Josef Stock

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Dieser Artikel behandelt den deutschen Politiker, zum Opfer im KZ Sobibor (1934–1942) siehe Geschwister Stock.
Kandidatenplakat zur Landtagswahl in Niedersachsen 1990

Josef Stock (* 11. Juli 1938 in Wellingholzhausen, Landkreis Melle) ist ein deutscher Politiker (CDU).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Nach der Volksschule in Wellingholzhausen besuchte Josef Stock das Gymnasium Carolinum in Osnabrück bis zur Mittleren Reife. Daran schloss sich eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann an, um in das Einzelhandelsgeschäft der Eltern einzutreten.

Stock wurde 1964 in den Rat der Gemeinde Wellingholzhausen gewählt (bis 1968) und war Abgeordneter des Kreistags im Landkreis Melle von 1968 bis 1972. Von 1973 bis 1989 war er Vorsitzender der CDU im Stadtverband Melle sowie stellvertretender Vorsitzender im Kreisverband der CDU Osnabrück-Land und im Bezirksverband Osnabrück-Emsland.

Er vertrat seine Partei im Niedersächsischen Landtag vom 21. Juni 1974 bis 1997. Seit 1976 war er wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion und Vorsitzender des Arbeitskreises Wirtschaft und Verkehr. Vom 29. April 1982 bis 20. Juni 1986 und vom 15. Mai 1990 bis 20. Juni 1994 übernahm er den stellvertretenden Vorsitz der CDU-Landtagsfraktion, vom 1. Juli 1986 bis 8. November 1988 war er deren Vorsitzender. Er war Mitglied im Rundfunkrat des NDR. Schließlich amtierte er von 9. November 1988 bis 21. Juni 1990 als stellvertretender Ministerpräsident und niedersächsischer Innenminister.

Stock war seit 1997 hauptamtlicher Bürgermeister seiner Heimatstadt Melle und konnte aufgrund des Erreichens der Altersgrenze bei der Kommunalwahl 2006 nicht erneut kandidieren. In seiner Amtszeit als Bürgermeister initiierte er zahlreiche Projekte, die die Attraktivität Melles als Einkaufs- und Naherholungsstadt förderten. Ebenso führte er eine Reform der Stadtverwaltung durch. Über Parteigrenzen hinweg genießt er großes Ansehen.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Barbara Simon: Abgeordnete in Niedersachsen 1946–1994. Biographisches Handbuch. 1996, Seite 370.