Identitäre Bewegung

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Logo der Identitären Bewegung Deutschland: Gelbes Lambda in einem Kreis, auf schwarzem Grund.

Als Identitäre Bewegung (auch Identitäre Generation, kurz Identitäre) bezeichnen sich mehrere aktionistische, völkisch orientierte Gruppierungen, die ethnopluralistisch-kulturrassistische Konzepte vertreten. Sie gehen von einer geschlossenen „europäischen Kultur“ aus, deren „Identität“ vor allem von einer „Islamisierung“ bedroht sei. Politikwissenschaftler ordnen die Gruppe durchgängig als eine Spielart des Rechtsextremismus ein.

Gründungsgeschichte

Hauptartikel: Bloc identitaire

Die Identitäre Bewegung entstand in Frankreich und fand Anhänger in weiteren Staaten Europas.

In Österreich wurde sie 2012 unter der Bezeichnung Verein zur Erhaltung und Förderung der kulturellen Identität im Vereinsregister eingetragen,[1] in Deutschland seit 2014 als Identitäre Bewegung Deutschland.[2] Vermutet werden etwa 400 deutsche Mitglieder (2016).[3] Für ihre Etablierung ist das Ausweichen des offenen Neonazismus auf eine unverfänglichere Form aufgrund des nach 2010 erhöhten Repressionsdrucks mitursächlich.[4][5]

In Deutschland ging die Gruppierung aus der „Sarrazin-Bewegung“[6] hervor, einer kulturrassistischen Splittergruppe, die sich auf die Schrift Deutschland schafft sich ab des Publizisten Thilo Sarrazin berief,[7] und wurde im Oktober 2012 als Facebook-Gruppe gegründet,[8] wo sie auf Zuspruch stieß.[9]

Sie repräsentiert den deutschen Ableger der Organisation „Génération identitaire“,[8] die ursprünglich in Frankreich als Jugendsektion des „Bloc identitaire“ gegründet wurde.[10] Dieser wiederum ist die Nachfolge- und Ersatzorganisation der rechtsextremistischen Unité radicale (UR), die 2002 nach einem Attentat eines ihrer Mitglieder am Nationalfeiertag auf den französischen Präsidenten Chirac als staatsgefährdende Vereinigung verboten wurde.[11]

Ideologie

Die Ideologie der Identitären Bewegung folgt dem Konzept des Ethnopluralismus, das statt von einer biologisch gestifteten Einheitlichkeit einer Volks- und Abstammungsgemeinschaft, wie sie etwa im NS-Rassismus dominant war, die kulturelle „Reinhaltung“ der Gesellschaft anstrebt. Die IB erhebt die Forderung nach „ethnopluralistischer Vielfalt“ statt „kulturellen Einheitsbreis“. Jedes „Volk“ – gemeint in einer völkischen Bedeutung als ethnisches Kollektiv – habe eine separate gemeinschaftliche Kultur und einen je „eigenen Charakter“, die gegen Bedrohungen und Vermischungen zu schützen seien.[12] Der Begriff „Rasse“ werde – so der Politikwissenschaftler Roland Sieber – zwar vermieden, jedoch sei der Bezug auf die nationalsozialistische Parole „Du bist nichts, dein Volk ist alles“ „offensichtlich“.[9] In der Rassismusforschung wird die von der Identitären Bewegung vertretene „ethnipluralistische“ Konzeption als „Rassismus ohne Rassen“ (Stuart Hall) definiert.[13]

Im Zentrum der identitären Propaganda steht das Schlagwort vom „Großen Austausch“: Derzeit werde mit dem Mittel der Migration die europäische Bevölkerung gegen eine nichteuropäische „ausgetauscht“, die in wesentlichen Teilen aus Kriminellen und Sozialleistungserschleichern bestehe. Es handle sich bei Migration um einen „reinen Bevölkerungstausch“. Betrieben werde dieses Unternehmen von einer „Sozial-Asyl-Migranten-Lobby“. Man rufe dazu auf, „Widerstand zu leisten“. „Das Volk“ sei „die letzte Verteidigungslinie.“[14]

Laut Danijel Majic soll das Symbol des gelben griechischen Buchstabens Lambda auf schwarzem Grund für den Kampf der – europäischen – spartanischen Hopliten gegen die – nichteuropäischen – Perser in der Schlacht bei den Thermopylen stehen.[15] Volker Weiß ist der Meinung, dass die Identitäre Bewegung das Symbol von einem „blutigen Hollywood-Sandalenfilm“ entlehnt habe,[16] der Comicverfilmung 300 aus dem Jahr 2006, die laut Filmkritik „eine reaktionäre Abscheu gegenüber Multikulturalismus und urbaner Unübersichtlichkeit“ demonstriere.[17]

