Karasee

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Karasee und Umgebung
Luftkissenboot Hivus-10 auf den Ufern der Karasee

Die Karasee (auch Karisches Meer, russisch Ка́рское мо́ре, Karskoje more) ist ein nördlich von Russland bzw. Asien liegendes Randmeer des Arktischen Ozeans.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Karasee erstreckt sich von etwa 70° bis 80° nördliche Breite, bzw. von 55° bis 105° östliche Länge. Sie wird im Westen von der bogenförmigen Inselgruppe Nowaja Semlja eingefasst, welche die viertgrößte und sechstgrößte Insel Europas enthält. Im Osten bilden die Inselgruppe Sewernaja Semlja und die Taimyr-Halbinsel den Rahmen. Laut IHO ist ihre Nordwestgrenze das Ostende der Inselgruppe Franz-Josef-Land, am Kap Kohlsaat (Graham-Bell-Insel). Vollständig in der Karasee liegen die isolierten Inseln, von Nord nach Süd Uschakow, Wiese-Insel und Einsamkeit.

Westlich liegt die Barentssee, die zwischen Nowaja Semlja und Franz-Josef-Land angrenzen, und im Südwesten auch durch die Karastraße und die Jugorstraße, die sich nordwestlich respektive südöstlich der Waigatsch-Insel befinden, verbunden ist. Im Osten leitet die Wilkizkistraße, die sich zwischen Sewernaja Semlja und der Taimyr-Halbinsel erstreckt, zur östlich anschließenden Laptewsee über. Nördlich, zwischen Franz-Josef-Land und Sewernaja Semlja, grenzt das offene Nordpolarmeer im eigentlichen Sinne an.

Im Süden grenzt die Karasee unter anderem an die Jamal-Halbinsel, die nach Süden in das Westsibirische Tiefland übergeht. Sie grenzt außerdem an die Gydan-Halbinsel, die nach Osten mit dem Nordsibirischen Tiefland verschmilzt. In die Karasee fließen aus Richtung Süden kommend insbesondere die gewaltigen Wassermassen Ob und Jenissei ein, die mit rund 800 und 400 km langen Trichtermündungen einmünden: der Obbusen zwischen Jamal-Halbinsel und Gydan-Halbinsel; und der Jenisseigolf östlich der Gydan-Halbinsel. Beide Ströme sind aufgrund ihrer der Karasee zugeführten sehr großen Süßwassermenge mitverantwortlich für die Strömungsverhältnisse innerhalb dieses Meeres und bestimmen auch dessen Klima mit. Der Name leitet sich von dem aus dem Ural stammenden Fluss Kara ab, der westlich der Jamal-Halbinsel in die Baidaratabucht mündet.

Die Karasee ist mit durchschnittlich 127 m Meerestiefe relativ flach. Sie ist an ihrer tiefsten Stelle, nordöstlich der Nordinsel von Nowaja Semlja, 620 Meter tief.

Erdöl und Erdgas[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Medien berichten von einem großen Öl- und Erdgasvorkommen unter der Karasee, das auf 87 Milliarden Barrel geschätzt wird.[1] Die gesamten Ölreserven der Karasee übersteigen laut Rosneft die Saudi-Arabiens.[2]

ExxonMobil sicherte sich 2012 davon einen Anteil von 33 Prozent, wobei Russland Zugang zum amerikanischen Know-how, das ihm die Erschließung von Öl in den extremen Verhältnissen der Arktis überhaupt erst ermöglichen sollte, zugesichert wurde. Wegen der Krimkrise musste sich der Ölkonzern aber aus dem Geschäft zurückziehen.[3]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. NTV (27. September 2014): Rosneft meldet Erfolg bei Ölsuche
  2. zeit.de 20. Januar 2017: Der neue Ölmensch
  3. Donald Trump: Grenzenlose Kraft. In: Die Zeit. 20. Januar 2017, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 20. Januar 2017]).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 75° N, 71° O