als es dort am 10. August zum Tuileriensturm kam. Am Morgen versäumte er den Kauf von Pferden, den er mit einem Adjutanten La Fayettes vereinbart hatte, was ihm gemäss Frey wohl das Leben rettete. Dann rieten Sturmläuten, Gewehr- und Geschützfeuer vom Ausgehen ab. Währenddessen liess Gardemajor[216] Karl Joseph von Bachmann seine Leute auf Demonstranten und Nationalgarde schiessen, was zu sinnlosem Blutvergiessen und zur Suspendierung des Königs führte. Wer von den ehemaligen Kameraden von Salis nicht vor dem Palais des Tuileries fiel, ins Gefängnis geworfen wurde oder sich verstecken konnte, fiel auf der Place de la Grève der Volkswut zum Opfer.[217] Über den älteren Bruder seines ehemaligen Vorgesetzten schrieb der Dichter seinem Schwager Salis-Soglio später mitleidlos: «Der Major Bachmann wurde durch die Jury zum Tode verurteilt und nach dem Gesetz hingerichtet.»[218]

Als Ludwig XVI. am 13. im Temple inhaftiert wurde, brachte der Girondist Gensonné die Vorgänge in Rouen vor die Nationalversammlung.[219] Diese ordnete eine Untersuchung an, warum die drei Hauptleute zur Demission gezwungen worden seien, was der neue Justizminister Danton an den neuen Kriegsminister Servan weiterleitete. Infolgedessen drohte auch dem jüngeren Bachmann das Fallbeil.[220]

Das Regiment Salis-Samaden wurde am 20. September entlassen.[221] Eine Woche darauf verschaffte der Provisorische Exekutivrat Buxtorf, Burckhardt und Salis Genugtuung, indem er sie seiner Zufriedenheit versicherte. Oberstleutnant Bachmann aber kam mit einem Tadel und der Ausweisung aus Frankreich davon,[222] worauf er seine Karriere im Sold Piemonts, Österreichs und Englands fortsetzte und im Stecklikrieg gegen die Helvetische Republik 1802 General der Aufständischen wurde.[223]

Adjutant Montesquious

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Über die Septembermorde (Reaktion des Mobs auf den Vormarsch der Preussen gegen Paris) berichtete Salis seinem Schwager Salis-Soglio: «Tausende von Personen müssen hingeschlachtet worden sein. […] Das Blut rieselte und die Gassen waren voll von Karren mit den Kadavern.» Er habe sein Möglichstes dazu beigetragen, dass Heinrich von Salis-Zizers habe gerettet werden können. (Diesem Aide-major der Garde hatte der König in den Tuilerien – allerdings zu spät – den eigenhändig geschriebenen Befehl zum Rückzug überreicht.[224]) Salis fuhr fort: «Die Menschlichkeit verschwindet, und jedes Gefühl ist abgestorben […] Die Bereitwilligkeit, mit der man sich zur Bewaffnung stellt, um gegen den Feind zu marschieren, ist unbeschreiblich. In zwei Tagen haben sich allein in Paris 40'000 Mann ausheben lassen.»[225]

Der Dichter begab sich nun nach Lyon. Dort teilten ihm Salis-Samaden junior und Jost mit, den französischen Dienst zu verlassen. Die Südarmee drohte nämlich nach Genf geschickt zu werden, um dort eine Revolution herbeizuführen.[226] So meldete Salis sich vorerst nicht bei Montesquiou. Zeitgleich mit der Absetzung Ludwigs XVI. und der Proklamation der Französischen Republik besetzte die Südarmee danach kampflos Savoyen,[227] worauf Genfs Verbündete Zürich und Bern Truppen in die Stadt verlegten.

Damals wohl verfasste Salis, der mit dem Soldatentod rechnen musste, das an Ursina gerichtete Gedicht Der Herbstabend, laut Frey «eines seiner schönsten und geschlossensten»:[228]

«1. Abendglockenhalle zittern
    Dumpf durch Moorgedüfte hin;
Hinter jenes Kirchhofs Gittern
    Blasst des Dämmerlichts Karmin.

2. Aus umstürmten Lindenzweigen
    Rieselt welkes Laub herab,
Und gebleichte Gräser beugen
    Sich auf ihr bestimmtes Grab.

3. Freundin! Wankt, im Abendwinde,
    Bald auch Gras auf meiner Gruft,
Schwärmt das Laub um ihre Linde
    Ruhelos in feuchter Luft;

4. Wenn schon meine Rasenstelle
    Nur dein welker Kranz noch ziert,
Und auf Lethes leiser Welle
    Sich mein Nebelbild verliert:

5. Lausche dann! Im Blätterschauer
    Wird es dir vernehmlich wehn:
Jenseits schwindet jede Trauer;
    Treue wird sich wiedersehn!»[229]

Generalleutnant Anne-Pierre de Montesquiou-Fézensac, Claude Marie Dubufe (1834)

In Savoyens Hauptstadt Chambéry wartete Salis nochmals zehn Tage ab. Der Geliebten schrieb er von dort: «Mein ganzes Verlangen nach meiner Heimath ist nur eine Sehnsucht – nach Ihrem Ofensteglein[230] oder gar nach der Manschnixen[231]-Hütte. An die letzte darf ich kaum denken – denn in allem Ernst, die süße Erinnerung kann mich rühren zu Thränen der Sehnsucht. Denken Sie, wie sich das schickte – mitten im Kriegsgetümmel, unter unsern von der Sonne schwarzgebräunten Grenadieren, schnurrbärtigen Reutern und blutgierigen Volontairs […].»[232]

Am 23. Oktober traf Salis endlich im Hauptquartier der Südarmee in Landecy (Gemeinde Bardonnex) ein, wo ihn Montesquiou versicherte, weder in der Schweiz noch in Genf zu intervenieren.[233] Der Dichter erhielt die Funktion eines Adjoint aux adjudants généraux.[234] Wolzogen gegenüber bezeichnete er sich hingegen als «Flügeladjutant», was auf Französisch dem höheren einzustufenden Aide de camp entspricht.[235] Am 25. führte er ein Bataillon Kriegsfreiwillige von Saint-Julien-en-Genevois nach Crevin (Gemeinde Bossey).[236]

Durch den Verzicht auf eine Besetzung Genfs erreichte Montesquiou den Abzug der Schweizer Truppen. Darauf ordnete der Nationalkonvent seine Verhaftung an, doch gelang es ihm, in die Schweiz zu fliehen.[237] Die Revolution in Genf fand im Dezember ohne Zutun Frankreichs statt.

Während drei von Montesquious Aides de camp festgenommen wurden,[238] blieb Salis auf freiem Fuss. Im Dezember lehnte er aber eine Stelle als Oberstleutnant ab und verlangte einen Urlaub, von dem er nicht mehr zurückkehrte. In dreizehn Jahren französischer Dienste hatte er es nur zum Hauptmann der Feldarmee gebracht und praktisch keine Kriegserfahrung erworben. Die ersehnte Heirat mit Ursina lehnte der Vater erneut ab.[239]

In einem Brief an die Geliebte begründete Salis, kurz nachdem am 21. Januar 1793 Ludwig XVI. hingerichtet worden war, sein Ausscheiden aus dem französischen Dienst wie folgt: «[…] auch Frankenfreiheit war nur ein Schatten, den blutgierige Hunde besudelten; eine Freiheit, die ich mir einst schön und hold dachte wie meine Berenice, die aber je länger je unwürdiger ist, mit einem Engel verglichen zu werden […] Frankenfreiheit ward Cromwellisch[240]

Wolzogen gegenüber nannte der Dichter hingegen im März 1794 als Grund für seine Rückkehr, von der Mutter so viele liegende Güter geerbt zu haben, «daß ich nicht ohne große Unbequemlichkeit länger aus meinem Vaterlande fernbleiben konnte». Dazu habe er (im Brückerschen Haus) endlich einen «Zufluchtsort für meine gehinderte, sechs Jahre treu befestigte Liebe» gefunden. Dann erst erwähnte er die Radikalisierung der Ereignisse in Frankreich: «Die Revolution hatte einen blutgierigen Lauf genommen, und die neue Sonne, welche über das Menschengeschlecht aufgehen sollte, hatte sich schrecklich verfinstert.»[241]

Gedichte von J. G. von Salis. Erstausgabe (Zürich 1793), Titelkupfer: Johann Heinrich Meyer nach Conrad Gessner

Wieder in der Schweiz, traf Salis zunächst Matthisson, der mit seinem Arbeitgeber in die Waadt übergesiedelt war. In Roche besuchten die beiden Dichter das Gartenkabinett, wo Haller gearbeitet hatte.[242] Auf dem Friedhof von Montreux besiegelten sie ihren Freundschaftsbund.[243]

Nachdem Salis von Matthisson «im Namen des Vaterlandes», dessen Lieblingssänger er sei, lange vergeblich gedrängt worden war, einer Sammlung seiner verstreuten Gedichte zuzustimmen, erlaubte er diesem nun, eine solche zu veranstalten. Verlegt wurde sie von Füssli, der Matthissons Gedichte herausgegeben hatte und mit Salis lebenslang in Kontakt blieb. Matthisson schrieb Füssli, dass er den Gedichten des Freundes «durch die letzte Feile gern den höchsten Grad der Vollendung geben möchte». In der Auswahl wolle er streng sein. Diese wurde von Salis aber persönlich beaufsichtigt, heisst es in der Vorrede des Bändchens, und er selbst sei es gewesen, der die Verbesserung der 35 ausgewählten «Arbeiten seines Jünglingsalters» vorgenommen habe.[244] Auf der Titelseite wurden seine Vornamen abgekürzt, weil er Gaudenz nicht leiden konnte. Matthisson schrieb Füssli: «Auch den Freyherrn hat er hinzuzufügen verboten.» Das Adelsprädikat von blieb ausgeschrieben, der Stammsitz des Familienzweigs aber unerwähnt. Obwohl das poetische Werk von Salis schmal blieb, erlebte es zahlreiche Ausgaben, worunter allein achtzehn weitere bei Orell Füssli in Zürich, die von 1803 bis zum Tod des Verfassers von diesem selbst herausgegeben wurden.[245]

Im Juni 1793 trat der Vater als Richter von Malans zurück, und da Salis die einstimmige Wahl zu seinem Nachfolger ablehnte, präsidierte fortan ein Nichtadliger die Gemeinde. Der Mitgliedschaft im Rat allerdings entging der Dichter nicht.[246] Im Juli besuchte ihn Matthisson und lernte seine künftige Lebensgefährtin kennen.[247] Er schrieb darauf: «Gewiss, ihm fiel ein schönes Loos; denn die harmonische Vereinigung der sittlichen Grazie mit dem reinsten Natursinne und der sanftesten Weiblichkeit, verheisst ihm unwandelbare Glückseligkeit […].»[248] Im August bestieg Salis mit fünf anderen den höchsten Berg im Rätikon, die Schesaplana (2964 m).[249]

Schliesslich konnte er sich an seinem 31. Geburtstag von Christian Bavier in Masans bei Chur mit Ursina trauen lassen. Da das Brückersche Haus renoviert wurde, zog das Paar in das Pestalozzische Haus in Chur und blieb dort.[250]

Der Freistaat der drei Bünde galt zwar als Zugewandter Ort der Eidgenossenschaft, blieb aber «nach Innen eine eigene Eidgenossenschaft in kleinerem Maßstabe, nach Außen ein Staat mit selbständiger Politik».[251] Einerseits verband ihn ein Soldvertrag mit Frankreich, andererseits ein Bündnis mit Österreich.[252] Letzteres war Mitglied des Oberen oder Grauen Bundes, weil es (bis 1819) die Herrschaft Rhäzüns[253] besass. Die Herrschaften Haldenstein und Tarasp wurden erst 1803 Teile Graubündens, und bis dahin bildete auch der Bischofshof in Chur (Gotteshausbund), das von seinen evangelischen Zünften beherrscht wurde, eine Exklave des Heiligen Römischen Reiches.

Laut Frey zeigte der Freistaat starke Ähnlichkeit mit den Innerschweizer Kantonen: «auf dem Grunde der Demokratie eine weitgehende Geschlechterherrschaft und neben der eigenen Freiheit Untertanen in erobertem Gebiet». 52 nahezu souveränen Gerichtsgemeinden standen rund 40 Familien gegenüber, welche die Macht weitgehend unter sich teilten und sich von Paris oder Wien mit Pensionen bestechen liessen.[254] Auch die Stimmen der Gemeinden bei Wahlen und Abstimmungen waren käuflich.

1786 hatte Salis das Epigramm Die Eiche des Bundes der Rhezier (gemeint ist der Ahorn von Trun) veröffentlicht, das er nicht in die Sammlung seiner Gedichte aufnahm:

«Eiche des Bundes der Freiheit, dich splittern nicht zündende Blize,
    Und kein schneidendes Beil droht dir Verheerung und Fall;
Aber wer schüzet die Wurzel vor heimlich verderbender Fäulniß?
    Ach! das gefährlichste Gift ist das im Inneren schleicht.»[255]

Nach der Französischen Revolution wandte sich die Partei der Aristokraten oder Oligarchen (vom Salis-Clan angeführte Anhänger des Ancien Régime) von Frankreich ab und dem reaktionären Österreich zu.[256] Johann Gaudenz hingegen wurde eines der eifrigsten Mitglieder der von Johann Baptista von Tscharner (1722–1806)[257] angeführten Partei der Patrioten. Diese wird von Chocomeli zu den «jakobinischen Sozietäten» gezählt, die in der Schweiz aber den Feuillants bzw. Girondisten näher gestanden hätten als den Anhängern Robespierres.[258] Ihre Hochburgen waren Chur und Umgebung sowie die Herrschaft Maienfeld.[259]

Während einer Hungersnot, die durch eine Kornsperre Österreichs verschlimmert wurde, kam es im Februar 1794 zu einer Revolution,[260] die von der Val Lumnezia (Oberer oder Grauer Bund) ausging. Ihre Initianten Balletta und Columberg hatten bei den Gardes-Suisses gedient.[261]

Vom März bis im August tagte darauf in Chur eine ausserordentliche Standesversammlung. Ein Strafgericht rechnete mit den Salis ab. So wurde der 1792 entlassene französische Geschäftsträger Salis-Marschlins lebenslänglich verbannt.[262]

Als Österreich mit einer Invasion drohte, bildete man nach französischem Vorbild einen Wohlfahrtsausschuss. Als dessen Präsident erhielt Jost, der mit Salis befreundet war,[263] diktatorische Macht.[264]

Denkmal zu Ehren der Demokratiebewegung, Stäfa, August Bösch (1898)

Nach Abschaffung des Adelsprädikats[265] schrieb Salis an Bansi: «Man kann den Junkergeist und das Junkeriren[266] nicht mehr verabscheuen als ich […].»[267] Er arbeitete mit Tscharner ein Projekt zur Verbesserung des Schulwesens aus und mit Jost ein solches zur Reorganisation der Bündner Miliz, das die Volkswahl der Offiziere vorsah.[268] Bevor Jost aber umfassende Reformen durchführen konnte, musste er nach dem Sturz Robespierres in Frankreich die Standesversammlung auflösen.

Im selben Jahr schlugen Russland und Preussen den Kościuszko-Aufstand in Polen nieder, der mit dem von Suworow befohlenen Massaker von Praga endete. Gleichzeitig wurden die Verfasser des Stäfner Memorials verhaftet,[269] das die Ausbeutung der Landbevölkerung durch die Stadt Zürich anprangerte. Vor diesem Hintergrund verfasste Salis (auch wenn er beim Erstdruck 1806 jeden Zusammenhang mit realen Ereignissen bestritt) An die edeln Unterdrückten. 1794. Darin heisst es:

«[…] 4. […] Vernunft folgt ewigen Gesetzen,
die Pöbelwuth, die ein Tyrann
Ein Menschenalter durch verletzen,
Doch ewig nicht vertilgen kann.

[…] 7. […] Ihr Märtyrer für Menschenwürde,
Vertraut der Wahrheit und der Zeit:
Vergänglich ist des Druckes Bürde;
Doch ewig die Gerechtigkeit[270]

Den Begriff Vernunft verwendete Salis hier im Sinn des deistischen Kults der Vernunft der Hébertisten, den Robespierre in Kult des höchsten Wesens umbenannte. Im 1798 veröffentlichten Epigramm Fürbitte setzte er ihn dann wie Kant in Kontrast zum Begriff Verstand:

«Heilige, reine Vernunft, vergieb den Blinden am Wege,
    Die dich verfolgen und schmähn! Göttin, sie kannten dich nie!
Aber wehre den Stolzen, die gern uns zwängen zu knieen
    vor dem vergoldeten Kalb, ihrem beschränkten Verstand[271]

Matthisson berichtete dem Freund 1794: «Deine Muse hat in Deutschland eben so viele Freunde, als darin gebildete und gefühlvolle Menschen wohnen […].»

1795 erhielt Salis Besuch von der dänischen Dichterin Friederike Brun (1765–1835) mit ihrer Familie und danach von Matthisson. Der «nordischen Sappho», die sich von der Französischen Revolution «Feenwunder» versprochen hatte,[272] war er 1791 in Paris begegnet. Sie nannte das Ehepaar Salis in einem Brief an Bansi «zwei hohe reine Gestalten aus dem Paradies»[273] und schloss mit Ursina, die ihr erstes Kind stillte, Seelenfreundschaft.[274]

Matthisson, der sich anschickte, im Gefolge der Fürstin von Anhalt-Dessau nach Italien zu reisen, schrieb: «Mein Eintritt in die friedliche Wohnung des treuen Salis war der Eintritt in ein hehres Heiligthum, wo Freundschaft, Liebe, Tugend, Weisheit, Natursinn, Geistesadel und Selbstgefühl in reiner und unwandelbarer Harmonie beisammen wohnen.»[275]

Verlust des Veltlins

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Eine unrühmliche Rolle spielte Salis beim Verlust des Veltlins. Im Frühjahr 1787 hatte er den Vater besucht, der dort das Amt des Landeshauptmanns antrat. In Teglio bewunderte er den Anblick des Tales voll blühender Bäume, «weiss die Kirschen, roth die Pfisiche – Die Mandeln weiss mit grünem Laub vermischt.» Umso mehr desillusionierte der Blick hinter die Kulisse. Über Buglio in Monte notierte er im Tagebuch:

«[…] alles athmet und verräth die Knechtschaft; manches erinnert mich in unangenehmer Weise an die elenden französischen Dörfer, und nichts verräth, dass man noch in der Schweiz seye.»

Freiheitsbaum in Sondrio, Veltlin, anonym (1797)

Auf dem Heimweg musste der Vater umkehren, da im Veltlin Unruhen ausgebrochen waren.[276] Laut Coxe gab es kein Land, wo die Bauern unglücklicher waren, mit einem «Engros-Handel zwischen Verbrechern und Gerichtshöfen».[277]

Als Bonaparte 1796 das Herzogtum Mailand besetzte und diesen Aussenbesitz des Hauses Österreich zur Transpadanischen Republik erklärte, drohte das italienischsprachige Untertanengebiet von den herrschenden Landen abzufallen. Um dies zu verhindern, gaben die Bünde ihren drei Häuptern 1796 und 1797 einen Zuzug von je drei mehrheitlich patriotischen Abgeordneten bei. Dieser ausserordentliche Kongress hätte es in der Hand gehabt, das von den Salis fast als Privateigentum betrachtete Veltlin[278] für frei und gleichberechtigt zu erklären. Doch er verweigerte ihm die von Frankreich verlangte Eingliederung als vierter Bund (die den Katholiken und den Italienischsprachigen ein zahlenmässiges Übergewicht im Freistaat verschafft hätte).

«Hauptmann Gaudenz Salis», der in beiden Jahren dem Zuzug des Zehngerichtenbundes angehörte, beteiligte sich 1797 an der Formulierung eines «einfältigen» bzw. «beleidigenden» Schreibens an die Untertanen[279] und an der falschen Klassifikation der Ergebnisse einer Befragung der Bündner Gemeinden.

