Kastell Alauna

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Kastell Maryport
Alternativname a) Alauna [Carvetiorvm]
b) Alone
c) Alione
Limes Britannien
Abschnitt Strecke 2 (Küstenschutz Cumbria)
Datierung (Belegung) hadrianisch,
2. bis 4. Jahrhundert n. Chr.?
Typ a) Reiterkastell
b) Kohortenkastell
c) Nachschubdepot
d) Flottenstation?
Einheit a) Legio II Augusta (Bautrupp)
b) Legio XX Valeria Victrix (Bautrupp)
c) Cohors I Hispanorum
d) Cohors I Delmatarum
e) Cohors I Baetasiorum
f) Cohors III Nerviorum
g) Classis Britannica?
Bauweise a) Holz-Erde-Kastell
b) Steinkastell
Erhaltungszustand rechteckige Anlage mit abgerundeten Ecken, oberirdisch nicht sichtbar
Ort Maryport
Geographische Lage 54° 43′ 12″ N, 3° 29′ 34,8″ WKoordinaten: 54° 43′ 12″ N, 3° 29′ 34,8″ W
hf
Vorhergehend Kastell Bibra (nordöstlich)
Anschließend Kastell Magis (südöstlich)
Lageskizze Kastelle an der Küste von Cumbria
Münzporträt des Hadrian
Befundskizze des Kastells
Der Ellen nahe der Einmündung in die Irische See
Bauinschrift der II. und XX. Legion aus Maryport
Altar des Gaius Cornelius Peregrinus
Altar des Gaius Caballius Priscus, Tribun der Coh. I Hispanorum
Altar des Gaius Caballius Priscus
Altar des Titus Attius Tutor
Altar des Lucius Caecilius Vegetus
Weiheinschrift des Postumius Acilianus für Iupiter Capitolinus
Abzeichnung eines heute verschollenen Grabsteinfragment mit christlichen Chi-Rho-Symbol (um 1794)
Senhouse Museum

Alauna war ein römisches Hilfstruppenkastell nahe der Hafenstadt Maryport, Distrikt Allerdale, Grafschaft Cumbria, England.

Das Steinlager stammt aus dem zweiten Jahrhundert nach Christus. Das Kastell und seine Zivilsiedlung waren für mehr als 300 Jahre ein wichtiger Bestandteil der Küstenverteidigung am Solway Firth an der nordwestlichen Grenze des Römischen Reiches. Diese bestand aus einer Reihe von Kastellen, Kleinkastellen und Wachtürmen und diente als westlicher Flankenschutz des Hadrianswalls. Das Kastell war vermutlich Hauptquartier, sowie Nachschubhafen für die Garnisonen der Küstenkastelle und wohl auch Flottenstützpunkt. Die dortige römische Zivilsiedlung gilt als die größte, die bislang im Umfeld des Hadrianswalls entdeckt werden konnte.

Das Areal befindet sich heute in Privatbesitz, dennoch können seine Überreste von den umliegenden Straßen und Wegen aus betrachtet werden. Darüber hinaus kann man seine Besichtigung mit einem Besuch des Senhouse-Museum verbinden. Das Museum, untergebracht in einem 1885 von der Royal Navy errichteten Gebäude, verfügt über eine umfangreiche Sammlung römischer Altäre und andere in Maryport oder seinem Umland geborgenen archäologischen Funde. Beim Museumsgebäude befindet sich eine – einem Limesturm nachempfundene – Aussichtsplattform, von wo man aus das gesamte Kastellareal überblicken kann.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis heute herrschen noch berechtigte Zweifel darüber, ob der römische Name für Maryport tatsächlich Alauna lautete. Als Alauna wurde in der Antike wohl auch der Ellen bezeichnet, der knapp südlich am Kastell vorbeifloß. Er wird in dieser Schreibart nur in der Cosmographia des Geografen von Ravenna erwähnt. Die Station wird dort zwischen Gabrosentum (Moresby) und Bibra (Beckfoot) angeführt. Im Itinerarium Antonini scheint eine Station namens Alone, auf der Route von Ravenglass nach Whitchurch, auf, aber wahrscheinlich ist damit entweder Watercrook (Alavana am Fluss Kent in der Nähe von Kendal) oder eine Station an der heutigen Low Borrow Bridge (am Fluss Lune in der Nähe von Tebay) gemeint. In der Truppenliste der spätantiken Notitia Dignitatum wiederum ist eine Festung Alione als Standort einer Nervierkohorte eingetragen. Es ist möglich, dass sich der römische Name für das Kastell und der Zivilsiedlung von dem Wort für „schön, wunderbar“ ableitet (gälisch alainn [e]). Eine Alternative dazu wäre, angesichts der vielen Altarsteine die in Maryport gefunden wurden, dass sich der Name evt. auch vom Wort für „Schrein“ oder „Altar“ herleitet (walisisch Allor, Plural Allorau). Das Suffix Carvetiorum wird oft als Zusatz verwendet, um diese bemerkenswerte archäologische Stätte von anderen zu unterscheiden, die in der Römerzeit ebenfalls Alauna genannt wurden. In Forscherkreisen wird heute überwiegend Alauna mit Maryport gleichgesetzt. Die heutige Stadt wurde im achtzehnten Jahrhundert gegründet und nach der Ehefrau des Großgrundbesitzers und Industriellen Humphrey Senhouse, Mary, benannt. [1]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kastell lag auf einer Anhöhe, bzw. einen etwa 40 Meter über dem Meeresspiegel liegenden Sandsteinkamm über dem Westufer des Ellen nahe den Küstenklippen. Von dort aus hatte man einen guten Blick auf den Solway Firth, die Irische See, das 16 km entfernte schottische Ufer und das Küstenhinterland. Das Kastell und das Senhouse-Museum befinden sich zwischen den Straßen The Promenade und Camp Road am nördlichen Ende von Maryport. Östlich davon stehen die Gebäude der Camp Farm. Straßenverbindungen bestanden nach Beckfoot (Bibra), Burrow Walls (Magis), vermutlich auch nach Carlisle (Maglona) und Papcastle (Derventio).

Forschungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die frühesten Berichte von römischen Altären aus Maryport stammen von William Camden aus dem späten 16. Jahrhundert. Viele von ihnen wurden seit 1570 vom Lord of Ellenborough, John Senhouse, aufgekauft und seiner Antikensammlung in Netherhall einverleibt. Erste Grabungen wurden Ende des 18. Jahrhunderts durchgeführt. 1870 entdeckte Humphrey Pocklington Senhouse in einer Reihe von Gruben nahe dem Kastell siebzehn Iupiteraltäre. 1880 grub J. Robinson in den Feldern nördlich des Kastells und enthüllte dabei eine römische Straße die vom Nordtor kommend den Vicus durchquerte. Eine weitere Ausgrabung wurde durch Jarrett und Birley 1966 in der Nordostecke vorgenommen. Luftbilder, aufgenommen zwischen den Jahren 1949 und 1977, ließen die Reste des Vicus erkennen. Das Kastell wurde von der Royal Commission of Historic Monuments in England zwischen 1992–1993 vermessen. Im Jahr 1998 übergab Joe Scott Plummer, die Senhouse-Sammlung in die Obhut des Senhouse Museum Trust, der heute das römische Museum in Maryport verwaltet. Zwischen Mai 2000 und September 2004 führte ein Team des Time Scape Surveys (Leitung Biggins/Taylor), unterstützt durch den Maryport Heritage Trust, auf dem Gelände der Camp Farm eine geomagnetische Untersuchung durch. Mit einer Fläche von 72,5 Hektar war es die größte geophysikalische Untersuchung, die bisher an der ehemaligen römischen Nordgrenze durchgeführt wurde. Dabei wurden wieder Spuren der römischen Zivilsiedlung entdeckt. Weitere geophysikalische Messungen durch Kris Strutt (Southampton University), an der auch wieder ein Team von Time Scape teilnahm, fand 2010 statt. Diese Untersuchungen deckten einen weitaus umfangreicheren Vicus auf, als bislang vermutet wurde. 2011 wurde von Ian Haynes und Tony Wilmott (Newcastle University) jener Platz untersucht, wo man 1870 bei Aushubarbeiten auf zahlreiche Iupiteraltäre gestoßen war. Bei Ausgrabungen wurde auch ein früheres Holz-Erde-Kastell nachgewiesen, dass später vom Steinkastell überbaut wurde. 2014 legte ein Team der Newcastle University (Ian Haynes, Tony Wilmott) und des Senhouse Museum Trust nahe dem Kastell zwei Tempelgebäude frei.[2]

Fundspektrum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kastellareal befindet sich seit dem 16. Jahrhundert im Besitz der Familie Senhouse. Ihre über die Jahrhunderte zusammengetragenen römischen Artefakte bildeten später die Sammlung des Senhouse Roman Museum, die seit 1992 in einem ehemaligen Gebäude der Royal Naval Artillery ausgestellt wird. Sie ist die älteste in Großbritannien und gelangte auch zu internationaler Bedeutung. Die Sammlung wurde von John Senhouse in der Regierungszeit Elizabeth I. gegründet und erstmals 1599 von William Camden in seiner Britannia erwähnt. In Maryport wurden mit Abstand die meisten – aus dem lokal vorkommenden rotem Sandstein (St. Bees Sandstein) gehauenen – römischen Jupiteraltäre Englands geborgen. Als das Kastell im 18. Jahrhundert abgetragen wurde, beauftragte Colonel Humphrey Senhouse 1772 einen Bediensteten, alle bei den Abbrucharbeiten im Kastell gefundenen römischen Inschriftensteine auszusortieren und so vor der Verbauung zu retten. Sie bildeten die Grundlage der Netherhall Collection.

