Jonny Craig

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Jonny Craig im Jahr 2009

Jonathan Monroe Craig (* 26. März 1986 in Abbotsford, British Columbia) ist ein kanadisch-US-amerikanischer Rockmusiker. Er spielte in den Bands Dance Gavin Dance, Emarosa und war in der Supergroup Isles & Glaciers tätig.[1] Zudem veröffentlichte er als Solo-Musiker ein Album über das US-amerikanische Label Rise Records.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Craig wurde am 26. März 1986 in Abbotsford, British Columbia geboren. Er kam bereits früh in seinem Leben mit Musik in Kontakt. Seine Großmutter, welche in einem Kirchenchor sang, gab ihm Gesangsunterricht. Auch seine Mutter soll ihn bei der Musik unterstützt haben.

Musikalische Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2000–2007: Musikalische Anfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevor Craig seine erste eigene Band gründete, versuchte er als er 2000 eine Highschool in den USA besuchte, über offene Castings in eine Gruppe aufgenommen zu werden. Er wurde jedoch in keiner Band aufgenommen. Daraufhin gründete Craig in Tacoma (Washington), noch im Jahr 2000, die Band Westerhalts, eine Garage-Rock-Band. Im Alter von 15 Jahren veröffentlichte Craig mit der Gruppe den ersten bekannten Song der Band, Change, Leisure & Retirement.

2002 wechselte er als Frontsänger zur Pop-Punk-Band Ghost Runner on Third.[2] Für die Debüt-EP Speak Your Dreams, veröffentlicht am 4. Januar 2005, erhielt die Gruppe positive Kritiken, unter anderem von Allmusic, dessen Kritiker auch Craigs Stimme lobte.

„[...] the band's secret weapon, a passionate vocalist. There's not a bad track to be found here, but Craig tends to outshine his bandmates throughout.“

Kritik bei Allmusic[3]

Schon vor seiner Karriere bei Ghost Runner on Third wurde berichtet, dass Craig mit einem Drogenproblem zu kämpfen hat. Dieses Problem führte unter anderem dazu, dass Craig sowohl bei Dance Gavin Dance als auch später bei Emarosa aus der Band geworfen wurde. In einem Blog von Dance Gavin Dance wurde angegeben, dass persönliche Differenzen zwischen Craig und den übrigen Musikern für den Rauswurf verantwortlich waren. Inzwischen haben sich beide Parteien vertragen und die Musiker sind sehr gut befreundet.

2007–2012: Dance Gavin Dance und Emarosa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Dance Gavin Dance veröffentlichte Craig das Album Downtown Battle Mountain, welches auch bei Allmusic eine positive Resonanz erreichte. In einem Interview im März 2007 gab Craig zu, seine ehemalige Band Ghost Runner on Third in Dance Gavin Dance umbenennen zu wollen.[4] Nachdem Craig aus Dance Gavin Dance geworfen wurde, war er kurzfristig Ersatz-Musiker bei A Skylit Drive als deren eigentlicher Sänger aufgrund einer Erkrankung nicht auftreten konnte. Zwei Wochen nach seinem Rauswurf bei Dance Gavin Dance wurde er bei Emarosa als neuer Sänger vorgestellt.

Im August 2010 wurde bekannt, dass Jonny Craig zu Dance Gavin Dance zurückkehre um das Album Downtown Battle Mountain II aufzunehmen, welches 2011 erschien.[5] 2011 trennte sich Emarosa von Craig. Mit der Gruppe veröffentlichte er zwei Alben. Im August 2012 wurde er erneut aus Dance Gavin Dance geworfen, nachdem er mehrfach vom Besitzer des Labels Sumerian Records verwarnt wurde.[6]

2008–2010: Isles & Glaciers[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2008 gab der Chiodos und Cinematic Sunrise-Sänger Craig Owens bekannt, gemeinsam mit Jonny Craig, Vic Fuentes und anderen Musikern im Rahmen eines Projektes eine EP aufzunehmen.[7] Am 15. Dezember 2008 gaben die Musiker den Namen des Projektes, Isles & Glaciers, und das komplette Lineup bekannt.