Schliesslich ging der Kongress auseinander, «lahm gelegt durch die politische Bornirtheit eines seit Generationen verrotteten Kleinstaates» und der Familie Salis, «die in dem Augenblicke, wo nur entsagende Entschlossenheit den drohenden Verlust abwenden konnte, noch Geschäfte machen wollte».[280] Obwohl Frankreich «in beinahe grenzenlosem Langmut» auf einer innerbündnerischen Lösung bestand, wurde die Angelegenheit «in unglaublich fährlässiger Manier» verschleppt.[281]

So stellte es Bonaparte schliesslich dem Veltlin frei, sich der neugeschaffenen Cisalpinischen Republik anzuschliessen, in die unter anderem auch die bis dahin venezianischen Wirtschaftszentren Bergamo und Brescia integriert wurden. Die Mailänder Regierung verfügte darauf nicht nur die Einverleibung der Talschaft, sondern auch die Enteignung der Bündner Grundbesitzer, was nach Rufer einer «schweren Vergewaltigung» gleichkam.[282] Der Verlust des Veltlins kostete den Freistaat 90'000 seiner 160'000 Einwohner.[283] Die Herrschäftler waren nun seine letzten Untertanen.

Auf den Beschluss Bonapartes hin erreichte Jost die Einberufung eines ausserordentlichen Landtags. Dieser wählte Tscharner zum Standespräsidenten und setzte ein Strafgericht ein, das die verantwortlichen Mitglieder des Zuzugs im April/Mai 1798 verurteilte – Salis «wegen nicht vollzogener Willensmeinung der Gemeinden» zu 600 Gulden Busse.[284] Rufer meinte dazu: «Auch wenn Salis von jeder böswilligen Absicht freigesprochen werden muss, auch wenn er bloss aus Kleinmut, Schwäche, Kurzsichtigkeit und Verantwortungscheu fehlte, so kann das seine Mitschuld am Verlust des Veltlins nicht abschwächen.»[285]

Helvetische Republik

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Freiheitsbaum in Basel (22. Januar 1798), Kolorierte Radierung, Ludwig Friedrich Kaiser

Die Helvetische Revolution von 1798, «Werk der revolutionären Partei in der Schweiz und der militärisch-diplomatischen Aktion Frankreichs»,[286] versuchte, die Eidgenossenschaft in einen Einheitsstaat mit der Devise Freiheit, Gleichheit umzuwandeln. Dies laut dem Glarner Pfarrer Markus Freuler, weil die alte Verfassung «einem grossen Theil der Schweiz nicht mehr beliebig, und dem Geist des Volks nicht mehr angemessen war» und nur eine äussere Macht im Stande war, «dieses wichtige Werk auszuführen».[287]

Das geschrumpfte Bünden drohte damals von Österreich annektiert zu werden. Darum arbeiteten die Patrioten auf den Beitritt zur Helvetischen Republik hin, noch bevor diese am 12. April 1798 in Aarau ausgerufen wurde und den Freistaat in ihrer Verfassung einlud, «ein Bestandtheil der Schweiz zu werden».[288] Schon im Februar, als Salis noch auf sein Urteil wartete, pflanzten Malans und Maienfeld Freiheitsbäume. Als aber im Juli der Landtagsausschuss die Bündner Gemeinden über einen Anschluss an die Helvetische Republik abstimmen liess (und ihnen Zustimmung empfahl), lehnte die grosse Mehrheit ab[289] – gemäss dem Schriftsteller Heinrich Zschokke (1771–1848),[290] der in Reichenau[291] ein von Tscharner gegründetes Erziehungsinstitut geleitet hatte, ein erzwungener und gefälschter Entscheid.[292]

In den geheimen Artikeln des Allianzvertrags, den Frankreich am 19. August mit der Helvetischen Republik schloss, versprach es dieser Graubünden (mit Vorarlberg als Ersatz für das Veltlin).[293] Da die französische Armée d’Helvétie unter Schauenburg aber mit der Konterrevolution in Nidwalden beschäftigt war, konnte sie den anschlusswilligen Bündnern nicht zu Hilfe eilen. Immerhin wurde diesen am 29. August das helvetische Bürgerrecht zugesichert.[294] Zwei Tage später reichte Zschokke ein Gesuch um Vereinigung ein, das Malans und Maienfeld im Namen der gleich gesinnten Gemeinden stellten.[295]

Im Oktober überfielen die Aristokraten die Herrschaft Maienfeld und Chur mit 2000 bezahlten Bauern aus der Surselva, den Vier Dörfern[296] und dem Prättigau,[297] denen eine österreichische Invasionsarmee unter Auffenberg folgte. Neben rund 250 anderen Patrioten, Angehörige eingerechnet,[298] floh auch der «stille harmlose Dichter», wie Zschokke Salis nannte, mit Frau und Kindern in die Schweiz.[299] Dort lebte er fürs Erste vom Ertrag von Besitzungen der Familie in Meilen und Küsnacht, da das Vermögen der Geflohenen in Bünden unter Sequester gestellt wurde.[300]

Mit einem Empfehlungsschreiben von Schauenburg erschienen Salis und zwei Begleiter am 21. Oktober in Luzern, der damaligen Hauptstadt der Helvetischen Republik, wo sie von Zschokke eingeführt wurden. Dass der Präsident des Direktoriums, Frédéric-César de La Harpe, Zögling des Vorgängerinstituts von Reichenau in Haldenstein gewesen war, förderte die Sache der Bündner Patrioten. Tags darauf beschlossen die gesetzgebenden Räte, diese unter den Schutz der Regierung zu stellen.[301] Salis hätte nun dem Grossen Rat und dem Senat dafür danken sollen. Er habe Tag und Nacht an einer Rede geschrieben und gelernt, berichtet Zschokke. «Als aber der bestimmte Augenblick erschien, hatte der liebe Mann unglücklicherweise Alles rein wieder vergessen.»[302] Zschokke sprang darauf ein und sprach mit so viel Pathos, dass das Stenogramm seiner Worte in Druck gegeben wurde.[303]

Chef der Zürcher Miliz

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Während Bonapartes Ägyptenabenteuer waren die Franzosen ihren Gegnern in Europa militärisch unterlegen. Als Verbündete sollte die Helvetische Republik Frankreich sechs Demi-brigades auxiliaires stellen. Diese liessen sich mit Freiwilligen aber nicht auf den Sollbestand von 18'000 Mann bringen.[304] Darum griff man vor Ausbruch des Zweiten Koalitionskriegs (19. November) auf die in der Verfassung verankerte Wehrpflicht zurück und stellte der am 4. September geschaffenen Helvetischen Legion (die am 1. Februar 1799 aus 1100 Berufssoldaten bestand[305]) kantonale Milizen an die Seite.

Auf Empfehlung eines der Verfasser des Stäfner Memorials, Regierungsstatthalter Pfenninger, ernannte das Direktorium Salis am 9. November 1798 zum Generalinspektor der Miliz im Kanton Zürich.[306] Die Zürcher Zeitung ergänzte die entsprechende Meldung mit Zeilen aus seinem 1792 entstandenen Gedicht An ein Thal:

«[…] Undingbar, keines Königs Waffenknecht,
Zu edelstolz um Rang und Sold zu werben,
Entsagt’ ich nie der bessern Menschheit Recht,
Für Völkerglück zu siegen oder sterben. […]»[307]

Das helvetische Volksblatt schrieb bei derselben Gelegenheit, Salis habe «sich von seinen Verwandten getrennt, welche aus Eigennutz und Ehrgeitz lieber ihr Vaterland an Oesterreich verrathen, als daß sie zugeben wollen, daß sich Graubündten zu der Schweiz schlage. Sie fürchten, alsdann würden auch andre ihrer Landsleute sich erheben, und sie selber möchten nicht mehr wie bisher das Volk leiten und verführen können.[308]

Salis gehörte auch der Kommission an, die das Gesetz über die Organisation der helvetischen Miliz vom 13. Dezember entwarf.[309]

Ende Dezember schrieb er dem nach Mailand geflohenen Bansi: «Die Adlerstange, die in Chur aufgerichtet worden, wird bald dem Freiheitsbaum Platz machen und ihren Errichtern auf den Kopf fallen: welch eine Kur wird der Aufenthalt der Weißröcke [Österreicher] für den Volksgeist werden, wenn man ihren Zwang und Druck wird empfunden haben.»[310]

Als die Regierung wegen drohender Kriegsgefahr Ende Februar 1799 die Pikettstellung eines Teiles der Miliz verfügte, da war laut Rufer «außer dem Kanton Leman nur in Zürich die Organisation zum großen Teil vollendet».[311]

Obwohl die französische Armée d’Helvétie unter Schauenbergs Nachfolger Massena vom 6. März an Graubünden besetzte,[312] kehrte Salis nicht dorthin zurück. Am 22. März erhielt er Befehl, mit der Zürcher Miliz Unruhen im Untertoggenburg[313] zu ersticken, die zur Vorbereitung der bevorstehenden austro-russischen Invasion der Schweiz organisiert worden waren. Indem er die Aufständischen mit den ersten marschfähigen 1500 Mann einkreiste, stellte er die Ordnung in drei Tagen ohne Blutvergiessen wieder her und verhaftete die Rädelsführer.[314]

Während die Armée d’Helvétie noch in Graubünden stand, wurde die Armée du Danube unter Jourdan am 25. März bei Stockach von Erzherzog Karl geschlagen.[315] Am selben Tag beschlossen der Grosse Rat und der Senat der Helvetischen Republik, zur Sicherung der gefährdeten Landesgrenze 20'000 Mann aufzubieten,[316] die von den Generalinspektoren der Kantone befehligt wurden. Darauf eilten statt der erwarteten 4000 Zürcher «unter Jubel und Gesang» gleich 8000 an den Rhein.[317]

Am 28. März ernannte das Direktorium den Chef der Helvetischen Legion, Keller, zum Général de brigade und Oberkommandierenden, den Chef der 1. Demi-brigade auxiliaire, Weber, sowie den Freiburger Milizinspektor von der Weid zu Generaladjutanten und den Chef de bataillon Louis La Harpe zum Generalstabschef.[318]

Am 4. April erhielt der einflussreiche Politiker Kuhn als Zivilkommissär die Oberaufsicht über die Armee.[319] Salis wurde auch Milizinspektor des Kantons Schaffhausen, der jedoch kurz darauf in die Hand des Feindes fiel.[320]

Generalstabschef

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Als der für die Leitung des Generalstabs vorgesehene La Harpe diese Aufgabe nicht übernehmen wollte, übertrug das Direktorium sie am 5. April Salis, obwohl dieser nach Meinung General Kellers eher zum Truppenführer geeignet gewesen wäre. Gleichzeitig beförderte es ihn zum Generaladjutanten. Zwar erklärte er sich nur bereit, als Stabschef zu fungieren, bis sich ein geeigneterer Anwärter finden würde, doch blieb er es dann zwei entscheidende Monate lang, nämlich bis am 9. Juni.[321]

Salis in Zivil, Johann Heinrich Lips (Radierung und Kupferstich, 1800?)
Salis in Uniform, Joseph Brodtmann nach Lips (Lithografie, nach 1817)

Kuhn war selber mit Vorwürfen konfrontiert, als er dem Generalstabschef später «Nullität» vorwarf: «[…] Salis-Seewis, einer der sittlich besten, redlichsten Menschen, die ich kenne, war seiner Aufgabe nicht gewachsen. Es fehlte ihm dazu sowohl an Kenntnissen als an Thätigkeit. Er drehte Stunden lang an einer Phrase, unternahm zehn Geschäfte auf einmal und beendigte keines, und schien zu glauben, daß man auch im Felde nicht anders leben könne, als im häuslichen Kreis von Weib und Kindern. Er organisirte nicht einmal sein Bureau.»[322] Rufer kommentierte: «Salis und Kuhn waren nach Charakter und Temperament grundverschieden: der eine [Kuhn] ein methodischer und systematischer Geist, doktrinär und autoritär, gewandt in Rede und Schrift, initiativ und rastlos tätig, der andere [Salis] eine beschauliche, träumerische Natur, tapfer im Felde, aber zögernd und langsam in seinen Entschließungen und schriftlichen Arbeiten.»

Den General und den Generalstabschef verglich Rufer wie folgt: «Der eine [Salis] war ein Abkömmling eines der ältesten Adelsgeschlechter, ein Mann von vieler Kultur und feinen Manieren, aber auch von exaltierten politischen Meinungen. Der andere [Keller] war der Sohn eines Schusters, in der Garnison und im Felde groß geworden, derb, sorglos, tapfer, ein Haudegen in des Wortes wahrem Sinne, die Uniform und militärische Aufzüge vorzüglich liebend, aber auch dem Wein und dem holden Geschlechte leidenschaftlich ergeben.»

Das Personal des Hauptquartiers arbeitete so ineffizient, dass Salis dem Kriegsminister einmal schrieb: «Ich werde diejenigen, die nicht thun, was sie sollen, und zwar vom General abwärts bis zum Bäckergesellen, zur Probe wenigstens, ob etwa dieses Mittel helfen will, in Arrest setzen.»[323]

Laut Rufer trug die helvetische Armee «in allen Teilen das Gepräge der Improvisation».[324] Sie stand grossenteils schon unter Waffen, als Salis am 14. April in St. Gallen, dem damaligen Standort des Hauptquartiers, eintraf. Die Eliten (Auszüger) der Grenzkantone waren dem Aufgebot über Erwarten zahlreich gefolgt, und allmählich trafen auch die übrigen Kontingente ein. Das Gros besetzte gemeinsam mit den Franzosen die 150 Kilometer lange Linie von der ehemaligen Grafschaft Werdenberg bis zur Aaremündung. Am 20. April standen zwischen Montlingen (ehemalige Vogtei Rheintal) und Weiach rund 11'000 Mann, davon rund 1000 Säntiser unter Oberteuffer (Berneck), rund 1000 Legionäre und Luzerner sowie rund 3000 Thurgauer unter von der Weid (Kreuzlingen) und rund 6000 Zürcher unter Weber (Winterthur).[325]

Schliesslich zählten die helvetischen Truppen, die Kantone Waldstätten, Wallis und Basel eingeschlossen, rund 25'000 Mann. Jeder französischen Division war nun eine von einem Generaladjutanten kommandierte helvetische zugeteilt: die 1. unter Johann Rudolf Burckhardt (1764–1841) zwischen Basel und der Aaremündung, die 2. unter Weber zwischen der Aaremündung und Konstanz, die 3. unter von der Weid zwischen Konstanz und Rheineck und die 4. unter Louis Clavel (1762–1808) im heutigen St. Galler Rheintal.[326]

Am 21. April trat Graubünden als Kanton Rhätien der Helvetischen Republik bei, doch besetzen es schon am Mitte Mai wieder die Österreicher (unter Hotze) und setzten eine Interimalregierung ein.[327]

Nach Jourdans Niederlagen war die Armée d’Helvétie in die Armée du Danube integriert worden. Massena, der nun von Düsseldorf bis zum Umbrail kommandierte, wollte eigentlich die begonnene Offensive fortsetzen. Da besetzten die Austro-Russen Mailand. Um nicht von drei Seiten angegriffen zu werden, mussten die Franzosen darauf die Kantone Rhätien, Bellinzona und Lugano räumen und sich vom Rhein hinter die Thur sowie vom Gotthard zurückziehen, wodurch sich die Front auf die Linie Aaremündung–oberer Zürichsee–Luzern–Brünig verkürzte.

Die bevorstehende Aufgabe der Nordostschweiz wurde geheim gehalten, doch informierte Massena die Verbündeten, dass sie unvermeidlich geworden sei. Schweizerischerseits wollte man dies aber nicht wahrhaben und unterliess die erforderlichen Vorkehrungen. In der Folge desertierten viele Soldaten aus den Grenzkantonen, die den Österreichern überlassen werden mussten.

Massena versuchte nun zu verhindern, dass sich die Armee des Erzherzogs, der bei Paradies über den Rhein setzte, mit Hotzes von St. Gallen her vorrückendem Armeekorps vereinigte.

Gefecht bei Frauenfeld

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Tod General Webers im Gefecht bei Frauenfeld, anonym (1801)

Am 19. Mai wurde Kuhn vom Direktorium beauftragt, Weber zu bewegen, Salis abzulösen. Der frühere Adjutant des Prinzen von Oranien, der sich 1798 bei Neuenegg ausgezeichnet hatte, war dazu aber offensichtlich nicht bereit.[328]

Am 25. Mai nahm Salis mit 10'000 helvetischen Soldaten am siegreichen Gefecht bei Frauenfeld[329] teil. Rufer schreibt: «Trotz der elenden Verpflegung, mangelhaften Ausrüstung und ungenügenden Instruktion schlugen sich die helvetischen Truppen mit einem Mut und einer Tapferkeit, die jedermann in Erstaunen setzte.»[330]

Da Weber beim Sturmangriff auf die Österreicher fiel, erfuhr er nicht mehr, dass er zum Nachfolger Kellers ernannt worden war, dem Kuhn «Imbecillität» vorwarf.[331]

Kuhn schlug darauf vor, die Stelle nicht mehr zu besetzen, da der General unter den gegebenen Umständen nur «ein fünftes Rad am Wagen» sei. Stattdessen sollten die Generaladjutanten dem Generalstabschef unterstellt werden. Auf diesen Posten sei Generaladjutant Burckhardt zu berufen. Salis dagegen solle wie schon bei Frauenfeld den Befehl über Webers Division übernehmen. Dies beschloss das Direktorium am 28., doch wollte weder Burckhardt noch offenbar erneut auch der am Vortag zum Generaladjutanten beförderte Louis La Harpe[332] Generalstabschef werden.

Gleichentags schrieb Salis dem Direktorium: «In diesem Moment informiert man mich von der Amtsenthebung des Generals Keller und versichert mich, dass ich in Erwartung seiner Rechtfertigung das Kommando übernehmen müsse; ich bitte sie inständig […] mir nicht eine Aufgabe aufzubürden, die meine Kräfte übersteigt, und dies in einem so kritischen und so entscheidenden Moment für das Vaterland.»[333]

Das Oberkommando, das Salis schliesslich wiederum nur mangels geeigneterer Anwärter akzeptierte, überforderte ihn vollends: Innert zehn Tagen hatte die helvetische Armee 10'000 Mann verloren. Als die Franzosen sich nach dem Gefecht bei Winterthur am 27. Mai[334] hinter die Glatt zurückzogen, desertierten weitere 6000 Milizsoldaten, vor allem Zürcher. Trotzdem schrieb Salis seiner Gattin: «Ich verspreche Dir und ich wäre Deiner nicht werth, wenn ich nicht ausdauern würde.»

Dem Kriegsminister gegenüber erklärte er im Entwurf eines Briefes: «Ich harre aus in einer Lage, in der ich gezwungen bin, zu gleicher Zeit die peinlichen Pflichten des Commandanten und [des] Generalstabschefs zu erfüllen, ohne weder das eine noch das andere [wirklich] zu sein, am Tage an der Spitze der Truppen und auf dem Schlachtfelde, nachts auf dem Bureau, ohne den einen oder andern Anforderungen genügen zu können.»[335]

Erste Schlacht bei Zürich

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Massena als Maréchal d’Empire, nach Antoine-Jean Gros (1814)

Zu Beginn der Ersten Schlacht bei Zürich am 2.–4. Juni[336] verfügte die helvetische Armee dort noch über 3200 Mann. Sie verlor den letzten Rest an Selbständigkeit. Während der Kämpfe stand Salis stets an Massenas Seite. Was dieser am 5. Juni mit Erzherzog Karl vereinbarte, scheint sein machtloser Bundesgenosse aber erst am folgenden Tag erfahren zu haben, als sich die Franzosen kampflos hinter die Limmat zurückzogen.[337]

An Mut hatte es ihm nicht gefehlt. Der Gattin berichtete er: «Den 3. um Mittag hast Du wohl an mich gedacht und mich umschwebt, mein Engel; denn eine Kanonenkugel schlug nur in einer Entfernung von ein paar Schuhen über mir in einen Baum.»[338] Wie er später Matthisson erzählte, wurde dabei «der Federbusch auf seinem Hute herabgedrückt».[339] (Dem Kriegsminister hatte er nur gemeldet, dass eine Kanonenkugel zwei Schritt neben Massena einen Baum getroffen hatte.[340])

Die Magazine konnten aus Zürich evakuiert werden, obwohl die mit den Invasoren kollaborierenden Behörden der Stadt die Lieferung der nötigen Pferde verweigerten. Dies laut einem Brief aus Bern, «dank der Festigkeit des Generaladjutanten Salis-Seewis, der zwei Mitglieder der Munizipalität festnehmen und mitführen liess».[341]

Am 7. Juni bezogen die Reste der helvetischen Armee bei Lenzburg Stellung. Salis schlug vor, sie in neuen Bataillonen zusammenzufassen.[342] Zwei Tage später billigte das Direktorium seine Reorganisationsvorschläge und entband ihn gleichzeitig von den Aufgaben des Generalstabschefs. Im Juli wurde er Mitglied des Kriegsrats sowie des Kriegsgerichts, das General Keller wegen Gehorsamsverweigerung und Desertion in Abwesenheit zu einer (in Kriegszeiten sehr milden) Strafe von einem Jahr Gefängnis verurteilte. Am 9. August entliess man Salis auch als Generaladjutanten.[343]

Rufer schrieb: «In bester Gesundheit, mit rosiger Gesichtsfarbe und wallenden braunen Locken war der schöne und elegante, erst siebenunddreißigjährige Salis-Seewis im Frühjahr 1799 ins Feld gerückt. Als hagerer, abgezehrter Greis, mit gebleichten Haaren, für seine besten Freunde beinahe unkenntlich geworden, kehrte er einige Monate später daraus zurück.» Noch im September bangte Tscharner um das Leben des Dichters.[344]

Nach der Ablösung Erzherzog Karls durch die Russen und dem Sieg der Franzosen über Korsakow (Zweite Schlacht bei Zürich, 25./26. September) und dessen Vorgesetzten Suworow (Schlacht bei Näfels, 1. Oktober)[345] war die Helvetische Republik mit Ausnahme des Kantons Rhätien wieder feindfrei.