Vernetzung im rechten und rechtsextremen Milieu

Überschneidungen gibt es in Deutschland mit anderen Gruppierungen am rechten Rand, so mit Studentenverbindungen besonders des deutsch-österreichischen Dachverbandes Deutsche Burschenschaft[18][19][20] oder der Pro NRW-Bewegung.[21] Unterstützt wird die Identitäre Bewegung Deutschland publizistisch durch die rechtsextreme Zeitschrift Blaue Narzisse.[22] Eingang fanden Angehörige der Gruppe auch bei der AfD, sei es in der Jugendorganisation bis hin zum Landesvorsitzenden oder auch als Landtagskandidat.[23] Dort ist es vor allem die „Patriotische Plattform“, die die Forderung nach einer „engeren Zusammenarbeit zwischen Identitärer Bewegung und AfD“ vertritt, da diese Bewegung ebenfalls eine „Alternative für Deutschland“ darstelle.[24]

Rechtsaußen taktisch zwischen konservativ und rechtsextremistisch changierend[25] stehen der Gruppe das Institut für Staatspolitik und die Wochenschrift Junge Freiheit nahe, bewerben sie oder verwenden sich für sie „als ihre Stichwortgeber“.[26]

Eine Studie der Berliner Senatsverwaltung für Inneres kam 2015 zu dem Schluss, es gebe eine Aktionseinheit gegen Flüchtlinge von „Bürgerbewegung Pro Deutschland“, HoGeSa-Berlin, Identitärer Bewegung und Berliner NPD. Dieses „rechtsextremistische Teilnehmerpotenzial“ schlage sich auch in der Zunahme strafrechtlich relevanter Vorfälle nieder.[27] Aufgegriffen wurde das kulturrassistische Konzept auch durch die Jugendorganisation der NPD mit einer Kampagne „Identität – Werde, wer Du bist“.[28]

Es bestehen weiter enge personelle und finanzielle Verflechtungen mit dem von Jürgen Elsässer geführten Magazin Compact. Der Identitären-Sprecher Martin Sellner ist Mitarbeiter der Initiative Ein Prozent, eines Bündnisprojektes zusammen mit Elsässer und dessen Magazin, Götz Kubitschek (Institut für Staatspolitik, Sezession, Verlag Antaios) und Hans-Thomas Tillschneider (Alternative für Deutschland). Die auf der Compact-Konferenz präsentierte und vom Internetauftritt des Magazins unterstützte Initiative hat Medienberichten zufolge der Identitären Bewegung über 10.000 € an Spendengeldern zukommen lassen.[29]

In Österreich sprechen Medien von einem „Netzwerk der Identitären mit der FPÖ“. Sie seien über Staatsgrenzen hinweg „exzellent“ mit rechtspopulistischen bis rechtsextremen Gruppierungen verbunden. Hervorgehoben werden vor allem „ungarische und polnische Neonazis“.[30]

Die Ideologie des vor allem in den USA präsenten Alt-Right ist von der identitären Bewegung beeinflusst. Parallelen existieren insbesondere mit Blick auf die Verwendung eines „moderat klingenden“ euphemistischen Sprachgebrauchs, der „nationalchauvinistisches“ Gedankengut verschleiern und akzeptabler erscheinen lassen soll. Der Grundsatz universaler Menschenrechte wird abgelehnt und ein „Schutz“ „biokultureller Diversität“ an die Stelle gesetzt.[31][32][33]

Aktionen

Gewählt wurden wiederholt Aktionsformen, die fachlich-politologisch gelegentlich als „rechte bzw. rechtsextreme Kommunikationsguerilla“ bezeichnet werden.[34] Sie sollten jedoch, heißt es, „nicht leichtfertig als Praktiken einer neuen sozialen Bewegung“ missverstanden werden. Aktionen verlaufen durchaus auch gewalttätig gegen Sachen und gegen Personen.

Öffentliche Aufmerksamkeit erlangte im März 2010 die französische „Génération Identitaire“, als Aktivisten in einem Schnellimbiss mit Schweineköpfen maskiert demonstrierten. Die Linke verlangte in Frankreich die Auflösung der „Génération Identitaire“,[35] die Regierung entschied sich dagegen.[36] Ähnliche Aktionen fanden auch andernorts statt, z. T. wiederum mit Schweineköpfen.[9] Damit knüpfte sie an Aktivitäten von Neonazis um Michael Kühnen an (Eselskopf und Schild „Ich bin ein Esel, weil ich immer noch glaube, dass die Deutsche Wehrmacht Verbrechen begangen hat.“).[37]