1870 wurden, 300 Meter nordöstlich des Kastells, siebzehn weitere römische Altäre gefunden. Das Mysterium der vergrabenen Iupiteraltäre von Maryport wurde jahrzehntelang in der Forschung diskutiert. R.G. Collingwood nahm an, dass sie in der Regierungszeit von Kaiser Commodus (176-192) vielleicht auf einer Art Exerzierplatz (campus), außerhalb des Lagers, vergraben worden sein, da man dort auch einen Schrein oder Tempel für Iupiter Optimus Maximus vermutete. Die Altäre wären demnach dort jedes Jahr symbolisch beerdigt worden, wenn der Lagerkommandant einen neuen Altar gestiftet hatte. Diese Zeremonie soll immer am 3. Januar stattgefunden haben, als die Truppen ihren Treueeid an Kaiser und Staat erneuerten. Es ist auch möglich, dass solche Altäre anlässlich des Geburtstages des regierenden Kaisers gestiftet wurden. Einige glaubten auch sie wurden 196, angesichts einer drohenden Barbareninvasion, dort versteckt um ihre Entweihung zu verhindern. Das hügelige Terrain ist jedoch kaum für einen Campus geeignet. Die Untersuchung des Platzes von 2011 hat jedoch klar gezeigt, dass die Altäre einfach nur wiederverwendet (Spolie) und als Füllmaterial in die Fundamente eines spätrömischen Holzständergebäudes aus dem 4. Jahrhundert eingelegt worden waren. Da man in seinem Umfeld des Gebäudes auch auf frühchristliche Gräber stieß. könnte es sich dabei um eine Kirche gehandelt haben (siehe auch Abschnitt frühchristliche Kirche). Seit dem späten dritten Jahrhundert wurden bereits alte Grabsteine, Gebäudeinschriften und Altäre wiederverwendet, um z.B. den Hadrianswall zu reparieren oder daraus Fundamente für Backöfen zu errichten. Es könnte aber auch darauf hindeuten, dass sich die Bewohner Alaunas in der Endphase der römischen Besatzungszeit größtenteils schon dem Christentum zugewandt hatten.[3]

Ein weiterer bemerkenswerter Fund aus Maryport ist eine Steinstele, der sog. Serpent-Stone. Er besteht aus einer 1,2 Meter hohen, achteckigen Säule aus rotem Sandstein, abgeschlossen durch einen menschlichen Kopf. An der Rückseite der Stele ist eine Schlange dargestellt die von der Stelenbasis bis zum Kopf reicht. Dieser scheint mit einem Ring gekrönt zu sein. Vielleicht eine Torques die die Kelten oft als Schmuck oder Zeichen ihrer Tapferkeit trugen. Möglicherweise war sie einst Bestandteil eines größeren Schreins oder Altars auf dem Gräberfeld. Ob sie römischer oder kelto-britischer Provenienz ist, ist noch umstritten. Die Ausgrabungsteams konnten daneben in jüngster Zeit auch eine Vielzahl von Keramikfragmenten bergen, die aus Töpfereien in Gallien und dem Rheinland stammten und die weitgespannten Handelsbeziehungen von Alauna bezeugen. Viele von ihnen stammen von Vorratsgefäßen, in denen Produkte wie z.B. spanisches Olivenöl und gallische Weine transportiert wurden. Im Kastell wurden auch mehrere Schalen von Meerestieren freigelegt, darunter die von Austern, Muscheln und Schnecken. fanden sich in weiterer Folge auch Scherben von Glasgefäßen und mehrere Schmuckstücke, darunter ein Fingerring und ein Bruchstück von einem aufwendig dekorierten Glasarmband.[4]