Salis blieb auf eine Staatsstelle angewiesen. So wirkte er vom November 1799 bis im Januar 1801 erneut als Generalinspektor der Miliz im Kanton Zürich.[346]

Dass die Gedichte von Salis im Februar 1800 eine vielbändige Sammlung der Lieblingsdichter Deutschlands eröffneten,[347] zeugt von ihrer Popularität. (Diesen Vorrang erhielten sie später auch beim Magazin der besten deutschen Klassiker[348] und zusammen mit jenen von Matthisson bei Meyer’s Groschen-Bibliothek der Deutschen Classiker.[349]) Zum Dichten aber war Salis vorerst nicht mehr zumute. An seiner Stelle würdigte Zschokke, Regierungskommissär in den Waldstätten, dass 1799 mehr Schweizer für die Helvetische Republik gefallen waren als 1798 für die Alte Eidgenossenschaft.[350] Nachstehendes Zitat stammt aus Zschokkes in den Ruinen des abgebrannten Altdorf[351] entstandenen Elegie an den Winter 1799–1800:

«[…] Hüll’ in dein Todtengewand die tote Natur und die Wunden,
    Welche das wüthende Jahr schlug mit eiserner Faust!
Und bedecke die stillen Gräber, die einsamen Hügel,
    Wo sie ruhen vom Kampf, für die Freiheit gekämpft,
Unsre Brüder! die Helden! – fern von den Hütten der Heimath.
    An den Ufern der Thur, an den Borden des Rheins! […]»[352]

Die Miliz neu aufzubauen fiel schwer. Die Niederlagen des Sommers 1799 und die Unfähigkeit der Helvetischen Republik, den versprochenen Sold zu bezahlen,[353] hatten die Wehrpflichtigen demoralisiert. Dazu wurde der als repräsentative Demokratie konzipierte Staat[354] zur Diktatur:[355] Mit dem 1. Staatsstreich vom 8. Januar 1800 stürzten Republikaner (gemässigte Reformer)[356] die aus den Wahlen von 1798 hervorgegangenen Behörden, wodurch Salis mit den Patrioten La Harpe und Pfenninger seine Protektoren verlor. Mit dem 2. Staatsstreich vom 7. August 1800 setzten sich dann aber die vereinigten Anhänger des Zentralstaates (Unitarier[357]) gegen dessen Gegner (Föderalisten[358]) durch.

Im Juli hatte Lecourbe den Grossteil des Kantons Rhätien zurückerobert und einen Präfekturrat eingesetzt, der Malans zum Hauptort des Distrikts der unteren Landquart machte.[359] Das Waffenstillstandsabkommen von Parsdorf teilte Bünden für kurze Zeit in eine französische, eine neutrale und eine österreichische Zone (Engadin). Nach 21 Monaten konnte Salis erstmals wieder Malans und Chur besuchen.[360] Im September erhielt er Befehl, ein Zürcher Elitenbataillon zu stellen, um den geplanten Vorstoss der Armée des Grisons unter Macdonald über den Splügenpass zu decken. Er schreckte jedoch vor der nötigen Zwangsaushebung zurück[361] und wurde darum von Kriegsminister Lanther[362] gerügt. Die Entlassung als Generalinspektor, um die er darauf ersuchte, wurde ihm erst am 7. Januar 1801 gewährt, als der erwähnte Verband bereitstand.[363]

Die mit dem Inspektorat verbundenen Spesen hatten seine Einkünfte überstiegen. Nun schrieb er der Gattin aus der kriegsversehrten Heimat, er kündige «rechts und links» ausstehende Kredite. Er fuhr fort: «An Güter zu verkaufen ist gar nicht zu denken, denn diese sind, weil der Adel Alles versetzt und verkauft, äusserst tief gefallen und Niemand hat Baarschaft[364]

In der Zwischenzeit war Macdonald mitten im Winter bis nach Trient vorgestossen (ein Wagnis vergleichbar mit Suworows gescheitertem Alpenzug). Im Friedensvertrag von Lunéville vom 6. Februar anerkannte Österreich dann die Unabhängigkeit der Schweiz und deren Recht, ihre Regierungsform frei zu bestimmen, während es in Wirklichkeit Frankreich dort freie Hand liess.[365]

Zivile Funktionen

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Am 9. Mai veröffentlichte Bonaparte den Verfassungsentwurf von Malmaison, der eine Föderalisierung der wegen ihrer Heterogenität chronisch unruhigen Helvetischen Republik vorsah.

Salis wurde nach der kränkenden Entlassung aus dem Militärdienst die Genugtuung zuteil, erster Vertreter Bündens im Gesetzgebenden Rat des Einheitsstaates zu werden. Das sich selbst ergänzende Gremium wählte ihn am 7. August zum Nachfolger Usteris,[366] der in die Vollziehungsrat genannte Exekutive aufgerückt war.[367] Pfyffer[368] bezeichnete Salis bei dieser Gelegenheit im «Freyheitsfreund» als «Mann von patriotischem, edlem Gemeingeist, Verfasser jener berühmten lyrischen Gedichte, voll ächter socratischer Weisheit, reinen und schönen Natursinnes, und sanfter melankolischer Gefühle».[369] Dass der Dichter das Mandat trotz fehlender politischer Erfahrung annahm, begründete er mit dem Wunsch, «die Glükseligkeit des helvetischen Volks durch Eintracht, Freyheit und beruhigende Einleitung in eine weise Verfassung zu befördern».[370]

Föderalist und Unitarier nach dem 3. und 4. Staatsstreich und der Mediation Bonapartes, David Hess (?) (Karikatur, 1803)

In der Zwischenzeit war Salis auch Mitglied der helvetischen Tagsatzung geworden. Diese sollte gemäss der Verfassung von Malmaison den von Unitariern beherrschten Gesetzgebenden Rat ersetzen, war aber von den dafür zuständigen kantonalen Tagsatzungen mehrheitlich aus Einheitsfreunden zusammengesetzt worden. Die Bündner Tagsatzung allerdings hatte fünf Anhänger Österreichs zu Repräsentanten bestimmt, worauf der als Sechster gewählte Maienfelder Enderlin[371] die Wahl abgelehnt hatte.[372]

Die Tagsatzung sollte die Verfassung von Malmaison absegnen. Salis wurde am 11. September in die siebenköpfige Kommission gewählt, die das Geschäft vorbereitete.[373] Sie schlug Veränderungen am Text vor, die den unbedingten Unitariern aber zu wenig weit gingen. Darauf wurde die Kommission vergrössert, und schliesslich verwandelte die Tagsatzung sich laut Rufer unter Führung von Innenminister Rengger «in einen Verfassungsrat und schuf eine Verfassung, die dem Einheitssystem auf Kosten der Kantone noch größere Ausdehnung gab». Aber sogar diese wurde von den extremen Unitariern in der Schlussabstimmung abgelehnt. Salis hingegen stimmte ihr zu, während 16 Föderalisten, unter ihnen alle seine Bündner Kollegen, schon vorher ausgetreten waren.[374]

Eine erhaltene Rede von Salis bezieht sich wohl auf den ersten Entwurf der Kommission. Als Unitarier vermisste er darin folgende Bestimmungen:

  • «Es giebt nur ein Helvetisches Staatsbürgerrecht, und keine politischen Kantonsbürgerrechte.»
  • «Die Souverainität steht bey der Gesammtheit des helvetischen Volcks […]»

Andererseits forderte Salis, man solle nicht «die «Hirtenvölker und den Landbebauer zu Gunsten fabrizierender Städte bedrücken», indem diese die (dort reichlicher fliessenden) indirekten Steuern von den direkten abziehen dürften.[375]

Am 25. Oktober wurde Salis zum Vertreter Bündens in dem von der Verfassung von Malmaison vorgesehenen Senat gewählt.[376] Dieser trat aber nicht mehr zusammen, weil die Föderalisten am 27./28. mit Rückendeckung Frankreichs den 3. Staatsstreich durchführten. Salis gehörte zu den elf Mitgliedern der Gesetzgebenden Rates und zur grossen Mehrheit der Repräsentanten, die öffentlich gegen die Auflösung der bisherigen Behörden protestierten.[377]

Im Januar 1802 wählte der Distrikt Malans Salis zum Richter (Bezirksammann). In der Zwischenzeit hatte Bonaparte die Föderalisten angewiesen, den Unitariern eine Minderheitsbeteiligung an der Regierung zu gewähren. Ursina hörte, ihr Gatte könnte Kriegsminister werden. Die Wahl fiel dann aber auf Escher (posthum von der Linth), wie Kuhn, Rengger und Usteri einer der führenden Republikaner.

Salis erhielt dafür ein ehrenvolles ziviles Amt: Der Oberste Gerichtshof der Helvetischen Republik berief ihn im Februar zu seinem Bündner Mitglied, wobei ihm auch hier der erwähnte Enderlin den Vortritt liess. In eine neue Bündner Tagsatzung und einen von den Föderalisten beherrschten helvetischen Verfassungsrat hingegen wurde am 25. März bzw. 17. April der konservative Vater von Salis gewählt. Letztgenannte Wahl nahm der 61-Jährige allerdings krankheitshalber nicht an.[378]

Im Mai übersiedelte Salis nach Bern. Nachdem der Oberste Gerichtshof sich am 31. August in eine Revisions- und eine Kassationssektion aufgeteilt hatte, gehörte er der ersteren an.[379] Im selben Monat sah Salis in Bern Matthisson wieder.[380] Die Korrespondenz mit ihm löst für die nachfolgende Zeit jene mit Bansi als Hauptquelle für seine Biografie ab.[381]

Nach dem 4. Staatsstreich der Unitarier vom 17. April 1802 fand vom August bis zum Oktober die Stecklikrieg genannte Konterrevolution statt, die Bonaparte durch den Abzug seiner Truppen ermöglicht hatte und in der die Aufständischen vom selben Bachmann wie seinerzeit das Regiment Salis-Samaden kommandiert wurden. Als die helvetische Regierung Bern verlassen musste, zog der Dichter sich mit der Familie für einige Wochen nach Saint-Blaise im neutralen preussischen Fürstentum Neuenburg zurück, wo Ursina ihre Ausbildung erhalten hatte. Dann kehrten die Franzosen zurück und beendeten den Bruderkampf zwischen Schweizern.[382]

Kanton Graubünden

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Als Bonaparte im März 1803 die Helvetische Republik auflöste (Mediation) und den Sohn des früheren Vorgesetzten von Salis, d’Affry, zum ersten Landammann der Schweiz machte, kehrte der Dichter in den nunmehrigen Kanton Graubünden zurück. Dort wurde er in eine Vielzahl meist unbezahlter Ämter gewählt, «obschon im Allgemeinen ihm die oft trockenen Geschäfte obrigkeitlicher Amtsverwaltung wenig zusagen mochten».[383]

1803–1809 und 1821–1824 gehörte er dem Oberappellationsgericht an, 1805–1809 und 1812–1814 dem Grossen Rat. 1806/07, 1813–1816 und 1819/20 war er Mitglied der neunköpfigen Standeskommission, 1807/08 und 1814/1815 Bundsstatthalter, 1808/09 und 1818/19 Bundslandammann des Zehngerichtenbundes und als solcher progressives Mitglied des dreiköpfigen Kleinen Rates (Regierungsrat).[384]

Als Napoleons Siegeszug zu Ende ging,[385] scheiterte im Januar 1814 ein Putsch von Bündner Reaktionären. Salis gehörte darauf der fortschrittlichen Mehrheit der neunköpfigen Kommission an, die eine neue Kantonsverfassung erarbeitete, und der dreiköpfigen Delegation, die den Entwurf den Grossmächten unterbreitete.

Dann war er Mitglied einer dreiköpfigen Kommission, die vorschlug, den Hauptteil des Veltlins zum Schweizer Kanton, die Grafschaften Chiavenna und Bormio aber wieder bündnerisch zu machen. Indem sie dies noch mit Entschädigungsforderungen verband, machte sie sich neben dem mit Salis befreundeten[386] Landammann der Schweiz, Hans von Reinhard, mitschuldig am endgültigen Verlust des Tales.[387]

Ab 1814 war Salis als Oberst Präsident der kantonalen Militärkommission, der er ab 1805 bis zum Tod angehörte, ab 1819 auch eidgenössischer Oberst und 1822 Mitglied der eidgenössischen Militäraufsichtsbehörde – angesichts der anarchischen Zustände im damaligen Graubünden wenig dankbare Ämter.[388]

Salis mit 60 Jahren, Joseph Brodtmann (Lithografie «nach dem lebenden Modell», 1823)[389]
Salis um 1830, Georg Balder («Nach dem Leb[en] gez[eichnet] u[nd] lith[ografiert]»)

1820–1830 sass er im Kleinen Rat der Stadt Chur, ab 1822 alternierend als amtierender und ruhender Stadtvogt.[390] 1811 wurde er Ehrenmitglied der Schweizerischen Musikgesellschaft. 1817 zählte er zu den Gründern der Churer Freimaurerloge Libertas et Concordia.[391]

Parteifreunde warfen dem früheren Demokraten «eine seit 1800 beginnende, allmählich doch sehr merkbare Schwenkung nach rechts» vor. In politischen Angelegenheiten nahm er auch nicht viel Rücksicht auf die Ansichten seiner Gattin. Dieser fiel nun mehr und mehr die Hauptsorge für die Ökonomie zu. In der Folge war sie «einem oft wiederkehrenden und nicht selten bis zur Bewusstlosigkeit sich steigernden Kopfweh unterworfen», das «quälende Zustände und Verstimmungen» verursachte.[392]

1825 erhielt Salis den letzten Besuch des inzwischen nobilitierten Matthisson. Dieser widmete Bonstetten und ihm damals die Ausgabe letzter Hand seiner Gedichte, «deren besserer Theil niemals entstanden wäre, wenn unsere Seelen sich nicht gefunden und erkannt hätten».[393] Über Salis schrieb er, die «stark markirten Grundzüge von der einst jugendlich-schönen Physiognomie» des Freundes hätten sich unzerstört erhalten. «Alles an ihm ist noch rüstig, kräftig, vorstrebend. Auch sein volltönendes Sprachorgan erhielt sich ungeschwächt. Mit der ihm eigenen feurigen Lebendigkeit, erzählte er, auf mein Verlangen, die merkwürdige Geschichte seiner Wanderung aus Bünden und seiner nachherigen neuen militärischen Laufbahn.»[394] Roeder sah, «wie die beiden Greise als ein edles Zwillingspaar traulich auf Spaziergängen bald auf der Landstraße in der Ebene des Rheintals bei Chur, bald auf einem rauhen Bergwege zusammenwandelten […] Matthisson war schmächtig und trug das Aussehen eines Hofmannes in seiner äußern Haltung; v. Salis erschien kräftiger und in militärischem Ausdruck, der durch seine hohe Adlernase und festen Schritt sich deutlich unterschied.»[395]

Wie Matthisson damals schrieb, liessen die Staatsämter dem Freund «für Ausflüge auf dem Pegasus oder für Spatziergänge in den Hainen der Minerva fast keine Sekunde übrig».[396] Schon 1806 hatte Salis das Gedicht Abschied von der Harfe veröffentlicht.[397] Frey schrieb darüber: «Das weltfremde Wesen, die übertriebene Abkehr von der Wirklichkeit und das Schwelgen in sentimentalen Gefühlen sind Züge einer Jugendpoesie, und in der Tat hört die Leyer solcher Geister auf zu tönen, sobald der Sänger ein Mann wird.» Gemäss dem harten Urteil seines Biografen hatte Salis wie Matthisson «nach seinem dreißigsten Jahre eigentlich nichts mehr zu sagen». Frey fuhr fort, mit den zunehmenden Jahren habe der schwermütige Ton sich gesteigert und die Reflexion sich vorgedrängt.»[398]

Doch Salis ging nicht vergessen. Dafür sorgten allein schon die 14 seiner Gedichte, die Schubert 1816/17 (zum Teil mehrfach) vertonte.[399] Die Neue Zürcher-Zeitung bezeichnete ihn 1822 als ersten, «unter den Jetztlebenden auch wohl einzig klassisch zu nennenden» Dichter der Schweiz.[400] Und noch zwei Jahrzehnte lang stammte über ein Prozent der Tagesmottos im Morgenblatt für gebildete Stände (Tübingen) von ihm.[401]

Unterschrift von Salis, 7. Mai 1793

Die letzte Lebensphase verbrachte Salis zurückgezogen in Malans.[402] 1834 starb er mit 71 Jahren im Brückerschen Haus «an einem chronischen Leberleiden und an Schwäche in den Verdauungsorganen». Dies geht aus dem Nachruf der Bündner Zeitung hervor, der von der Neuen Zürcher-Zeitung und der Allgemeinen Zeitung (Augsburg) nachgedruckt wurde. Einleitend heisst es darin:

«Der Name des Dichters Johann Gaudenz von Salis-Seewis hat europäischen Ruf, und soweit die deutsche Muse ihre Priester und Verehrer gefunden, glänzt v. Salis unter den gefeierten Namen. Am südlichen Marksteine deutscher Sprache und Dichtung geboren, war er als Dichter eine seltene Erscheinung in den bündnerischen Thälern, und vielleicht dankbarer, als die engere Heimath, spricht das gesamte Deutschland, wenn es die Reihe seiner Zierden überblickt, mit edlem Stolze: "Der Mann gehört uns an!"»[403]

Matthisson hatte dem «Sänger der Erinnerung, des Mitleids und der Wehmuth» kein anderes Epitaph gewünscht als: «Er war ein guter Dichter und redlicher Mann.»[404]

Die Gedenktafel an der Seewiser Kirchenmauer hingegen betont durch ein Zitat aus seinem Morgenpsalm,[405] der «gewesene Bundslandaman, eidgenössische u. Kantonsoberst» sei «fest vertrauend in Christum» gestorben.[406]

Pfarrer Christian Bavier aber, der die Jahre 1799–1801 mit zahlreichen anderen Bündner Patrioten in österreichischer Geiselhaft verbracht hatte, widmete den Manen des Freundes eine Trauerode, in der er dem Idealismus und der Aufbruchstimmung der Helvetik den Obskurantismus und die repressive Atmosphäre der zu Ende gehenden Restaurationsperiode gegenüberstellte:

«[…] Oft noch denk’ ich der Zeit – ach, der entschwundenen! 
    Wo, im rhätischen Chur vereint,
Wir in traulichem Umgange liebliche Träume
    für das Wohl der Menschheit geträumt,
Welche die Zukunft ihr verwirklichen sollte;
    Aber sie blieben – sie blieben nur Traum! – […]

    Ach! Die schöne Hoffnung, sie sank,
Daß das Licht der Vernunft, und das Gefühl des Rechts,
    Gleich dem Gestirn’ im Morgenland,[407]
Deine Bewohner leiten werde zur Wahrheit,
    Und sie edel machen und frei. […]»[408]

Die Witwe, welche sich schon vorher zeitweise völlig apathisch und erschöpft gefühlt hatte, folgte dem Gatten 1835 mit 63 Jahren nach.[409]

Das Ehepaar hinterliess vier Kinder:

  • Johann Ulrich Dietegen (1794–1844), ∞ Barbara von Cleric (1801–1862), 1826/27 und 1828/29 radikaldemokratischer Regierungsrat,[410] veröffentlichte «im Geiste des Vaters gedichtete Lieder»,[411] bewohnte das Brückersche Haus in Malans
  • Margaretha Jakobea, genannt Meta (1797–1865),[412] ∞ ihren Cousin Johann Ulrich von Salis-Soglio (1790–1874), Generalmajor in niederländischen Diensten, 1847 General des Sonderbunds, wohnte in Chur
  • Johann Jakob (1800–1881),[413] ∞ Anna Barbara von Jenatsch (1800–1856), Mitbesitzer des Bothmargutes, Bundsstatthalter, Oberst[414]
  • Ursina, genannt Sina (1803–1871), ∞ Oberst Anton Michel (1800–1857), wohnte in Chur und Seewis

Laut Matthisson waren sie «vollkommen würdig des gefeyerten Vaters», die Söhne «ganz vorzügliche auch durch Körperschönheit ausgezeichnete junge Männer».[415]

Der Enkel Johann Gaudenz Dietegen von Salis-Seewis (1825–1886) nahm 1848 an der Deutschen Revolution teil und wurde radikaldemokratischer Regierungsrat, Ständerat und Nationalrat. Seine Schwester Anna Barbara (1829–1916) war mit dem liberalen Nationalrat, Bundesrat und Gesandten in Rom Simeon Bavier (1825–1896) verheiratet, die Urenkelin Katharina Bavier (1851–1875) mit Generalstabschef Theophil Sprecher von Bernegg (1850–1927). Als Sohn eines zum Katholizismus konvertierten Enkels wurde Johann Ulrich Gaudenz von Salis-Seewis (1862–1940) k. u. k. Feldzeugmeister (General der Artillerie),[416] sein Bruder Franz Emil Dietegen (1872–1967) Weihbischof von Zagreb.

