Kasseler Sparkasse

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Logo der Sparkassen  Kasseler Sparkasse
Hauptsitz in Kassel, Wolfsschlucht 9
Hauptsitz in Kassel, Wolfsschlucht 9
Staat DeutschlandDeutschland Deutschland
Sitz Wolfsschlucht 9
34117 Kassel
Rechtsform Anstalt öffentlichen Rechts
Bankleitzahl 520 503 53[1]
BIC HELA DEF1 KAS[1]
Verband Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen
Website www.kasseler-sparkasse.de
Geschäftsdaten 2015[2]
Bilanzsumme 5,069 Mrd. Euro
Einlagen 4,073 Mrd. Euro
Kundenkredite 3,324 Mrd. Euro
Mitarbeiter 1.172
Geschäftsstellen 93
Leitung
Verwaltungsrat Bertram Hilgen, Vorsitzender
Vorstand Ingo Buchholz (Vorsitzender)
Jochen Johannink
(stellv. Vorsitzender)
Wolfram Ebert
Ralf Beinhauer
Liste der Sparkassen in Deutschland
Geschäftsstelle Zierenberg

Die Kasseler Sparkasse ist eine öffentlich-rechtliche Sparkasse mit Sitz in Kassel in Hessen. Ihr Geschäftsgebiet ist die Stadt und der Landkreis Kassel.

Organisationsstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kasseler Sparkasse ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts. Rechtsgrundlagen sind das Sparkassengesetz für Hessen und die durch den Verwaltungsrat der Sparkasse erlassene Satzung. Organe der Sparkasse sind der Vorstand und der Verwaltungsrat.

Geschäftsausrichtung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kasseler Sparkasse ist in Stadt und Landkreis Kassel mit Geschäftsstellen von Baunatal bis Bad Karlshafen und von Naumburg bis nach Helsa vertreten. Sie ist das drittgrößte öffentlich-rechtliche Kreditinstitut in Hessen. Die Kasseler Sparkasse betreut heute Kunden in einem Gebiet von etwa 1200 Quadratkilometern mit rund 440.000 Einwohnern.

Das Leistungsspektrum umfasst die Beratung und Betreuung in allen Fragen rund um Finanzdienstleistungen für Privat-, Firmen- und Kommunalkunden. Die Kasseler Sparkasse wies im Geschäftsjahr 2015 eine Bilanzsumme von 5,069 Mrd. Euro aus und verfügte über Kundeneinlagen von 4,073 Mrd. Euro. Gemäß der Sparkassenrangliste 2015 liegt sie nach Bilanzsumme auf Rang 49. Sie unterhält 93 Filialen/SB-Standorte und beschäftigt 1.172 Mitarbeiter.[3] Das Netz der 85 Geschäftsstellen und 19 SB-Geschäftsstellen wird durch 16 Center ergänzt, die sich wie folgt zusammensetzen: 7 Beratungscenter, 5 Firmenkundencenter, 3 Baufinanzierungscenter, 1 Private Banking Center sowie die KS-Sparkassen Finanzdienstleistungen GmbH (eine GmbH für Immobilien und Versicherungen).[4]

In Stadt und Land Kassel stehen 145 Geldautomaten zur Verfügung.[5]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kasseler Sparkasse zählt zu den ältesten Unternehmen in Nordhessen. Die "Städtische Sparkasse zu Cassel" wurde 1832 gegründet. Im März 2007 feierte die Kasseler Sparkasse ihr 175-jähriges Bestehen.[6] Neben der Städtischen Sparkasse zu Cassel findet man die Wurzeln der Kasseler Sparkasse auch in der Städtischen Sparkasse Wolfhagen, Sparkasse Karlshafen und in der Städtischen Sparkasse Hofgeismar. Die Kreissparkasse Kassel (seit 1994 bestehend aus der Kreissparkasse Kassel, Wolfhagen und Hofgeismar) und die Stadtsparkasse Kassel fusionierten am 1. Januar 1997 zur Kasseler Sparkasse.[7]

Soziales Engagement und regionale Verbundenheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kasseler Sparkasse zählt zu den größten Arbeitgebern in der Region und fördert Sport, Kultur, Soziales und Wissenschaft. Vier Stiftungen der Kasseler Sparkasse mit zusammen 10 Millionen Euro Stiftungskapital fördern das regionale Kultur-, Sozialwesen und Sport. Besonderer Wert wird dabei auf die Unterstützung von strukturfördernden und strukturbildenden Projekten gelegt, die eine Vernetzung der Organisationen einschließt. Die Förderungen sollen die Projekte nachhaltig sichern. Die Stiftung tritt nicht in öffentliche Haushalte ein.

