Rosenberg (Baden)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Rosenberg
Rosenberg (Baden)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rosenberg hervorgehoben
Koordinaten: 49° 27′ N, 9° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Neckar-Odenwald-Kreis
Höhe: 352 m ü. NHN
Fläche: 40,97 km2
Einwohner: 2118 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 52 Einwohner je km2
Postleitzahl: 74749
Vorwahl: 06295
Kfz-Kennzeichen: MOS, BCH
Gemeindeschlüssel: 08 2 25 082
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 26
74749 Rosenberg
Webpräsenz: www.rosenberg-baden.de
Bürgermeister: Gerhard Baar (Freie Wähler)
Lage der Gemeinde Rosenberg im Neckar-Odenwald-Kreis
HessenBayernHohenlohekreisLandkreis HeilbronnMain-Tauber-KreisRhein-Neckar-KreisRhein-Neckar-KreisAdelsheimAglasterhausenBilligheimBinauBuchen (Odenwald)Elztal (Odenwald)FahrenbachHardheimHaßmersheimHöpfingenHüffenhardtLimbach (Baden)MosbachMudauNeckargerachNeckarzimmernNeunkirchen (Baden)Obrigheim (Baden)OsterburkenRavensteinRosenberg (Baden)SchefflenzSchwarzach (Odenwald)SeckachWaldbrunn (Odenwald)WalldürnZwingenberg (Baden)Karte
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Rosenberg ist eine Gemeinde im Neckar-Odenwald-Kreis im Nordosten Baden-Württembergs etwa 26 km nordöstlich von Mosbach. Sie gehört zur europäischen Metropolregion Rhein-Neckar (bis 20. Mai 2003 Region Unterer Neckar und bis 31. Dezember 2005 Region Rhein-Neckar-Odenwald).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rosenberg liegt im Muschelkalk-Hügelland des Baulandes und ist zu ein Drittel bewaldet. Das Gemeindegebiet wird von der Kirnau entwässert.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde Rosenberg gehören die ehemaligen Gemeinden Bronnacker, Hirschlanden und Sindolsheim. Zur Gemeinde Rosenberg in den Grenzen von 1970 gehörten das Dorf (ehemals Minderstadt) Rosenberg, der Ort Siedlung Dörrhof und die Häuser Gaimühle und Talmühle.

In der Gemeinde Rosenberg im Gebietsstand von 1970 lagen die abgegangenen Ortschaften Mensingenheim und die 1970 abgebrochene Neumühle. Im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Sindolsheim liegt die Wüstung Mettelheim.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom 13. bis zum 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rosenberg wurde 1251 erstmals urkundlich erwähnt. Ende des 13. Jahrhunderts fiel der Ort an das Bistum Würzburg, das es als Lehen an die Herren von Rosenberg und nach deren Aussterben 1632 an die Herren von Hatzfeld gab. 1682 wurde Rosenberg dem Deutschen Orden, Ballei Franken, unterstellt. Fünfzig Jahre später wurden die Fürsten von Löwenstein-Wertheim Grundherren. Im Rahmen der Mediatisierung aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses fiel Rosenberg 1803 an das Fürstentum Leiningen. Als dieses 1806 aufgrund der Rheinbundakte aufgelöst wurde, kam der Ort an das Großherzogtum Baden. Rosenberg wurde 1866 an den Eisenbahnverkehr angebunden. Das 1582 errichtete Schloss wurde 1926 bei einem Brand zerstört.

Ab dem 20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

im Jahr 1909 erfolgte die Elektrifizierung, 1947 wurde das Rathaus gebaut, 1970 wurde das Werk Rosenberg der Firma GETRAG gegründet.[3]

Am 1. Juli 1971 wurde Bronnacker eingemeindet. Am 1. Januar 1972 kam es zur Vereinigung von Rosenberg mit Hirschlanden und Sindolsheim, wodurch die Gemeinde Rosenberg gebildet wurde.[4] Die Gemeinde gehörte zum Landkreis Buchen, der sich im Jahr 1973 mit dem Landkreis Mosbach zum heutigen Neckar-Odenwald-Kreis vereinigte.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trotz der Oberherrschaft des Bistums Würzburg konnten die Herren von Rosenberg als Grundherren 1558 die Reformation einführen. Auch als die römisch-katholischen Herren von Hatzfeld mit der Grundherrschaft belehnt wurden, blieb der Ort evangelisch. Im 21. Jahrhundert leben etwa zu gleichen Teilen Protestanten und Katholiken im Ort.