In Deutschland fand eine erste Aktion dieser Art 2012 statt. Eine Gruppe „Nationale Sozialisten Rostock“ maskierte sich und tanzte auf „Hardbass“ wenige Minuten durch Rostock.[38] Nach Meinung von Roland Sieber verbreiten derartige Auftritte sich seit 2011 unter europäischen Neonazis.[9] Tatsächlich fand Ähnliches auch andernorts statt, z. T. wiederum mit Schweineköpfen.[39][12][40][41][28]

Mit kurzen Tanzakten und Maskeraden nach dem Beispiel anderer rechter Gruppen, mit der Darbietung einer IS-Hinrichtung,[42] einer Bühnenbesetzung,[43] der Störung einer akademischen Veranstaltung zum Thema „Asyl“[44][45][46] oder einer mehrminütigen Besetzung des Brandenburger Tors[47] bewirkt die Gruppe bei regelmäßig geringer Teilnehmerzahl öffentliche Beachtung.

Im Mai 2017 behinderten Mitglieder der Identitären Bewegung kurzzeitig das Auslaufen eines Schiffes der SOS Mediterranee aus einem italienischen Hafen und besetzten ein Museumsschiff in Bremen.[48][49] Die Behinderung der Rettung schiffbrüchiger Migranten wird als lebensbedrohend, rechtswidrig und strafbewehrt eingeordnet, da Seerecht verpflichtet, Schiffbrüchige zu retten.[50] PayPal fror das Konto der Gruppe ein, da die Firmenrichtlinien Zahlungen oder Spenden von Organisationen untersagten, „die Hass oder Gewalt unterstützen“. Auch das YouTube-Video der Kampagne wurde wieder entfernt, weil gegen die Nutzungsbedingungen verstoßend.[51]

Einordnung

Gesellschafts- und Politikwissenschaft

In einem Interview verwies der Sozialwissenschaftler Alexander Häusler vom Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/Neonazismus der FH Düsseldorf auf den rechtsextremen Ursprung der Identitären Bewegung in Frankreich. Man wolle „den Rassismus modern und hip machen“ (2013).[52] Später ergänzte Häusler, dass es darum gehe, die Jugend mit „nationalistischen und rassistischen Kampagnen“ anzusprechen.[53] Im Glossar des bundesweiten Informations- und Kompetenznetzes BIKnetz – Präventionsnetz gegen Rechtsextremismus führte Häusler zur Identitären Bewegung Deutschland (IBD) aus, dass die Inszenierungsformen der Bewegung im neonazistischen, neurechten und muslimfeindlichen Milieu positiv aufgenommen wurden.[54]

Der Historiker Volker Weiß sieht „altbekannte Parolen“. Die identitäre Behauptung, „man habe mit der extremen Rechten nichts gemein“, verwundere (2013).[55] Die Beteuerungen, nicht rassistisch zu sein, überzeugten nicht, nachdem die Gruppe ideologisch „wesentlich“ auf Konzepte „des rechtsextremen Theoretikers Guillaume Faye“ gründe. Darauf wiederum bauten ihrerseits dann PEGIDA-Initiativen auf, für die „das Engagement von Protagonisten der äußersten Rechten augenfällig“ sei (2015).[56]

Der Erziehungswissenschaftler und Rechtsextremismusforscher Benno Hafeneger verortet die Identitäre Bewegung im „radikal rechten Lager“ (2013). Sie stehe „in der kulturkämpferischen Tradition eines Denkens in der Grauzone von Rechtskonservatismus, Rechtspopulismus und Rechtsextremismus“.[57]

Nach dem österreichischen Soziologen Oliver Marchart ist die Identitäre Bewegung die „rechtsextreme Antwort auf postidentitäre soziale Bewegungen“ (2013). Sie vertrete xenophobe Vorstellungen, etwa Ethnopluralismus.[58]

Eine Studie der Politologin Gudrun Hentges et al. kam zu dem Ergebnis (2014), dass sich die Identitären in einem „Spannungsfeld“ zwischen Front National, französischer Nouvelle Droite bzw. deutscher Neuer Rechten und herkömmlichem deutschen Neonazismus bewegten.[59]

Der Medienwissenschaftler Jeffrey Wimmer sieht eine „rechtsextreme Bewegung“ am Werk, die neuere Partizipationsmöglichkeiten für demokratiefeindliche Zwecke nutze (2014).[60]

Die identitäre Gruppe in Österreich (IBÖ) wird vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) als rechtsextrem und antisemitisch eingestuft (2014).[61] Demnach bestehen Kontakte zu Neofaschisten im europäischen Ausland, etwa Italien und Ungarn. Führungskader kämen zum Teil aus dem organisierten Neonazismus. Die Bewegung zeige eine „ausgeprägte Militanz“.[62] Es handle sich um eine „rechtsextreme Jugendorganisation mit vielfältigen faschistischen Anklängen in Theorie, Ästhetik, Rhetorik und Stil“. Durch Aktionismus und begleitende Öffentlichkeitsarbeit werde eine große Breitenwirkung angestrebt. Der sich verstärkende Repressionsdruck auf die Neonaziszene nach 2010 habe „maßgeblich“ zu einer taktischen Distanzierung vom „offenen Neonazismus“ als einem aufgrund gesetzlicher und polizeilicher Beschränkungen „wenig zukunftsträchtigen Modell“ geführt.[63]