Als man 1862 ich Chur den 100. Geburtstag von Salis beging, vermied man es, an die Kämpfe zwischen Patrioten und Aristokraten, Anhängern der Schweiz und Österreichs zu erinnern. Immerhin zitierten Redner neben dem obligaten Grab auch An die Unterdrückten.

Vier Jahre später wurde im Stadtgarten, Churs früherem Friedhof, das kürzlich restaurierte Salis-Denkmal des Bildhauers Ludwig Keiser enthüllt.[417] Es entstand gegen den Willen des Geehrten,[418] ist fünf Meter hoch und wird von einer wenig ähnlichen Büste dominiert.[419] Den Sockel schmücken Reliefs mit Personifikationen der Lyrik (Euterpe), der Erinnerung (Mnemosyne, Mutter der Musen) und der Kriegskunst (Minerva). Auf der vierten Seite steht der Schluss des Jugendwerks von Salis An mein Vaterland, der so unverfänglich ist, dass er sogar zu antihelvetischer Propaganda verwendet wurde:[420]

«[…] Heil dir und dauernde Freiheit, du Land der Einfalt und Treue!
    Deiner Befreier Geist ruh’ auf dir, glückliches Volk!
Bleib’ durch Genügsamkeit reich und groß durch Strenge der Sitten;
    Rauh sei, wie Gletscher, dein Muth; kalt, wenn Gefahr dich umblitzt!
Fest, wie Felsengebirge, und stark, wie der donnernde Rheinsturz;
    Würdig deiner Natur, würdig der Väter, und frei!»[421]

Der dichtende Revolutionär Ferdinand Freiligrath huldigte Salis 1872, indem er einen an der Strecke Sargans–Chur der Vereinigten Schweizerbahnen fehlenden Bahnhof imaginierte:

«[…] Station Malans![422] Kein Halten!
Vorbei! Ich hebe den Hut;
Ich neige mein Haupt dem Alten,
Dem Sänger lieb und gut. […]»[423]

Nach dem Ersten Weltkrieg schrieb Emil Jenal, ein Schüler des österreichischen Germanisten Josef Nadler,[424] Salis «völkische Wesenszüge» zu.[425] Dies inspirierte Heinrich Eugen Wechlin,[426] den «größten Lyriker der eidgenössischen Wiedergeburt»[427] für die Frontenbewegung zu vereinnahmen. Er behauptete: «[…] nicht aus der französischen Aufklärungsphilosophie und staatlichen Umwälzung schöpfte Salis sein Freiheitsideal, sondern aus dem bündnerischen und bergalemannischen Volkstum […].»[428]

Dem entgegnete Rufer 1938 im Zuge der Geistigen Landesverteidigung: «[…] lebte Johann Gaudenz Salis-Seewis unter uns, er stände in der vordersten Reihe der Kämpfer für Freiheit, Recht und Demokratie, Vernunft, Menschlichkeit und Kultur, gegen die Entwürdigung, Versklavung und Entrechtung der Individuen und Völker.»[429]

Die Gedichtsammlungen Salis (1848) und Frey (1884) sind in den Fussnoten abgekürzt. Eine in den 1970er Jahren geplante historisch-kritische Ausgabe der Werke, Schriften und Briefe in drei Bänden kam nicht zustande.[430] Namentlich die Tagebücher von Salis[431] und seine Korrespondenz mit Bansi[432] warten weiterhin auf eine Publikation.

Gedichte in Almanachen

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Ausgaben von Orell Füssli

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Andere Ausgaben

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Wohl wegen des erforderlichen interdisziplinären Ansatzes (Literatur-, Kriegs-, Politikgeschichte) und der Vielzahl von Quellen existiert noch keine umfassende Biografie. Die Titel Actensammlung, Frey (1889), Friedmann (1917), Rufer (1938) und Erni (1995) sind in den Fussnoten abgekürzt.