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Region um Maryport war frühestens seit der Eisenzeit besiedelt und gehörte zum Siedlungsgebiet der Carvetii. Bei den archäologischen Untersuchungen wurden Reste von Gebäuden aus dieser Zeit beobachtet. Der Mündungstrichter des Ellen, südwestlich des Kastellhügels, bildete vermutlich einen natürlichen Hafen, wo Schiffe problemlos anlegen konnten und vor Stürmen geschützt waren. Es ist möglich, dass von den Römern schon im ausgehenden 1. Jahrhundert n. Chr. in Alauna Carvetiorum eine Holz-Erde-Befestigung errichtet wurde. Vielleicht im Zuge der Feldzüge des Statthalters Gnaeus Iulius Agricola, der 80 n.Chr. mit seiner Armee bis ans nördliche Ende von Schottland vordrang. Das Steinkastell wurde wohl erst unter Kaiser Hadrian, um 122, gegründet. Der Hadrianswall endete in Bowness-on-Solway (Maia), darüber hinaus wurde eine Kette von Kleinkastellen mit Wachtürmen, verbunden durch Palisaden und einen Patrouillenweg angelegt. Es ist allerdings nicht bekannt, wie weit sie die cumbrische Küste hinabreichte. Damit sollte verhindert werden, dass der Wall durch eine Landung an der Westküste oder Durchwatung der beiden, relativ flachen, Solway Fjorde umgangen wurde. Das Steinlager wurde vermutlich von Soldaten der Legio II und der Legio XX errichtet. Einige der Bauarbeiten dürften von der Hispanierkohorte und möglicherweise auch von deren Nachfolgern, der Cohors I Delmatarum durchgeführt worden sein. Um 138 wurde der Hadrianswall zum größten Teil aufgegeben, als die römische Armee die Lowlands besetzte und als neue Grenzsperre an der Clyde-Firth of Forth-Landenge den Antoninuswall errichtete. Alauna dürfte aber zu dieser Zeit besetzt gewesen sein. Die Hispanierkohorte wurde durch die Cohors I Delmatarum ersetzt. Als der Antoniuswall um 158 wieder aufgegeben wurde, wurde die Dalmatinerkohorte durch die Cohors I Baetasiorum abgelöst. Alauna diente den Römern ca. 300 Jahre lang als Nachschubhafen für die Kastelle im Nordbritannien und vielleicht auch als Basis der Classis Britannica. Im Laufe dieser Zeit entwickelte sich nordöstlich des Lagers – entlang der Straße nach Beckfoot (Bibra) – eine größere Zivilsiedlung (Vicus). Auch die Festung war erheblich größer als zur Unterbringung einer Hilfstruppenkohorte nötig. Einige Forscher nehmen an, dass sie das Befehls- und Verwaltungszentrum für die gesamte Westküstenverteidigung war. Diese Theorie konnte jedoch, mangels diesbezüglicher Funden, noch nicht bewiesen werden. Das Lager wurde im frühen dritten Jahrhundert umfassend renoviert, vielleicht im Rahmen des großangelegten Feldzuges gegen die Pikten unter Septimius Severus. Mitte des dritten Jahrhunderts wurden weitere Bau- oder Reparaturarbeiten vorgenommen, diesmal wieder durch eine Vexillation der Legio XX. Das Kastell dürfte bis ungefähr 409 oder sogar noch darüber hinaus mit regulären Soldaten besetzt gewesen sein. Als die Römer zu Beginn des 5. Jahrhundert endgültig ihre Truppen aus Britannien abzogen, wurde es wahrscheinlich von der Armee aufgegeben. Beweise dafür existieren allerdings nicht. Alauna verlor aber wohl seine bisherige militärische Funktion. Die jüngsten Untersuchungen lassen annehmen, dass das Kastell vielleicht sogar bis 600 bewohnt war und hier eine Kirche (oder Kloster) und ein Friedhof angelegt wurden. Das Lager wurde im Laufe der nachfolgenden Jahrhunderte durch Steinraub und landwirtschaftliche Tätigkeit fast vollkommen abgetragen. Im späten 16. Jahrhundert legte John Senhouse den Grundstock für die Sammlung des Senhouse Museums. 1749 begann Humphrey Senhouse auf dem Areal von Ellenfoot mit dem Bau der Stadt Maryport. Das Baumaterial dafür wurde auch aus der Kastellruine entnommen. 1762 begannen die Arbeiten am Hafen und wieder wurden dafür Steine des Kastells verwendet. Die Steine vom Durchgangsbogen des Nordtors des Kastells wurden geborgen und 1880 in den Chor der St. John’s Kirche in Crosscanonby verbaut. Diese Kirche entstand vermutlich in frühchristlicher Zeit. Die heute noch zu sehende Bausubsanz stammt aus dem Jahr 1130.[5]

Kastell[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom Kastell ist nur noch eine leicht erhöhte Plattform, direkt neben dem Senhouse Museum, zu sehen. Es hatte den für mittelkaiserzeitliche Festungen typischen rechteckigen Grundriss mit abgerundeten Ecken (Spielkartenform). Die nach Nordwesten ausgerichtete Anlage misst 135 Meter von Nord nach Süd und 139 Meter von Ost nach West. Der einzige noch sichtbare Mauerrest befindet sich neben dem Nordtor. Das Lager bedeckte eine Fläche von 2,58 ha. Seine Umfassungsmauern waren 1,80 Meter dick, und sind teilweise noch 3,1 Meter hoch erhalten. Sie waren durch innen angesetzte, quadratische Zwischentürme verstärkt und von mehreren Gräben als Annäherungshindernisse umgeben (vier an der Nordseite, drei auf der Südseite, zwei an der West- und Ostseite). Als Wehrgang diente eine rückwärtig aufgeschüttete Erdrampe. Betreten werden konnte das Lager durch vier Tore im Norden, Süden, Westen und Osten. Die Ecken waren zusätzlich mit innen angesetzten, langrechteckigen Türmen verstärkt. Die Zwischen- und Ecktürme sind noch als leichte Bodenerhebungen zu erkennen. Das Steinkastell ersetzte vermutlich auch den Wachturm 23B.

Innerhalb der Festung konnten nur die Positionen der Lagerverwaltung (Principia), des Kommandantenhauses (Praetorium) exakt bestimmt werden. Sicherlich verfügte es auch über mehrere Getreidespeicher (Horreum), Kasernenblöcke (Contubernia) und diverse Funktionsgebäude wie ein Bad (Therme/Balineum) Backstuben und Werkstätten (Fabricia). Von den Ausgrabungen des 18. Jahrhunderts ist bekannt, dass das Lagerhauptquartier und das Prätorium im Zentrum des Lagers standen. Ihre Positionen sind heute nur anhand einiger linear verlaufender Bodenerhebungen erkennbar. Einige Gräben, ausgeschachtet von Raubgräbern an der Südseite des Kastells markieren möglicherweise die Überreste von Kasernenblöcken. Eine im Jahr 2000 durchgeführte magnetometrische Untersuchung zeigte die Umrisse der Principia. Deutlich erkennbar war auch der Kellerraum unter dem Fahnenheiligtum (aedes) im hinteren Bereich des Gebäudes.[6]

