Daniela Behrens

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Daniela Behrens 2012

Daniela Behrens geb. Krause (* 12. Mai 1968 in Bremerhaven) ist eine deutsche Politikerin (SPD). Von 2007 bis 2013 war sie Mitglied des Niedersächsischen Landtages. Von 2013 bis 2017 war sie Staatssekretärin des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur am Wirtschaftsgymnasium in Bremerhaven studierte Behrens Politikwissenschaft an der Universität Bremen. Ihr Studium schloss sie 1993 mit dem Diplom ab. Seit 1992 ist sie als Redakteurin und Journalistin tätig. Von 1995 bis 1998 absolvierte sie an der Freien Universität Berlin ein berufsbegleitendes Weiterbildungsstudium zur Journalistin. Zwischen dem Jahr 2000 bis 2007 war sie Pressesprecherin und Leiterin der Stabsstelle Marketing und Öffentlichkeitsarbeit an der Hochschule Bremerhaven.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Daniela Behrens ist seit 1996 Mitglied der SPD. 2007 rückte sie für Heidrun Merk in den Niedersächsischen Landtag nach. Bei den Landtagswahlen 2008 und 2013 zog sie jeweils über den Landeswahlvorschlag der SPD in den Landtag ein; sie fungierte als Sprecherin für Kultur- und Medienpolitik ihrer Fraktion.[1]

Nach der Regierungsübernahme durch das rot-grüne Kabinett Weil I wurde Daniela Behrens am 19. Februar 2013 zur Staatssekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr ernannt.[2] Sie schied daraufhin am 20. Februar 2013 aus dem Landtag aus; für sie rückte Axel Brammer nach.[3]

Behrens war bis zur Auflösung der Gemeinde 2011 Ratsfrau in Bokel und von 2001 bis 2014 gehörte sie zudem dem Kreistag des Landkreises Cuxhaven an. Behrens ist Mitglied des Sozialbundes Deutschland, des Deutschen Journalisten-Verbandes, der Arbeiterwohlfahrt und von Greenpeace.

Vergabe-Affäre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 12. Mai 2017 wurde bekannt, dass Behrens im Vorfeld einer Auftragsvergabe unzulässig Einfluss genommen hatte. Einer der Staatssekretärin bekannten Agentur wurde ein Auftrag im Wert von 180.000 Euro erteilt, nachdem die Firma zuvor ausführlich persönlich von Behrens beraten worden war. In der offiziellen Erklärung des Ministeriums hieß es dazu: „Es hat Fehler im Vergabeverfahren gegeben, die Vorgespräche haben zu einer Wettbewerbsbeschränkung geführt“. Die 74 weiteren Anbieter waren daher chancenlos gewesen.[4] Seither stehen Vorwürfe der Haushaltsuntreue im Raum. In Folge der Affäre bat sie am 17. Mai 2017 Minister Olaf Lies um ihre Entlassung.[5]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Daniela Behrens ist verheiratet. Bis 2009 hieß sie Krause-Behrens, dann legte sie ihren Geburtsnamen ab.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Daniela Behrens – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.spd-fraktion-niedersachsen.de/ueber-uns/sprecherinnen-und-sprecher/ Sprecherinnen und Sprecher der SPD-Landtagsfraktion im Niedersächsischen Landtag
  2. http://www.mw.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=5474&article_id=15848&_psmand=18
  3. Website Landtag Niedersachsen, abgerufen am 20. Februar 2013
  4. Auftragsvergabe abgesprochen? Wirtschaftsministerium bricht eigene Regeln, Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 15. Mai 2017
  5. Michael B. Berger, Heiko Randermann: Staatssekretärin Daniela Behrens zurückgetreten, Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 18. Mai 2017