Die Gruppe habe eine „überschaubare Anzahl“ von Anhängern, greife auf „historische Topoi und dramaturgische Ausdrucksformen aus dem gesamten Fundus der extremen Rechten“ zurück, so der Historiker und Gedenkstättenmitarbeiter Michael Sturm (2015).[64]

Medien und praktische Politik

Der deutsch-französische Journalist und Jurist Bernard Schmid, dessen Themenschwerpunkt die extreme Rechte in Frankreich und Europa ist, ordnet die französische „Génération Identitaire“ als „rechtsextrem“ ein (2012).[65]

Stefan Glaser, von jugendschutz.net, einer Jugendschutzeinrichtung der Bundesländer, arbeitete in einer Studie zum Rechtsextremismus heraus, dass die Identitären Rassismus kaschierten und die Bewegung als „neue—rechtsextreme—Strömung“ zu bewerten sei (2013).[66]

Die Bundesregierung stellte 2013 auf eine Kleine Anfrage im Bundestag hin fest, identitäre „offen rassistische, fremdenfeindliche oder volksverhetzende Äußerungen“ seien ihr „nicht bekannt“. Allein die französische „Génération Identitaire“ qualifizierte sie als „rechtsextremistisch“. Man „prüfe“, inwieweit es „tatsächliche Anhaltspunkte“ für gegen die Verfassung gerichtete Bestrebungen geben könne.[67] Ferner gebe es Hinweise, dass Rechtsextremisten versuchten, die Identitäre Bewegung Deutschland zu unterwandern.[68]

Andreas Speit (2014), Fachjournalist für Rechtsextremismus, beurteilt Ideologie und Tradition der Identitären Bewegung als „rechtsextrem“. Antihumanistische und antidemokratische Vorstellungen der Vergangenheit lebten dort auf. Es gebe „geistige Anleihen bei Carl Schmitt“.[69]

Laut den Fachjournalisten Toralf Staud, Johannes Radke und Heike Kleffner vertritt die Identitäre Bewegung „klassische islamfeindliche, rassistische und demokratiefeindliche Positionen“ (2014). Es handle sich um „neu-rechte und rechtsextreme Aktivisten“. Erste nachrichtendienstliche Meinungen von einem vor allem virtuellen Phänomen seien hinfällig.[70]

Eine andere Einordnung nimmt das Bayerische Innenministerium vor. Auf eine schriftliche Anfrage (2014) von SPD-Abgeordneten im Landtag erklärte das Ministerium, bei der Identitären Bewegung zwar gewisse „Hinweise […] auf rechtsextreme Ideologiefragmente“ bemerkt zu haben. Es gebe aber bislang „keine hinreichend gewichtigen und zurechenbaren tatsächlichen Anhaltspunkte“, die eine nachrichtendienstliche Beobachtung für Bayern rechtfertigen würden.[71]

Die durch Rechtsextremismusexperten betreute Schweizer Informationsplattform rechtsextremismus.ch beschreibt die „Identitären“ als „eine neue Strömung innerhalb der extremen Rechten“ (2015).[72]

Inlandsnachrichtendienste in der EU

Soweit Aussagen vorliegen, subsumieren die deutschen Landesämter die Identitäre Bewegung meist unter „Neonazismus“ und „Rechtsextremismus“ (Bremen,[73] Niedersachsen,[74] Berlin[75]). Zurückhaltender heißt es aber auch, nur „Anhaltspunkte“ gebe es für – wie auch immer geartete – „extremistische Bestrebungen“ (Hessen[76]) bzw. das Urteil beschränkt auf rhetorische „rechtsextremistische Argumentationsmuster“ und einige „personelle Überschneidungen“ mit rechtsextremistischen Organisationen (NRW[77]). Noch stärker zurückgenommen spricht das bayerische LfV von „einzelnen“ Verflechtungen einer „überwiegend virtuell agierenden“ Organisation mit „rechts stehenden extremistischen Parteien und Gruppierungen“ und von „mehreren“ Aktivisten, die man aus „rechtsextremistischen Organisationen“ kenne (2015). Es gebe eine „Nähe“ zu völkischer Ideologie, aber im Unterschied zu den anderen LfV ist in dem kurzen Abschnitt von Fremden- und Islamfeindlichkeit und vom Ethnopluralismus in Bayern nicht die Rede.[78]

