Johannes Clair

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Johannes Clair bei einem Vortrag am 12. September 2013 in Köln über sein Buch und seine Erlebnisse in Afghanistan

Johannes „Joe“ Clair (* 16. Oktober 1985 in Wiesbaden) ist ein deutscher Autor und Oberstabsgefreiter der Fallschirmjägertruppe der Bundeswehr. Im Oktober 2012 veröffentlichte er sein erstes Buch Vier Tage im November über seinen Einsatz in Afghanistan.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seinem Abitur an der Eichenschule Scheeßel und Grundwehrdienst verpflichtete sich Clair für vier Jahre als Zeitsoldat in der Mannschaftslaufbahn. Trotz seiner Höhenangst wählte er die Fallschirmjägertruppe der Bundeswehr und diente u. a. im Fallschirmjägerbataillon 313 in Seedorf. Als Infanterist Spezielle Operationen nahm er vom Juni 2010 bis Januar 2011 am Afghanistan-Einsatz im Rahmen des ISAF-Mandates teil und erlebte den Strategiewechsel der NATO hautnah mit. Dort wurde er als G3ZF-Schütze eingesetzt und war Teil der ersten Gruppe des G-Zuges im Feldlager Kundus. Über seinen Einsatz und seine Teilnahme an der Operation Halmazag schrieb er das Buch Vier Tage im November (2012). Es war 2013 für 37 Wochen in der Spiegel-Bestsellerliste.[1]

Nach dem Dienstzeitende begann er Sozialökonomie an der Universität Hamburg zu studieren und hält nebenbei Vorträge über seine Erfahrungen in ganz Deutschland. Im Zuge seines Engagements für mehr Bewusstsein für Bundeswehrsoldaten ist er regelmäßig im Fernsehen präsent.[2] Zudem war er 2013 Protagonist in der Flüchtlingsdokumentation Auf der Flucht – Das Experiment, die im ZDF ausgestrahlt und für die Clair mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde.[3] Clair schreibt außerdem für das JS-Magazin, einer Publikation der evangelischen Kirche für junge Soldaten.[4] Zudem hat er ein Geleitwort für das im Oktober 2014 im Carola Hartmann Miles-Verlag erschienen Buch Armee im Aufbruch verfasst.[5] Zur Bewältigung seiner Einsatzerlebnisse befindet sich Clair derzeit in einem Programm für traumatisierte Soldaten der Bundeswehr.

Clair engagiert sich ehrenamtlich in der Veteranenarbeit und ist zum stellvertretenden Vorsitzenden des Bundes Deutscher EinsatzVeteranen (BDV) gewählt worden. Über diese Organisation versucht er, mehr Bewusstsein für Einsatzrückkehrer der Bundeswehr zu generieren und Betroffenen zu helfen.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. KulturSpiegel, Ausgabe Januar 2014, Jahresbestseller auf S. 59
  2. Stern-TV-Mitschnitt, Radio-Bremen-Mitschnitt (Memento vom 22. Oktober 2013 im Internet Archive), zuletzt abgerufen am 3. Mai 2013
  3. Clair, Johannes, Deutscher Fernsehpreis 2013, Stand: September 2013.
  4. Artikel "Wo gehts lang?", JS-Magazin, Ausgabe März 2014
  5. Internetauftritt des Sammelbandes Armee im Aufbruch. Zur Gedankenwelt junger Offiziere in den Kampftruppen der Bundeswehr von Marcel Bohnert und Lukas J. Reitstetter
  6. Umwelt? Natürlich! Karikaturenwettbewerb 2005, zuletzt abgerufen am 2. März 2014