Hirschlanden, ein Ortsteil von Rosenberg, ist Sitz des Kirchenbezirks Adelsheim-Boxberg der Evangelischen Landeskirche in Baden.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Die Kommunalwahl am 7. Juni 2009 brachte folgendes Ergebnis[5]:

Partei Stimmen +/- Sitze +/-
Unabhängige Liste 36,8 % (+5,8) 5 ( +1 )
Bürgerliste 63,2 % (+40,8) 9 ( +6 )
Freie Wähler 0 % (-46,5) 0 ( -7 )

Die Wahlbeteiligung lag bei 57,5 % und war damit um 3,0 Prozentpunkte geringer als bei der Kommunalwahl 2004. Dem Gemeinderat gehören neun Männer und fünf Frauen an.

Darüber hinaus sind in Bronnacker, Hirschlanden und Sindolsheim jeweils Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung mit eigenem Ortschaftsrat und Ortsvorsteher als dessen Vorsitzendem eingerichtet.

Kommunalwahl 25. Mai 2014:

Der Gemeinderat hat 12 Mitglieder, fünf Frauen und sieben Männer.[6]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bürgermeister wird für acht Jahre direkt gewählt.

  • 1972–1976: Emil Kistner
  • 1976–1999: Arno Hagenbuch
  • seit 1999: Gerhard Baar

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Schräglinks geteilt von Gold und Rot, vorne eine unbespitzte, goldbesamte rote Rose, hinten ein achtspeichiges goldenes Rad.“

Das in den badischen Farben (rot-gelb) tingierte Wappen enthält mit der Rose ein redendes Bild für den Ortsnamen und ein Zeichen für die historischen Herrschaftsverhältnisse, begegnet sie doch in der Helmzier des Wappens der Herren von Rosenberg und im Wappen von Grafschaft und Fürstentum Wertheim. Das Rad soll auf Kurmainz hinweisen, die einstige Lehnsherrschaft des Gemeindeteils Sindolsheim.

Wappen der Ortsteile

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Brunnen bei der Kronen im Ortsteil Sindolsheim ist einer der drei historischen Dorfbrunnen aus der Zeit vor 1800.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Werk Rosenberg von Getrag, ein Hersteller von Automobil-Getrieben, ist mit mehr als 540 Arbeitsplätzen einer der wichtigsten Arbeitgeber der Region.[7]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rosenberg liegt an der A 81 Heilbronn–Würzburg und ist über die Anschlussstelle Osterburken zu erreichen.

In Rosenberg gibt es einen Haltepunkt der Frankenbahn (StuttgartWürzburg), der werktags im Berufsverkehr in sehr begrenztem Umfang bedient wird. Sein Empfangsgebäude wurde 1866 erbaut und steht unter Denkmalschutz.[8] Ein Haltepunkt in Hirschlanden besteht seit Mitte der 1980er Jahre nicht mehr.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde hat dreimal die Ehrenbürgerwürde verliehen:

  • 1976: Emil Kistner, war von 1956 bis 1971 Bürgermeister von Hirschlanden und von 1972 bis 1976 Bürgermeister von Rosenberg
  • 1976: Hermann Hagenmeyer, war Gründer der Firma Getrag
  • 1999: Arno Hagenbuch, war von 1976 bis 1999 Bürgermeister von Rosenberg

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rosenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alle politisch selbständigen Gemeinden mit ausgewählten Merkmalen am 30.09.2016 (3. Quartal 2016) (XLS-Datei, 4,86 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2. S. 317–318
  3. http://www.rosenberg-baden.de/leben-in-rosenberg/historie
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 474.
  5. Wahlergebnis beim Statistischen Landesamt
  6. http://www.rosenberg-baden.de/rathaus/gemeinderat
  7. Gemeinde Rosenberg, Stand: 2009
  8. Neckar-Odenwald-Kreis: 74749 Rosenberg, Bahnhofstraße 2 (ehemaliger Bahnhof). In: Themenportal Verkäufliche Kulturdenkmale. Regierungspräsidium Karlsruhe; abgerufen am 17. November 2017.