18. Jahrhundert

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19. Jahrhundert

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20. Jahrhundert

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21. Jahrhundert

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Nachweise und Anmerkungen

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  1. Seewis wurde auf Französisch Scevis, Sevis, Sévis oder Séevis geschrieben. Der Dichter schrieb sich in der Revolutionszeit nur «J. G. Salis». Vom Titel Comte machte er auch nachher nie Gebrauch.
  2. Das gelegentlich auftauchende falsche Geburtsdatum 26. September geht zurück auf: Dresdner Journal. 27. März 1862, S. 289 f. (Digitalisat); Édouard-Marie Oettinger (Hrsg.): Moniteur des Dates […] (Dresden). 25. Lieferung, Januar 1868, S. 9 (Digitalisat).
  3. Friedrich Pieth: Bündnergeschichte. F. Schuler, Chur 1945, S. 292.
  4. Alexander Pfister: Die Patrioten. Ein Beitrag zur Geschichte Bündens am Ausgange des XVIII. Jahrhunderts. (Diss. Universität Bern.) In: Jahresbericht der Historisch-antiquar. Gesellschaft von Graubünden 33/1903, separat paginiert (Digitalisat); Lucas Chocomeli: Patrioten. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 24. November 2009.
  5. Generalstabschef: 5. April–6. Juni 1799; Armeechef: ab 26. Mai.
  6. P. Nicolaus von Salis-Soglio: Die Familie von Salis. Gedenkblätter aus der Geschichte des ehemaligen Freistaates der drei Bünde in Hohenrhätien (Graubünden). Joh. Thom. Stettner, Lindau i. B. 1891, S. 8 (Digitalisat) (Zitat); Peter Conradin von Planta: Salis. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 12. Januar 2012.
  7. (Anton Herkules Sprecher von Bernegg:) Sammlung rhätischer Geschlechter. 1. Jahrgang. G. Hitz, Chur 1847, Stammtafel No. III (Digitalisat) (falscher Kaisername); Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser. Justus Pertes, Gotha, 61/1911, S. 802 (Digitalisat).
  8. Jürg Simonett: Johann Ulrich von Salis (Seewis). In: Historisches Lexikon der Schweiz. 6. Januar 2012.
  9. Jürg Simonett: Johann Gaudenz Dietegen von Salis (Seewis). In: Historisches Lexikon der Schweiz. 12. Januar 2012.
  10. Frey (1889), S. 113 (Digitalisat); Stammtafel der Familie Cleric von Chur (Digitalisat).
  11. May de Romainmotier: Histoire militaire des Suisses […]. Band 2. Société Typographique, Berne 1772, S. 422 (Digitalisat).
  12. Encyclopédie méthodique. Art militaire. 1. Band. Panckoucke, Paris/Plomteux, Liège 1784, S. 351 (Digitalisat); Hans Jakob Holzhalb: Supplement zu dem allgemeinen helvetisch-eidsgenößischen oder schweizerischen Lexicon […]. 5. Theil. Selbstverlag, Zürich 1791, S. 284 (Digitalisat).
  13. Frey (1889), S. 1 f. (Digitalisat).
  14. Silvio Färber: Baptista Salis (Soglio). In: Historisches Lexikon der Schweiz. 7. Januar 2011.
  15. Alfred Rufer: Das Ende des Freistaates der Drei Bünde. Erzählt in Aufsätzen über den Zeitraum von 1763–1803. Calven, Chur 1965, S. 2, 8, 14.
  16. Jürg Simonett (Gesamtred.): Handbuch der Bündner Geschichte. Band 4. Verlag Bündner Monatsblatt, Chur 2000, ISBN 3-905342-04-9, S. 297, 311–314.
  17. Frey (1889), S. 3 (Digitalisat).
  18. Rosmarie Zeller: Adolf Frey. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 23. August 2024.
  19. Adolf Frey: Salis-Seewis: Johann Gaudenz von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 30, Duncker & Humblot, Leipzig 1890, S. 245–248.
  20. Jürg Simonett (Gesamtred.): Handbuch der Bündner Geschichte. 4. Band. Verlag Bündner Monatsblatt, Chur 2000, ISBN 3-905342-04-9, S. 366.
  21. Jacques de Roussel (Hrsg.): État militaire de France. Onfroy, Paris 1788, S. 246 (Digitalisat).
  22. Jürg Simonett (Gesamtred.): Handbuch der Bündner Geschichte. 4. Band. Verlag Bündner Monatsblatt, Chur 2000, ISBN 3-905342-04-9, S. 315.
  23. Georg von Wyss: Salis-Seewis: Joh. Ulrich Dietegen v. S.-S. In: Allgemeine Deutsche Biographie. 30. Band. Duncker && Humblot, Leipzig 1890, S. 248 f. (Digitalisat); Guido v. Salis-Seewis: Ein bündnerischer Geschichtsschreiber vor hundert Jahren. Johann Ulrich v. Salis-Seewis 1777–1817. H. R. Sauerländer & Co., Aarau 1926.
  24. Emil Erne: Ökonomische Gesellschaften. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 27. November 2017.
  25. Frey (1889), S. 6, 68, 251 (Digitalisat).
  26. Frey (1889), passim, v. a. S. 241–262 (Digitalisat); Christian Erni: Johann Gaudenz von Salis-Seewis’ Reise ins Veltlin 1788 […]. In: Bündner Monatsblatt. 1993, S. 334–368, hier S. 334 (Digitalisat); Erni (1995) (Digitalisat), S. 181–183.
  27. Christian Erni: Johann Gaudenz von Salis-Seewis’ Reise ins Veltlin 1788 […]. In: Bündner Monatsblatt. 1993, S. 334–368, hier S. 349 (Digitalisat).
  28. Frey (1889), S. 7 f., 10 f. (Digitalisat).
  29. Nachdruck des Nachrufs der Bündner Zeitung. In: Neue Zürcher-Zeitung. 5. Februar 1834 (Digitalisat), S. 43 f., hier S. 43; Neuer Nekrolog der Deutschen. 12/1834, 1. Theil, Bernh. Fr. Voigt, Weimar 1836, S. 95–97, hier S. 95 (Digitalisat); Frey (1884), S. 208 f., 215 (Digitalisat).
  30. Frey (1889), S. 17, 19, 21, 65 (Digitalisat); Heino Pfannenschmid (Hrsg.): Gottlieb Konrad Pfeffel’s Fremdenbuch […]. Selbstverlag, Colmar 1892, S. 128 f. (Digitalisat).
  31. Offenbar war sie bei der Hochzeit bereits Mutter oder hochschwanger. Christian Erni: Johann Gaudenz von Salis-Seewis’ Reise ins Veltlin 1788 […]. In: Bündner Monatsblatt. 1993, S. 334–368, hier S. 339–341, 362 (Digitalisat); Erni (1995) (Digitalisat), S. 183, 188, 222; Stammtafel der Familie von Schwarz von Chur (Digitalisat).
  32. Meine erste Liebe. Frey (1889), S. 8–10, 91 (Digitalisat).
  33. Felix Humm (Hrsg.): Johann Gaudenz von Salis-Seewis und Johann Heinrich Füßli in ihren Briefen. Hans Huber, Bern 1976, S. 15. Die Schweizergarde zählte 1786 2349 Mann in 16 Kompanien. Mercure de France (Paris). 29. Juli 1786, S. 59 (Digitalisat).
  34. Der Pietismus und die Herrnhuter hatten unter den Bündner Protestanten zwischen 1710 und 1780 eine beträchtliche Anhängerschaft aufgebaut, wurden dann aber rasch von der Aufklärung verdrängt. Florian Hitz et al.: Graubünden. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 29. August 2023.
  35. Frey (1880), S. 6 f., 10 (Digitalisat). Hilmer wurde später preussischer Oberkonsistorialrat.
  36. Z. B. von Benedikt Hartmann: Ein Beitrag zur Biographie des Joh. Gaudenz von Salis-Seewis. In: Bündnerisches Monatsblatt. 1924, S. 297–310 (Digitalisat), hier S. 310.
  37. Jacques de Roussel (Hrsg.): État militaire de France. Onfroy, Paris 1780, S. 140 (Digitalisat); 1781, S. 154 (Digitalisat); 1782, S. 143 (Digitalisat); 1783, S. 130 (Digitalisat); 1784, S. 139 (Digitalisat); 1785, S. 131 (Digitalisat); 1786, S. 131 (Digitalisat); Ernennungsurkunde vom 14. Januar 1786, Auktion Oger-Blanchet, Paris, 6. März 2015, Los 33 (Digitalisat); Felix Humm (Hrsg.): Johann Gaudenz von Salis-Seewis und Johann Heinrich Füßli in ihren Briefen. Hans Huber, Bern 1976, S. 15.
  38. Jacques de Roussel (Hrsg.): État militaire de France. Onfroy, Paris 1786, S. 130 (Digitalisat)
  39. Zitiert nach dem Nachdruck in der Neuen Zürcher-Zeitung vom 5. Februar 1834 (Digitalisat), S. 43 f., hier S. 43. Übernommen vom Neuen Nekrolog der Deutschen, 12/1834, 1. Theil, Bernh. Fr. Voigt, Weimar 1836, S. 95–97, hier S. 95 (Digitalisat).
  40. Frey (1889), S. 24 f. (Digitalisat).
  41. P. Nicolaus von Salis-Soglio: Die Familie von Salis. Gedenkblätter aus der Geschichte des ehemaligen Freistaates der drei Bünde in Hohenrhätien (Graubünden). Joh. Thom. Stettner, Lindau i. B. 1891, S. 315, 332 f. (Digitalisat).
  42. Friedrich v. Matthisson’s Literatischer Nachlaß nebst einer Auswahl von Briefen seiner Freunde. 2. Band. August Mylius, Berlin 1832, S. 89–125 (Digitalisat); Hilde Ribi: Eine Dichterfreundschaft. In: Bündner Jahrbuch. 7/1965, S. 69–77 (Digitalisat).
  43. Gedichte von J. G. von Salis. Gesammelt durch seinen Freund Friedrich Matthisson. Orell, Gessner, Füssli und Compagnie, Zürich 1793 (Digitalisat), S. VI.
  44. Salis (1848), S. 173 (Digitalisat).
  45. «In sichtbaren Schwaden sich hin und her bewegen» (Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache).
  46. Johann Heinrich Voss, Leopold Friedrich Günther von Goeckingk (Hrsg.): Musen Almanach. C. E. Bohn, Hamburg 1786, S. 34–36 (Digitalisat); Salis (1848), S. 1 f. (Digitalisat); Friedmann (1917), S. 15–17.
  47. Alexander Weinmann: «Das Grab» von J. G. v. Salis-Seewis. Ein literarisch-musikalischer Bestseller. (Wiener Archivstudien. Band 4.) Krenn, Wien 1979.
  48. Deutsch-Verzeichnis 329a, 330, 377, 569.
  49. Das Grab. 1783. Zitiert nach Gedichte. Gesammelt durch seinen Freund Friedrich Matthisson. Orell, Gessner, Füssli und Compagnie, 1793, S. 35 f. (Digitalisat); Erstdruck: Poetische Blumenlese. Johann Christian Dieterich, Göttingen 1788 (Digitalisat), S. 118 f.; Friedmann (1917), S. 45–47.
  50. Jean Paul: Hesperus oder 45 Hundposttage. Drittes Heftlein. Karl Matzdorff, Berlin 1795, S. 209–211 (Digitalisat).
  51. Auf einen Heuchler bzw. Während einer Predigt. Poetische Blumenlese. Johann Christian Dieterich, Göttingen 1786, S. 168 (Digitalisat); 1788 (Digitalisat), S. 31; Frey (1884), S. 345, 350 (Digitalisat).
  52. Frey (1889), S. 41 f. (Digitalisat).
  53. Johann Martin Trepp: Heinrich Bansi, In: Jahresbericht der Historisch-antiquarischen Gesellschaft von Graubünden. 37/1907, S. 100–267, hier S. 117–122 (Digitalisat).
  54. (Louis-Sébastien Mercier:) Tableau de Paris. 12 Bände, 1781–1788; 1. Band: Virchaux & Compagnie, Hambourg/Samuel Fauche, Neuchâtel 1781 (Digitalisat).
  55. Wie das Wachs an den Flügeln des Ikarus.
  56. Dass dieser grosse Zugvogel einst auch in der Schweiz gejagt wurde, zeigt das Wappen von Greyerz.
  57. Zitiert nach dem Erstdruck: Schweitzersches Museum. Orell, Geßner, Füßli und Comp., Zürich 1786, S. 84–86 (Digitalisat); Friedmann (1917), S. 20–27, 88–93. Die Endfassung – Salis (1848), S. 6–8 (Digitalisat) – enthält eine diskutable Überleitung vom Anbau verschiedener Getreidesorten in der Herrschaft Maienfeld auf die Mannigfaltigkeit der Erinnerungen des Dichters. Die vorletzte zitierte Zeile lautet beschwörender: «Lebet nun wohl ihr Thäler der Heimath! Ihr heiligen Alpen!» Übrigens freute sich Salis, als er 1790 mit Liebeskummer aus der Heimat zurückkehrte, dass ihm «das weite, lange Paris, durch den feuchten, stinkenden Qualm und seine Wagen und Menschengewühl» Ablenkung verhiess. Erni (1995) (Digitalisat), S. 190 f.
  58. Dort befand sich die Kaserne des 1. Bataillons des Régiment des Gardes Suisses et Grisons.
  59. (Sophie von La Roche:) Journal einer Reise durch Frankreich, von der Verfasserin von Rosaliens Briefen. Richter, Altenburg 1787, S. 97–100, 376 f. (Digitalisat); Frey (1889), S. 21 f. (Digitalisat); Christian Erni: Johann Gaudenz von Salis-Seewis’ Reise ins Veltlin 1788 […]. In: Bündner Monatsblatt. 1993, S. 334–368, hier S. 335 (Digitalisat).
  60. Nicht blond wie auf dem Umschlag der Naxos-CD 8.570480 Schubert: Poets of Sensibility. Vol. 6.
  61. Frey (1889), S. 188 (Digitalisat).
  62. Frey (1889), S. 17, 26 (Digitalisat); Erni (1995) (Digitalisat), S. 183, 191; Jürgen Voss: Ein Berliner Literat in Paris. Adrian Christian Friedel (1753–1785). In: Michel Espagne, Werner Greiling (Hrsg.): Frankreichfreunde. Mittler des französisch-deutschen Kulturtransfers. Leipziger Universitätsverlag 1996, S. 177–188.
  63. Christian Erni: Johann Gaudenz von Salis-Seewis’ Reise ins Veltlin 1788 […]. In: Bündner Monatsblatt. 1993, S. 334–368, hier S. 356 (Digitalisat).
  64. Friedmann (1917), S. 1 f.
  65. Salis (1848), S. 173–176 (Digitalisat).
  66. •••
  67. Allgemeine Literatur-Zeitung. Jena/Leipzig 1788, 1. Band, Sp. 57 f., 63 (Digitalisat).
  68. Christian Erni: Johann Gaudenz von Salis-Seewis’ Reise ins Veltlin 1788 […]. In: Bündner Monatsblatt. 1993, S. 334–368, hier S. 365 (Digitalisat).
  69. Frey (1884), S. 211 (Digitalisat).
  70. Frey (1884), S. 205–208 (Digitalisat).
  71. Literarischer Nachlaß der Frau Caroline von Wolzogen. 2. Band. Breitkopf und Härtel, Leipzig 1849, S. 397 f. (Digitalisat); Friedmann (1917), S. 79 f.
  72. Gedichte von J. G. von Salis. Gesammelt durch seinen Freund Friedrich Matthisson. Orell, Gessner, Füssli und Compagnie, Zürich 1793 (Digitalisat), S. VII.
  73. Frey (1884), S. 209 (Digitalisat).
  74. Jean-René Suratteau: Alfred Rufer. La Suisse et la Révolution Française. Société des Études Robespierristes, Paris 1974, S. 7 ff. (Biografie), 47 ff. (Bibliografie); Hans von Rütte: Alfred Rufer. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 5. Januar 2012.
  75. Rufer (1938), S. 5.
  76. Georg Wilhelm Roeder: Der Dichter Joh. Gaudenz v. Salis-Seewis. Ein Lebensbild als Festgabe am Seculartage seiner Geburt. Huber u. Compagnie (F. Fehr), St. Gallen 1863, S. 16 (Digitalisat). Zu Roeder vgl. Peter Metz: Geschichte des Kantons Graubünden. Band 1, Calven, Chur 1989, ISBN 3-905261-01-4, S. 360 f.
  77. Frey (1884), S. 208, 221 (Digitalisat).
  78. Rémy Charbon: Salis-Seewis, Johann Gaudenz Gubert Graf von. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 22. Duncker & Humblot, Berlin 2005, ISBN 3-428-11203-2, S. 375–376 (deutsche-biographie.de).
  79. Schriften von Friedrich von Matthisson. 7. Band. Ausgabe letzter Hand. Orell, Füßli und Compagnie, Zürich 1829 (Digitalisat), S. 257 f.
  80. Felix Humm (Hrsg.): Johann Gaudenz von Salis-Seewis und Johann Heinrich Füßli in ihren Briefen. Hans Huber, Bern 1976, S. 7.
  81. Frey (1889), S. 28 (Digitalisat).
  82. David Heß: Joh. Caspar Schweizer. Ein Charakterbild aus dem Zeitalter der französischen Revolution. Hrsg. v. Jakob Baechtold. Wilhelm Hertz, Berlin 1884 (Digitalisat), S. VII, XXXI–XXXIII, XXXV, 52.
  83. Maria Morf-Tanner: Barbara Bansi (1777–1863). In: Bündner Jahrbuch. 5/1963, S. 121–123 (Digitalisat).
  84. Frey (1889), S. 33 f., 42, 94, 119 f. (Digitalisat); Erni (1995)(Digitalisat), S. 183.
  85. Die Beförderungen erfolgten nach Willkür der Vorgesetzten statt nach Anciennität, wogegen die Offiziere nach der Revolution protestierten. Ariane Knüsel: Aloys Jost – ein Bündner Patriot und die Französische Revolution. In: Bündner Monatsblatt. 2013, S. 493–515, hier S. 497 ff. (Digitalisat).
  86. Encyclopédie méthodique. Art militaire. 1. Band. Panckoucke, Paris/Plomteux, Liège 1784, S. 463 (Digitalisat); Hans Jakob Holzhalb: Supplement zu dem allgemeinen helvetisch-eidsgenößischen oder schweizerischen Lexicon […]. 5. Theil. Selbstverlag, Zürich 1791, S. 285 (Digitalisat).
  87. Jacques de Roussel (Hrsg.): État militaire de France. Onfroy, Paris 1787, S. 275 (Digitalisat); 1788, S. 246 (Digitalisat); 1789, S. 241 (Digitalisat); 1790, S. 241 (Digitalisat); 1791, S. 55, 209 (Digitalisat); 1792, S. 186 (Digitalisat); Frey (1889), S. 30, 94 (Digitalisat).
  88. Alfred Rufer: Aus dem Garnisonsleben des Dichters Joh. Gaudenz von Salis-Seewis. In: Bündnerisches Monatsblatt. 1918, S. 73–81, hier S. 74 (Digitalisat).
  89. Alain-Jacques Czouz-Tornare: Les formations suisses, substituts aux gardes nationales dans les capitales provinciales en 1789–1790. In: Serge Bianchi, Roger Dupuy (Hrsg.): La garde nationale entre nation et peuple en armes […]. Presses Universitaires de Rennes 2006, ISBN 978-2-7535-3179-6 (Digitalisat), § 2.
  90. Mercure de France (Paris). 29. Juli 1786, S. 59–61 (Digitalisat).
  91. Jacques Ferdinand-Dreyfus: Un philanthrope d’autrefois. La Rochefoucault-Liancourt 1747–1827. Plon-Nourrit et Cie., Paris 1903, S. 116 (Digitalisat).
  92. Alphons Pfyffer: Der Freyheitsfreund (Bern). 2. Jahrgang, 1801 (Digitalisat). 1. Juni 1801, S. 4.
  93. Charles Bourcart: Aus den Papieren des Samuel Ryhiner. In: Basler Zeitschrift für Geschichte und Altertumskunde. 11/1912, S. 1–220, hier S. 18 f. (Digitalisat); Alfred Rufer: Aus dem Garnisonsleben des Dichters Joh. Gaudenz von Salis-Seewis. In: Bündnerisches Monatsblatt. 1918, S. 73–81, hier S. 77 (Digitalisat); Heinrich Scheel: Süddeutsche Jakobiner. Klassenkämpfe und republikanische Bestrebungen im deutschen Süden Ende des 18. Jahrhunderts. Akademie-Verlag, Berlin 1962, S. 186, 190, 458 f., 473, 475.
  94. Frey (1889), S. 35 f., 58, 65, 92, 96 f., 110, 112 f., 151, 207 (Digitalisat).
  95. Rufer (1938), S. 6.
  96. Pierre Despatys: La Révolution, la Terreur, le Directoire 1791–1799 […]. Plon-Nourrit et Cie., Paris 1909, S. 261 (Digitalisat).
  97. Zitiert nach: Salis (1848), S. 33–35 (Digitalisat); später stark überarbeiteter Erstdruck: Poetische Blumenlese. Johann Christian Dieterich, Göttingen 1787 (Digitalisat), S. 201–204; Friedmann (1917), S. 93–95.
  98. Die Legende will, dass er sogar «bei der unglücklichen Königin Marie Antoinette ausgezeichnete Gunst genoß». Neue Zürcher-Zeitung. 5. Februar 1834 (Digitalisat), S. 43 f. (Nachdruck des Nachrufs der Bündner Zeitung).
  99. Ernst Zimmerli: Johann Gaudenz von Salis-Seewis, Jakob Ulrich Sprecher v. Bernegg, Karl Gotthard Graß und Sophie von Laroche. In: Bündnerisches Monatsblatt. 1936, S. 204–213, hier S. 208 (Digitalisat).
  100. Poetische Blumenlese. Johann Christian Dieterich, Göttingen 1787 (Digitalisat), S. 8–12.
  101. Er schrieb: «Die meisten sind fett und phlegmatisch, trocken und übertrieben mißtrauisch, zurückhaltend gegen Offiziere.»
  102. Frey (1889), S. 35, 46 (Digitalisat).
  103. Frey (1884), S. 218 (Digitalisat); zweites Zitat etwas modernisiert auch in: Frey (1889), S. 46 (Digitalisat).
  104. Frey (1884), S. 228 (Digitalisat).
  105. Frey (1889), S. 47–49 (Digitalisat).
  106. (Anton Herkules Sprecher von Bernegg:) Sammlung rhätischer Geschlechter. 1. Jahrgang. G. Hitz, Chur 1847, S. 111 (Digitalisat); Hans Pestalozzi-Keyser: Geschichte der Familie Pestalozzi. 1958 (Digitalisat), S. 265–267, 358–360.
  107. Ersichtlich etwa aus einem Brief von ihr in: Friedrich v. Matthisson’s Literatischer Nachlaß nebst einer Auswahl von Briefen seiner Freunde. 2. Band. August Mylius, Berlin 1832, S. 111–117 (Digitalisat).
  108. Frey (1889), S. 121 (Digitalisat).
  109. Catull: Carmina 66 (De coma Berenices); Johann Heinrich Voss (Hrsg.): Musen Almanach. C. E. Bohn, Hamburg 1792, S. 131–133 (Digitalisat); Salis (1848), S. 67–69, 85 f. (Digitalisat); Frey (1889), S. 47–49 (Digitalisat)
