Kangaatsiaq

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Kangaatsiaq (Mittelgroße Landspitze)

Kangâtsiaĸ (Alte Rechtschreibung)
Blick auf Kangaatsiaq
Blick auf Kangaatsiaq
Kommune Qaasuitsup Kommunia
Geographische Lage 68° 18′ 30″ N, 53° 27′ 38″ WKoordinaten: 68° 18′ 30″ N, 53° 27′ 38″ W
Kangaatsiaq (Grönland)
Kangaatsiaq
Höhe m
Einwohner 536 (1. Januar 2017)
Zeitzone UTC-3
Gemeinde / Provinz (bis 2008)

Kangaatsiaq / Kitaa

Wappen Kangaatsiaqs (inoffiziell)
Lage von Kangaatsiaq auf Grönland
Fläche 38.700 km²

Kangaatsiaq [kaˈŋaːt͡sːiɑq] (nach alter Rechtschreibung Kangâtsiaĸ) ist ein Ort in Westgrönland, rund 80 Kilometer südlich der Diskobucht. Er hat 536 Einwohner (2017).[1]

Die Siedlung liegt auf einer Landspitze, die der Siedlung ihren Namen gegeben hat, umgeben vom offenen Meer. Kangaatsiaq wird seit 1846 ganzjährig bewohnt. In den 1960er Jahren sollten die verschiedenen Wohnplätze der Gemeinde im Zuge der Bevölkerungskonzentration aufgelöst werden. Der Plan wurde allerdings nach Protesten, unter anderem des grönländischen Schriftstellers Ole Brandt (1918–1981), wieder aufgegeben. Kangaatsiaq erhielt 1986 den Status einer Stadt. Sie hat zwar ein Wappen, verwendet aber keine eigene Fahne.[2]

Die Stadt besitzt ein Kraftwerk und eine Krankenstation sowie einen Polizeiposten. Im Sommer bestehen Hubschrauberverbindungen. Die heutige Kirche wurde 1921 errichtet. Touristische Annehmlichkeiten sind allerdings kaum vorhanden. Die Gegend ist berühmt für ihre beeindruckende Landschaft mit Inseln und Fjorden. Lohnend ist eine Wanderung zum Nordenskjöld-Gletscher (grönländisch „Akuliaruseersuup Sermesua“), benannt nach dem schwedischen Polarforscher Adolf Erik Nordenskiöld, der 1883 von hier aus zu einer Forschungsreise ins Inlandeis aufbrach. Die Gegend ist reich an verlassenen Gehöften.

Bis zum 1. Januar 2009 war Kangaatsiaq eine eigenständige Gemeinde mit 1463 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2007) und einer Fläche von 43.500 km², die neben dem Hauptort die Dörfer Attu (264 Einwohner), Niaqornaarsuk (337), Ikerasaarsuk (105) und Iginniarfik (88) umfasste. Heute gehört es politisch zu Qaasuitsup Kommunia.[2]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschreibung: In Blau ein rücksehendes silbernes Schneehuhn über dem im linken Obereck ein nach rechts offener silberner Halbmond schwebt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Einwohnerzahlen 2017 bei der grönländischen Statistikbehörde
  2. a b Jan Oskar Engene: Kommuneflagg i Grønland. In: Nordisk flaggkontakt, 2005, Nr. 41, S. 45.