Der Präsident des deutschen Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) Hans-Georg Maaßen reduzierte 2013 die Identitäre Bewegung auf eine nur „virtuelle“ Erscheinungsform des Rechtsextremismus mit „bislang wenig Realweltbezug“.[79] Einen Beobachtungsanlass sah man dort erst ab August 2016. Es gebe „Anhaltspunkte“ für verfassungsfeindliche Bestrebungen.[80]

Das österreichische Bundesministerium für Inneres/Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung attestierte der Bewegung ein „rassistisch/nationalistisch geprägte[s] Weltbild“, das mit „pseudo-intellektuellen“ Mitteln verschleiert werden solle (2014). Die „Distanzierung vom Neonazismus“ sei nur taktisch. Es befänden sich „amtsbekannte Neonazis“ in den Reihen der „Bewegung“, und man pflege „Kontakte in andere rechtsextremistische Szenebereiche“ hinein.[81]

Seit einigen Jahren beobachtet die Abteilung Rechtsextremismus und Hooliganismus des französischen Inlandsgeheimdienstes DCRI die identitäre Szene.[82] Einen Teil ihrer Aktivisten führt sie in der Kategorie „S“ (für „Sûreté de l’Etat“ = Staatssicherheit[sgefährder]).[83]

Literarische Rezeption

In dem 2015 erschienenen Roman Unterwerfung des französischen Schriftstellers Michel Houellebecq spielen „Identitäre“ eine tragende Rolle. Houellebecq beschreibt Konversionen von Angehörigen des französischen Bildungsbürgertums zum Islam. Seine Konvertiten sind z. T. „Identitäre“. Nach dem Durchbruch einer Muslimbruderschaft bei den Wahlen kommt es in dem Roman zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen zwischen Islamisten und den vermeintlichen „Ureinwohnern Europas“. Der Autor male, so ein Rezensent,[84] „ein Horrorszenario von der Machtübernahme durch den politischen Islam“ aus. In zahlreichen Rezensionen wurde das Werk kontrovers diskutiert und sehr unterschiedlich bewertet.[85]

Literatur

Weblinks

 Commons: Identitäre Bewegung – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Website der Identitären Bewegung Deutschland

