Johann Peter Migendt

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Johann Peter Migendt (* 1703 in Birthälm/Siebenbürgen; † 19. September 1767 in Berlin) war ein deutscher Orgelbauer.

Er war Schüler und Mitarbeiter von Joachim Wagner und übernahm nach dessen Tod 1749 auch seine Werkstatt.

Werkliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachgewiesen sind folgende Arbeiten:

Jahr Ort Kirche Bild Manuale Register Bemerkungen
1746/47 Berlin-Spandau St.-Nikolai-Kirche umfassende Reparatur der Wagner-Orgel von 1734; nicht erhalten
1749–1751 Berlin St.-Petri-Kirche III/P 22 Fertigstellung der von Wagner begonnenen Orgel, mit 40 Fuß Höhe die damals größte Orgel Berlins; 1908 verbrannt
1751 Stettin Schlosskirche I/P 13 Bauvertrag 30. Juli 1750, am 2. Mai 1751 in Anwesenheit Friedrichs des Großen eingeweiht
1751/52 Stettin St. Gertruden-Kirche I/P 12
1751/52 Berlin Neue Kirche auf dem Gendarmenmarkt I/P 1847 von Buchholz erweitert, 1881 an St. Marien Uckermünde verkauft
1753 Berlin Reformiert-lutherische Bethlehems-Kirche I Kontrakt vom 6. Februar 1753, Fertigstellung am 27. September 1753, im November 1943 zerstört
1753 Berlin Alte Schloss- und Domkirche II/P 32 Umsetzung und Veränderung der Orgel von Johann Michael Röder von 1720. 1817 durch einen Neubau von Buchholz abgelöst.
1754 Berlin Jerusalemskirche II/P 26 Renovierung und Erweiterung der Wagner-Orgel von 1723 (ursprgl. aus der alten Garnisonkirche Potsdam)
1755 Berlin Berliner Schloss (Amalienorgel)
Berlin Amalienorgel (9).jpg
II/P 22 Fertigstellung Dez. 1755; seit 1767 Palais Unter den Linden, seit 1788 Schlosskirche Buch, 1939 in der Marienkirche zwischengelagert; seit 1956 → Orgel der Pfarrkirche Zur frohen Botschaft in Berlin-Karlshorst (Foto), 2010 auf den Ursprungszustand zurückgeführt
1756 Stettin Jakobikirche III/P 46 Instandsetzung der Orgel von Matthias Schurig und Arp Schnitger (1700); 1944 zerstört
1759 Brandenburg an der Havel Dom St. Peter und Paul
Brandenburger-dom-west.JPG
II/P 33 Gründliche Überholung der Großen Domorgel (Wagner, 1723); erhalten
1760 Ringenwalde bei Templin Dorfkirche Temmen-Ringenwalde Dorfkirche Ringenwalde Migendt-Orgel.JPG I 8 Abnahme 25. Oktober 1760, 1913 umgebaut, 2006 wieder auf den Originalzustand zurückgeführt und um ein selbstständiges Pedal ergänzt
1761 Stettin St. Nikolai-Kirche II/P 26 Migendts größte Orgel. Finanziert durch den Nachlass von Jakob Friedrich Küsel. Zerstört beim Brand der Kirche 9./10. Dezember 1811.

Bei der Erstellung der Amalienorgel half ihm sein Schwager und Kollege Ernst Julius Marx, mit dem er seinerzeit eine gemeinsame Werkstatt führte.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christhard Kirchner: Der Berliner Orgelbauer Peter Migendt (1703–1767). In: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte Berlins 86, 1990, S. 295–311.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]