Judith Goetz

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Judith Goetz (geboren 1983 in Wien) ist eine österreichische Literatur- und Politikwissenschaftlerin, die an den Universitäten Graz, Klagenfurt, Salzburg und Wien unterrichtet.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2001 zahlreiche Auslandsaufenthalte und soziale Tätigkeiten vor allem in Lateinamerika. Bereits im Alter von 20 Jahren kandidierte sie als Spitzenkandidatin der KPÖ bei den Kärntner Landtagswahlen.[1] Goetz war Referentin für feministische Politik der Bundesvertretung der Österreichischen Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft und schloss ihr Studium mit einer Diplomarbeit zum Thema „Bücher gegen das Vergessen“ ab, die der Kärntnerslowenischen Literatur über Widerstand und Verfolgung im Kontext der Holocaustautobiographie gewidmet ist.[2] Diese Arbeit wurde hoch gelobt und mehrfach ausgezeichnet. Seither forscht sie zu den Themen Feministische Theorie, Rechtsextremismus, Gedenkpolitik, Gedenkkultur und Antisemitismus, unterrichtet an den genannten Universitäten, hält aber auch Workshops zum Thema Sexualität ab, z. B. Wie die Gesellschaft sogar das Intimste formt[3] oder Das rechtsextreme Geschlecht.[4]

Goetz ist Mitglied der Redaktion Context XXI und der LICRA (Liga gegen Rassismus und Antisemitismus), hat zahlreiche Artikel veröffentlicht und Vorträge gehalten. Als Mitglied der Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit war sie am Buch Rechtsextremismus – Entwicklungen und Analysen beteiligt, welches im Mandelbaum Verlag erschienen ist. Darin hat sie sich – unter dem Titel Ausgetanzt! – kritisch mit den Protesten gegen den WKR-Ball in Wien auseinandergesetzt.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Standard: "Lieber 40 und Marxistin als 20 und Konformistin", 29. April 2004
  2. Judith Goetz: „Bücher gegen das "Vergessen"“, abgerufen am 2. Februar 2015
  3. Junge Grüne: Workshop mit Judith Goetz, abgerufen am 2. Februar 2015
  4. Autonomes Zentrum Linz: „Das rechtsextreme Geschlecht“. Vortrag und Diskussion mit Judith Goetz, abgerufen am 2. Februar 2015