Garnison[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maia muss frühestens ab der Mitte des 2. bis ins 4. Jahrhundert mit regulären römischen Soldaten besetzt gewesen sein. Im Lager könnten sich vorübergehend auch Legionäre aufgehalten haben. Sie wurden für gewöhnlich nicht zum Garnisonsdienst an der Grenze eingeteilt, sondern entsandten Spezialkräfte für die anspruchsvolleren Bauvorhaben am Hadrianswall. Welche Einheiten in Alauna lagen, weiß man von den zahlreichen Altarinschriften. Die Offiziere, die in Alauna dienten, stammten aus Italien, der Provence (Südfrankreich), Noricum (Österreich), Nordafrika und möglicherweise auch aus Spanien. Einige der Lagerkommandeure sind namentlich bekannt. Eine davon, gewidmet dem Genius Loci, der Fortuna, der Roma und Fata Bona, heute im Britischen Museum London, wurde von Gaius Cornelius Peregrinus gestiftet. Peregrinus war im 2. Jahrhundert befehlshabender Offizier (Tribunus) der Garnisonstruppe von Alauna, er stieg später zum Decurion (Ratsmitglied) der nordafrikanischen Stadt Saldae (Bejaia, Algerien) auf. Einer anderer Lagerkommandant, Helstrius Novellus, Präfekt, widmete dem Gott des Feuers und der Schmiedekunst, Vulcanus, einen Altar. Julius Civilis, ein Optio, setzte dem Belatucadrus, einem kelto-britischen Kriegsgott, einen Altar. Welcher Einheit diese Offiziere angehörten ist unbekannt. Das Lager wird auch noch in einer der wichtigsten epigraphischen Quellen für die spätrömische Armee, der Notitia Dignitatum, erwähnt. In der Spätantike zählte seine Besatzung zu den Limitanei.[7]

Folgende Einheiten stellten entweder die Besatzung des Kastells oder könnten sich für eine begrenzte Zeit dort aufgehalten haben:

Zeitstellung Truppenname Beschreibung
2. Jahrhundert n. Chr. Legio secundae Augusta
(die zweite Legion des Augustus)
Eine ihrer Vexillationen war hier wohl bis zum Abschluss der Bauarbeiten am Kastell stationiert, wie eine in Maryport aufgefundene Bauinschrift annehmen lässt.[8]
2. und 3. Jahrhundert n. Chr. Legio vicesimae Valeria Victrix Gordiana
(die zwanzigste valerische Legion, die siegreiche, die Gordianer)
Eine ihrer Vexillationen war hier zur Durchführung von Bau- oder Reparaturarbeiten abgestellt worden. Ihren Ehrennamen erhielt sie wohl unter der Herrschaft von Gordian III.[9]
2. Jahrhundert n. Chr. Cohors primae Hispanorum equitata millaria
(die erste teilberittene Kohorte der Hispanier, 1000 Mann stark)
Sie war diejenige Einheit von der in Maryport die meisten Inschriften sichergestellt werden konnte. Während der Regierungszeit Trajans standen wahrscheinlich zwei Hispanierkohorten mit der ON I in Britannien. Eine davon wurde zu Beginn der Herrschaft des Hadrian zu einer Cohors milliaria aufgestockt und von Ardoch (Alauna Veniconum) in Schottland nach Maryport verlegt. Wahrscheinlich stellte sie die erste Garnisonstruppe der Festung und war wohl über einen längeren Zeitraum dort stationiert. Es handelte sich zunächst eine ca. fünfhundert Mann starke Teileinheit (quinquenaria), die aus den Ibererstämmen der spanischen Provinzen rekrutiert wurde. Von den dreiundzwanzig Altären für Iupiter, die in Maryport gefunden wurden, sind zehn von dieser Kohorte gestiftet worden. Der früheste Altar datiert zwischen die Jahre 123–138. Einige davon wurden auch von ihren befehlshabenden Offizieren in Auftrag gegeben:
  • Gaius Caballius Priscus, Tribun,
  • Publius Cornelius Uṛ[…],
  • Marcus Maenius Agrippa, Tribun (er diente später als Präfekt in der britannischen Flotte),
  • Marcus Censorius Cornelianus, Präfekt (vielleicht ihr erster Kommandant),
  • Lucius Antistius Lupus Verianus, Präfekt,
  • Helstrius Novellus, Präfekt,
  • Lucius Cammius Maximus, Präfekt.

Laut der Notitia Dignitatum standen die Hispanier an der Wende zum 5. Jahrhundert in Stanwix (Uxelodunum). Vier weitere Inschriften dieser Einheit, datiert zwischen 213–222, wurden auch im Vorpostenkastell von Netherby (Castra Exploratorum) entdeckt. [10]