Die einzige EP, The Hearts of the Lonely People erschien im März 2010 und erreichte einen Einstieg in die offiziellen US-Charts.

Seit 2010: Solo-Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Craig ist auch als Solo-Musiker tätig. Im August 2009 erschien sein Debütalbum A Dream Is a Question You Don't Know How to Answer über Rise Records. Craig ist somit der erste Solo-Künstler, welcher bei Rise Records unter Vertrag genommen wurde.[8][9] Als Solo-Musiker tourte er bereits mit AFI, Cinematic Sunrise, Sleeping with Sirens und Tides of Man. Er spielte auf dem Bamboozle[10] und dem SXSW.[11]

Über Indiegogo sammelte Craig Geld um eine EP produzieren zu können. Er kaufte sich aus dem Vertrag mit Rise Records. Es wurde spekuliert, dass Craig an der US-Version der Talentshow The Voice teilgenommen habe. Die EP Find What You Love and Let It Kill You wurde am 24. September 2013 veröffentlicht, stand aber auch vorher schon als Promo-Download zur Verfügung.

Seit 2014: Neue Band: Slaves[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 23. März 2014 gründete Craig gemeinsam mit anderen Musikern die Rockband Slaves, welche musikalisch mit seinen früheren Bands Emarosa und Dance Gavin Dance vergleichbar ist. Am 24. Juni 2014 erschien mit Through Art We Are All Equals das Debütalbum über Artery Recordings.[12]

Musikalische Einflüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Craigs Stimme wurde bereits mit der von Christina Aguilera verglichen.[13] Die Teilnehmerin der zweiten Staffel von The X Factor aus Australien, Sally Chatfield, beschreibt Jonny Craig als einen ihrer musikalischen Einflüsse.[14]

Craig beschrieb sich in einem Interview als ein „Atheist mit christlichem Hintergrund“, vor allem auf der musikalischen Ebene.[15] Er begründete es mit seiner soulhaften Stimme und seiner musikalischen Geschichte, welche mit Gospel-Musik in einem Kirchen- bzw. Schulchor begann.

Als musikalische Einflüsse nennt Craig hauptsächlich Künstler der Soul-Musik, besonders Aretha Franklin, Boyz II Men und Craig David. Auch Künstler des Labels Motown und die Band Mewithoutyou nennt er als Einflüsse seiner Musik.[15][16]

Kontroversen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Twitter-Vorfall[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Hacker Craigs Twitter-Profil geknackt haben gaben diese unter Craigs Namen bekannt einen MacBook verkaufen zu wollen. Der Betrag lag zwischen 600 und 800 US-Dollar. Insgesamt 16 Personen haben für diesen Computer gezahlt, jedoch wurde der Gegenstand nie verschickt.

Craig verneinte die Verdächte, an dieser Aktion beteiligt gewesen zu sein und von der Aktion gewusst zu haben. Er gab an, dass sein Profil einem Hacker-Angriff zum Opfer fiel.

Drogenproblem[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Woche nach dem Hacker-Angriff auf Twitter wurde bekannt, dass Craig die Tour von Emarosa mit Chiodos nicht bestreiten werde, da er wegen des Verdachtes auf eine Drogensucht in eine Entzugsklinik eingewiesen wurde. Sowohl Rise Records als auch The Artery Foundation erstatteten den Geschädigten des Twitter-Vorfalls das Geld zurück.

Bereits 2011 wurde Craig wegen seines Drogenproblemes inhaftiert. Bei der zweiten Verhaftung, verstieß er gegen seine Kautionsauflagen, sodass auf ihn ein Kopfgeld von 15.000 Dollar ausgesetzt wurde. Als Resultat dieses Vorfalls musste Dance Gavin Dance seine Konzerttour absagen und erstmals eine Pause einlagen. Nach seinem Aufenthalt im Gefängnis wurde er in eine Entzugsklinik eingewiesen. Am 30. August 2012 wurde Craig aus der Klinik entlassen.