Reportagen

Einzelnachweise

  1. Bundesministerium für Inneres, Vereinsregister, Landespolizeidirektion Steiermark, ZVR-Zahl 380600847
  2. Amtsgericht Paderborn, Vereinsregisterblatt 3135
  3. Ann-Kathrin Hipp, Katharina Weygold: „Identitäre Bewegung“: Die rechten Likes-Fänger. In: Spiegel Online, 13. August 2016.
  4. http://www.doew.at/erkennen/rechtsextremismus/rechtsextreme-organisationen/identitaere-bewegung-oesterreich-iboe
  5. http://www.heute.at/storage/med/pdf/87930_Verfassungsschutzbericht_Jahr_2014.pdf
  6. Patrick Gensing: Rechtsextreme unterstützen Sarrazin-Demonstration. Publikative, 4. September 2010, siehe: [1].
  7. Roland Sieber: Von „Unsterblichen“ und „Identitären“. In: Stephan Braun, Alexander Geisler, Martin Gerster (Hrsg.): Strategien der extremen Rechten: Hintergründe – Analysen – Antworten. 2. Auflage. Wiesbaden 2016, S. 365–376, hier: S. 369.
  8. a b LfV: 06.12.2012 – Reaktionen sächsischer Rechtsextremisten auf die Gründung der „Identitären Bewegung Deutschlands“ (IBD). Abgerufen am 5. Februar 2013 (auf Landesamt für Verfassungsschutz Sachsen, 6. Dezember 2012)..
  9. a b c d Roland Sieber: Neonazis übernehmen die „Identitäre Bewegung“. In: Störungsmelder (Weblog). 14. November 2012, abgerufen am 5. Februar 2013.
  10. Kevin Fuchs: Die „Identitäre Bewegung“ erklärt den Krieg. Neue Strategie und Erscheinungsform der extremen Rechten. In: Lotta, 15. Januar 2013.
  11. Bernard Schmid: Die „identitäre Bewegung“ lud zum „Konvent“. In: Hagalil, 13. November 2012.
  12. a b Jannis Carmesin: Identitäre Bewegung auch in Dortmund aktiv. In: pflichtlektüre.com. 21. Dezember 2012, abgerufen am 5. Februar 2013.
  13. Artikel Ethnopluralismus. In: Lexikon der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung, 2012.
  14. Danijel Majic: Rechte Bewegung in Hessen – Rechte: „Stoppt den großen Austausch“. In: Frankfurter Rundschau, 3. Juli 2015.
  15. Danijel Majic: Neueste Rechte. In: Frankfurter Rundschau. 11. November 2011, abgerufen am 5. Februar 2013. Tatsächlich ist das Lambda das Symbol einer fiktiven Burschenschaft in Die Rache der Eierköpfe.
  16. Volker Weiß: Die Identitären: Nicht links, nicht rechts – nur national. Heimat, Familie, Kultur, Volk, Staat: Mit den „Identitären“ entsteht eine neue Bewegung am rechten Rand. In: Die Zeit, 21. März 2013
  17. Andererseits hält Joachim Schätz den Film für derart „grobschlächtig“ und seine Verwendung ideologischer Begriffe für so beliebig, dass das „Kramen nach [geopolitischen] Subtexten“ darin sinnlos sei: „Wer ist Xerxes?“ - Falter, via filmzentrale.com
  18. Siehe z. B.: Lutz Bucklitsch: AfD Sachsen-Anhalt, neonazistische Burschenschaften und Identitäre Bewegung. In: Website Hajo Funke, 18. Juni 2016
  19. Patrick Gensing: „Identitäre“-Bewegung in Europa. Très chic, très hip, très rechtsradikal. In: tagesschau.de, 10. Juni 2016
  20. Burschenschaft mit Identitären will auf Facebook „linke Weiber ausknocken“. In: Der Standard, 17. Juni 2016
  21. Siehe die Organisation einer gemeinsamen „Großdemonstration“ mit angemeldeten 300 Teilnehmern im Juni 2016: pro-nrw.net
  22. Robert Scholz: Die Identitären – Strohfeuer oder neue Jugendbewegung? In: Endstation Rechts. 29. November 2012, abgerufen am 5. Februar 2013.
  23. Andreas Speit: Rechtsextremisten in der AfD-Jugend Unterwandert von den Rechten. In: taz, 7. März 2016.
  24. Dietmar Neuerer: „Identitäre Bewegung“ und AfD. AfD-Rechte wollen Schulterschluss mit Verfassungsfeinden. In: Handelsblatt, 15. Juni 2016
  25. Stephan Braun, Ute Vogt (Hrsg.): Die Wochenzeitung „Junge Freiheit“: Kritische Analysen zu Programmatik, Inhalten, Autoren und Kunden. Wiesbaden 2007, passim (dort auch eine ausführliche Beschreibung rechtsextremistischer Interventionsversuche in der Wikipedia).
  26. Deutscher Bundestag, Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Ulla Jelpke, Heidrun Dittrich, Jens Petermann und der Fraktion Die Linke. 1. Oktober 2013 (PDF).
  27. Rechtsextremistische Aktivitäten gegen Flüchtlinge und Flüchtlingsunterkünfte in Berlin. Lageanalyse, Berlin 2015, siehe auch: Rechtsextremistische Aktivitäten gegen Flüchtlinge und Flüchtlingsunterkünfte in Berlin.
  28. a b Roland Sieber: Von tanzenden Rassisten und uniformierten Milizen. In: Publikative.org. 20. Oktober 2012, abgerufen am 5. Februar 2013.