Folgende Stiftungen gehören zur Bank:

  • Soziales & Sport - Stadt Kassel
  • Soziales & Sport - Landkreis Kassel
  • Kultur - Stadt Kassel
  • Kultur - Landkreis Kassel

Im Jahr 2015 hat die Kasseler Sparkasse mit insgesamt 8.107.000 Euro die Region unterstützt und damit Kultur, Soziales, Bildung und Sport gefördert.[8]

Sparkassen-Finanzgruppe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen ist der Dachverband der 50 Sparkassen in Hessen und Thüringen und übernimmt für die Sparkassen eine Reihe zentraler Funktionen. Die Kasseler Sparkasse vertreibt gemeinsam mit den Verbundpartnern Bausparverträge der regionalen Landesbaukasse, offene Investmentfonds der Deka und Versicherungen der SV SparkassenVersicherung. Im Bereich des Leasing arbeitet sie mit der Deutschen Leasing zusammen. Zuständige Landesbank ist die Landesbank Hessen-Thüringen. Diese fungiert unter anderem als Verrechnungsstelle für den bargeldlosen Zahlungsverkehr, dient der Anlage von Liquiditätsreserven der Kasseler Sparkasse und unterstützt das Kreditinstitut, durch die Ausgabe von Pfandbriefen oder Kommunalobligationen, bei seiner Refinanzierung.

Einlagensicherung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kasseler Sparkasse ist dem Sicherungssystem der Deutschen Sparkassen-Finanzgruppe angeschlossen. Dieser Haftungsverbund gewährleistet die Liquidität und Solvenz der beteiligten Institute. Der Haftungsverbund besteht aus elf regionalen Sparkassen-Stützungsfonds, der Sicherungsreserve der Landesbanken und Girozentralen und dem Sicherungsfonds der Landesbausparkassen. Alle Sparkassen sind Mitglieder des zuständigen regionalen Sparkassen-Stützungsfonds. Sollte ein Institut in wirtschaftlichen Schwierigkeiten geraten, wird es vom jeweiligen Fonds gestützt, um Liquidität und Solvenz zu gewährleisten. Sollte bei einem regionalen Sparkassen-Stützungsfonds die Mittel für eine mögliche Stützung nicht ausreichen, tritt ein überregionaler Ausgleich ein. Die übrigen Sparkassen-Stützungsfonds würden sich dann an einer Stützung beteiligen. In einem weiteren Schritt stehen bei Bedarf die gesamten Mittel aller Sparkassen-Stützungsfonds, der Sicherungsreserve der Landesbanken und des Sicherungsfonds der Landesbausparkassen zur Verfügung.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Preisträger Minimax 2012 für nachhaltiges Energiekosten-Management[9]
  • Best practice Award 2010: GreenIT[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank
  2. Sparkassenrangliste 2015. In: Finanzgruppe Deutscher Sparkassen- und Giroverband. DSGV.de, 4. April 2016, S. 8, abgerufen am 22. Januar 2017 (PDF, 192 kb, deutsch, Rang 337).
  3. Sparkassenrangliste 2015. In: Finanzgruppe Deutscher Sparkassen- und Giroverband. DSGV.de, 4. April 2016, S. 8, abgerufen am 22. Januar 2017 (PDF, 192 kb, deutsch, Rang 337).
  4. https://www.kasseler-sparkasse.de/module/ihre_sparkasse/ihre_sparkasse_vor_ort/vorteile/index.php
  5. Geschäftszahlen
  6. kassel.de: 175 Jahre Kasseler Sparkasse
  7. Geschichte der Kasseler Sparkasse
  8. Unser Beitrag für die Region
  9. Minimax 2012
  10. GreenIT Best practice Award 2010

Koordinaten: 51° 18′ 52″ N, 9° 29′ 33″ O