2. Jahrhundert n. Chr. Cohors primae Delmatarum
(die erste Kohorte der Dalmatier)
Die zweite für Maryport identifizierte Garnisonseinheit war eine aus 500 Mann bestehende Kohorte, die aus an der Adriaküste des heutigen Kroatien siedelnden Stammesangehörigen aufgestellt wurde (Provinz Dalmatia). Sie stiftete mehreren Inschriften, von denen zwei in die Jahre zwischen 138–161 n. Chr. datiert werden konnten. Zu dieser Zeit regierte Antoninus Pius das Römische Reich. Da die Anwesenheit der Einheit für Maryport gut belegt ist, ist es möglich, dass ein dieser Einheit zugeordnetes Grabsteinfragment aus High Rochester (Bremenium) in Wahrheit der Cohors I Dacorum zugeschrieben werden muss. Aus den Altarinschriften sind auch die Namen von zwei ihrer Präfekten bekannt:
  • Lucius Caecilius Vegetus und
  • Postumius Acilianus.[11]
2. Jahrhundert n. Chr. Cohors prima Baetasiorum civium romanorum
(die erste Kohorte der Baetasii, römische Bürger)
Ein weitere, durch insgesamt fünf Altarinschriften aus Maryport nachgewiesene, Auxilarkohorte war eine aus 500 Niedergermanen gebildete Einheit. Die Einheit war vermutlich von der Mitte der 160er bis in die frühen 180er in Maryport stationiert. Ihr Siedlungsgebiet lag zwischen Rhein und Maas im Westen von Novaesium (Neuss) in der Provinz Germania Inferior (das heutige Westfalen). Einige Altäre wurden von ihren Kommandeuren, den Präfekten Titus Attius Tutor und Ulpius Titianus gestiftet. Die Führung der Truppe in Alauna war sein viertes Kommando in seiner Militärkarriere. Tutor stieg später noch zum decurio (Ratsmitglied) der Stadt Flavia Solva, in der Provinz Noricum (heutiges Österreich) auf. Die Baetasier lagen vorher in den Kastellen von Old Kilpatrick und Bar Hill am Antoninuswall. Sie dürfte während der spätantoninischen Zeitperiode nach Maryport verlegt worden sein. In weiterer Folge taucht sie in der Mitte des 4. Jahrhunderts in einer Festung der Sachsenküste (Litus saxonicum), im Kastell Regulbium (Reculver in Kent) wieder auf.[12]
3.-5. Jahrhundert n. Chr. Cohors tertiae Nerviorum
(die dritte Kohorte der Nervier)
Ihre Soldaten wurden ursprünglich aus dem belgischen Volksstamm der Nervier, Provinz Gallia Belgica ausgehoben. Die Anwesenheit der Truppe in Maryport ist nur durch einen Eintrag in der Notitia Dignitatum bekannt. In der Truppenliste des Dux Britanniarum, ist für das Alione des 4. Jahrhunderts u.a. auch der Rang des Lagerkommandanten, ein Tribunus, überliefert. Da die Nervier noch in diesem spätantiken Dokument aufscheinen, könnten sie bis zur Auflösung der Provinzarmee im 5. Jahrhundert dort gestanden haben.[13]
2.-4. Jahrhundert n. Chr. Classis Britannica
(die britannische Flotte)
Ob im Hafen des Kastells auch Marineeinheiten oder Schiffe der Kanalflotte stationiert waren, ist bis dato mangels diesbezüglicher Funde unbewiesen, aber aufgrund der Lage, Größe und Funktion des Kastells wahrscheinlich.[14]

Tempelbezirk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Ausgrabungen von 1880 und 2014 konnten nordöstlich des Kastells, an der östlichen Peripherie des Vicus die Überreste von zwei Tempeln aufgedeckt bzw. untersucht werden:

Mithraeum: Das Kultgebäude wurde etwa 150 Meter östlich der Festung, entdeckt und freigelegt. Eine Statuen- oder Altarbasis stand außerhalb des Tempels. Es handelte sich vermutlich um einen Tempel für den persischen Lichtgott Mithras der besonders von den Soldaten verehrt wurde. Es war dem von Carrawburgh (Brocolitia, Bauperiode II) sehr ähnlich. Der Eingang lag im Osten, durch einen Narthex gelangte man in eine – teilweise mit Steinplatten ausgelegte – Kammer. Diese endete an einer langrechteckigen Nische wo einst das Kultbild der Gottheit aufgestellt war. Insgesamt maß das Gebäude 14 x 7,6 Meter und hatte durchschnittlich 0,75 Meter dicke Steinmauern. Die Westwand der Nische war im Laufe der Zeit kollabiert und nach außen gefallen. Ein Steinpodest befand sich direkt neben dem Eingang, ein Altar des Iupiter stand direkt vor der Nische. Im Mithräum fanden sich 2014 Lamm- und Geflügelknochen.

Rundtempel: Dieser Tempel stand direkt neben dem Mithräum. Es handelte sich dabei um ein kreisförmiges Gebäude mit 0,7 Meter breiten Wänden und einem Durchmesser von 10,3 Meter. Sein Dach wurde von einem zentralen Stützpfosten und vermutlich fünf an den Rändern aufgestellten Balken abgestützt. Drei von ihnen waren bei der Ausgrabung noch in situ (im Norden und Westen) vorhanden. Der Eingang befand sich im Nordosten. Die Ausgrabungen förderten noch einen Altar mit unleserlicher Inschrift, zwei Steinköpfe, fünf römische Münzen aus dem frühen und späten zweiten Jahrhundert, sowie eine kleine Figurengruppe der Muttergöttinnen (Matronen) ans Tageslicht. Vielleicht ein Hinweis darauf, wem dieser Tempel geweiht gewesen sein könnte.[15]

Vicus und Hafen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zivilsiedlung (Vicus), die sich nördlich und nordöstlich der römischen Festung ausbreitete, gilt als die größte die bislang im Umfeld des Hadrianswalls entdeckt werden konnte. Seine Lage ist hauptsächlich durch Luftaufnahmen und geophysikalische Untersuchungen bekannt. Es muss dort auch ein größerer Hafen existiert haben, seine exakte Position ist aber nicht bekannt.

