Kaja Harter-Uibopuu

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Kaja Harter-Uibopuu (* 6. März 1968 in Graz) ist eine österreichische Althistorikerin, Rechtshistorikerin und Epigraphikerin.

Nach der Matura in Salzburg 1986 studierte die Tochter des Rechtswissenschaftlers Henn-Jüri Uibopuu und seiner Frau Ingeborg, geb. Peyrer, an der Universität Graz Alte Geschichte und Altertumskunde. Nach der Sponsion zur Magistra Artium wurde sie Vertragsassistentin am Institut für Römisches Recht und Antike Rechtsgeschichte der Universität Graz bei Gerhard Thür. Dort wurde sie 1997 sub auspiciis praesidentis promoviert. Nach der Promotion war sie von 1998 bis 1999 und von 2009 bis 2015 in Wien als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Kommission für Antike Rechtsgeschichte der Österreichischen Akademie der Wissenschaften tätig. Von 1999 bis 2003 war sie als Universitätsassistentin und Lektorin an der Universität Graz tätig, danach an der Universität Wien. Sie habilitierte sich 2013 an der Universität Wien. Zum 1. August 2015 trat sie als Nachfolgerin Helmut Halfmanns die Professur für Alte Geschichte an der Universität Hamburg an.

Schwerpunkte ihrer Tätigkeit sind die juristische Epigraphik (Inschriften prozessrechtlichen Inhalts der griechischen Poleis (Argolis, Athen)), antikes Völkerrecht, Verfassungs- und Verwaltungsrecht der griechischen Städte unter römischer Herrschaft und Grabrecht und Grabschutz im griechisch-römischen Kleinasien.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das zwischenstaatliche Schiedsverfahren im achäischen Koinon. Zur friedlichen Streitbeilegung nach den epigraphischen Quellen (= Akten der Gesellschaft für Griechische und Hellenistische Rechtsgeschichte. Bd. 12). Böhlau, Köln u. a. 1998, ISBN 3-412-11798-6 (Zugleich Graz, Universität, Dissertation, 1996).
  • mit Fritz Mitthof (Hrsg.): Vergeben und Vergessen? Amnestie in der Antike: Beiträge zum 1. Wiener Kolloquium zur Antiken Rechtsgeschichte, 27.– 28. Okt. 2008. (= Wiener Kolloquien zur Antiken Rechtsgeschichte. Band 1). Holzhausen, Wien 2013, ISBN 978-3-902868-85-5 (Volltext).
  • mit Thomas Kruse (Hrsg.): Sport und Recht in der Antike: Akten des zweiten Wiener Kolloquiums zur Antiken Rechtsgeschichte, 27. – 28.10.2011. (= Wiener Kolloquien zur Antiken Rechtsgeschichte. Band 2). Holzhausen, Wien 2014, ISBN 978-3-902976-14-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]