  29. Identitäre Grüße aus Moskau: Rechtsextreme Allianz mit dem Osten. In: derStandard.at. Abgerufen am 12. Juni 2016.
  30. Anna Thalhammer: Das Netzwerk der Identitären mit der FPÖ. In: Die Presse, 11. Juni 2016
  31. Matthew N. Lyons: Keep calling the alt-right ‘the alt-right.’ Soon, it won’t be a euphemism anymore. In: Political Research Associates (PRA). 20. Januar 2017, abgerufen am 6. Juli 2017.
  32. Julian Sanchez: Ctrl-Alt-Delete: The origins and ideology of the Alternative Right. In: Washington Post. 28. November 2016, abgerufen am 2017-28-05.
  33. Lindy West: White nationalists? Alt-right? If you see a Nazi, say Nazi. In: The Guardian. 22. November 2016, abgerufen am 2017-28-05..
  34. Gudrun Hentges, Gürcan Kökgiran, Kristina Nottbohm: Die Identitäre Bewegung Deutschland (IBD) – Bewegung oder virtuelles Phänomen? In: Forschungsjournal Soziale Bewegungen, PLUS Supplement zum Heft 3/2014, S. 11.
  35. Poitiers: la gauche et des associations réclament la dissolution des Identitaires. In: Libération. 20. Oktober 2012, abgerufen am 5. Februar 2013.
  36. Bernard Schmid: Die „identitäre Bewegung“ lud zum „Konvent“. In: haGalil. 13. November 2012, abgerufen am 5. Februar 2013.
  37. Peter Müller, Andreas Speit: Unbelehrbare Schafe und Esel. In: taz, 2. Februar 2014
  38. Polizei ermittelt nach Demo von Rechtsextremisten. In: Ostsee-Zeitung. 12. August 2012, archiviert vom Original am 17. Februar 2013, abgerufen am 28. Juli 2014..
  39. Elias Schneider: Der Maskentanz der Rassisten. In: Stern.de. 14. November 2012, abgerufen am 5. Februar 2013..
  40. „Tanz für Toleranz“ der Caritas: Maskierte gegen „multikulti“. In: Der Standard. 1. Oktober 2012, abgerufen am 5. Februar 2013.
  41. Rechte vereinnahmen Hardbass. In: FM4. 8. September 2012, abgerufen am 5. Februar 2013.
  42. Identitäre stellten Hinrichtungen am Wiener Stephansplatz nach. In: vienna.at, 15. September 2014.
  43. Identitäre stürmen „Schutzbefohlenen“- Aufführung im Audimax. Österreichische Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft, 14. April 2016, abgerufen am 15. April 2016.
  44. Rechtsextreme Attacke bei Univorlesung. In: kaernten.orf.at. Abgerufen am 12. Juni 2016.
  45. Protestwelle nach rechtsextremer Attacke. In: kaernten.orf.at. Abgerufen am 12. Juni 2016.
  46. Peter Diem: Die Internationale der faschistischen Symbole auf Austria-Forum, abgerufen am 21. Juni 2916.
  47. Identitäre Bewegung klettert auf das Brandenburger Tor. In: welt.de
  48. Alexander Speit: Extrem hart steuerbord. In: taz, 19. Mai 2017.
  49. Melanie Reinsch: Rechtsextreme wollen Rettung von Ertrinkenden im Mittelmeer verhindern. In: Berliner Zeitung, 7. Juni 2017.
  50. Maxie Römhild: Asozialer Aktivismus. In: taz, 9. Juni 2017.
  51. Spendensammlung zur "Verteidigung Europas": Bezahldienst PayPal friert Konto der Identitären ein. In: tagesspiegel.de. 14. Juni 2017, abgerufen am Juni 2017..
  52. Christoph Gurk: „Diese Gruppen machen den Rassismus hip“ (Interview mit Alexander Häusler). Bayern plus, 17. Mai 2013.
  53. Alexander Häusler: Nation. In: Bente Gießelmann, Robin Heun, Benjamin Kerst, Lenard Suermann, Fabian Virchow (Hrsg.): Handwörterbuch rechtsextremer Kampfbegriffe. Wochenschau Verlag, Schwalbach 2015, ISBN 978-3-7344-0155-8, S. 199–209, hier: S. 203.
  54. Alexander Häusler: Identitäre Bewegung Deutschland (IBD) (Memento vom 4. Juli 2015 im Internet Archive). BIKnetz – Präventionsnetz gegen Rechtsextremismus, Stand: Oktober 2013.
  55. Volker Weiß: Nicht links, nicht rechts – nur national. In: Die Zeit, 21. März 2013, S. 56.
  56. Volker Weiß: Sind sie das Volk? Pegida – die Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes. Dossier Rechtsextremismus, Bundeszentrale für politische Bildung, 6. Januar 2015.
  57. Benno Hafeneger: Die Identitären – Vorübergehendes Phänomen oder neue Bewegung? (= Expertisen für Demokratie, 1/2014). Friedrich-Ebert-Stiftung, Forum Berlin, Berlin 2014, S. 5.
  58. Oliver Marchart: Die Prekarisierungsgesellschaft. Prekäre Proteste. Politik und Ökonomie im Zeichen der Prekarisierung (= Gesellschaft der Unterschiede. Bd. 8), Bielefeld 2013, S. 228.
  59. Gudrun Hentges, Gürcan Kökgiran, Kristina Nottbohm: Die Identitäre Bewegung Deutschland (IBD) – Bewegung oder virtuelles Phänomen? In: Forschungsjournal Soziale Bewegungen 3/2014, S. 19.