Collingwood nahm an, dass der Vicus aus dem dritten oder vierten Jahrhundert stammt und über dem früheren Gräberfeld des Kastells erbaut wurde. Die 2014 durchgeführten Bodenradaruntersuchungen deckten eine Art Anleger, noch gut erhaltene Fundamente einer komplexen mehrperiodigen Zivilsiedlung und eine Straße – die mutmaßlich zu einem Lagerhaus führte – auf. Die Siedlung war außerdem von ausgedehnten Feldern und kleineren Gartenparzellen umgeben. Einige davon waren auch mit Gebäuden bebaut. Die im Jahr 1880 durchgeführte Untersuchung ergab, dass besonders die Straße nach Beckfoot von zahlreichen Gebäuden (Streifenhaus) flankiert wurde. Diese Multifunktionsgebäude wurden als Werkstätten, Läden und für Wohnzwecke genutzt. Die große Ausdehnung des Trümmmerschuttes und diverser Funde deutete auf eine beachtliche Größe der Zivilsiedlung hin. Bei den Untersuchungen wurde auch ein Erddamm beobachtet, die einen Teil des Vicus umschließt. Sie wurde später als Erweiterung des Kastellwalls interpretiert, ist aber wahrscheinlich nichts anderes als eine relativ neue Feldbegrenzung.

Aus den Altarinschriften sind einige Namen seiner Bewohner bekannt geworden. Darunter ein mit griechischen Buchstaben beschrifteter Altar, der dem Ασκλεπιος (= Æsculapius), dem Gott der Heilkunst gewidmet war. Sein Stifter war Aulus Egnatius Pastor. Die drei Namen, zeichnen ihn als römischen Bürger aus. Er bekleidete aber kein Verwaltungsamt oder militärischen Rang. Dies deutet darauf hin, dass er Zivilist (privatus) war, möglicherweise arbeitete er als Arzt (medicus). Zwei weitere Altäre, die hier gefunden wurden, wurden von einer Frau namens ...]iana Hermionae, Tochter des Quintus, in Auftrag gegeben.[16]

Gräberfeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Maryport wurden auch Grabsteine gefunden die das Vorhandensein eines Gräberfeldes nahe dem Kastell und Vicus bezeugt. Dort wurden wahrscheinlich Soldaten und Zivilisten gemeinsam begraben. Aus den Inschriften sind einige Namen der damaligen Bewohner bekannt (z.B. Vireius Paulinus, Ingenuus, sein Vater Julius Simplex, und Luca). Auch zwei frühchristliche Grabsteine sind aus Maryport bekannt, die des Rianorix und Spurcius, sowie ein heute verlorener Stein mit einem Chi-Rho-Monogramm.[17]

