Kemaliye

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Kemaliye
Wappen fehlt
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Kemaliye (Türkei)
Red pog.svg
Kemaliye - Eğin.JPG
Kemaliye am Euphrat
Basisdaten
Provinz (il): Erzincan
Koordinaten: 39° 16′ N, 38° 30′ OKoordinaten: 39° 15′ 39″ N, 38° 29′ 48″ O
Höhe: 1130 m
Einwohner: 2.256[1] (2018)
Telefonvorwahl: (+90) 446
Postleitzahl: 2553x
Kfz-Kennzeichen: 24
Struktur und Verwaltung (Stand: 2019)
Gliederung: 11 Mahalle
Bürgermeister: Mehmet Karaman (MHP)
Website:
Landkreis Kemaliye
Einwohner: 5.555[1] (2018)
Fläche: 1.207 km²
Bevölkerungsdichte: 5 Einwohner je km²
Kaymakam: Fatih Kaya
Website (Kaymakam):
Vorlage:Infobox Ort in der Türkei/Wartung/Landkreis

Kemaliye, ehemals Eğin (von armenisch Ակն – Akn), ist eine Stadt und zugleich Verwaltungszentrum des gleichnamigen Landkreises in der türkischen Provinz Erzincan. Die Stadt liegt 150 Straßenkilometer südöstlich von Erzincan am Euphrat. Sie beherbergt etwa 40 Prozent der Landkreisbevölkerung.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis Kemaliye ist der südlichste Landkreis der Provinz und grenzt im Norden an den Kreis İliç. Die übrigen Grenzen bilden Provinzgrenzen: Sivas im Westen, Malatya und Elazığ im Süden sowie Tunceli im Osten. Der Landkreis hat mit 4,6 Einwohnern je Quadratkilometern die zweitniedrigste Bevölkerungsdichte – wie die Mehrzahl der Kreise im Osten und Westen der Provinz.

Neben der Kreisstadt besteht der Kreis aus 61 Dörfern (Köy) mit durchschnittlich 54 Bewohnern. Das ist der niedrigste Einwohnerstand pro Dorf, der Provinzdurchschnitt aller 522 Dörfer beträgt genau 100. Das Dorf Topkapı ist mit 274 Einwohnern das größte. Esertepe (2017: 15 Einw.) ist seit 2018 ein Stadtviertel (Mahalle) der Kreisstadt (2018: 16 Einw.).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die alte Stadt Akn wurde ums Jahr 1023 von Vasallen des armenischen Königs Seneqerim Johannes, dem letzten Herrscher des südarmenischen Reiches von Vaspurakan gegründet.[2] Bis 1915, zu Beginn des Völkermords an den Armeniern, hatte die armenisch-apostolische Gemeinde in der Stadt Eğin zwei Kirchen (Surp Kevork und Surp Asdvadzadzin)[3] und zwei Klöster (Surp Krikor Narekazi und Gosmas Tamianos)[3].

Der Name Kemaliye wurde 1922 gewählt und diente der Ehrung des Staatsgründers Mustafa Kemal Atatürk. Die offizielle Umbenennung erfolgte 1926.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kemaliye – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Türkiye Nüfusu İl ilçe Mahalle Köy Nüfusları, abgerufen am 14. Juni 2019
  2. Gérard Dédéyan: Histoire du peuple arménien, éditions Privat, Toulouse 2007, S. 313
  3. a b Pars Tuğlacı: Tarih boyunca Batı Ermenileri tarihi. Cilt 3. (1891 - 1922), Pars Yayın ve Tic., Istanbul und Ankara 2004 ISBN 9757423068, Seite 275