  110. Christian Erni: Johann Gaudenz von Salis-Seewis’ Reise ins Veltlin 1788 […]. In: Bündner Monatsblatt. 1993, S. 334–368, hier S. 346 (Digitalisat).
  111. Möglicherweise der eingangs abgebildete, unter Verwendung des 1786 erfundenen Silhouettierstuhls Physionotrace entstandene Kupferstich von Edme Quenedey.
  112. Erni (1995) (Digitalisat), S. 188.
  113. «Meine Eltern, mein Beruf als Militär, die Umstände, schliesslich stärkere Gründe, die ich ihnen nicht nennen darf, halten mich von jeder Verbindung ab. […] Klagen Sie die Umstände und das Schicksal an; klagen Sie die an, die ich keinesfalls nenne, aber klagen Sie keinesfalls mich an.»
  114. Frey (1889), S. 56–61, 65, 260 (Digitalisat).
  115. Erni (1995) (Digitalisat), S. 188 f.
  116. Frey (1889), S. 60, 64 f. (Digitalisat).
  117. Frey (1889), S. 241–162 (Transkription des Textes vom 27. Mai bis zum 21. August) (Digitalisat); Erni (1995) (Digitalisat), S. 190–193.
  118. Frey (1889), S. 248 f. (Digitalisat).
  119. Der Bankier bekleidete dieses Amt 1777–1781 und 1788/89. 1789/90 war er Premier ministre des finances.
  120. Frey (1889), S. 252 (Digitalisat).
  121. Jacques Godechot: La prise de la Bastille. 14 juillet 1789. Gallimard, Paris 1985 (Erstausgabe 1965), S. 427.
  122. Ludwig von Flüe blieb im Gegensatz zu einigen seiner Untergebenen am Leben und stiess am 1. August wieder zum Regiment. Frey (1889), S. 253, 258 (Digitalisat).
  123. Hermann Uhde (Hrsg.): H. A. O. Reichard (1751–1828). Seine Selbstbiographie. J. G. Cotta, Stuttgart 1877, S. 227 f. (Digitalisat); Frey (1889), S. 69 f. (Digitalisat).
  124. Jacques de Roussel (Hrsg.): État militaire de France. Onfroy, Paris 1789, S. 241 (Digitalisat); Jacques Ferdinand-Dreyfus: Un philanthrope d’autrefois. La Rochefoucault-Liancourt 1747–1827. Plon-Nourrit et Cie., Paris 1903, S. 116 (Digitalisat).
  125. Jacques Godechot: La prise de la Bastille. 14 juillet 1789. Gallimard, Paris 1985 (Erstausgabe 1965), S. 467 f.
  126. Alfred Rufer: Aus dem Garnisonsleben des Dichters Joh. Gaudenz von Salis-Seewis. In: Bündnerisches Monatsblatt. 1918, S. 73–81, hier S. 75 (Digitalisat).
  127. Generalleutnant Jean-François comte de Narbonne-Pelet-Fritzlar (1724–1804).
  128. Der Solothurner Generalleutnant kommandierte die zur Niederschlagung der Unruhen nach Paris befohlenen Truppen. Andreas Fankhauser: Peter Viktor Besenval von Brunnstatt. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 6. November 2002.
  129. Frey (1889), S. 253 (Digitalisat).
  130. Sie wurde vom Winterthurer Hettlinger geleitet, der 1791 Administrator des Départements Seine-et-Oise (Hauptort Versailles) wurde. Frey (1889), S. 69, 254 (Digitalisat); Martin Lassner: Johann Jakob Hettlinger. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 30. August 2006.
  131. Ludwig von Flüe wohnte mit Salis Zimmer an Zimmer. Er hatte ihn noch am 22. Juni besucht. Salis missbilligte, dass er 1790 mit beteiligten Soldaten den Jahrestag des Bastillesturms feierte. Frey (1889), S. 93, 97 f., 248 (Digitalisat). 1791 erhielt von Ludwig von Flüe die Hauptmannsstelle eines zurücktretenden Verwandten. Jacques de Roussel (Hrsg.): État militaire de France. Onfroy, Paris 1789, S. 241 (Digitalisat); 1791, S. 359 (Digitalisat); 1792, S. 186 (Digitalisat).
  132. Hermann Uhde (Hrsg.): H. A. O. Reichard (1751–1828). Seine Selbstbiographie. J. G. Cotta, Stuttgart 1877, S. 227 f. (Digitalisat); Frey (1889), S. 69 (Digitalisat).
  133. Frey (1889), S. 254 (Digitalisat); Erni (1995)(Digitalisat), S. 193.
  134. Jacques Godechot: La prise de la Bastille. 14 juillet 1789. Gallimard, Paris 1985 (Erstausgabe 1965), S. 428.
  135. Frey (1889), S. 255 f. (Digitalisat); Alain-Jacques Czouz-Tornare: Les formations suisses, substituts aux gardes nationales dans les capitales provinciales en 1789–1790. In: Serge Bianchi, Roger Dupuy (Hrsg.): La garde nationale entre nation et peuple en armes […]. Presses Universitaires de Rennes 2006, ISBN 978-2-7535-3179-6 (Digitalisat), § 7.
  136. Frey (1889), S. 257 (Digitalisat).
  137. Mercure de France (Paris). 26. September 1789, S. 340–346 (Digitalisat); Alain-Jacques Czouz-Tornare: Le régiment de Salis-Samade en Normandie […]. In: Christine Le Bozec, Eric Wauters (Hrsg.): En hommage à Claude Mazauric. Pour la Révolution Française. Publications de l’Université de Rouen 1998, S. 211–222, hier S. 212.
  138. Literarischer Nachlaß der Frau Caroline von Wolzogen. 2. Band. Breitkopf und Härtel, Leipzig 1849, S. 393–395 (Digitalisat).
  139. Frey (1889), S. 259–262 (Digitalisat); Erni (1995) (Digitalisat), S. 194.
  140. Erni (1995) (Digitalisat), S. 195 f.
  141. Erni (1995) (Digitalisat), S. 195, 205 f.
  142. Vom 19. Oktober 1789 bis zum 19. Januar 1790.
  143. Erich Wenneker: Bavier, Christian. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 15, Bautz, Herzberg 1999, ISBN 3-88309-077-8, Sp. 100–101.
  144. An D. Heß. Beym Abschied den 19. Jenner 1790. (Im Haag.) In: Schweitzersches Museum. Orell, Geßner, Füßli und Comp., Zürich 1789, S. 876 f. (Digitalisat); Frey (1884), S. 354 f. (Digitalisat); Frey (1889), S. 73, 79–83, 214, 232, 234 (Digitalisat); Ernst Eschmann: David Heß (1770–1843). Sein Leben und seine Werke. H. R. Sauerländer & Co., Aarau 1910 (Diss. Universität Zürich), S. 38 f., 56 (Digitalisat).
  145. Goethe’s Schriften. 8. Band. Georg Joachim Göschen, Leipzig 1789, S. 117 (Digitalisat); John Reed: The Schubert song companion. Manchester University Press 1997, ISBN 978-1-901341-00-3, S. 31.
  146. Poetisch: geliebt, teuer.
  147. Zum modischen Chemisenkleid aus Mousseline wurde unterhalb des Busens ein farbiges Seidenband getragen.
  148. Bei in der Schweiz üblicher Aussprache des Standarddeutschen unreiner Reim.
  149. Zitiert nach dem Erstdruck: Gedichte. Vierte vermehrte Auflage. Orell, Füßli und Compagnie, Zürich 1800, S. 122–124 (Digitalisat); Salis (1848), S. 87–89 (Digitalisat); Frey (1889), S. 74, 80 f. (Digitalisat); Vertonungen von Schubert: Deutsch-Verzeichnis 331, 350.
  150. Frey (1889), S. 86–89 (Digitalisat); Erni (1995) (Digitalisat), S. 227–238.
  151. Wilhelm Fielitz (Bearb.): Schiller und Lotte. 1788–1805. 3. Ausgabe, J. G. Cotta, Stuttgart 1879 (Digitalisat), 1. Buch, S. 247, 2. Buch, S. 9 f.; Frey (1889), S. 243, 246, 250 (Digitalisat).
  152. Wilhelm von Wolzogen: »Dieses ist der Mittelpunkt der Welt.« Pariser Tagebuch 1788/1789. Hrsg. von Eva Berié, Christoph von Wolzogen. S. Fischer, Frankfurt am Main 1989, ISBN 3-10-092244-1, S. 180 f., 185 f. Vgl. Wilhelm von Wolzogen: Pariser Tagebuch 1788/1789 – diplomatische Fassung. Transkription Eva Berié, Christoph Frhr. v. Wolzogen. 2007 (Digitalisat), S. 127, 131 f.
  153. Caroline v. B** Gebohrne v. L***: Ueber das Pays de Vaud. 1783. (Von einem adelichen deutschen Frauenzimmer.) In: Schweitzerisches Museum (Zürich). 2/1784 (Digitalisat), 5. Stück, S. 396–405; Johann Gaudenz von Salis-Seewis: Bergreise-Lied. Ebendort, S. 479 f.
  154. (Caroline von Lengefeld:) Schreiben einer jungen Dame, auf ihrer Reise durch die Schweiz. In: Pomona für Teutschlands Töchter, von Sophie von La Roche (Speyer). 5. Heft, Mai 1784, S. 477–487 (Digitalisat).
  155. Frey (1889), S. 87 (Digitalisat).
  156. Caroline v. B** Gebohrne v. L***: Ueber das Pays de Vaud. 1783. (Von einem adelichen deutschen Frauenzimmer.) In: Schweitzerisches Museum (Zürich). 2/1784 (Digitalisat), 5. Stück, S. 396–405, hier S. 398.
  157. Frey (1889), S. 142 (Digitalisat).
  158. Schillers Schwester Christophine vermutete, die schlanke, brünette Caroline entspreche mehr dem Geschmack des Bruders als die kleine, blonde Charlotte. Schiller schrieb Charlotte über Caroline: «Sie hat mehr Empfindungen in mir zur Sprache gebracht als Du […]. Was Caroline vor Dir voraus hat, mußt du von mir empfangen […] und mein Geschöpf mußt Du seyn.» Kirsten Jüngling, Brigitte Roßbeck: Schillers Doppelliebe. Die Lengefeld-Schwestern Caroline und Charlotte. List Taschenbuch, Berlin 2006, ISBN 978-3-548-60650-7, S. 107, 124.
  159. Literarischer Nachlaß der Frau Caroline von Wolzogen. 2. Band. Breitkopf und Härtel, Leipzig 1849, S. 195 (Digitalisat).
  160. Philipp Zinsli: Caroline von Dacheröden über den Dichter Salis. In: Bündnerisches Monatsblatt. 1933, S. 247 f. (Digitalisat).
  161. Literarischer Nachlaß der Frau Caroline von Wolzogen. 2. Band. Breitkopf und Härtel, Leipzig 1849, S. 396 (Digitalisat).
  162. Literarischer Nachlaß der Frau Caroline von Wolzogen. 2. Band. Breitkopf und Härtel, Leipzig 1849, S. 399–402 (Digitalisat).
  163. Hatte sich im Steiner Krieg 1784 gegen Zürichs Herrschaft empört.
  164. Literarischer Nachlaß der Frau Caroline von Wolzogen. 2. Band. Breitkopf und Härtel, Leipzig 1849, S. 402 f. (Digitalisat).
  165. Fast eine Kriminalgeschichte. In: Kirsten Jüngling, Brigitte Roßbeck: Schillers Doppelliebe. Die Lengefeld-Schwestern Caroline und Charlotte. List Taschenbuch, Berlin 2006, ISBN 978-3-548-60650-7, S. 160–181.
  166. (Caroline von Wolzogen:) Agnes von Lilien. In: Die Horen, eine Monatsschrift, herausgegeben von Schiller. 2/1796, 10. Stück, S. 6–69 (Digitalisat); 12. Stück, S. 36–104 (Digitalisat); 3/1797, 2. Stück, S. 43–60 (Digitalisat); 5. Stück, S. 55–90 (Digitalisat), mehr nicht erschienen; 2 Theile, Johann Friedrich Unger, Berlin 1798 (1: Digitalisat, 2: Digitalisat).
  167. Thomas Anz: Geheimnisse um eine literarische Sensation des Jahres 1797. Schillers Schwägerin Caroline von Wolzogen und ihr vergessener Liebesroman «Agnes von Lilien». In: literaturkritik.de, 7. Mai 2005, letzte Änderung: 21. November 2016 (Digitalisat).
  168. (Caroline von Wolzogen:) Schillers Leben, verfaßt aus Erinnerungen der Familie […]. 2. Theil, J. G. Cotta, Stuttgart und Tübingen 1830, S. 65 (Digitalisat).
  169. Schiller wirkte dort ohne entsprechende Ausbildung als Professor der Geschichtswissenschaft.
  170. (Friedrich Schiller:) Die Räuber. Ein Schauspiel. Frankfurt und Leipzig 1781, S. 81 (Digitalisat): «[…] zu einem Spizbuben wills Grüz — auch gehört darzu ein eigenes National-Genie, ein gewises, daß ich so sage, Spizbuben Klima, und da rath ich dir, reis du ins Graubünder Land, das ist das Athen der heutigen Gauner.»
  171. Friedrich Schiller: Die Götter Griechenlandes [später stark überarbeiteter Erstdruck]. In: Christoph Martin Wieland (Hrsg.): Der Teutsche Merkur. Leipzig März 1788, S. 250–260 (Digitalisat). Nicht vor Augen gekommen zu sein scheint Salis Schillers berüchtigte anonym erschienene Anthologie auf das Jahr 1782. Gedrukt in der Buchdrukerei zu Tobolsko. (Digitalisat).
  172. Neben den Räubern könnte Salis Die Verschwörung des Fiesco zu Genua (1783) und Kabale und Liebe (1784) gekannt haben.
  173. Wegen vieler Streichungen schwer zu entziffernde Passage. Zitiert nach Erni (1995) (Digitalisat), S. 235 f.; Frey (1889), S. 88 (Digitalisat).
  174. Charlotte von Lengefeld und Caroline von Beulwitz.
  175. Eberhard Haufe (Hrsg.): Schillers Werke. Nationalausgabe. 25. Band (Schillers Briefe 1.1.1788–28.2.1790). Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1979, S. 413, 778.
  176. Wilhelm Fielitz (Bearb.): Schiller und Lotte. 1788–1805. 3. Ausgabe, J. G. Cotta, Stuttgart 1879 (Digitalisat), 2. Buch, S. 286.
  177. Literarischer Nachlaß der Frau Caroline von Wolzogen. 2. Band. Breitkopf und Härtel, Leipzig 1849, S. 195, 197 f. (Digitalisat).
  178. Frey (1889), S. 90 (Digitalisat).
  179. Alfred Rufer: Die Adresse der Bündner Patrioten an die französische Nationalversammlung von 1790. In: Bündner Monatsblatt. 1945, S. 244–249 (Digitalisat).
  180. Schriften von Friedrich von Matthisson. 7. Band. Ausgabe letzter Hand. Orell, Füßli und Compagnie, Zürich 1829 (Digitalisat), S. 315.
  181. Frey (1889), S. 98, 100 (Digitalisat).
  182. Bernd-Ulrich Hergemöller et al. (Hrsg.): Mann für Mann. Biographisches Lexikon zur Geschichte von Freundesliebe und mannmännlicher Sexualität im deutschen Sprachraum. 2 Bände, Lit Verlag, Münster 2010, ISBN 978-3-643-10693-3, S. 1015 f.
  183. Johann Gottlieb Kahlert (1756–1831) aus Breslau. Frey (1889), S. 10 (Digitalisat).
  184. August Heinrich Hoffmann von Fallersleben: Findlinge. Zur Geschichte deutscher Sprache und Dichtung. 1. Band. Wilhelm Engelmann, Leipzig 1860, S. 305–307 (Digitalisat); Frey (1889), S. 40–43 (Digitalisat).
  185. Poetische Blumenlese. Johann Christian Dieterich, Göttingen 1786, S. 171 (Digitalisat); Frey (1884), S. 344 (Digitalisat).
  186. Christian Ulrich Detlev von Eggers (Hrsg.): Deutsches Magazin. 8. Band, 1794, nach S. 112 (Digitalisat).
  187. Andreas Bürgi: Friedrich von Matthisson. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 29. Oktober 2009.
  188. Friedrich Matthisson’s auserlesene Gedichte. Herausgegeben von Joh. Heinr. Füssli. Orell, Gessner, Füssli und Compagnie, Zürich 1791, S. III, IX f., 17 f. (Wunsch. An Salis.), 19 f. (Die Nachtigall.), 21 (Die Grazien. An Salis.), 33 f. (Erinnerung am Genfersee.), 94 (An die Grille.) (Digitalisat).
  189. Frey (1889), S. 96 (Digitalisat); Alfred Rufer: Das Ende des Freistaates der Drei Bünde. Erzählt in Aufsätzen über den Zeitraum von 1763–1803. Calven, Chur 1965, S. 23 f.; Alain-Jacques Czouz-Tornare: Les formations suisses, substituts aux gardes nationales dans les capitales provinciales en 1789–1790. In: Serge Bianchi, Roger Dupuy (Hrsg.): La garde nationale entre nation et peuple en armes […]. Presses Universitaires de Rennes 2006, ISBN 978-2-7535-3179-6 (Digitalisat), § 40.
  190. Le Courrier de Paris dans les 83 départements. Paris, 7. Juli 1791, S. 102 (Digitalisat); Casimir Folletête: Le régiment de l’Évêché de Bâle au service de France 1758–1792. Imprimerie catholique suisse, Fribourg 1882, S. 55 (Digitalisat); Frey (1889), S. 94 (Digitalisat); Louis Hartmann: Les officiers de l’armée royale et la Révolution. Félix Alcan, Paris 1910, S. 245 f. (Digitalisat); Alfred Rufer: Aus dem Garnisonsleben des Dichters Joh. Gaudenz von Salis-Seewis. In: Bündnerisches Monatsblatt. 1918, S. 73–81, hier S. 77 (Digitalisat).
  191. Frey (1889), S. 149 (Digitalisat).
  192. Frey (1889), S. 149 f. (Digitalisat); Alfred Rufer: Das Ende des Freistaates der Drei Bünde. Erzählt in Aufsätzen über den Zeitraum von 1763–1803. Calven, Chur 1965, S. 24–28.
  193. An der Grenze zum österreichischen Herzogtum Luxemburg und zum Fürstbistum Lüttich, mit dem Fort de Charlemont.
  194. Als auf der Rückreise der Postillion vom Wagen fiel, konnte Salis noch rechtzeitig die Leitseile der durchgehenden Pferde ergreifen und so einen Unfall verhindern. Frey (1889), S. 102–105 (Digitalisat); Alain-Jacques Czouz-Tornare: Les formations suisses, substituts aux gardes nationales dans les capitales provinciales en 1789–1790. In: Serge Bianchi, Roger Dupuy (Hrsg.): La garde nationale entre nation et peuple en armes […]. Presses Universitaires de Rennes 2006, ISBN 978-2-7535-3179-6 (Digitalisat), § 42.
  195. Zitiert nach: Salis (1848), S. 62–64 (Digitalisat); Erstdruck: Johann Heinrich Voss (Hrsg.): Musen Almanach für 1792. C. E. Bohn, Hamburg, S. 18–20 (Digitalisat); Friedmann (1917), S. 40–43. Der vom Englischen Landschaftsgarten verdrängte Französische Garten galt als Symbol des Ancien Régime.
  196. Frey (1889), S. 105–108, 142, 184, 231 (Digitalisat).
  197. Frey (1889), S. 106 f. (Digitalisat); Friedmann (1917), S. 6.
  198. Am dreyßigsten Jahrestage nach dem Tode meiner Mutter. Am 18ten des Christmonds 1821. Zitiert nach dem Erstdruck: Amadeus Wendt (Hrsg.): Musenalmanach. Weidmannsche Buchhandlung, Leipzig 1831, S. 190 f. (Digitalisat); Salis (1848), S. 163 (Digitalisat).
  199. Frey (1889), S. 114 (Digitalisat).
  200. Frey (1889), S. 108–110 (Digitalisat).
  201. Gazette nationale ou le Moniteur universel (Paris). 15. August 1792, S. 957 (Digitalisat); Journal des débats et des décrets (Paris). Nr. 324/1792, S. 205 (Digitalisat).
  202. Alphonse Roserot (Hrsg.): Mémoires de Madame de Chastenay 1771–1815. 1. Band. E. Plon, Nourrit et Cie., Paris 1896, S. 158–160 (Digitalisat); Alain-Jacques Czouz-Tornare: Le régiment de Salis-Samade en Normandie […]. In: Christine Le Bozec, Eric Wauters (Hrsg.): En hommage à Claude Mazauric. Pour la Révolution Française. Publications de l’Université de Rouen 1998, S. 211–222, hier S. 217 f.
  203. Alfred Rufer: Aus dem Garnisonsleben des Dichters Joh. Gaudenz von Salis-Seewis. In: Bündnerisches Monatsblatt. 1918, S. 73–81, hier S. 77 (Digitalisat).
  204. Frey (1889), S. 110 f. (Digitalisat).
  205. Schweizerdeutsch für träumen, sinnen.
  206. Zitiert nach dem Erstdruck: Johann Heinrich Voss (Hrsg.): Musen Almanach. C. E. Bohn, Hamburg 1797, S. 38–40 (Digitalisat); Salis (1848), S. 81–83 (Digitalisat).
  207. (Anton Küchler:) Louis Bastillien oder Gardehauptmann Ludwig von Flüe […]. Josef Müller, Sarnen 1886, S. 13–15 (Digitalisat); Frey (1889), S. 66, 94, 109–116 (Digitalisat); Alfred Rufer: Aus dem Garnisonsleben des Dichters Joh. Gaudenz von Salis-Seewis. In: Bündnerisches Monatsblatt. 1918, S. 73–81, hier S. 77 ff. (Digitalisat); Rufer (1938), S. 10. Hingegen behauptete Alain-Jacques Czouz-Tornare: Le régiment de Salis-Samade en Normandie […]. In: Christine Le Bozec, Eric Wauters (Hrsg.): En hommage à Claude Mazauric. Pour la Révolution Française. Publications de l’Université de Rouen 1998, S. 211–222, hier S. 218–220, die Basler hätten berechtigte Kritik Bachmanns zum Anlass genommen, um sich gegen ihn aufzulehnen.
  208. Jean Kaulek (Hrsg.): Papiers de Barthélemy, ambassadeur de France en Suisse, 1792–1797. Band 1. Félix Alcan, Paris 1886, S. 213 f., 223, 226 f., 233, 242, 246 f. (Digitalisat).
  209. Johann Ulrich war 1792/93 zum dritten Mal Bundslandamman des Zehngerichtenbundes.
  210. Jean Cart: Le 10 août à Paris et le régiment des gardes-suisses. In: Revue des études historiques (Paris). 75/1909, S. 481–519, 647–667, hier S. 658 f. (Digitalisat).
  211. Jacques de Roussel (Hrsg.): État militaire de France. Onfroy, Paris 1792, S. 207 f. (Digitalisat); Felix Humm (Hrsg.): Johann Gaudenz von Salis-Seewis und Johann Heinrich Füßli in ihren Briefen. Hans Huber, Bern 1976, S. 15.
  212. Spanien trat erst im folgenden Jahr der Koalition bei.
  213. Montesquiou war Generalleutnant und Mitglied der Académie française. Jacques de Roussel (Hrsg.): État militaire de France. Onfroy, Paris 1792 (Digitalisat), S. 31; Léon Hennet: État Militaire de France pour l’Année 1793. Nouvelle édition revue, corrigée et augmentée. Société de l’Histoire de la Révolution Française, Paris 1903, S. 33 (Digitalisat).
