Klaus Biesenbach

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Klaus Biesenbach (* 1966 in Bergisch Gladbach) ist ein deutscher Kurator und Museumsdirektor. Er ist Direktor der New Yorker Kunsthalle MoMA PS1 (Stadtteil Queens) und Chief Curator at Large am Museum of Modern Art (MoMA) in New York City. In den frühen 1990er Jahren hat er die Kunst-Werke Berlin und 1996 die Berlin Biennale mitgegründet.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Biesenbach studierte zunächst Medizin in München und dann Berlin bis zum ersten Staatsexamen.[2] Als er während eines Aufenthalts in New York Fernsehbilder vom Fall der Berliner Mauer sah (1989), beschloss er nach Berlin zu ziehen. Er mietete dort mit Kommilitonen eine ehemalige Margarine-Fabrik in Berlin-Mitte, nannte sie „Kunst-Werke“ und bot dort in kürzester Zeit ein viel beachtetes internationales Programm mit Ausstellungen und Gast-Ateliers für Künstler und Clubs. Parallel studierte er freie Kunst bei Professor Katharina Sieverding an der Hochschule der Künste (HdK) (heute Universität der Künste, UdK) in Berlin.

Seit 1996 organisierte er parallel Ausstellungen am MoMA PS1, einer Institution für zeitgenössische Kunst in einer früheren Schule in Queens (Stadtteil von New York City), die 1999 dem „Museum of Modern Art“ angegliedert wurde. Im Jahr 1997 gastierte er auf der „Documenta X“ mit „Hybrid Workspace“.[3] 1998 richteten die „Kunst-Werke“ unter Biesenbachs Leitung die erste Berlin Biennale aus.[4]

Biesenbach war 1997 jüngstes Mitglied der internationalen Jury für die Venedig Biennale und fungierte 2002 als Ko-Kurator der Shanghai Biennale.[5] 2004 wurde er Chefkurator einer von ihm mitgegründeten Abteilung für Medienkunst im „Museum of Modern Art“, die von ihm zur Abteilung für Medien- und Performancekunst erweitert wurde. Seit 2010 leitet er die MoMA-Dependance MoMA PS1 und ist Chief Curator at Large am Museum of Modern Art.[6]

Klaus Biesenbach wurde 2016 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.[7]

Am 31. Juli 2018 gab das Museum of Contemporary Art (MOCA) in Los Angeles bekannt, dass Biesenbach im März 2019 als Direktor an das MOCA wechseln wird.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geschichte - Berlin Biennale. Abgerufen am 14. April 2017.
  2. Dorit Marschall: Beschleunigtes Leben - Handelsblatt, 9. April 2008
  3. Hybrid Workspace - Monoskop. Abgerufen am 14. April 2017 (englisch).
  4. 1st Berlin Biennale - Berlin Biennale. Abgerufen am 14. April 2017 (amerikanisches Englisch).
  5. Shanghai is racing to become China’s cultural capital. Abgerufen am 14. April 2017.
  6. Kunst-Zentrum P.S.1: Klaus Biesenbach wird Museumschef in New York - Spon, 22. Oktober 2009
  7. Museumschef Biesenbach erhält Bundesverdienstorden auf monopol-magazin.de