Karl Fehr (Literaturwissenschaftler)

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Karl Fehr (* 8. August 1910 in Berg am Irchel; † 3. Juli 1994 in Herisau) war ein Schweizer Literaturwissenschaftler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fehr wurde 1910 als Sohn des Landwirts Balthasar Fehr und dessen Frau Luise geboren. Nach dem Besuch eines Gymnasiums in Winterthur studierte er ab 1930 Altphilologie und Germanistik an der Universität Zürich. 1935 wurde er dort mit der Dissertation Die Mythen bei Pindar promoviert. Von 1937 bis 1963 war er Gymnasiallehrer für Latein, Griechisch und Deutsch an der Thurgauischen Kantonsschule in Frauenfeld, ab 1959 war er dort Rektor. 1950 habilitierte er sich in Deutschschweizer Literatur mit einer Schrift über Jeremias Gotthelf und war als Privatdozent an der Universität Zürich tätig. 1959 wurde er Titularprofessor für Deutschschweizer Literatur in Zürich. Er arbeitete auch für Tageszeitungen wie die NZZ und als Dozent an Volkshochschulen. Von 1963 bis 1979 war er Lehrbeauftragter am Oberseminar des Kanton Zürich. Ab 1988 war er im Bereich Bildung für die Pro Senectute tätig.[1] Er veröffentlichte Bücher, u. a. über Jeremias Gotthelf, Gottfried Keller, Conrad Ferdinand Meyer, Josef Vital Kopp und Meta Heusser-Schweizer. Er war mit Margrit Stettbacher verheiratet.[2]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jeremias Gotthelf. Mensch, Erzieher, Dichter, ein Lebensbild. Schweizerischer Verein abstinenter Lehrer und Lehrerinnen, Bern 1949.
  • Das Bild des Menschen bei Jeremias Gotthelf. Huber, Frauenfeld 1953.
  • Der Realismus in der schweizerischen Literatur. Francke, Bern 1965.
  • Josef Vital Kopp. Rex-Verlag, Luzern 1968.
  • Gottfried Keller: Aufschlüsse und Deutungen. Francke, München 1972.
  • Conrad Ferdinand Meyer. Auf- und Niedergang seiner dichterischen Produktivität. Francke, Bern 1983, ISBN 3-7720-1551-4.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nachruf in der Neuen Zürcher Zeitung vom 7. Juli 1994
  • Nachruf im Landboten vom 10. September 1994
  • Nachruf im Jahresbericht der Universität Zürich 1994/95 (Autor: Prof. Peter von Matt)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fehr, Karl in Schweizer Lexikon. Band 2, Luzern, 1992. Abgerufen per Deutsches Biographisches Archiv, Teil 3, S. 317.
  2. Charles Linsmayer: Karl Fehr (Literaturwissenschaftler). In: Historisches Lexikon der Schweiz.