  214. Frey (1889), S. 113 f., 263–265 (Digitalisat); Jacques de Roussel (Hrsg.): État militaire de France. Onfroy, Paris 1792 (Digitalisat), S. 60.
  215. Wolfgang Friedrich von Mülinen: Das französische Schweizer-Garderegiment am 10. August 1792. Gebrüder Räber, Luzern 1892 S. 96, 114 (Digitalisat).
  216. In der Feldarmee Maréchal de camp.
  217. Frey (1889), S. 115 (Digitalisat).
  218. Benedikt Hartmann (Hrsg.): Aus unveröffentlichen Briefen des Dichters J. Gaud. von Salis-Seewis. In: Sonntagsblatt der Basler Nachrichten. 28. Januar 1934, S. •••.
  219. Gazette nationale ou le Moniteur universel (Paris). 15. August 1792, S. 957 (Digitalisat); Journal des débats et des décrets (Paris). Nr. 324/1792, S. 205 (Digitalisat); Frey (1889), S. 114–116 (Digitalisat).
  220. Jean Cart: Le 10 août à Paris et le régiment des gardes-suisses. In: Revue des études historiques (Paris). 75/1909, S. 481–519, 647–667, hier S. 660 f. (Digitalisat).
  221. Léon Hennet: État Militaire de France pour l’Année 1793. Nouvelle édition revue, corrigée et augmentée. Société de l’Histoire de la Révolution Française, Paris 1903, S. 137 (Digitalisat).
  222. Alfred Rufer: Aus dem Garnisonsleben des Dichters Joh. Gaudenz von Salis-Seewis. In: Bündnerisches Monatsblatt. 1918, S. 73–81, hier S. 81 (Digitalisat); Rufer (1938), S. 10.
  223. (Emanuel Friedrich von Fischer:) Zum Andenken des Freyherrn Niklaus Franz von Bachmann An-der-Letz […]. Orell, Füßli und Campagnie, Zürich 1831, S. 21 ff. (Digitalisat). Noch heute existiert im Kanton Glarus eine General-Bachmann-Gesellschaft.
  224. Jacques de Roussel (Hrsg.): État militaire de France. Onfroy, Paris 1792, S. 58 (Digitalisat); P. Nicolaus von Salis-Soglio: Die Familie von Salis. Gedenkblätter aus der Geschichte des ehemaligen Freistaates der drei Bünde in Hohenrhätien (Graubünden). Joh. Thom. Stettner, Lindau i. B. 1891, S. 316 (Digitalisat).
  225. Benedikt Hartmann (Hrsg.): Aus unveröffentlichen Briefen des Dichters J. Gaud. von Salis-Seewis. In: Sonntagsblatt der Basler Nachrichten. 28. Januar 1934, S. •••.
  226. Frey (1889), S. 117–119 (Digitalisat). Zehn Jahre zuvor war in Genf eine Revolution von den Nachbarstaaten unterdrückt worden. Als es 1815 Teil der Schweiz wurde, war es deren bevölkerungsreichste Stadt.
  227. Pierre-Louis Rœderer: Éloge historique de Montesquiou […]. Imprimerie du Journal de Paris, an VII (1799), S. 33 ff. (Digitalisat). Das Stammland der in Turin (Fürstentum Piemont) residierenden Könige von Sardinien wurde zum französischen Département Montblanc, der Norden 1798 zum Département Léman mit Genf als Präfektur.
  228. Frey (1889), S. 117 f. (Digitalisat).
  229. Zitiert nach dem Erstdruck: Friedrich Matthisson (Hrsg.): Lyrische Anthologie. 15. Theil, Zürich 1806, S. 48 f. (Digitalisat); Salis (1848), S. 90 f. (Digitalisat); Vertonung von Schubert: Deutsch-Verzeichnis 405.
  230. Ofentreppchen, Aufgang zur Schlafkammer. Eine Liebesgeschichte aus diesem Jahrhundert. In: Bündner Kalender, Senti & Casanova, Chur 1871, S. 306–317, hier S. 307 (Digitalisat).
  231. Staatsarchiv St. Gallen, KPC 1/55.1 (Digitalisat): «Wiese Manschnigs, zum [1838 säkularisierten] Kloster Pfäffers gehörig». Oberhalb Malans, heute Maschnix oder Maschnixa. Schweizerisches Idiotikon: Das Portal der schweizerischen Ortsnamenforschung. id:3032904 (Digitalisat); blühende Mandelbäume in der Maschnixa. In: Malanser Hauszeitung. Jahrgang 41, 1.2020 (Digitalisat), S. 9.
  232. Frey (1889), S. 119 f. (Digitalisat).
  233. Frey (1889), S. 120 (Digitalisat).
  234. Frey (1884), S. 227 (Digitalisat); Léon Hennet: État Militaire de France pour l’Année 1793. Nouvelle édition revue, corrigée et augmentée. Société de l’Histoire de la Révolution Française, Paris 1903, S. 23 (Digitalisat).
  235. Literarischer Nachlaß der Frau Caroline von Wolzogen. 2. Band. Breitkopf und Härtel, Leipzig 1849, S. 399 (Digitalisat); Léon Hennet: État Militaire de France pour l’Année 1793. Nouvelle édition revue, corrigée et augmentée. Société de l’Histoire de la Révolution Française, Paris 1903, S. 14 (Digitalisat).
  236. Frey (1889), S. 121 (Digitalisat). Die Gemeinden Bardonnex und Bossey gehörten damals zu Savoyen. Erstere und der nördliche Teil der Letzteren wurden 1815 schweizerisch.
  237. François d’Ivernois: La Révolution française à Genève […]. 2., vermehrte Ausg. (T. Spilsbury & Fils,) Londres Juillet 1795, S. 5–18 (Digitalisat); Correspondance du Général Montesquiou […] en 1792. Du Pont, Paris an IV (1796), S. 318–321 (Digitalisat).
  238. Mercure universel (Paris). 18. November 1792, S. 284 (Digitalisat).
  239. Frey (1889), S. 122 (Digitalisat).
  240. Frey (1889), S. 122 (Digitalisat). Der Englische Bürgerkrieg (1642–1651) hatte in der Hinrichtung König Karls I. und der Diktatur Cromwells geendet.
  241. Literarischer Nachlaß der Frau Caroline von Wolzogen. 2. Band. Breitkopf und Härtel, Leipzig 1849, S. 399 (Digitalisat).
  242. Heinz Balmer: Albrecht von Haller (Berner Heimatbücher 119). Paul Haupt, Bern 1977, ISBN 3-258-02675-0 (Habilitationsschrift Universität Zürich), S. 41.
  243. Frey (1889), S. 122–124, 220 (Digitalisat).
  244. Frey (1889), S. 123 ff. (Digitalisat); Gedichte von J. G. von Salis. Gesammelt durch seinen Freund Friedrich von Matthisson. Orell, Gessner, Füssli und Compagnie, Zürich 1793, S. VII f. (Digitalisat).
  245. Friedmann (1917), S. VIII, 2–14; Felix Humm (Hrsg.): Johann Gaudenz von Salis-Seewis und Johann Heinrich Füßli in ihren Briefen. Hans Huber, Bern 1976.
  246. Frey (1889), S. 140 (Digitalisat); Walter Zindel-Kuoni: Johann Gaudenz von Salis-Seewis. Landschaft seiner Lieder und Geschichte seiner Zeit. Desertina, Chur 2006, ISBN 3-85637-328-4, S. 69.
  247. Friedrich von Matthisson: Erinnerungen. 1. Band, Orell, Füssli und Compagnie, Zürich 1810, S. 155–178 (Digitalisat).
  248. Briefe von Friedrich Matthisson [2. Teil]. Orell, Gessner, Füssli und Comp., Zürich 1795, S. 59 (Digitalisat).
  249. Walter Zindel-Kuoni: Johann Gaudenz von Salis-Seewis. Landschaft seiner Lieder und Geschichte seiner Zeit. Desertina, Chur 2006, ISBN 3-85637-328-4, S. 63–65; Florian Hitz: Wie der Rätikon vom Prättigau her entdeckt wurde. In: Mensch & Berg im Montafon […]. Heimatschutzverein, Schruns 2009, ISBN 978-3-902225-37-5, S. 32 f.
  250. Frey (1889), S. 141 f. (Digitalisat).
  251. Carl Hilty: Die Bundesverfassungen der Schweizerischen Eidgenossenschaft […]. K. J. Wyß, Bern 1891, S. 123 (Digitalisat).
  252. Ein drittes Bündnis mit Venedig war aufgekündigt worden.
  253. Heutige Gemeinden Rhäzüns, Bonaduz, Domat/Ems und Felsberg.
  254. Frey (1889), S. 145 f. (Digitalisat).
  255. Zitiert nach dem Erstdruck: Deutsches Museum (Leipzig). 2/1786, S. 483 (Digitalisat): «Man zeigt noch die Eiche, wo durch eine feierliche Verbindung der erste Grund zur Freiheit der Republik Graubünden gelegt worden.» Frey (1884), S. 351 f. (Digitalisat).
  256. Frey (1889), S. 146 f. (Digitalisat).
  257. Alfred Rufer: Johann Baptista von Tscharner 1751–1835. Eine Biographie im Rahmen der Zeitgeschichte. Bischofberger & Co., Chur 1963.
  258. Lucas Chocomeli: Jakobiner und Jakobinismus in der Schweiz. Wirken und Ideologie einer radikaldemokratischen Minderheit 1789–1803. Peter Lang, Bern 2006 (Diss. Universität Freiburg/Schweiz), ISBN 3-03910-850-6, S. 26–36.
  259. Ariane Knüsel: Aloys Jost – ein Bündner Patriot und die Französische Revolution. In: Bündner Monatsblatt. 2013, S. 493–515, hier S. 496 (Digitalisat).
  260. Alfred Rufer: Johann Baptista von Tscharner 1751–1835. Eine Biographie im Rahmen der Zeitgeschichte. Bischofberger & Co., Chur 1963, S. 245–266: «Die Revolution von 1794».
  261. Adolf Collenberg: 1794 – Anatomie einer Revolte. Verlag Bündner Monatsblatt, Chur 2018, S. 103, 108.
  262. Salis widmete ihm das Gedicht Auf Ulysses von Salis Grab. In: Denkmal der kindlichen Ehrfurcht und Liebe, Herrn Ulysses von Salis Marschlins, dem ältern, errichtet von Seinen verwaisten Töchtern, U. P. A. v. S. M. Orell, Füßli und Compagnie, Zürich 1801, S. 43 f. (Digitalisat); Frey (1884), S. 353 (Digitalisat).
  263. Frey (1889), S. 263 (Digitalisat).
  264. Alfred Rufer: Aloys Jost. Ein Bündner Patriot 1759–1827. In: Neue Bündner Zeitung (Chur). 11./18. Dezember 1959, und Separatdruck (Schriftenreihe der Neuen Bündner Zeitung), Gasser und Eggerling, Chur 1960; Ariane Knüsel: Aloys Jost – ein Bündner Patriot und die Französische Revolution. In: Bündner Monatsblatt. 2013, S. 493–515 (Digitalisat).
  265. Alfred Rufer: Johann Baptista von Tscharner 1751–1835. Eine Biographie im Rahmen der Zeitgeschichte. Bischofberger & Co., Chur 1963, S. 258.
  266. Anne-Marie Dubler: Junker. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 11. Februar 2008.
  267. Frey (1889), S. 153 f. (Digitalisat).
  268. Entwurf einer Kriegsverfassung für Bünden. August 1794. In Alfred Rufer (Hrsg.): Der Freistaat der III Bünde und die Frage des Veltlins. Korrespondenzen und Aktenstücke aus den Jahren 1796 und 1797. 1. Band, Basler Buch- und Antiquariatshandlung, Basel 1916, S. 147–155; Alfred Rufer: Joh. Baptista von Tscharner. Eine Biographie im Rahmen der Zeitgeschichte. Bischofberger & Co., Chur 1964, S. 259, 262.
  269. Am 19. November 1794.
  270. Zitiert nach dem Erstdruck: Friedrich Matthisson (Hrsg.): Lyrische Anthologie. 15. Theil, Zürich 1806, S. 37–39, 79 f. (Digitalisat); Salis (1848), S. 93–95 (Digitalisat); Rufer (1938), S. 17: «eine seiner tiefsinnigsten und erhebendsten Dichtungen».
  271. Zitiert nach dem Erstdruck: Johann Heinrich Voss (Hrsg.): Musen Almanach. C. E. Bohn, Hamburg 1798, S. 128 (Digitalisat); Salis (1848), S. 112 (Digitalisat).
  272. 1798 verurteilte sie dann aber unter dem Einfluss Bonstettens, der sich nach Kopenhagen abgesetzt hatte, die von Salis begrüsste Helvetische Revolution und schlug diesem vor, in dänische Dienste zu treten. Frey (1889), S. 169 (Digitalisat).
  273. Frey (1884), S. 228 (Digitalisat).
  274. Friedchen über Sinchen: «Sie ist so ganz Sie, daß Miltons Eva es nicht mehr war! Eine stille Blume der Au! Ein Vergissmeinnicht [auch Bezeichnung für Ehrenpreis, griechisch Berenike] mit einem nie versiegenden Thautropfen im schmachtenden Auge». Friederike Brun geb. Münter: Tagebuch einer Reise durch die östliche, südliche und italienische Schweiz […]. Friedrich Brummer, Kopenhagen 1800, S. 48–148, Zitat S. 49 (Digitalisat).
  275. Friedrich von Matthisson: Erinnerungen. 3. Band, Orell, Füssli und Compagnie, Zürich 1812, S. 313–325 (Digitalisat).
  276. Christian Erni: Johann Gaudenz von Salis-Seewis’ Reise ins Veltlin 1788 […]. In: Bündner Monatsblatt. 1993, S. 334–368, hier S. 358, 361 (Digitalisat).
  277. Wilhelm Coxe: Briefe über den natürlichen, bürgerlichen und politischen Zustand der Schweitz. 3. Band. Orell, Geßner, Füßlin und Comp., Zürich 1792, S. 121, 141 (Digitalisat).
  278. 1783 hatten sie sogar versucht, es dem Freistaat abzukaufen.
  279. Martin Bundi: Das Versagen der Dreibündepolitik 1797. In: Georg Jäger, Guglielmo Scaramellini (Hrsg.): Das Ende der Bündner Herrschaft im Veltlin […]. Museo Etnografico Tiranese, Sondrio 2001, ISBN 88-88058-09-5, S. 87–91, hier S. 88 f.
  280. Frey (1889), S. 160 (Digitalisat).
  281. Silvio Färber: Die Bündner Führungsschicht und der Verlust des Veltlins […]. In: Georg Jäger, Guglielmo Scaramellini (Hrsg.): Das Ende der Bündner Herrschaft im Veltlin […]. Museo Etnografico Tiranese, Sondrio 2001, ISBN 88-88058-09-5, S. 15–23, hier S. 20.
  282. Alfred Rufer: Das Ende des Freistaates der Drei Bünde. Erzählt in Aufsätzen über den Zeitraum von 1763–1803. Calven, Chur 1965, S. 59 f.
  283. Florian Hitz et al.: Graubünden. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 29. August 2023.
  284. Vincenz von Planta: Die letzten Wirren des Freistaates der drei Bünde. (Vom Frühling 1797 bis Frühling 1799.) Hrsg. v. Peter Conradin von Planta. Leonhard Hitz, Chur 1857, S. 42–44 (Digitalisat); Frey (1889), S. 155–160 (Digitalisat); Rufer (1938), S. 23–35; Alfred Rufer: Joh. Baptista von Tscharner. Bischofberger & Co., Chur 1964, S. 387 f.; Alfred Rufer: Das Ende des Freistaates der Drei Bünde. Erzählt in Aufsätzen über den Zeitraum von 1763–1803. Calven, Chur 1965, S. 104.
  285. Rufer (1938), S. 35.
  286. Alfred Rufer: Helvetische Republik. In: Historisch-biographisches Lexikon der Schweiz (Digitalisat). Band 4, Neuenburg 1927, S. 142–178, hier S. 142.
  287. Marcus Freuler: Kurze Geschichte des veränderten Schicksals und kriegrischer Auftritten, welche den alten Kanton Glarus vom Jahr 1798 bis 1801 [!] betraffen. Buchdruckerei Glarus 1800, S. 5 (Digitalisat). Ein anderer Zeitgenosse schrieb: «Eine freiwillige und friedliche Vereinigung dieser zahllosen Völkerschaften und Völkchen, von entgegengesezten Interessen, Zweken und Denkungsart […] war wol beinahe so undenkbar, als Spinoza’s Bildung der jezigen Welt aus blind im Chaos herumschwimmenden Atomen. Es bedurfte einer Gottheit, welche zu diesen Atomen sprach: Es werde; und die Rolle dieser höhern Macht übernahm hier – die fränkische RepublikSkizze der helvetischen Revolution. In: Helvetischer Almanach für das Jahr 1799. Orell, Füßli und Compagnie, Zürich, S. 125–184, hier S. 181 (Digitalisat).
  288. Verfassung der helvetischen Republik vom 12. April 1798 (Digitalisat), Artikel 18.
  289. Alfred Rufer: Malans während der Revolutionszeit. Bischofberger & Co., Chur 1936, S. 41, 53.
  290. Werner Ort: Heinrich Zschokke 1771–1848. Eine Biographie. hier + jetzt, Baden 2013, ISBN 978-3-03919-273-1.
  291. Sitz des französischen Residenten in Bünden.
  292. Friedrich Pieth: Bündnergeschichte. F. Schuler, Chur 1945, S. 315 f.
  293. Simon Kaiser, Johannes Strickler: Geschichte und Texte der Bundesverfassungen der schweizerischen Eidgenossenschaft von der helvetischen Staatsumwälzung bis zur Gegenwart. K. J. Wyss, Bern 1901, S. 39 (Digitalisat).
  294. Salis erhielt es am 15. Dezember.
  295. Alfred Rufer: Malans während der Revolutionszeit. Bischofberger & Co., Chur 1936, S. 60 f.; Alfred Rufer: Das Ende des Freistaates der Drei Bünde. Erzählt in Aufsätzen über den Zeitraum von 1763–1803. Calven, Chur 1965, S. 133, 172, 174.
  296. Trimmis, Zizers, Igis und Untervaz.
  297. Walter Zindel-Kuoni: Johann Gaudenz von Salis-Seewis. Landschaft seiner Lieder und Geschichte seiner Zeit. Desertina, Chur 2006, ISBN 3-85637-328-4, S. 75.
  298. Alfred Rufer: Das Ende des Freistaates der Drei Bünde. Erzählt in Aufsätzen über den Zeitraum von 1763–1803. Calven, Chur 1965, S. 170 f.
  299. Alfred Rufer: Malans während der Revolutionszeit. Bischofberger & Co., Chur 1936, S. 75–80. Mit Vorsicht aufzunehmende Schilderungen der Flucht: Heinrich Zschokke: Eine Selbstschau. 1. Theil, Heinrich Remigius Sauerländer, Aarau 1842, S. 102 (Digitalisat); Frey (1884), S. 237 (Digitalisat).
  300. Frey (1889), S. 2, 161, 166, 214 (Digitalisat); Rufer (1938), S. 37 f.
  301. Tageblatt der Gesetze und Dekrete des gesetzgebenden Raths der helvetischen Republik. 2. Heft (Luzern 1798 f.), S. 38 (Digitalisat).
  302. Heinrich Zschokke: Eine Selbstschau. 1. Theil, Heinrich Remigius Sauerländer, Aarau 1842, S. 117 f. (Digitalisat).
  303. Actensammlung, 3. Band (1889), S. 250–256 (Digitalisat); Johann Konrad Escher, Paul Usteri (Hrsg.): Der schweizerische Republikaner. 205. Stück, Luzern 1798, S. 818–820 (Digitalisat).
  304. Fernando Bernoulli: Die helvetischen Halbbrigaden im Dienste Frankreichs 1798–1805 (Diss. Universität Bern). Huber & Co., Frauenfeld 1934, S. 19–33.
  305. Abel Boillot: Essais de levée et d’organisation d’une force nationale en Suisse. Novembre 1798 à mars 1800 […]. Jent & Reinert, Berne ohne Jahr (1888) (Digitalisat), S. 36–42, Tab. I, VIII.
  306. Actensammlung, 3. Band (1889), S. 242 (Digitalisat).
  307. Zitiert nach dem Erstdruck: Christoph Martin Wieland (Hrsg.): Der Neue Teutsche Merkur. Weimar 1793, 2. Band, S. 56–60 (Digitalisat); Zürcher Zeitung. 21. November 1798, S. 4 (Digitalisat); Salis (1848), S. 76–80 (Digitalisat); Frey (1889), S. 195 (Digitalisat). In der späteren Fassung: «und zu sterben».
  308. Das helvetische Volksblatt (Luzern). Ohne Datum (1798), S. 214 (Digitalisat).
  309. Tageblatt der Gesetze und Dekrete des gesetzgebenden Raths der helvetischen Republik. 2. Heft (Luzern 1798 f.), S. 164–178, 181 f. (Digitalisat); Adolf Frey: Die Helvetische Armee und ihr Generalstabschef J. G. v. Salis-Seewis im Jahre 1799. F. Schultheß, Zürich 1888, S. 11 (Digitalisat); Actensammlung, 3. Band (1889), S. 755–775 (Digitalisat).
  310. Frey (1889), S. 167 f. (Digitalisat). Die Franzosen trugen blaue Uniformröcke.
  311. Rufer (1938), S. 41.
  312. Friedrich Pieth: Graubünden als Kriegsschauplatz 1799–1800. Bischofberger & Co., Chur 1940, S. 46–75.
  313. Distrikte Mosnang und Flawil des Kantons Säntis, ehemals Fürstabtei St. Gallen.
  314. Rufer (1938), S. 42 f. Vgl. Tageblatt der Gesetze und Dekrete des gesetzgebenden Raths der helvetischen Republik. 2. Heft (Luzern 1798 f.), S. 508 f. (Digitalisat).
  315. Gaston Bodart (Hrsg.): Militär-historisches Kriegs-Lexikon (1618–1905). C. W. Stern, Wien/Leipzig 1908, S. 329 (Digitalisat).
  316. Actensammlung, 3. Band, S. 1415 ff. (Digitalisat).
  317. Rufer (1938), S. 41.
  318. Actensammlung, 3. Band, S. 1436 (Digitalisat).
  319. Friedrich von Wyss: Die helvetische Armee und ihr Civilkommissär Kuhn im Kriegsjahr 1799. In: Zürcher Taschenbuch. 12/1889, S. 97–146 (Digitalisat), hier S. 101 f.
  320. Rufer, S. 45–48.
  321. Rufer (1938), S. 49–52, 85 f.
  322. Friedrich von Wyss: Die helvetische Armee und ihr Civilkommissär Kuhn im Kriegsjahr 1799. In: Zürcher Taschenbuch. 12/1889, S. 97–146 (Digitalisat), hier S. 135 f.
  323. Rufer (1938), S. 51, 59–61, 75.
  324. Rufer (1938), S. 53.
  325. Abel Boillot: Essais de levée et d’organisation d’une force nationale en Suisse. Novembre 1798 à mars 1800 […]. Jent & Reinert, Berne ohne Jahr (1888) (Digitalisat), Tab. V.
  326. Frey (1889), S. 170–173 (Digitalisat); Rufer (1938), S. 50–63, 90.
  327. Friedrich Pieth: Graubünden als Kriegsschauplatz 1799–1800. Bischofberger & Co., Chur 1940, S. 57 f., 76–114.
