Karasee

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.
komplett -- Quotengrote (D|B) 10:23, 9. Aug. 2016 (CEST)
Karasee und Umgebung
Luftkissenboot Hivus-10 auf den Ufern der Karasee

Die Karasee (russisch Ка́рское мо́ре, Karskoje more) ist ein nördlich von Russland bzw. Asien liegendes Randmeer des Nordpolarmeers.

Sie wird im Westen von der bogenförmigen Inselgruppe Nowaja Semlja eingefasst, welche die viertgrößte und sechstgrößte Insel Europas enthält. Im Osten bilden die Inselgruppe Sewernaja Semlja und die Taimyr-Halbinsel den Rahmen. Im Süden grenzt die Karasee unter anderem an die Jamal-Halbinsel, die nach Süden in das Westsibirische Tiefland übergeht. Sie grenzt außerdem an die Gydan-Halbinsel, die nach Osten mit dem Nordsibirischen Tiefland verschmilzt.

Die Karasee erstreckt sich von etwa 70° bis 80° nördliche Breite, bzw. von 55° bis 105° östliche Länge und ist mit durchschnittlich 127 m Meerestiefe relativ flach. Sie ist an ihrer tiefsten Stelle, nordöstlich der Nordinsel von Nowaja Semlja, 620 Meter tief.

Von der Karasee leitet im Südwesten die Karastraße bzw. die Jugorstraße, die sich nordwestlich bzw. südöstlich der Waigatsch-Insel befinden, zur westlich angrenzenden Barentssee über und im Osten die Wilkizkistraße, die sich zwischen Sewernaja Semlja und der Taimyr-Halbinsel erstreckt, zur östlich anschließenden Laptewsee über.

In die Karasee fließen aus Richtung Süden kommend insbesondere die gewaltigen Wassermassen Ob und Jenissei ein, die mit rund 800 und 400 km langen Trichtermündungen bzw. Meerbusen einmünden. Beide Ströme sind aufgrund ihrer der Karasee zuführenden, sehr großen Süßwasserzufuhr mitverantwortlich für die Strömungsverhältnisse innerhalb dieses Meeres und bestimmen auch dessen Klima mit.

Erdöl und Erdgas[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Medien berichten von einem großen Öl- und Erdgasvorkommen unter der Karasee, das auf 87 Milliarden Barrel geschätzt wird.[1] Die gesamten Ölreserven der Karasee übersteigen laut Rosneft die Saudi-Arabiens.[2]

ExxonMobil sicherte sich 2012 davon einen Anteil von 33 Prozent wobei Russland Zugang zum amerikanischen Know-how, das ihnen die Erschließung von Öl in den extremen Verhältnissen der Arktis überhaupt erst ermöglichen sollte zugesichert wurde. Wegen der Krimkrise musste sich der Ölkonzern, aber vom Geschäft zurückziehen.[3]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. NTV (27. September 2014): Rosneft meldet Erfolg bei Ölsuche
  2. zeit.de 20. Januar 2017: Der neue Ölmensch
  3. Donald Trump: Grenzenlose Kraft. In: Die Zeit. 20. Januar 2017, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 20. Januar 2017]).

Koordinaten: 75° N, 71° O