  60. Jeffrey Wimmer: Zwischen Fortführung, Transformation und Ablösung des Althergebrachten. Politische Partizipationskulturen im Medienalltag am Fallbeispiel KONY 2012. In: Ralf Biermann, Johannes Fromme, Dan Verständig (Hrsg.): Partizipative Medienkulturen. Positionen und Untersuchungen zu veränderten Formen öffentlicher Teilhabe (= Medienbildung und Gesellschaft. Bd. 25), Wiesbaden 2014, S. 59.
  61. Anna Thalhammer: Das Netzwerk der Identitären mit der FPÖ. In: Die Presse, 11.6.2016, siehe auch: [2].
  62. DÖW: Rechtsextreme demonstrieren in Wien (Identitäre Bewegung Österreich). Neues von ganz rechts – Mai 2014.
  63. HP DÖW, 2016, siehe: [3].
  64. Michael Sturm: Schicksal – Heldentum – Opfergang. Der Gebrauch von Geschichte durch die extreme Rechte. In: Martin Langebach, Michael Sturm (Hrsg.): Erinnerungsorte der extremen Rechten (= Edition Rechtsextremismus). Wiesbaden 2015, S. 21.
  65. Bernard Schmid: Die „identitäre Bewegung“ lud zum „Konvent“. hagalil.com, 13. November 2012.
  66. Stefan Glaser: Rechtsextremismus online beobachten und nachhaltig bekämpfen. jugendschutz.net, Mainz 2013, S. 6f.
  67. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Ulla Jelpke, Heidrun Dittrich, Jens Petermann und der Fraktion Die Linke (Drucksache 17/14749). Rechtsextreme Tendenzen in der „Identitären Bewegung“. Drucksache 17/14811, 1. Oktober 2013, S. 2.
  68. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Ulla Jelpke, Heidrun Dittrich, Jens Petermann und der Fraktion Die Linke (Drucksache 17/14749). Rechtsextreme Tendenzen in der „Identitären Bewegung“. Drucksache 17/14811, 1. Oktober 2013, S. 4.
  69. Andreas Speit: Revolution in neuem Gewand. Dossier Rechtsextremismus, Bundeszentrale für politische Bildung, 18. März 2014.
  70. Toralf Staud, Johannes Radke, Heike Kleffner: Glossar: Identitäre Bewegung. Dossier Rechtsextremismus, Bundeszentrale für politische Bildung, 3. Februar 2014.
  71. Antwort des Staatsministeriums des Innern, für Bau und Verkehr vom 23. Oktober 2014 auf die Schriftliche Anfrage der Abgeordneten Dr. Christoph Rabenstein, Florian Ritter SPD vom 15. September 2014 zur Identitären Bewegung in Bayern. Bayerischer Landtag, Drucksache 17/3798, 12. Dezember 2014, S. 1 f.
  72. Erscheinungsbild In: rechtsextremismus.ch, abgerufen am 3. Juli 2015.
  73. Senator für Inneres und Sport der Freien Hansestadt Bremen: Verfassungsschutzbericht 2012. Bremen 2013, S. 31f.; ders.: Verfassungsschutzbericht 2013. Bremen 2014, S. 32 f.; Verfassungsschutzbericht 2014. Bremen 2015, S. 30f.
  74. Niedersächsisches Ministerium für Inneres und Sport: Verfassungsschutzbericht 2014. Vorabfassung. Hannover 2015, S. 53f.
  75. Senatsverwaltung für Inneres und Sport, Abteilung Verfassungsschutz (Hrsg.): Rechtsextremistische Aktivitäten gegen Flüchtlinge und Flüchtlingsunterkünfte in Berlin. Lageanalyse, Berlin 2015, S. 9, 18.
  76. Unter Beobachtung: Identitäre Bewegung rechtsextrem. In: hessenschau.de, 10. Dezember 2015; „Identitäre“ im Blick. In: fr-online.de, 11. Dezember 2015; Christoph Cuntz: Rechte Bewegung im Visier des Verfassungsschutzes. In: wiesbadener-kurier.de, 7. Januar 2016.
  77. Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage 4047 vom 4. November 2015 des Abgeordneten Marc Lürbke FDP (Drucksache 16/10195), Welche Kenntnisse besitzt die Landesregierung über die „Identitäre Bewegung“ in Nordrhein-Westfalen? Landtag Nordrhein-Westfalen, Drucksache 16/10406, 7. Dezember 2015, S. 2, 4.
  78. Bayerischer Jahresbericht 2015, S. 253f., siehe: PDF.
  79. Timo Brücken: Rechte Jugendbewegung „Identitäre“. Flashmob der Islamhasser. In: Spiegel Online, 1. Februar 2013.
  80. „Identitäre Bewegung“: Verfassungsschützer beobachten rechtsextreme Gruppe. In: Spiegel Online, 12. August 2016.
  81. Bundesministerium für Inneres / Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (Hrsg.): Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2014. Wien 2015, S. 13f.
  82. Siehe: Mosquée occupée/Poitiers: la DCRI savait. In: Le Figaro, 10. Dezember 2012.
  83. Siehe: Patricia Tourancheau: Une Génération bien identifiée par la police. In: liberation.fr, 25. Oktober 2012.
  84. Siehe: Ruthard Stäblein: Michel Houellebecqs neuer Roman: Aufgespießte Ängste. In: die tageszeitung. 1. Dezember 2015, abgerufen am 22. September 2015.
  85. Siehe Perlentaucher: Unterwerfung.