Seine Ex-Freundin Armanda stellte Videos ins Internet, welche Craig bei der Einnahme von Betäubungsmitteln zeige. Craig erzählte in einem Interview, dass sie in ihrer Beziehung niemals glücklich gewesen sei. Er hat beschlossen sich nur noch auf sich selbst zu fokussieren.[12]

Verhältnis zu anderen Musikern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Craig sagte, dass er zu den Musikern von Dance Gavin Dance, trotz des zweiten Rauswurfs aus der Band, einen freundschaftlichen Kontakt habe.[12] Zu Emarosa hingegen hat Craig keinen großen Kontakt mehr, allerdings sagt er, dass er die Musiker nicht hasst.[12] Zu Vic Fuentes und dessen Band Pierce the Veil gab es auch eine angespannte Situation als sie miteinander befreundet waren. Craig lud Fuentes ein auf dem Debütalbum Through Art We Are All Equals als Gastsänger aufzutreten. Dies sollte, laut Craig, eine Entschuldigung an die Band und an Personen, die er in der Vergangenheit verletzt habe, sein.[12] Zu Craig Ericson, dem Besitzer von Rise Records, hat er derzeit keinen freundschaftlichen Kontakt, was auch auf die Art der Trennung zwischen Craig und dem Label zurückzuführen ist. Das war auch ein Grund, weshalb Craigs neue Band nicht gefragt wurde, ein Teil von Rise Records zu werden.[12]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Westerhalts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2001: Change, Leisure and Retirement (Eigenproduktion)

Mit Ghostrunner on Third[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Dance Gavin Dance[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2006: Whatever I Say Is Royal Ocean (Eigenproduktion)
  • 2007: Downtown Battle Mountain (Rise Records)
  • 2011: Downtown Battle Mountain II (Rise Records)

Mit Emarosa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2008: Relativity (Rise Records)
  • 2010: Emarosa (Rise Records)

Mit Isles & Glaciers[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Slaves[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2014: Through Art We Are All Equals (Artery Recordings)
  • 2015: Routine Breathing (Artery Recordings)
  • 2018: Beautiful Death (Artery Recordings)

Solo-Arbeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Archivlink (Memento des Originals vom 7. Juni 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.underthegunreview.net
  2. Ghost Runner on Third at. Purevolume.com. Abgerufen am 21. Februar 2011.
  3. Speak Your Dreams bei Allmusic (englisch). Abgerufen am 31. Januar 2017.
  4. APpunk.net. (March 2007).
  5. News | Exclusive: Dance Gavin Dance part ways with vocalist, original vocalist Jonny Craig back. Alt Press. 18. August 2010. Abgerufen am 21. Februar 2011.
  6. [1]
  7. Iamcraigowens.com (Memento des Originals vom 16. Oktober 2008 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.iamcraigowens.com. (September 2008).
  8. Riserecords.com. Web.archive.org. 11. März 2005. Archiviert vom Original am 11. März 2005. Abgerufen am 21. Februar 2011.
  9. Graf Wall. Indiestar.tv. 13. März 2009. Archiviert vom Original am 7. Oktober 2011. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.indiestar.tv Abgerufen am 21. Februar 2011.
  10. California Lineup - The Bamboozle Music Festivals (Memento des Originals vom 16. November 2009 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/party.thebamboozle.com. The Bamboozle
  11. SXSW: Jonny Craig (Memento des Originals vom 25. April 2010 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/my.sxsw.com. SXSW
  12. a b c d e f Brendan Manley: Alternative Press: “You can hate my past all you want. I’m here to make you love my future”—Jonny Craig on Slaves
  13. Emarosa - Relativity Review. Sputnikmusic. Abgerufen am 15. Juni 2010
  14. Sally Chatfield - The X-Factor - Yahoo!7 TV (Memento des Originals vom 24. Dezember 2011 auf WebCite) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/au.tv.yahoo.com. Yahoo!7. Abgerufen am 11. Dezember 2010
  15. a b Exclusive Interview: JONNY CRAIG. YouTube. Abgerufen am 21. Februar 2011.
  16. CHALKBOARD CONFESSIONAL: JONNY CRAIG (Memento vom 6. Oktober 2009 im Internet Archive) von Tim Karan, 5. Oktober 2009, abgerufen am 8. Oktober 2013.