Frühchristliche Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2011 wurde nordöstlich des Kastells der Platz neu untersucht, an dem 1870 mehrere Iupiteraltäre gefunden wurden. Die Archäologen stießen dabei auf die Fundamente eines langrechteckigen, mehrphasigen Gebäudes aus dem 4. Jahrhundert. Es kann wohl auch als Musterbeispiel für das Aussehen und Konstruktion der meisten Vicusgebäude von Alauna angesehen werden. Sein Oberbau bestand vollständig aus Holz. Von seiner Nord- und Südwand waren nur noch die mit Steinen gefüllten Fundamentgruben der Stützpfosten vorhanden. Die Altarsteine wurden um die Basis der Stützpfosten gepackt, um sie in Position zu halten. Zumindest ein Teil des Bodens bestand aus Stampflehm. Ein Abwasserkanal war mit Steinplatten ausgekleidet. Nach den Beifunden und Konstruktionsmerkmalen (Apsis) zu urteilen, könnte es sich um eine frühchristliche Kirche gehandelt haben.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • William Camden: Britannia, or A Chorographical Description of the Flourishing Kingdoms of England, Scotland, and Ireland, 1586 (Erstausgabe), Übersetzung der 1607 erschienenen (lateinischen) Fassung durch Richard Gough, London, 1789.
  • William D. Shannon: Depictions and Descriptions of Hadrian’s Wall before Camden. Cumberland und Westmoreland Antiquarian and Archaeological Society, 2007.
  • J.A. Biggins, D.J. Taylor: The Roman Fort and Vicus at Maryport: Geophysical Survey, 2000–2004, in Wilson/Caruana (Hrsgb.): Romans on the Solway, CWAAS for the Trustees of the Senhouse Museum, Maryport 2004.
  • A. Rivet, Colin Smith: The place-names of Roman Britain. Batsford Ltd., London. 1979.
  • Eilert Ekwall: The concise Oxford dictionary of English place-names. Claredon Press, Oxford 1960.
  • R. J. A. Wilson (Hrsgb.): Roman Maryport and its setting. Essays in memory of Michael G. Jarrett. Cumberland and Westmorland Antiquarian and Archaeological Society on behalf of the Senhouse Roman Museum, Extra series, Nr.28, Maryport. 1997. S. 168. ISBN 1-873124-22-8.
  • Michael Jarrett: Maryport, Cumbria: a Roman fort and its garrison. T. Wilson, 1976, S. 15–16.
  • Michael G. Jarrett: Roman Maryport and its setting. Band 28, Extra series, Trustees of the Senhouse Roman Museum, Maryport by the Cumberland and Westmorland Antiquarian and Archæological Society, 1997.
  • Michael Jarrett, G. R. Stephens: The Roman garrisons of Maryport 1987. Transactions of the Cumberland and Westmorland Antiquarian & Archaeological Society. New series Vol. 1, 1901 – Vol. 100, 2000.
  • Tom Garlick: Romans in the Lake Counties. Dalesman 1976, S. 40.
  • R. W. Davies: The Roman Military Diet. Artikel in Britannia II, 1971.
  • Paul A. Holder: Auxiliary units entitled Aelia In: Zeitschrift für Papyrologie und Epigraphik. Band 122, 1998, S. 253–263, hier S. 253, 260–261 (PDF).
  • R.G. Collingwood: The Archaeology of Roman Britain. Methuen, London, 1930.
  • R.G. Collingwood, R.P. Wright: The Roman Inscriptions of Britain. Vol.1, Inscriptions on Stone, Oxford 1965.
  • M.J.T. Lewis: Temples in Roman Britain. Cambridge 1966.
  • E.J. Bickerman: Chronology of the Ancient World. Thames & Hudson, London, 1980.
  • Chris Scarre: Chronicle of the Roman Emperors. Thames & Hudson, London, 1995.
  • Eric Birley: Research on Hadrian’s Wall. 1961.
  • Anthony Richard Birley: The People of Roman Britain. University of California Press, 1980.
  • Nick Hodgson: Hadrian’s Wall 1999–2009. A summary of excavation and research prepared for the 13th pilgrimage of Hadrian’s Wall, 8–14 August 2009.
  • D.J. Breeze: The Frontiers of Imperial Rome. Pen and Sword Books Ltd., Barnsley 2011.
  • D.J. Breeze: Roman Forts in Britain. Shire Archaeology, Oxford 2002.
  • D.B. Campbell: Roman Auxiliary Forts 27BC-AD378. Osprey, Oxford 2009.
  • An Archaeological Map of Hadrian’s Wall, 1:25,000 Scale. English Heritage, London 2010.
  • Timothy Potter: The Biglands milefortlet and the Cumberland coast defences, 1977.
  • David Shotter: The Roman Frontier in Britain. Carnegie Publishing Ltd., London 1998.
  • J. Waite: To Rule Britannia. The History Press, Stroud 2011.
  • Martin Henig, Graham Webster: Roman Sculpture from the North West Midlands. British Academy, 2004.

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • RIB = Roman inscriptions in Britain
  1. Ravenna Nr. 118, Rivet/Smith 1979, 244–245.
  2. Transactions of the Cumberland and Westmorland Antiquarian & Archaeological Society, Nr. 5, 1881, S. 237–255, Jarrett/Stephens 1987–2000, S. 61, Birley 1961, S. 216–222, Biggins/Taylor 2004, S. 102–133, William Camden, 1586.
  3. Artikel aus Current Archaeology: Jupiter, best and greatest – Revisiting Maryport’s ritual pits. Ian Haynes/Tony Wilmott, Newcastle University and the Senhouse Museum Trust. 14. August 2012.
  4. Davies 1971, S. 122–142, Henig/Webster 2004, S. 63.
  5. Maryport Roman settlement: Dig unearths 'lost harbour' auf BBC News 27. Mai 2014, abgerufen am 19. September 2014
  6. Jarrett/Stephens 1987, S. 61, Britannia 2001, XXXII, S. 337–339.
  7. RIB 809, RIB 812, RIB 846
  8. RIB 852
  9. RIB 854
  10. Holder 1998, S. 253, 260–261, RIB 814, RIB 816, RIB 817, RIB 821, RIB 822, RIB 823, RIB 827, RIB 828, RIB 829 und RIB 855.
  11. RIB 810, RIB 831 (138–161), RIB 832, RIB 847, RIB 850 (138–161).
  12. RIB 830, RIB 837, RIB 838, RIB 842, RIB 843, Inschrift aus Flavia Solva: CIL 3, 5331
  13. Not. Dign. Occ. Xl 53.
  14. RIB 2057, RIB 2058, RIB 2062, RIB 2055, Bruce/Richmond 1966, S. 209–211, Potter 1973, S. 51, Wilmott/Austen 2000, S. 398.
  15. Lewis 1966, S. 106–107
  16. Transactions of the Cumberland and Westmorland Antiquarian & Archaeological Society, Nr. 5, 1881, S. 237–255, Nr. 23, 1923, S. 142–153 und Nr. 36, 1936, S. 85–99, Jarret 1997, S. 107, A.R. Birley 1980, S. 111, RIB 808, RIB 813, RIB 845.
  17. RIB 859, RIB 860, RIB 862, RIB 863, RIB 867, RIB 856

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]