Kessach

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Kessach
linker Hauptstrang-Oberlauf: Schillingstadter Kästle
Die Kessach in Unterkessach

Die Kessach in Unterkessach

Daten
Gewässerkennzahl DE: 238852
Lage Baden-Württemberg; Deutschland
Flusssystem Rhein
Abfluss über Jagst → Neckar → Rhein → Nordsee
Quelle des als Oberlauf geltenden Schillingstädter Kästles:
250 Meter östlich der Anschlussstelle Boxberg der A 81, zwischen Hüngheim und Berolzheim
49° 28′ 9″ N, 9° 33′ 44″ O
Quellhöhe ca. 360 m ü. NN
Mündung in Widdern von rechts in die JagstKoordinaten: 49° 19′ 0″ N, 9° 25′ 15″ O
49° 19′ 0″ N, 9° 25′ 15″ O
Mündungshöhe ca. 181 m ü. NN[1]
Höhenunterschied ca. 179 m
Länge 24 km[1]
Einzugsgebiet ca. 68,191 km²[2]
Abfluss
AEo: 71,9 km²
MQ 1951–1990
Mq 1951–1990
600 l/s
8,3 l/(s km²)

Die Kessach ist ein fast 24 km langer Bach im nördlichen Baden-Württemberg, der im östlichen Bauland entspringt und in Widdern von rechts in die Jagst mündet.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kessach entsteht zufolge RIPS[3] etwa 250 m östlich der Anschlussstelle 5 der A 81, zwischen den Dörfern Berolzheim und Schillingstadt der Gemeinde Berolzheim, fließt von hier nach Südwesten und nach gut 5 km schon auf Ravensteiner Gemarkung mit ihrem rechtsseitigen Begleiter, dem Berolzheimer Kästle, das hier schon merklich länger ist, im Waldgewann Seegrund zusammen. Die TK 25[4] dagegen nennt die obere Kessach bis zu diesem Zusammenfluss Schillingstädter Kästle, und die Kessach entsteht demzufolge erst mit dem Zusammenfluss.

Die untere Kessach im Mai

Anschließend jedenfalls zieht sie in Richtung Südsüdwesten durch die Ravensteiner Taldörfer Hüngheim und Merchingen, erreicht das Gebiet der Gemeinde Schöntal und deren Dorf Oberkessach, wonach sie wieder in Richtung Südwesten fließt. Sie erreicht das Widderner Taldorf Unterkessach, dreht danach in Richtung Süden und mündet dann bald in Widdern selbst von rechts in die Jagst. Das Tal hat ab dem Übertritt auf Widderner Gemarkung Anteil am Landschaftsschutzgebiet Kessachtal mit angrenzenden Gebietsteilen, im Tal verläuft der Kessachtal-Radweg.

Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kessach hat eine Länge von 23,5 km, der mittlere Abfluss an der Mündung beträgt 0,6 m³/s (1951–1990) bei einem Einzugsgebiet von 71,9 km². Nach diesem Kriterium ist sie der sechstgrößte Zufluss der Jagst.

Fauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein guter Bestand an Bach- und Regenbogenforellen sowie die Mühlkoppe (Groppe) ist anzutreffen und spricht für eine gute Wasserqualität.

Die Kessach bietet dem Eisvogel Lebensraum.

Zuflüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hierarchische Liste, jeweils von der Quelle zur Mündung, mit Name/Bezeichnung, Mündungsseite, Mündungsort, Länge und zuweilen dem Teileinzugsgebiet.[5]

Zusammenfluss der Oberläufe im Seegrund etwa 2,5 km vor Hüngheim.

  • Schillingstadter Kästle, linker Hauptstrang-Oberlauf (!), 5,9 km und 7,2 km²
  • Berolzheimer Kästlein, rechter Nebenstrang-Oberlauf (!), 8,3 km und 10,3 km²
  • Klingengraben, von links in Hüngheim, 0,8 km
  • Langenackergraben, von rechts kurz vor Ravenstein-Merchingen, 3,0 km und 8,6 km²
    • Eßbachgraben, von rechts kurz vor der Mündung, 2,8 km
  • Knockgraben, von rechts kurz nach Merchingen an der Unteren Mühle, 2,9 km
  • Hackgraben, von rechts nach Ravenstein-Merchingen gegenüber der Bieringer Höhe, 2,6 km und 2,5 km²
  • Pfaffengraben, von rechts kurz vor Oberkessach, 1,3 km und 0,9 km²
  • (Unbenannter Zufluss vom Rand des Denzers an der A 81), von rechts an der Oberkessacher Kläranlage, 3,0 km und 2,4 km²
    • (Unbenannter Zufluss vom Rand des Ritterholzes und der L 1046), von links am Oberlauf, 0,7 km
  • Brühlgraben, von rechts kurz nach der Oberkessacher Kläranlage, 2,5 km (mit namenlosem linkem und nördlichem Oberlauf) und 2,2 km²
    • Brühlgraben, von rechts am Mittellauf, 1,1 km; Ursprung am Heumahdbrunnen
      • (Unbenannter Zufluss von Weigental her), 0,5 km
  • (Bach durch die Heiligenklinge), von rechts auf der Gemeindegrenze Schöntal/Widdern g, 1,7 km und 0,7 km²
  • (Unbenannter Zufluss aus dem Birkenwald), von links auf derselben Gemeindegrenze gegenüber dem Heiligenrain, 0,6 km
  • (Bach aus der Reutersklinge), von rechts vor Unterkessach, 1,2 km
  • (Bach durch die Glasenbergklinge), von links ganz kurz nach dem vorigen, 1,2 km
  • Hahnengraben, von rechts in Unterkessach, 2,7 km und 2,7 km²
  • (Unbenannter Zufluss bei der linken Talsteige in Unterkessach), von links am westlichen Ortsrand von Unterkessach, 0,5 km
  • (Bach durch die Eberklinge), von rechts unterhalb Unterkessach, 1,8 km
    • (Bach aus der Erlach-Mulde), von rechts am Mittellauf, 0,6 km
  • (Unbenannter Bach vom Waldgebiet Obernberg herab), von links, 1,2 km
  • (Bach durch die Völesklinge), von rechts kurz vor der Talsteige der K 2023, 0,7 km

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Mattern: Das untere Jagsttal. Von Dörzbach bis zur Mündung. Baier BPB Verlag, Crailsheim 2005, ISBN 3-929233-27-4.
  • „TK25“: Topographische Karte 1:25.000 Baden-Württemberg Nord, in der Einzelblattausgabe berührt der Flusslauf die Blätter Nr. 6523, 6622 und 6623.

Anmerkungen und Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Kartendienste der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) (Hinweise)
  2. Summe der Teileinzugsgebietes nach: Kartendienste der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) (Hinweise)
  3. Siehe bei den Weblinks.
  4. Siehe unter Literatur.
  5. Daten nach: Kartendienste der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) (Hinweise)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]