Karlsruhe (F 212)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
FRG Naval Ensign
Fregatte Karlsruhe F212 im Kieler Hafen (2003)
Schiffsklasse: F122
Rufzeichen / Kennung: DRAV / F 212
Typschiff: Bremen
Bauwerft: Howaldtswerke-Deutsche Werft AG, Kiel (Endausrüstung bei der Bremer Vulkan AG)
Baunummern 161 / 1025
Kiellegung: 10. März 1981
Stapellauf: 8. Januar 1982
Indienststellung: 19. April 1984
Außerdienststellung: 16. Juni 2017
Verbandszugehörigkeit 4. Fregattengeschwader in Wilhelmshaven
Technische Daten siehe: F122

Die Mehrzweck-Fregatte Karlsruhe der Deutschen Marine ist das sechste Schiff der Bremen-Klasse. Sie ist das fünfte Schiff der deutschen Marine mit dem Namen der ehemaligen Hauptstadt Badens.

Aufgaben und Ausrüstung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während der Adriaeinsätze Mitte der 1990er Jahre wurde die Fregatte zeitweise mit einem Goalkeeper ausgerüstet, einem zusätzlichen Flugabwehrsystem. Seit 1995 stehen das moderne Flugkörpersystem RIM-116 Rolling Airframe Missile und seit 1998 ein neuer Zentralrechner sowie eine neue Radarantenne TRS 3D/32 als Ersatz für die Luft- und Seeraumüberwachungsantenne DA 08 zur Verfügung.

Mit Beendigung des Kalten Krieges haben sich auch die Aufgaben des Schiffes für den Konvoischutz, die U-Boot-Jagd sowie der allgemeinen Überwasser-Seekriegsführung im Rahmen der Landes- und Bündnisverteidigung, für den dieser Schiffstyp ursprünglich ausgelegt wurde, inzwischen erweitert. Seit 1990 traten Aufträge in der Krisenvorbeugung und Krisenabwehr immer mehr in den Vordergrund. Zuletzt war sie für die Frontex im Einsatz.[1]

Die Karlsruhe wurde Ende 2016 aus der Fahrbereitschaft genommen. Sie wurde nach über 33 Jahren Dienstzeit, in welchen sie 784.467,9 Seemeilen zurücklegte, am 16. Juni 2017 im Marinearsenal Wilhelmshaven außer Dienst gestellt.

Die Karlsruhe wurde an die WTD 71 übergeben und soll für Ansprengversuche genutzt werden.[2] Dies soll zur Erforschung und Entwicklung von realitätsnäheren Schockrechnungen, Schocksimulationen und somit zu besseren Konstruktionsgrundlagen für künftige Marineschiffe beitragen. Die Karlsruhe wird durch das namensgebende erste Schiff der Baden-Württemberg-Klasse ersetzt, das ursprünglich 2017, nun aber 2019 in Dienst gestellt wurde.

Das Schiff liegt im Marinearsenal in Kiel (Stand Oktober 2018).

Einsätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Karlsruhe rettet Schiffbrüchige vor der Küste Somalias während eines Einsatzes in der Operation Enduring Freedom, April 2005

Die Karlsruhe hat an einer Anzahl von Auslandseinsätzen teilgenommen:[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Karlsruhe (F 212) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pressemitteilung der Bundeswehr: Goldener Einsatz einer älteren Dame, 29. Juni 2016, abgerufen am 19. Juli 2018.
  2. Sprengversuche in der Ostsee vor Damp nach Kritik verschoben. Hamburger Abendblatt, 16. April 2018, abgerufen am 25. April 2018.
  3. Karlsruhe maritim (Memento vom 13. März 2009 im Internet Archive)
  4. „Karlsruhe“ übernimmt – neuer Kontingentführer bei EU NAVFOR MED. Bundeswehr, 31. März 2016, abgerufen am 31. März 2016.
  5. The German frigate FGS KARLSRUHE sails back home after more than 2 months. In: European Union – External Action. 16. Juni 2016, abgerufen am 16. Juni 2016 (englisch).
  6. Kommandant der „Karlsruhe“: „Wir können leider nicht überall gleichzeitig sein.“ In: www.einsatz.bundeswehr.de. Abgerufen am 19. September 2016.
  7. Interview mit Admiral Klein: „Der Einsatz in der Ägäis hat seine Wirkung entfaltet.“ In: www.einsatz.bundeswehr.de. 15. Juni 2016, abgerufen am 16. Juni 2016.
  8. Ein Stab zieht um – Teil 1: Von der „Karlsruhe“ auf die „De Ruyter“. In: www.einsatz.bundeswehr.de. Abgerufen am 19. September 2016.
  9. Fregatte „Karlsruhe“ kehrt vom letzten Einsatz zurück. In: www.marine.de. Abgerufen am 19. September 2016.