  328. Actensammlung, 4. Band (1892), S. 574 (Digitalisat).
  329. Johann Jakob Sulzberger: Das Treffen von Frauenfeld am 25. Mai 1799. In: Helvetische Militär-Zeitschrift (Bern). 5/1838, S. 1–5, 17–25, Tab. I f., S. 33–37 (Digitalisat); Gaston Bodart (Hrsg.): Militär-historisches Kriegs-Lexikon (1618–1905). C. W. Stern, Wien/Leipzig 1908, S. 335 (Digitalisat).
  330. Rufer (1938), S. 71.
  331. Friedrich von Wyss: Die helvetische Armee und ihr Civilkommissär Kuhn im Kriegsjahr 1799. In: Zürcher Taschenbuch. 12/1889, S. 97–146 (Digitalisat), hier S. 133.
  332. Bulletin officiel du Directoire Helvétique & des autorités du Canton du Léman (Lausanne). Band 7 (1799), S. 220 (Digitalisat).
  333. Actensammlung, 4. Band (1892), S. 605–607 (Digitalisat), übersetzt.
  334. Gaston Bodart (Hrsg.): Militär-historisches Kriegs-Lexikon (1618–1905). C. W. Stern, Wien/Leipzig 1908, S. 335 (Digitalisat).
  335. Rufer, S. 79 f.
  336. Gaston Bodart (Hrsg.): Militär-historisches Kriegs-Lexikon (1618–1905). C. W. Stern, Wien/Leipzig 1908, S. 336 (Digitalisat).
  337. Frey (1889), S. 166–175 (Digitalisat); Rufer (1938), S. 64–85.
  338. Frey (1889), S. 175 (Digitalisat).
  339. Schriften von Friedrich von Matthisson. 7. Band. Ausgabe letzter Hand. Orell, Füßli und Compagnie, Zürich 1829 (Digitalisat), S. 309.
  340. Bulletin officiel du Directoire Helvétique & des autorités du Canton du Léman (Lausanne). Band 7 (1799), S. 283 f. (Digitalisat).
  341. Bulletin officiel du Directoire Helvétique & des autorités du Canton du Léman (Lausanne). Band 7, S. 285 (Digitalisat); Rufer (1938), S. 84 f.
  342. Frey (1889), S. 166–175 (Digitalisat); Rufer, S. 63–83.
  343. Adolf Frey: Die Helvetische Armee und ihr Generalstabschef J. G. v. Salis-Seewis im Jahre 1799. F. Schultheß, Zürich 1888, S. 79 (Digitalisat); Abel Boillot: Essais de levée et d’organisation d’une force nationale en Suisse. Novembre 1798 à mars 1800 […]. Jent & Reinert, Berne ohne Jahr (1888) (Digitalisat), S. 153 f.; Frey (1889), 178–180 (Digitalisat); Rufer (1938), S. 85 f., 89 f.
  344. Rufer (1938), S. 87, 90.
  345. Gaston Bodart (Hrsg.): Militär-historisches Kriegs-Lexikon (1618–1905). C. W. Stern, Wien/Leipzig 1908, S. 343 f. (Digitalisat).
  346. Leonard Meister, Wilhelm Hofmeister (Hrsg.): Helvetischer Staats-Almanach. Gruner und Geßner, Nationalbuchdrucker, Bern 1800, S. 101 (Digitalisat).
  347. Simonis und Rommerskirchen, Köln (Digitalisat).
  348. Wilhelm August Joseph Roßnagel, Dillingen 1830.
  349. Bibliographisches Institut, Hildburghausen/Herrmann J. Meyer, New-York ohne Jahr (ca. 1850) (Digitalisat), S. 95–126.
  350. Adolf Frey: Die Helvetische Armee und ihr Generalstabschef J. G. v. Salis-Seewis im Jahre 1799. F. Schultheß, Zürich 1888, S. 4 (Digitalisat).
  351. Johann Georg Heinzmann: Kleine Schweizer-Chronik. 2. Theil, Bern 1801, S. 657–662 (Digitalisat).
  352. Johann Konrad Escher, Paul Usteri (Hrsg.): Neues Helvetisches Tagblatt. 9. Dezember 1799, S. 440 (Digitalisat).
  353. Unter anderem wegen des Verzichts auf den Einzug der verhassten Zehnten.
  354. Actensammlung, 1. Band (1886), S. 630 (Digitalisat).
  355. Rufer (1938), S. 95.
  356. Lucas Chocomeli: Republikaner. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 23. Dezember 2011.
  357. Lucas Chocomeli: Unitarier. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 14. Januar 2014.
  358. Andreas Fankhauser: Föderalisten. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 28. Januar 2005.
  359. Peter Metz: Geschichte des Kantons Graubünden. Band 1, Calven, Chur 1989, ISBN 3-905261-01-4, S. 593–596.
  360. Walter Zindel-Kuoni: Johann Gaudenz von Salis-Seewis. Landschaft seiner Lieder und Geschichte seiner Zeit. Desertina, Chur 2006, ISBN 3-85637-328-4, S. 79
  361. Die Gemeinden waren verpflichtet, auf hundert Aktivbürger einen Auszüger zu stellen.
  362. Alain-Jacques Czouz-Tornare: Joseph de Lanther. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 14. April 2011.
  363. Rufer (1938), S. 91–95.
  364. Frey (1889), S. 182, 184 f. (Digitalisat).
  365. Friedrich Pieth: Graubünden als Kriegsschauplatz 1799–1800. Bischofberger & Co., Chur 1940, S. 117–133; Lucas Chocomeli: Frieden von Lunéville. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 16. Oktober 2006.
  366. Wilhelm Oechsli: Usteri: Paulus S. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 39, Duncker & Humblot, Leipzig 1895, S. 399–408.
  367. Aktensammlung, 6. Band, S. 192.
  368. Markus Lischer: Alphons Pfyffer von Heidegg. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 5. August 2009.
  369. Alphons Pfyffer (Hrsg.): Der Freyheitsfreund (Bern). 2. Jahrgang, 1801 (Digitalisat). 8. August 1801, S. 1.
  370. Paul Usteri (Hrsg.): Der neue Schweizerische Republikaner. Band 4. Bern 1801, S. 578 (Digitalisat).
  371. Jürg Simonett: Johann Theodor Enderlin von Montzwick. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 16. August 2004.
  372. Paul Usteri (Hrsg.): Der neue Schweizerische Republikaner. Band 4. Bern 1801, S. 463 (Digitalisat); Actensammlung, 7. Band (1899), S. 287, 355 f., 360 (Digitalisat).
  373. Actensammlung, 7. Band (1899), S. 573 (Digitalisat).
  374. Paul Usteri (Hrsg.): Der neue Schweizerische Republikaner. Band 4. Bern 1801, S. 561, 718 f. (Digitalisat); Rufer (1938), S. 98 f.
  375. Guido von Salis-Seewis (Hrsg.): Eine Rede des Dichters Joh. Gaudenz v. Salis-Seewis im helvetischen gesetzgebenden Rat [sic] Anno 1801. In: Bündner Monatsblatt. 1940, S. 44–48 (Digitalisat).
  376. Actensammlung, 7. Band (1899), S. 623 (Digitalisat). Der Senat bestand aus 23 Räten, unter ihnen maximal drei aus einem Kanton.
  377. Paul Usteri (Hrsg.): Der neue Schweizerische Republikaner. Band 4. Bern 1801, S. 746, 763, 769 (Digitalisat); Rufer (1938), S. 100.
  378. Actensammlung, 7. Band (1899), S. 1119, 1241, 1269 (Digitalisat).
  379. Actensammlung, 8. Band (1902), S. 855 (Digitalisat).
  380. Frey (1889), S. 187–190 (Digitalisat); Rufer (1938), S. 100–102.
  381. Frey (1884), S. 216 (Digitalisat).
  382. Rufer (1889), S. 190–193 (Digitalisat). An die anschliessende Helvetische Consulta in Paris entsandte Bünden einen gemässigten Anhänger und einen gemässigten Gegner der Patrioten (Jakob Ulrich Sprecher von Bernegg und Florian von Planta).
  383. Neue Zürcher-Zeitung. 5. Februar 1834 (Digitalisat), S. 43 f. (Nachdruck des Nachrufs der Bündner Zeitung).
  384. Jürg Simonett (Gesamtred.): Handbuch der Bündner Geschichte. 4. Band. Verlag Bündner Monatsblatt, Chur 2000, ISBN 3-905342-04-9, S. 367.
  385. Alexander Pfister: Ils grischuns sut Napoleon Bonaparte. Principalmein nos romontschs en ils quater regiments svizzers. In: Annalas della Società Retoromantscha (Coira). 38/1924, S. 57–90 (Digitalisat).
  386. Frey (1889), S. 186 f. (Digitalisat).
  387. Peter Metz: Geschichte des Kantons Graubünden. Band 1, Calven, Chur 1989, ISBN 3-905261-01-4, S. 209, 216, 234 ff.
  388. Friedrich Pieth: Aus der Geschichte des bündnerischen Milizwesens. In: Jahresbericht der Historisch-Antiquarischen Gesellschaft Graubündens. 64/1934, S. 97–176, hier S. 111 ff. (Digitalisat); Peter Metz: Geschichte des Kantons Graubünden. Band 1, Calven, Chur 1989, ISBN 3-905261-01-4, S. 320–325.
  389. Kommentar der Gattin zu einem Porträt von 1821: Friedrich v. Matthisson’s Literatischer Nachlaß nebst einer Auswahl von Briefen seiner Freunde. 2. Band. August Mylius, Berlin 1832, S. 115 f. (Digitalisat).
  390. Vorsitzender des Kriminal- und Polizeigerichts.
  391. P. Nicolaus von Salis-Soglio: Die Familie von Salis. Gedenkblätter aus der Geschichte des ehemaligen Freistaates der drei Bünde in Hohenrhätien (Graubünden). Joh. Thom. Stettner, Lindau i. B. 1891, S. 332 f. (Digitalisat); Peter Metz: Geschichte des Kantons Graubünden. Band 1, Calven, Chur 1989, ISBN 3-905261-01-4, S. 328.
  392. Frey (1889), S. 202, 234 f. (Digitalisat).
  393. Schriften von Friedrich von Matthisson. 1. Band. Ausgabe letzter Hand. Orell, Füßli und Compagnie, Zürich 1825 (Digitalisat), S. VII f. (Zitat) 73 f., 86 f., 108–111 (Salis gewidmete Gedichte).
  394. Schriften von Friedrich von Matthisson. 7. Band. Ausgabe letzter Hand. Orell, Füßli und Compagnie, Zürich 1829 (Digitalisat), S. 307–309 (Zitat), 315, 347.
  395. Georg Wilhelm Roeder: Der Dichter Joh. Gaudenz v. Salis-Seewis. Ein Lebensbild als Festgabe am Seculartage seiner Geburt. Huber u. Campagnie (F. Fehr), St. Gallen 1863, S. 36 (Digitalisat).
  396. Schriften von Friedrich von Matthisson. 7. Band. Ausgabe letzter Hand. Orell, Füßli und Compagnie, Zürich 1829 (Digitalisat), S. 308.
  397. Johann Georg Jacobi (Hrsg.): Iris. Ein Taschenbuch. Orell, Füssli und Compagnie, Zürich 1806, S. 275 f. (Digitalisat); Vertonung von Schubert: Deutsch-Verzeichnis 406; Salis (1848), S. 148 f. (Digitalisat).
  398. Frey (1889), S. 136 f. (Digitalisat).
  399. Catalog of Works by Franz Schubert. (Digitalisat); Rémy Charbon: Salis-Seewis, Johann Gaudenz Gubert Graf von. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 22. Duncker & Humblot, Berlin 2005, ISBN 3-428-11203-2, S. 375–376 (deutsche-biographie.de).
  400. Neue Zürcher-Zeitung. 7. Januar 1822 (Digitalisat), Beilage, S. 1.
  401. 71 von rund 6000. Morgenblatt für gebildete Stände. J. G. Cotta’sche Buchhandlung, Tübingen 1807, S. 209, 593, 609 (Digitalisat), 641, 985 (Digitalisat); 1808, S. 81, 85, 105, 145, 205 (Digitalisat), 477, 729 (Digitalisat), 893, 1069 (Digitalisat); 1809, S. 389, 605 (Digitalisat); 1810, S. 5, 213, 461 (Digitalisat), 905, 917, 957, 1049, 1073 (Digitalisat); 1811, S. 25, 85, 113, 197, 317, 337, 401, 505, 517 (Digitalisat), 757, 817, 877 (Digitalisat); 1812, S. 241 (Digitalisat), 1061 (Digitalisat); 1813, S. 205, 473 (Digitalisat), 789, 945 (Digitalisat); 1814, S. 233, 433, 485, 529, 557 (Digitalisat); 1815, S. 321 (Digitalisat), 781, 1177 (Digitalisat); 1816, S. 17, 69, 401, 485, 561, 569 (Digitalisat), 733, 785, 837, 1065 (Digitalisat); 1817, S. 721 (Digitalisat); 1818, S. 725, 857, 1169, 1237 (Digitalisat); 1819, S. 213, 477 (Digitalisat); 1820, S. 545 (Digitalisat); 1822, S. 221 (Digitalisat), 853 (Digitalisat); 1826, S. 49 (Digitalisat), 857 (Digitalisat).
  402. Andreas Fankhauser: Johann Gaudenz von Salis (Seewis). In: Historisches Lexikon der Schweiz. 12. Januar 2012.
  403. Neue Zürcher-Zeitung. 5. Februar 1834 (Digitalisat), S. 43 f.; Außerordentliche Beilage zur Allgemeinen Zeitung. Augsburg, 15. Februar 1834, S. 254 f. (Digitalisat).
  404. Schriften von Friedrich von Matthisson. 7. Band. Ausgabe letzter Hand. Orell, Füßli und Compagnie, Zürich 1829 (Digitalisat), S. 317.
  405. Johann Heinrich Voss (Hrsg.): Musen Almanach. C. E. Bohn, Hamburg 1797, S. 108 f. (Digitalisat); Salis (1848), S. 101 f. (Digitalisat).
  406. Martin Schmid: Johann Gaudenz von Salis-Seewis (1762–1834). In: Bündner Jahrbuch. 5/1963, S. 1–15 (Digitalisat), hier S. 13 (Abbildung).
  407. Stern von Betlehem.
  408. Christian Bawier [sic]: Trauerode, den Manen des Dichters J. G. von Salis-Seewies [sic] geweiht. Ohne Ort (1834), S. 4, 7.
  409. Frey (1889), S. 236–238 (Digitalisat).
  410. Jürg Simonett (Gesamtred.): Handbuch der Bündner Geschichte. Band 4. Verlag Bündner Monatsblatt, Chur 2000, ISBN 3-905342-04-9, S. 367.
  411. Schriften von Friedrich von Matthisson. 7. Band. Ausgabe letzter Hand. Orell, Füßli und Compagnie, Zürich 1829 (Digitalisat), S. 309.
  412. Jürg Simonett (Gesamtred.): Handbuch der Bündner Geschichte. Band 4. Verlag Bündner Monatsblatt, Chur 2000, ISBN 3-905342-04-9, S. 367.
  413. Jürg Simonett (Gesamtred.): Handbuch der Bündner Geschichte. Band 4. Verlag Bündner Monatsblatt, Chur 2000, ISBN 3-905342-04-9, S. 367.
  414. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser. Justus Perthes, Gotha, 66/1916, S. 703 (Digitalisat).
  415. Schriften von Friedrich von Matthisson. 7. Band. Ausgabe letzter Hand. Orell, Füßli und Compagnie, Zürich 1829 (Digitalisat), S. 308 f.
  416. Ernst Putz: Feldzeugmeister Johann Ulrich Graf Salis-Seewis (1862–1940). Ein Bündner in k. u. k. österreich-ungarischen Diensten. In: Allgemeine Schweizerische Militärzeitschrift. 134/1968, S. 322–327, 386–389, 441–446 (Digitalisat).
  417. Das Salis-Denkmal für Chur. In: Illustrirte Zeitung (Leipzig). 21. April 1866, S. 264 f. (Digitalisat); L. S.: Zur Erinnerung an Joh. Gaudenz von Salis. (Anläßlich der Eröffnung seines Denkmals in Chur.) In: Alpenrosen. Illustrirte Zeitschrift für Haus und Familie (Bern). 1. Jahrgang, September 1866, S. 340–342 (Digitalisat); Friedrich Pieth: Denkmal des Dichters J. G. von Salis auf dem alten Friedhof in Chur […]. In: Bündnerisches Monatsblatt. 1938, S. 353–364 (Digitalisat); Ursula Jecklin (Red.): Churer Stadtgeschichte. Band 2, Verlag Bündner Monatsblatt, Chur 1993, ISBN 3-905241-33-1, S. 316 f.
  418. Christian Bawier [sic]: Trauerode, den Manen des Dichters J. G. von Salis-Seewies [sic] geweiht. Ohne Ort (1834), S. 6.
  419. Nach dem Titelkupfer von Gedichte. Neue Auflage. Orell, Gessner, Füssli und Compagnie, Zürich 1808 (Digitalisat). Salis schrieb darüber: «Mein Bild von [Christian Gottlob] RICHTER und [Johann Heinrich] LIPS soll, sagt man, verzeichnet, aber gut gestochen seyn […].» Felix Humm (Hrsg.): Johann Gaudenz von Salis-Seewis und Johann Heinrich Füßli in ihren Briefen. Hans Huber, Bern etc. 1976, S. 56.
  420. Jakob Schweizer (Hrsg.): Neues helvetisches Volksblatt […] (Winterthur). 1. Heft, 1800, S. 224 (Digitalisat); Margrit Irniger: Johann Jakob Schweizer. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 11. November 2011.
  421. Zitiert nach: Salis (1848), S. 6–8 (Digitalisat); Erstdruck: Schweitzersches Museum. Orell, Geßner, Füßli und Comp., Zürich 1786, S. 84–86 (Digitalisat).
  422. Eine solche existiert erst seit 1890 an der Linie Landquart–Davos der Rhätischen Bahn.
  423. In Graubünden, zitiert nach: Hans Peter Gansner: Zwei Lyriker-Schicksale. Johann Gaudenz von Salis-Seewis und Ferdinand Freiligrath. In: Bündner Jahrbuch. 30/1988, S. 49–54, hier S. 53 f. (Digitalisat).
  424. P. Bonaventura Thommen: Kantonsschulprofessor Dr. Emil Jenal, Zug. In: Sarner Kollegi-Chronik. 15. Jahrgang, Heft 4/1953 (Digitalisat), S. 118–121.
  425. Emil Jenal: Johann Gaudenz v. Salis-Seewis und die eidgenössische Wiedergeburt. F. Schuler, Chur 1924, Geleitwort.
  426. Walter Wolf: Heinrich Eugen Wechlin. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 4. März 2016.
  427. W. (Heinrich Eugen Wechlin) (Hrsg.): Johann Gaudenz von Salis-Seewis. (Schriftenreihe grosser Schweizerdichter. Folge 2, Heft 4.) Verlag Volk und Schrifttum, Zürich 1941, S. 3.
  428. Emil Jenal: Johann Gaudenz v. Salis-Seewis und die eidgenössische Wiedergeburt. F. Schuler, Chur 1924, S. 51; abgeschrieben von W. (Heinrich Eugen Wechlin) (Hrsg.): Johann Gaudenz von Salis-Seewis. (Schriftenreihe grosser Schweizerdichter. Folge 2, Heft 4.) Verlag Volk und Schrifttum, Zürich 1941, S. 11.
  429. Rufer (1938), S. 19.
  430. Heinz Weder: Für eine kritische Ausgabe der Werke von J. G. von Salis-Seewis. Mitteilung des Editionskomitees. In: Neue Zürcher Zeitung. 28. Januar 1975, S. 41 (Digitalisat); Felix Humm (Hrsg.): Johann Gaudenz von Salis-Seewis und Johann Heinrich Füßli in ihren Briefen. Hans Huber, Bern 1976, S. 95.
  431. Frey (1889), passim, v. a. S. 241–262 (Digitalisat); Christian Erni: Johann Gaudenz von Salis-Seewis’ Reise ins Veltlin 1788 […]. In: Bündner Monatsblatt. 1993, S. 334–368, hier S. 334 (Digitalisat); Erni (1995) (Digitalisat), S. 181–183.
  432. Frey (1884), S. 213 ff. (Digitalisat); Frey (1889), passim; Johann Martin Trepp: Heinrich Bansi, In: Jahresbericht der Historisch-antiquarischen Gesellschaft von Graubünden. 37/1907, S. 100–267, hier S. 117 ff. (Digitalisat).
  433. Geringe Veränderungen. Ohne Am dreißigsten Jahrestage nach dem Tode meiner Mutter.
  434. Laut Friedmann (1917), S. 14, «vom Dichter und Herausgeber ihrer Minderwertigkeit wegen verworfen».
  435. Neudruck der 4. Auflage von 1800.
  436. Auswahl aus dem Briefband der nicht erschienenen historisch-kritischen Ausgabe der Werke, Schriften und Briefe.
  437. Rezensent: August Wilhelm Schlegel.
  438. Adolf Frey: Die Helvetische Armee und ihr Generalstabschef J. G. v. Salis-Seewis im Jahre 1799. F. Schultheß, Zürich 1888, S. 5 (Digitalisat): «Tillier (Geschichte der Helvetik) weiß ein ziemlich reiches, aus archivalischen Studien gezogenes Material durchaus nicht zu verwerten.»
  439. Falsches Geburtsdatum.
  440. Laut Frey (1884), S. 205 (Digitalisat), «fehlt es dem Verfasser an allen Erfordernissen zu einer wissenschaftlich genügenden Biographie, obwohl ihm, dem persönlichen Bekannten des Dichters […], mancherlei mündliche Mitteilungen und schriftliches Material zur Verfügung stand.»
  441. Falsches Geburtsdatum.
  442. Enthält laut Rufer (1938), S. 65, einige wertvolle Dokuments aus dem Nachlass von Salis, aber auch zahlreiche Irrtümer, Fehler und Schiefheiten.
  443. M. v. K.: Rezension in: Historische Zeitschrift (Oldenburg), 67/1891, S. 172–174 (Digitalisat). Gemäss Rufer (1938), S. 3, fehlte es dem Literaturhistoriker Frey «an einer tieferen Kenntnis der Zeitgeschichte».
  444. Befriedigt laut Rufer (1938), S. 65, «nicht einmal die primitivsten Ansprüche».
  445. Rezensionen: Paul Gillardon in: Zeitschrift für Schweizerische Geschichte. 19/1939, S. 222 f. (Digitalisat); Georges Lefèbvre in: Annales historiques de la Révolution française. 17/1940, S. 189 f.
  446. Rezension von J. C. B. in: Schweizerisches Archiv für Heraldik. 62/1948. S. 127: «[…] rien d’autre – que le témoignage de l’admiration […]».
  447. Aloys Jost.
  448. Salis und Matthisson.
  449. Informativer über Salis als über die Veltlinfrage.
  450. Der Autor erwähnt Salis nur beiläufig, anscheinend ohne in ihm den Dichter zu erkennen.
  451. Nichtbündner wie Rufer mit keinem Wort erwähnt!
  452. Nicht aufgeführtes Freilichtspiel zum Jubiläum 200 Jahre Kanton Graubünden. Der Autor strapaziert die dichterische Freiheit schon im Vorwort, indem er den «eigentlichen Gründervater des Kantons Graubünden» am «Pulverdampf und Blutrausch der oberitalienischen Schlachten» teilhaben lässt.
  453. Unsorgfältig recherchiert.
  454. Übergeht die Militärorganisation von 1798 und die Beteiligung der Helvetischen Republik am Zweiten Koalitionskrieg.